Mackenbach

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Mackenbach (Begriffsklärung) aufgeführt.
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Mackenbach
Mackenbach
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Mackenbach hervorgehoben
Koordinaten: 49° 28′ N, 7° 35′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Kaiserslautern
Verbandsgemeinde: Weilerbach
Höhe: 264 m ü. NHN
Fläche: 3,53 km2
Einwohner: 1974 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 559 Einwohner je km2
Postleitzahl: 67686
Vorwahl: 06374
Kfz-Kennzeichen: KL
Gemeindeschlüssel: 07 3 35 024
Adresse der Verbandsverwaltung: Rummelstraße 15
67685 Weilerbach
Webpräsenz: www.weilerbach.de
Ortsbürgermeister: Jürgen Steinhauer (SPD)
Lage der Ortsgemeinde Mackenbach im Landkreis Kaiserslautern
Karte

Mackenbach ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Kaiserslautern in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Weilerbach an.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mackenbach liegt 13 km nordwestlich von Kaiserslautern. Zur Gemeinde gehört auch der Wohnplatz Langenfelderhof.[2]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Ersterwähnung von Mackenbach im Jahr 1281 geschah indirekt. In den Rheinpfälzer Urkunden Nr. 2089 im Hauptstaatsarchiv München wird ein Cunrat von Magkinbach genannt. Weitere Nennungen sind 1413 Jakop von Mackenbach (R. Breid. 126); 1510 (Or.) „ein waeg zu Machenbach“ (GI.N.U.291); Mackenbach (LA Sp F 3/10, fol.14) (Or.) Mackenbacher bann (Reichsld. 69) 1797 Mackenbach (Schmitt'sche Karte 9).[3]

Der Ort ist um das Jahr 1000 entstanden, wurde aber erst im Jahre 1510 erstmals urkundlich erwähnt.

Mackenbach gehörte bis zum Ende des 18. Jahrhunderts zum kurpfälzischen Gericht Steinwenden. Im Jahr 1787 hatte die Gemeinde 47 Familien und 200 Einwohner. An Gebäuden wurden zwei Schulhäuser und 33 Wohnhäuser verzeichnet. Die Gemarkung Mackenbach umfasste 698 Morgen Äcker, 89 Morgen Wiesen, 6 Morgen Gärten und 91 Morgen Wald sowie fünf Weiher.[4]

Im Jahr 1794 hatten französische Revolutionstruppen das Linke Rheinufer eingenommen. Von 1798 bis 1814 gehörte die Region und damit auch die Gemeinde Mackenbach zum Kanton Landstuhl im Departement Donnersberg. Sie unterstand der Verwaltung der Mairie Ramstein.[5] Im Jahr 1802 hatte Mackenbach 249 Einwohner: 58 Katholiken, 100 Reformierte und 91 Lutheraner.[6]

Aufgrund der auf dem Wiener Kongress getroffenen Vereinbarungen und einem Tauschvertrag mit Österreich kam die Pfalz 1816 zum Königreich Bayern. Unter der bayerischen Verwaltung blieb die Gemeinde Mackenbach im Kanton Landstuhl, der Teil des Landkommissariats Homburg (1862 umbenannt in Bezirksamt Homburg) im Rheinkreis war. Im Jahr 1837 hatte Mackenbach bereits 604 Einwohner, davon waren 89 Katholiken und 515 Protestanten.[6]

Im Bayerischen Ortschaftsverzeichnis aus dem Jahr 1928 wird die Landgemeinde Mackenbach, nun zum bayerischen Regierungsbezirk Pfalz und zum Bezirksamt Kaiserslautern gehörend, wie folgt beschrieben: Insgesamt 1.408 Einwohner (144 Katholiken und 1.264 Protestanten), 237 Wohngebäude und eine Fläche von 354 Hektar; es gab eine protestantische Pfarrei, eine konfessionell gemeinschaftliche Schule und ein Postamt im Dorf.[7]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat in Mackenbach besteht aus 16 Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer personalisierten Verhältniswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzenden.

Die Sitzverteilung im Gemeinderat:[8]

Wahl SPD CDU FWG Gesamt
2014 9 7 16 Sitze
2009 9 5 2 16 Sitze
2004 9 3 4 16 Sitze

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Blasonierung des Wappens lautet: „Von Schwarz und Rot durch eine aufsteigende eingebogene goldene Spitze, darin auf grünem Grund ein grüner Laubbaum, geteilt, oben rechts ein goldener Reichsapfel, oben links eine goldene Lyra“.

Es wurde 1960 vom rheinland-pfälzischen Innenministerium genehmigt. Die Lyra erinnert an die Wandermusikanten des Dorfes.[9]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Musik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mackenbachs Ruf als Musikantendorf begründeten die Wandermusikanten Mitte des 19. bis in die 30er-Jahre des 20. Jahrhunderts. Sie zogen mit Kapellen und Zirkussen in die ganze Welt und machten weltweit (in ganz Europa, aber auch in den USA, Australien und Afrika) Musik, um die kargen Erträge aus der Landwirtschaft auszugleichen.

Heute wird die Musik im Männergesangverein Liederkranz, im Musikverein und im evangelischen Kirchenchor weiterhin gepflegt.

Museen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Westpfälzer Musikantenmuseum ist den Westpfälzer Wandermusikanten gewidmet.

Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

siehe Liste der Kulturdenkmäler in Mackenbach

Sport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

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Neben einem Rasen- und einem Hartplatz des Fußballvereins gibt es in Mackenbach einen Skatepark für Inline-Skater und Skateboardfahrer, eine Tennishalle und einen Tennisverein mit vier Freiluftplätzen, ebenso einen Golfplatz mit 18 Loch. In der Mehrzweckhalle, die auch die Grundschule des Dorfes nutzt, wird Tischtennis gespielt. In unmittelbarer Nähe befindet sich der Schachraum. In drei Sportvereinen werden die genannten Sportarten betrieben. Der Fußballverein spielt in der Landesliga.

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

An Rosenmontag findet in der Mehrzweckhalle (Bürgerhaus) ein Rosenmontagsball statt. Des Weiteren wird am zweiten Wochenende im September die Kerwe gefeiert. Der jährliche Weihnachtsmarkt findet am Samstag vor dem 3. Advent statt.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Öffentliche Nahverkehr ist in den Verkehrsverbund Rhein-Neckar integriert.

Die Gemeinde ist durch die A 6 (Anschlussstellen: Kaiserslautern-West, weiter über L367 oder Kaiserslautern-Einsiedlerhof, weiter über L369) an das Autobahnnetz angebunden.

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Mackenbach – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Anzahl der Einwohner in den Kommunen am 31. Dezember 2015 (Hilfe dazu).
  2. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Amtliches Verzeichnis der Gemeinden und Gemeindeteile, Seite 97 (PDF; 2,3 MB)
  3. Quelle: Hobelsberger-Rhodes, Andreas/H. R. Wittner
  4. Johann Goswin Widder: Versuch einer vollständigen Geographisch-Historischen Beschreibung der Kurfürstl. Pfalz am Rheine, Band 4, Frankfurt und Leipzig, 1788, S. 283 (Google Books)
  5. P. A. Müller: Statistisches Jahrbuch für die deutschen Länder zwischen dem Rhein, der Mosel und der französischen Grenze, Mainz: Kupferberg, 1815, S. 159 (Google Books)
  6. a b Michael Frey: Versuch einer geographisch-historisch-statistische Beschreibung des kön. bayer. Rheinkreises, Band 4, Neidhard, 1837, S. 187 (Google Books)
  7. Ortschaften-Verzeichnis für den Freistaat Bayern, nach der Volkszählung vom 16. Juni 1926 und dem Gebietsstand vom 1. Januar 1928, Spalte 744 (digitale-sammlungen.de)
  8. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen
  9. Karl Heinz Debus: Das große Wappenbuch der Pfalz. Neustadt an der Weinstraße 1988, ISBN 3-9801574-2-3