Gero (Ostmark)

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Tafelbild Geros um 1510 in Kleidung des 10. Jahrhunderts, vermutlich nach einer nicht mehr vorhandenen Grabplastik aus dem Jahr 965.[1] Gernrode, Stiftskirche St. Cyriacus.

Gero, auch Gero I. oder Gero der Große († 20. Mai 965 in Gernrode) war ein ostsächsischer Graf, der von 939 bis 965 als Markgraf König Ottos des Großen die Tributherrschaft über die slawischen Stämme östlich der mittleren Elbe und der Saale ausübte („Sächsische Ostmark“).

Bedingt durch seine Nähe zum König erhielt Gero nach dem Tod seines Bruders mit dem Amt eines Legaten zunächst die Aufgabe eines Grenzschützers. Ab dem Jahr 939 sicherte er als Markgraf den Anspruch des Königs auf die Anerkennung der sächsischen Oberhoheit durch die Elbslawen bis zur Oder. Dadurch trug Gero die Hauptlast der sächsisch-slawischen Grenzkämpfe und hielt dem König den Rücken frei für andere Aufgaben. Im Zuge des Liudolfinischen Aufstandes kam es zu einer tiefgreifenden Entfremdung zwischen König und Markgraf, ohne dass diese Distanz zu einem offenen Konflikt führte.

Während zeitgenössische sächsische Quellen seine Tatkraft rühmten, galt er national gesinnten Historikern in Deutschland und Polen als Symbolfigur einer mittelalterlichen „deutschen“ Eroberungspolitik im Osten. Heute geht die Geschichtswissenschaft davon aus, dass Geros Kämpfe mit den Elbslawen keine Eingliederung der slawischen Gebiete in das Reich zum Ziel hatten, sondern vorrangig der Einnahmenerzielung durch Tributzahlungen der unterworfenen Slawen dienten.

Leben[Bearbeiten]

Herkunft und Familie[Bearbeiten]

Gefälschtes Siegel Markgraf Geros, um 1200.

Gero entstammte einem der mächtigsten und angesehensten Adelsgeschlechter Ostsachsens. Sein Vater[2] Thietmar diente am Hof als Erzieher und Berater des sächsischen Herzogs und späteren ostfränkisch-deutschen Königs Heinrich I. und führte in der Schlacht bei Lenzen ein sächsisches Heer zum Sieg gegen die slawischen Redarier. Über seine Mutter Hildegard, Schwester der Gemahlin des Grafen Erwin von Merseburg, war Gero mit Thankmar verwandt, dem erstgeborenen Sohn König Heinrichs I. aus dessen erster Ehe mit Hatheburg.

Geros älterer Bruder Siegfried von Merseburg[3] stand ebenfalls hoch in der Gunst König Heinrichs I., mit dessen Halbschwester er in erster Ehe verheiratet war. Unter Otto I. verwaltete er das östliche Sachsen bei Abwesenheit des Königs als dessen Vertreter. Widukind bezeichnet ihn als „Zweiten hinter dem König und Besten unter den Sachsen“.[4] Die Söhne von Geros Schwester Hidda aus der Ehe mit dem Grafen Christian erlangten bedeutende kirchliche und weltliche Ämter: Der gleichnamige Gero wurde Erzbischof von Köln, und Thietmar beerbte seinen Onkel Gero als Markgraf von Meißen.[5]

Geros eigene Nachkommen aus der Ehe mit der ansonsten gänzlich unbekannten Judith[6] verstarben noch zu seinen Lebzeiten kinderlos. Sein Sohn Siegfried, Patenkind König Ottos I., heiratete zwar um 952 die zu diesem Zeitpunkt 13-Jährige Hathui,[7] eine Tochter des Billungers Wichmann I.,[8] verstarb aber bereits am 24. Juni 959. Über den Sohn Gero ist nichts bekannt.[9] Ein weiterer Sohn Christian wird vereinzelt vermutet, ist aber nicht belegbar.[10]

Aufstieg zum Markgrafen[Bearbeiten]

Nach dem Herrschaftsantritt Ottos I. begann für Gero ein beispielloser Aufstieg. In den Quellen begegnet er zunächst als Graf, dann als Legat, schließlich als Markgraf und vorübergehend sogar als Markgraf und Herzog. Bereits mit der Erhebung vom gewöhnlichen Grafen zum Legaten erhielt Gero vom König das bis dahin höchste Amt in Sachsen verliehen. Kurz darauf führte Otto I. speziell für Gero den ursprünglich karolingischen Markgrafentitel wieder ein und hob ihn damit nochmals aus der Menge der sächsischen Grafen hervor. Bis zu seinem Tod blieb Gero von drei Ausnahmen abgesehen[11] der einzige ottonische Amtsträger, der in den Chroniken und königlichen Urkunden als Markgraf bezeichnet wird.[12] Gleichzeitig verdeutlichte Otto I. mit der Wahl dieses Titels aber auch die Bindung des Markgrafen an den König und unterschied ihn damit erkennbar von den eigenständigen Herzögen mit ihren königsgleichen Herrschaften.[13]

Graf[Bearbeiten]

Gero wurde erstmals im Jahr 937 als Graf (comes) in dem westlich von Magdeburg gelegenen Nordthüringgau erwähnt.[14] Vermutlich hatte er die Grafenwürde mit dem Tod seines Vaters Thietmar im Jahr 932 geerbt. Als Graf war Gero ein eigenständiger Herrschaftsträger. Ihm standen die gerichtlichen, militärischen und administrativen Befugnisse über die auf seinem allodialen Grund und Boden arbeitenden und wohnenden Menschen zu. Geros Besitz bestand anfangs nur aus einigen wenigen Dörfern im Südosten des Nordthüringgaues.[15] Mit dem Grafentitel hatte Gero jedoch das höchste Adelsprädikat in Sachsen bereits erlangt. Ein Zuwachs an Besitz und Macht konnte nur durch königliche Verleihung zusätzlicher Kompetenzen erfolgen, die eine besondere Nähe zum Herrscher voraussetzte. Diese Nähe Geros zu Otto I. muss früh vorhanden gewesen sein, denn bereits vor seinem Herrschaftsantritt hatte Otto I. die Patenschaft für Geros 934/935 geborenen Sohn Siegfried übernommen.[16]

Legat[Bearbeiten]

Mit dem Tod von Geros Bruder Siegfried im Sommer 937 wurde dessen Legation für das östliche Sachsen vakant. Als Legat hatte Siegfried im Verteidigungsfall die militärische Gewalt über die Merseburg benachbarten Grenzgrafschaften ausgeübt.[17] Nach einer neueren Forschungsmeinung war mit der Legation zudem die Ausübung der Tributherrschaft über die unterworfenen Slawenstämme östlich von Elbe und Saale verbunden.[18] Das prestigeträchtige Amt übertrug Otto I. auf dem Hoftag zu Magdeburg am 21. September 937 auf Gero[19] und kennzeichnete ihn damit als einen seiner engsten Vertrauten. Dennoch blieb Geros Amt auffällig hinter den Befugnissen seines Bruders zurück.[20] Dem hatte Heinrich I. auch die procuratio und damit die Stellvertretung des Königs in Sachsen bei dessen Abwesenheit übertragen, ein Amt, das Otto I. offenbar zunächst bewusst nicht besetzte. Und noch eine andere Änderung ist im Zusammenhang mit der Vergabe des Legatenamtes an Gero festzustellen. Sie scheint mit einer Herrschaftsverlagerung verbunden gewesen zu sein.[21] Hatte nämlich Siegfried das Amt von Merseburg ausgeübt, scheint Geros Ausgangspunkt Magdeburg gewesen zu sein. Dort unterhielt er einen befestigten Wirtschaftshof[22] mit einer dem Heiligen St. Cyriakus geweihten Kapelle. Die Ursache dieser Verschiebung könnte auf eine vorangegangenes Amt Ottos I. in Magdeburg zurückzuführen sein, der von dort aus zu Lebzeiten seines Vaters Heinrich I. selbst die Stellung eines Grenzhüters ausgeübt hatte.[23] Dann wäre Gero nicht nur in das Amt seines Bruders, sondern auch in die Funktion Ottos I. eingerückt.

Als Legat waren Gero bestimmte Grafen unterstellt.[24] Die Unterstellung beschränkte sich auf den militärischen Oberbefehl. Eine lehnsherrliche oder gerichtliche Gewalt Geros über die unterstellten Grafen ist nicht erkennbar. Von diesen Grafen sind sein Schwager Christian, dessen Sohn Thietmar, Dietrich von Haldensleben sowie Adalbert und Bruno namentlich bekannt.[25]

Die Vergabe des herausragenden und prestigeträchtigen Amtes eines Legaten an Gero führte zu einem Konflikt Ottos I. mit seinem älteren Halbbruder Thankmar, der die legatio für sich selbst erwartet hatte. Die Empörung Thankmars führte schließlich zu einem bewaffneten Aufstand der mit ihm verschworenen Adelskreise gegen den König und endete erst mit dem Tod Thankmars auf der Eresburg am 28. Juli 938. Gero beteiligte sich nicht an den Kämpfen des Königs gegen Thankmar.[26] Stattdessen wehrte er möglicher Weise zur gleichen Zeit erfolgreich einen Einfall der Ungarn in den Schwabengau ab, der zu seiner legatio gehörte.[27]

Markgraf[Bearbeiten]

In einer Urkunde König Ottos I. aus dem Jahr 941 wird Gero erstmals als Markgraf (marchio) bezeichnet.[28] Die Bestellung zum Markgrafen könnte Otto I. bereits anlässlich des Magdeburger Hoftages am 7. Juni 939 vorgenommen haben.[29] Mit der Ernennung eines Markgrafen wollte Otto I. seine geringer werdende Anwesenheit in Sachsen als dem Kerngebiet seiner Herrschaft ausgleichen, indem er einen seiner engsten Vertrauten als Mittelgewalt zwischen Adel und König installierte, ohne dabei durch die Bestellung eines Herzogs eigene Befugnisse aufgeben zu müssen oder andere sächsische Adlige durch die Vergabe eines Herzogtitels zu brüskieren.[30]

In der 946 ausgestellten Gründungsurkunde des Bistums Havelberg wird Gero schließlich als Herzog und Markgraf (dux et marchio) bezeichnet.[31] Dieselbe Titelkombination führt Gero in der Stiftungsurkunde des Bistums Brandenburg aus dem Jahr 948.[32] Die Echtheit beider Urkunden ist bis heute umstritten.[33] Soweit die Verwendung des Herzogtitels nicht als weiteres Argument gegen die Echtheit der Urkunden angeführt wird,[34] gibt es für die Titulierung unterschiedliche Erklärungen. Die ältere Forschung war zunächst tatsächlich von einer nochmaligen Erhöhung zum „Markenherzog“ und einer Zuweisung der Mark als Herrschaftsgebiet ausgegangen.[35] Zumindest werde damit Geros Vogtei über die beiden Bistümer Havelberg und Brandenburg kenntlich gemacht. In der neueren Forschung wird die Bezeichnung als dux nicht mehr als Herrschaftstitel, sondern nur noch als militärische Führerstellung gedeutet.[36] Neben Otto I. habe es keinen Herzog in Sachsen gegeben. Vereinzelt wird erörtert, ob die Bezeichnung als dux auf dem Höhepunkt seiner Macht und als einer der engsten Vertrauten des Königs 946/948 nicht zumindest auf eine Stellung Geros als Stellvertreter des Königs hindeuten könnte,[37] immerhin eine Position, wie sie zuvor sein Bruder Siegfried innegehabt hatte. Gero, nach eigenem Selbstverständnis „Markgraf von Gottes Gnaden“ und von den Zeitgenossen als „Gero der Große“ bezeichnet, führte in seinen Privaturkunden keinen Herzogstitel.

Grenzen einer Mark als Ausübungsgebiet der verliehenen Amtsbefugnisse werden in den Quellen nicht beschrieben. Sollte eine Mark existiert haben, könnte sie sich von der mittleren Elbe entlang von Havel und Spree nach Osten bis zur Oder erstreckt haben. Nach Norden käme eine Ausdehnung bis an die Elde und den Oberlauf der Ucker in Betracht, während ihr im Süden das Herrschaftsgebiet Böhmen Grenzen setzte. Der Name einer Mark ist ebenfalls nicht überliefert. Bei ihren beiden Erwähnungen in den zweifelhaften Gründungsurkunden der Bistümer Havelberg[38] und Brandenburg[39] wird sie personalisiert als „Mark des Gero“ oder „Geromark“ bestimmt.[40] Die Bezeichnung als „Sächsische Ostmark“ ist dagegen erst eine Wortschöpfung der modernen Geschichtswissenschaft. Sie lehnt sich dabei an Thietmar von Merseburg an, der Gero als marchio orientalis, also als „Markgraf des Ostens“ bezeichnete.[41] Geros Mark ist zu unterscheiden von der erst im Jahr 965 entstandenen Mark Hodos I., die ebenfalls als „Sächsischen Ostmark“ bezeichnet wird. Weiterhin gebräuchlich sind die Namen „Elbmark“ und „Nordmark“.

Tributherrschaft über die Slawen[Bearbeiten]

Gero setzte den königlichen Anspruch auf Anerkennung der Oberherrschaft über die slawischen Stämme in den Gebieten östlich der mittleren Elbe und der Saale durch die Einziehung von Tributen durch.[42] Dazu sollte er die slawischen Gebiete jedoch nicht erobern und in das sächsische Herrschaftsgebiet eingliedern.[43] Er errichtete dort auch keine Stützpunkte.[44] Vielmehr beschränkte sich Geros Auftrag auf eine politische Kontrolle der slawischen Gebiete von außen, also von sächsischem Gebiet her.[45] Für eine dauerhafte Unterwerfung der slawischen Stämme oder sogar eine Besetzung der slawischen Gebiete fehlte es Gero an der notwendigen Truppenstärke und damit an militärischer Überlegenheit.[46] Seine Truppen erlitten schon bei der gewaltsamen Einziehung der Tribute so hohe Verluste, dass sich die Überlebenden vor dem König über Gero beklagten.[47]

Da die Slawen keine politische Einheit bildeten, sondern in eine Vielzahl von einzelnen Stämmen mit jeweils eigener Führungsspitze zersplittert waren, musste jeder Stamm gesondert unterworfen werden. Zur Durchsetzung der sächsischen Tributherrschaft bediente sich Gero aller zur Verfügung stehenden Mittel, angefangen von Verhandlungen über Intrigen bis hin zu heimtückischen Morden und militärischen Strafaktionen von abschreckender Grausamkeit. Gleichwohl dauerte die Anerkennung sächsischer Oberhoheit oft nicht länger als die Regierungszeit des unterworfenen Fürsten, und manchmal endete sie bereits mit dem Abzug der sächsischen Truppen, die nie ein größeres Kontingent als Besatzung in den slawischen Gebieten zurück ließen.[48]

An Elbe und Saale[Bearbeiten]

Ende der 930er Jahre scheint sich die sächsische Tributherrschaft auf die der Elbe und der Saale unmittelbar benachbarten Slawengebiete beschränkt zu haben.[49] Die Elbe und in ihrer südlichen Verlängerung die Saale hatten unter der Herrschaft König Heinrichs I. das Grenzgebiet zwischen Sachsen und Slawen markiert. Das an der Saale gelegene Merseburg als östlichster sächsischer Vorposten war von Heinrich I. erst ab 919 zur Königspfalz ausgebaut worden. Otto I. machte ab 937 das weiter nördlich an der Elbe gelegene Magdeburg zum nordalpinen Mittelpunkt seiner Herrschaft. Östlich davon verfügte Otto I. bis in die 940er Jahre über keinerlei Besitzungen oder sogar Burgen.[50]

Als der König durch den Aufstand seines Halbbruders Thankmar und der mit ihm verschworenen Adelskreise ab 937 militärisch gebunden war, nutzten die slawischen Fürsten die Gunst der Stunde und sagten sich von der Tributverpflichtung los, was zu schweren und verlustreichen Kämpfen Geros mit den Slawen in den Grenzgebieten führte. Von der Härte und Grausamkeit der Auseinandersetzungen berichtet Widukind, die Slawen hätten „mit Morden und Brennen das Land verwüstet“, bis Gero an die dreißig ihrer Fürsten zu einem versöhnlichen Gastmahl einlud. Derartige Gelage genossen als friedensstiftende Veranstaltungen eine hohe Wertschätzung.[51] Da die slawischen Fürsten aber vorgeblich Geros Ermordung anlässlich dieses Gastmahls geplant hatten, soll Gero seinerseits „List gegen List“ gesetzt und seine von Wein und Schlaf trunkenen Gäste in der Nacht „aus dem Weg geräumt“ haben.[52] Dabei galten Heimtücke und Hinterlist in der mittelalterlichen Gesellschaft durchaus als vorzügliche Fähigkeiten eines militärischen Truppenführers.[53] Doch das nächtliche Dahinschlachten der slawischen Führungselite hatte offenbar nicht den gewünschten Erfolg. Stattdessen führten die Slawen die Auseinandersetzungen mit zunehmender Heftigkeit. Schließlich sah sich sogar der König gezwungen, mehrmals mit seinen Männern in die Grenzkämpfe einzugreifen, weil Gero „gegen alle Völkerschaften der Barbaren zu schwach“ gewesen sei. Doch auch mit vereinten Kräften waren die Slawen nicht zu bezwingen, da der König dem Gegner nach dem Bericht Widukinds zwar viel Schaden zufügte, ihn aber nur fast zu besiegen vermochte.

Geros jahrelange Kämpfe mit den Slawen an Elbe und Saale führten zu einer – wenn auch vergleichsweise geringfügigen – Ausweitung der ottonischen Königsherrschaft nach Osten. Aus königlichen Urkunden der Folgejahre ergibt sich, dass das Gebiet zwischen den Flüssen Saale, Fuhne, Mulde und Elbe, bestehend aus den Gauen Serimunt und Zitizi, fortan der unmittelbaren Herrschaft des Königs unterstand.[54] Dort übertrug Otto I. ab Mitte der 940er Jahre Land auf Familienangehörige und vergab Lehen[55] an Gero und andere Große.[56] Auch die Tributherrschaft über die weiter südlich gelegenen Gebiete bis zur Mulde scheint wieder hergestellt worden zu sein. Ob das Massaker an den Slawenfürsten darüber hinaus ursächlich für eine unterbliebene Beteiligung der Sorben am Slawenaufstand der Liutizen von 983 war, würde entsprechende Kenntnisse über die Herkunft der ermordeten Fürsten voraussetzen, die sich aber aus dem Bericht Widukinds nicht gewinnen lassen.[57]

Auf der anderen Seite stürzten die hohen Verluste aus den lange andauernden Slawenkämpfen Ottos I. noch junge Königsherrschaft in eine weitere Krise. Die sächsischen Adligen beklagten sich vor dem König über Gero, der ihnen als Ausgleich für ihre Verluste eine zu geringe Beteiligung an der Beute gewährt habe. Otto I. wies die Klagen jedoch zurück und stellte sich auf die Seite Geros. Diese Situation machte sich Ottos I. Bruder Heinrich zunutze, der die unzufriedenen Adligen mit Geschenken und Versprechungen für sich zu gewinnen vermochte. Der Plan, Otto I. auf dem Osterfest 941 in Quedlinburg zu ermorden scheiterte jedoch und der Aufstand brach zusammen. Die Verschwörer, darunter viele Beteiligte der Slawenkämpfe, wurden verhaftet und die meisten von ihnen hingerichtet,[58] was Geros Stellung weiter gefestigt haben dürfte.

Unterwerfungen im Nordosten[Bearbeiten]

Im Nordosten unterwarf Gero 954 die Ukranen und kämpfte 955 in der Schlacht an der Raxa. Wahrscheinlich war er zuvor auch an der erneuten Unterwerfung der Heveller im Jahr 940 beteiligt.

Bereits König Heinrich I. war 928/929 in einem Winterfeldzug in das Land der Heveller eingedrungen und hatte deren Hauptburg, die Brandenburg, eingenommen. Er beließ den unterworfenen Hevellerfürsten Baçqlābič als tributpflichtigen Vasallen auf der Brandenburg und nahm dessen Sohn Tugumir sowie eine namentlich unbekannte Tochter als Geisel mit nach Sachsen. Noch im Jahr 937 scheinen die Tribute entrichtet worden zu sein, denn König Otto I. schenkte sie dem neu errichteten Mauritiusklosters in Magdeburg.[59] Bald danach verstarb Baçqlabić und die Tributzahlungen scheinen ausblieben zu sein. Tugumir, inzwischen Christ, ließ sich von Gero durch viel Geld und noch größere Versprechen dazu überreden in Ottos I. Dienste zu treten. Unter dem Vorwand, aus der sächsischen Gefangenschaft entflohen zu sein, kehrte er 940 in die Brandenburg zurück und übernahm dort das angestammte Fürstenamt. Anschließend tötete er seinen Neffen, den letzten männlichen Verwandten, und unterstellte das gesamte Stammesgebiet wieder der Tributherrschaft des ostfränkischen Königs. Eine unmittelbare Beteiligung Geros an der Einsetzung Tugumirs ist zwar nicht überliefert, liegt aber sehr nahe,[60] da Gero acht Jahre später als einziger weltlicher Fürst in der Gründungsurkunde des Bistums Brandenburg aufgeführt wird.

Ein ähnliches Bild ergibt sich in Bezug auf die in der heutigen Uckermark siedelnden Ukranen. Im Jahr 934 hatte Heinrich I. ein Heer in deren Siedlungsgebiete geführt[61] und sie tributpflichtig gemacht.[62] Zwanzig Jahre später musste Gero zu einem erneuten Feldzug gegen die Ukrer aufbrechen, von dem er mit reicher Beute zurückkehrte.[63] Dass es sich dabei nicht lediglich um einen Raubzug gehandelt haben kann, sondern Geros Kämpfe im Nordosten zu einer Unterwerfung der Ukranen führten, ergibt sich aus einer Nachricht aus dem Jahr 955. Danach kämpften Ukranen – nach anderer Lesart Ranen von der Insel Rügen – in Geros Gefolge gegen ein slawisches Heer.

Die Schlacht an der Raxa im Jahre 955 gegen ein Heer aus Abodriten, Wilzen, Circipanen und Tolensanen unter dem Fürsten Stoignew[64] ist ein Zeugnis für die Härte der Auseinandersetzungen und für die Art und Weise, wie Gero die Slawen unterwarf. Als er vom König zur Vermittlung eines Waffenstillstandes ausgesandt wurde, soll er dieses Angebot so provokant überbracht haben, dass der Slawenfürst Stoignew dieses geradezu ablehnen musste.[65] Nach dem Bericht des Widukind von Corvey nahmen die Sachsen 700 Slawen gefangen und ließ sie enthaupten. Stoignews Ratgeber wurden die Augen ausgestochen und die Zunge herausgerissen.[66]

Feldzüge in den Südosten[Bearbeiten]

Die Nachricht über einen der prominentesten militärischen Erfolge Geros, die Unterwerfung des polnischen Piastenfürsten Mieszko I. im Jahr 962/963, scheint auf einem Missverständnis zu beruhen.[67] Thietmar von Merseburg berichtet in seiner zwischen 1012 und 1018 verfassten Chronik,[68] Gero habe Mieszko I. und alle seine Untertanen der Königsherrschaft Ottos I. unterworfen. Tatsächlich stellt die Aussage Thietmars eine stark vereinfachende Zusammenfassung mehrerer Kapitel aus der um 967 entstandenen Sachsengeschichte des Widukind von Corvey dar.[69] Widukind erwähnt dort zwar auch Gero und Mieszko I., aber jeweils im Zusammenhang mit Wichmann II. Gero habe diesem die Freiheit geschenkt, und Wichmann II. habe als Anführer eines slawischen Heeres Mieszko I. zweimal besiegt.

Im Jahr 963 unternahm Gero einen Feldzug gegen die Lusitzi.[70] Diese siedelten in der Niederlausitz und waren von Heinrich I. im Jahre 932 tributpflichtig gemacht worden. Noch im Jahre 961 verfügt Otto I. zu Gunsten des Magdeburger Moritzklosters über einen Teil der Einnahmen aus dem Ländern Lausitz und Selpoli.[71] Wahrscheinlich hatten die Lusitzi – unter ihrem Fürsten Dobromir? – die Tributzahlungen verweigert. Die Lusitzi leisteten Geros Truppen heftigen Widerstand, denn es kam zu schweren Verlusten in Geros Gefolge. Unter den vielen gefallenen Adeligen soll auch ein Neffe Geros gewesen sein.

Verhältnis zum Herrscher[Bearbeiten]

Hermann Billung und seine Ehefrau Hildegard von der Westerburg

Im Vorfeld des Liudolfinischen Aufstandes 953/954 kam es zu einer tiefgreifenden Entfremdung zwischen Markgraf und König,[72] in deren Folge Otto I. sich von Gero abwandte und Hermann Billung zu seinem engsten Vertrauten machte.[73] Wahrscheinlich hatte Gero mit den Aufständischen sympathisiert. Eine Teilnahme am Aufstand ist hingegen nicht anzunehmen, da Geros Stellung als Markgraf unangetastet blieb.

Bis zum Aufstand hatte der König das vertrauensvolle Verhältnis zu seinem Markgrafen in zuvor nie dagewesener Weise durch öffentliche Gunstbezeugungen zum Ausdruck gebracht. Er übernahm die Patenschaft für Geros Sohn Siegfried, beschenkte Gero mit Ländereien und bestellte ihn gegen den Willen seines Bruders Thankmar zum Legaten. Er zog Seite an Seite mit Gero in den Kampf gegen die Slawen und verteidigte ihn gegen die Beschwerden seiner Gefolgsleute, führte für Gero den Titel eines Markgrafen wieder ein und überschüttete ihn in königlichen Urkunden mit schmückenden Beiworten (Epitetha) wie „unserem teuren Markgrafen namens Gero“[74] oder sogar „unseres teuersten Markgrafen Gero“.[75]

Ab dem Jahr 951 begann das Verhältnis zwischen Otto I. und Gero erkennbar abzukühlen. Auffälligstes Anzeichen einer Veränderung ist das schlagartige Ausbleiben Geros als Beschenkter oder Intervenient in königlichen Urkunden. Zwischen 951 und seinem Tod 965 wird Geros Name überhaupt nur noch ein einziges Mal in einer Urkunde Ottos I. erwähnt, bezeichnender Weise ohne die bis dahin inflationär gebrauchten schmückenden Beiworte.[76] Aus dem Totengedenken der Ottonen – Otto war immerhin Taufpate von Geros Sohn Siegfried – wurden Gero und seine Nachkommen vollständig verbannt. Nach Geros Tod zerschlug Otto I. die „Sächsische Ostmark“ und teilte das Gebiet unter verschiedenen Grafen auf. Es entstanden die Nordmark, die Mark Lausitz, die Mark Meißen, die Mark Zeitz und die Mark Merseburg. Der Unwillen Ottos I. scheint sich selbst gegen Geros entferntere Verwandte gerichtet zu haben. So sträubte er sich lange, Geros gleichnamigem Neffen als Erzbischof von Köln zu bestätigen.

Der Auslöser für diesen Wandel ist umstritten. Nach der gängigsten Erklärung hatte sich Gero in ein Beziehungsgeflecht verstrickt, das ihn am Ende mehr oder weniger zufällig in die Nähe der Opposition zum König brachte. Gero war Ottos I. Sohn Liudolf von Schwaben durch die Mitgliedschaft in der Saalfelder Schwureinung eidlich zum Beistand verpflichtet. Als Liudolf in einem Konflikt mit seinem Onkel Heinrich von Baiern geriet, ergriff der König Partei für Heinrich von Baiern, so dass Gero sich im Lager der Aufständischen befand, aus dem er sich aufgrund seines Eides nicht zu lösen vermochte.[77] Für Geros Mitgliedschaft in der Saalfelder Schwureinung wird vorrangig sein Umgang mit den Hauptverschwörern Liudolf, Herzog Konrad von Lothringen und dem Billunger Wichmann II. angeführt. Im Juli 951 schenkte Luidolf Gero auf Betreiben Konrads von Lothringen drei Besitzungen im Gau Serimunt.[78] Nach Beendigung des Luidolfinischen Aufstandes kämpfte der abgesetzte Lothringerherzog Konrad dann 954 auf Befehl Ottos I. an der Seite Geros an der Ucker gegen die Ukranen.[79] Möglicherweise war Gero seiner eidlichen Beistandspflicht nachgekommen und hatte Konrad zuvor bei sich aufgenommen. Mit dem Billunger Wichmann II. war Gero in besonderer Weise verbunden. Dessen Schwester Hathui war mit Geros Sohn Siegfried vermählt.[80] Nach dem Liudolfinischen Aufstand erlangte Wichmann II. die Gnade Ottos des Großen nur deshalb wieder, weil Gero sich für Wichmann eingesetzt und zwischen ihm und Otto I. vermittelt hatte.[81] Als Wichmann 954 eidbrüchig wurde und sich gegen seinen Onkel Hermann Billung erhob, geriet er in slawische Gefangenschaft. Die Slawen lieferten Wichmann II. an Gero aus. Gero brachte den Aufrührer jedoch nicht zum König, sondern verhalf ihm zur erneuten Flucht zu den Slawen.[82]

Nach einer anderen Auffassung ist eine Mitgliedschaft Geros in der Saalfelder Schwureinung ausgeschlossen.[83] Als Angehöriger der Verschwörergruppe hätte er nicht erfolgreich für Wichmann II. bei Otto I vermitteln können. Auch habe Gero Wichmann II. nicht laufen gelassen, sondern dass königliche Urteil durch Verbannung zu den Slawen vollstreckt. Auslöser der Verstimmung zwischen Otto I. und Gero sei stattdessen Geros Rivalität mit Hermann Billung in den Slawengebieten gewesen sein.[84] Diese habe Gero zu einem Bündnis mit Hermanns Gegner, seinem Bruder Wichmann veranlasst. Der Pakt sei durch die Heirat von Geros Sohn Siegfried mit Wichmanns Tochter Hathui besiegelt worden. Diese Familienbande erklärten Geros spätere Parteinahme für den Verschwörer Wichmann II. Eine Rivalität Geros mit Hermann Billung ist in den Quellen jedoch nicht erkennbar, zumal dieser in den nördlichen Slawengebieten offenbar eine völlig andere Vorgehensweise im Umgang mit den Slawen gewählt hatte.

Nicht mehr erörtert wird schließlich die Frage, ob Gero durch seine Erfolge in den Slawenkämpfen nicht einfach zu angesehen und zu mächtig geworden war, so dass Otto I. bei einer weiteren Förderung Geros die Entstehung eines neuen geronischen Herzogtums in seinen Kernlanden sowie den angrenzenden Slawengebieten hätte befürchten müssen und ihn deshalb ignorierte.[85]

Gero scheint es gelungen zu sein, mit seinem Vorgehen die Verpflichtungen gegenüber den Verschwörern zu erfüllen, ohne dem König einen Anlass für ein direktes Vorgehen gegen seinen Markgrafen zu geben. Gero aber blieb bis zu seinem Tode in seiner Markgrafenstellung und kämpfte auch weiterhin an der Seite des Königs.

Memorialwesen[Bearbeiten]

Gernrode – Romanische Stiftskirche St. Cyriacus

Gero unternahm große Anstrengungen zur dauerhaften Bewahrung seines Andenkens. Das mittelalterliche Memorialwesen diente sowohl religiösen Zwecken als auch der sozialen Repräsentation. Zum einen sollte das Gedächtnis an den Verstorbenen bis zum Jüngsten Tag bewahrt werden, damit dieser mit den Lebenden an der Erlösung teilhaben konnte. Zum anderen sollten bereits zu Lebzeiten Rang und soziale Stellung ausgedrückt werden. Gero stiftete mit Frose, Gernrode und Alsleben drei Kanonissenkonvente im Gebiet des Bistums Halberstadt und beteiligte sich an der Gründung des Klosters Kemnade an der Weser.[86] Zudem unternahm Gero zwei Pilgerfahrten nach Rom.

Im Jahr 949 reiste Gero zum ersten Mal an das Grab des Heiligen Petrus nach Rom.[87] Es handelte sich um eine religiös motivierte Pilgerfahrt. Solche Pilgerfahrten hatten meistens Dankbarkeit, Fürbitte oder Buße zum Anlass. Bei Gero könnten alle drei Gründe zusammengekommen sein. Zunächst befand er sich im Zenit seines Ansehens, so dass er sich aus großer Dankbarkeit auf den Weg gemacht haben könnte. Sodann könnte sein Sohn Gero im Jahr 949 schon schwer erkrankt oder sogar bereits verstorben sein. Schließlich wird vermutet, Gero habe sei wegen seiner „Grausamkeit, Härte und Treulosigkeit“ gegenüber den Slawen zu einer Bußfahrt aufgebrochen.[88] Ob die Reise darüber hinaus im königlichen Auftrag zur Erkundung der politischen und militärischen Verhältnisse in Oberitalien oder für Verhandlungen mit dem Papst über die Gründung eines Erzbistum Magdeburg erfolgte gilt mangels entsprechender Anhaltspunkte als fernliegend.[89] Die Rückreise führte Gero im Frühjahr 950 über das Kloster St. Gallen. Dort schloss er mit dem Abt einen Vertrag, in dem er sich zur Entrichtung von acht Pfund Silber an das Kloster und der Intervention beim König für eine Landschenkung in Schwaben verpflichtete. Als Gegenleistung wurde Gero mit seiner gesamten Sippe in die Brüderschaft und ein ewigliches, alljährliches Gebetsgedenken für den Tag seines Eintritts am 23. März aufgenommen.[90] Das Gebetsgedenken tilgte Verfehlungen des Verstorbenen, die dieser zu Lebzeiten nicht mehr sühnen konnte.

Nach seiner Rückkehr gründete oder erneuerte[91] Gero in Frose ein seinem Schutzheiligen St. Cyriacus geweihtes Benediktinerkloster, das Otto I. noch im gleichen Jahr mit Besitz im Schwabengau beschenkte.[92]

Sarkophag Geros in der Stiftskirche Gernrode

Im Jahr 959 entschieden sich Gero und sein todkranker Sohn Siegfried zum Umbau ihrer Hauptburg Gernrode in ein der Jungfrau Maria und dem Heiligen Petrus geweihtes Kanonissenstift.[93] Mit dem Tod Siegfrieds erlosch Geros Geschlecht. Zur dauerhaften Existenzsicherung statteten Gero und Siegfried das Stift mit ihrem gesamten Eigengut aus, darunter mehr als 11.000 Hektar Land.[94] Nach einer Urkunde vom 25. März 964 hatte das Stift Besitz in 76 Ortschaften, Kirchen und Gütern. Gero setzte außerdem seine Schwiegertochter Hathui als erste Äbtissin ein. Bei Otto I. erreichte er im Jahr 961 Königsschutz, Immunität und die Gewährung der freien Wahl von Vogt und Äbtissin. Anschließend reiste Gero zu zweiten Mal nach Rom und übertrug das Stift dem Papst, um es dem Zugriff des zuständigen Bischofs von Halberstadt zu entziehen. Von dieser Reise brachte er auch eine Armreliquie seines Schutzheiligen St. Cyriacus mit, der in Gernrode die Patrone Maria und Petrus bald in den Hintergrund drängte und damit eine unmittelbare Verbindung zum Stifter auch nach Außen in Erscheinung treten ließ. Nach seinem Tod im Jahre 965 wurde Gero in der Stiftskirche St. Cyriakus in Gernrode bestattet.

Nachwirkung[Bearbeiten]

Mittelalter[Bearbeiten]

Gero scheint den zeitgenössischen Historiographen als unangreifbar gegolten zu haben, an dessen Verhalten selbst nach seinem Tod nur versteckt und auch nur für den eingeweihten Leser verständlich Kritik geübt werden durfte. Widukind von Corvey beschreibt Gero postum als einen bedeutenden Mann mit vielen ritterlichen Eigenschaften. Er sei kriegskundig gewesen und „ein guter Ratgeber im Frieden, nicht ohne Beredsamkeit, von vielem Wissen, auch wenn er seine Klugheit lieber durch Taten als durch Worte“ bewiesen hätte. Im Erwerben habe er Tatkraft gezeigt, im Geben Freigiebigkeit, und am Vorzüglichsten sei „sein Eifer im Dienste Gottes“ gewesen.[95] Geradezu beiläufig schildert er Geros eigenmächtiges Vorgehensweise, mit der er sich selbst über königliche Anweisungen hinwegsetzt, wenn er die Verhandlungen mit dem slawischen Fürsten Stoignew am Vorabend der Schlacht an der Raxa mit dem Ziel einer Eskalation führt.[96] Die Bewertung Thietmars von Merseburg fällt ähnlich aus. Er nennt ihn den „Verteidiger des Vaterlandes“ (defensor patriae)[97], eine Aufgabe, die eher einem König angemessen wäre. Auch die Beschreibung Geros als großer Mann, der auch so geheißen habe,[98] steht im Kontrast zum König, dem dieser schmückende Beiname bei Thietmar nicht zukommt.

Ältere Forschung[Bearbeiten]

Im Jahre 1828 legte Karl Christian von Leutsch eine erste Monographie zu Gero vor. Darin vertrat er die Auffassung, der König habe nicht nach dem Führerprinzip regieren können, sondern sei zur Durchsetzung seiner Entscheidungen auf den Konsens mit den Großen seines Reiches angewiesen gewesen. In dieser Gruppe der „Mitregenten“ stufte er Gero als spiritus rector ein, ohne dessen Zustimmung kein Handeln des Königs möglich gewesen sei. Letztendlich habe Gero die Geschicke des Reiches aus dem Hintergrund planvoll gelenkt, um für sein Geschlecht die Königswürde und die slawischen Gebiete zu erlangen.[99] Diese Forschungsergebnisse, die zunächst von namhaften Historikern rezipiert worden waren, gerieten mit dem verstärkt aufkommenden Nationalismus in die Kritik. Diese richtete sich nicht nur gegen seine Schlussfolgerungen von Gero als heimlichen Lenker und bestimmendem Ratgeber, sondern vor allem gegen die Prämisse von einem abhängigen König. Ein solches Bild sei „unvereinbar mit den ersten Bedingungen des echt deutschen und christlichen Kaiserthums“ und trage „einen Widerspruch in sich.“[100] Auch Geros Kämpfe mit den Slawen, die Leutsch noch am ehesten als Raubzüge gedeutet hatte, wurden zunehmend national vereinnahmt. 1847 schrieb Moritz Wilhelm Heffter, Deutschland verdanke Gero „die großen Fortschritte ihrer Waffen nach Nordosten bis zur Oder, ja! nun, nach Unterwerfung des Mieszko I., selbst bis jenseits der Oder, bis zur Warthe und Weichsel hin.“[101]

1860 verfasste Otto von Heinemann eine neue Biographie Geros.[102] Äußerer Anlass war die Restauration der Stiftskirche St. Cyriacus. Tatsächlich hatte sich aber die Einschätzung von Gero vollständig gewandelt. So distanzierte sich Heinemann ausdrücklich vom Gerobild Leutschs und würdigte seinen Protagonisten als Helden, der „in Treue und unerschütterlicher Hingabe“ sein ganzes Leben dem Dienst am König widmete, der wiederum den Tod seines Getreuen als „Nationalunglück“ erfahren habe.[103] Gero sei es gewesen, der den „planlosen Unternehmungen der Deutschen“ an ihrer östlichen Grenze ein Ende machte und „ein Angriffsystem organisierte“, auf dass er „mit Hülfe desselben das ganze Wendenland bis an die Oder der deutschen Herrschaft botmässig machte, den Schrecken vor dem deutschen Namen bis tief in die sarmatischen Ebenen trug, die Polen demüthigte.“[104] Auch in der 1876 von Ernst Ludwig Dümmler veröffentlichten Monographie zu Kaiser Otto dem Großen nahm Gero die Rolle als „unermüdlicher Vorkämpfer Deutschlands gegen das Slaventhum“ ein, den man anstelle des Königs „als den egentlichen Begründer der deutschen Herrschaft zwischen Elbe und Oder betrachten müsse.“[105]

Die Einschätzung Geros als treuestem Gefolgsmann Ottos I., der „mit rücksichtsloser Härte das gewaltige Gebiet der Nordmark eroberte, verwaltete und eindeutschte“,[106] blieb bis in die Nachkriegsdiskussion der 1950er Jahre betimmend für das Bild Geros als Repräsentant einer vermeintlichen deutschen Ostexpansion des 10. Jahrhunderts. In seiner Kommentierung zur Auflösung Preußens in der Potsdamer Konferenz äußerte sich der polnische Journalist Edmund Osmańczyk 1948, dass „der Drang nach Osten, durch die Mordtaten Markgraf Geros unter den Elbslawen eingeleitet, der Beginn des Hitlerismus gewesen sei“.[107] Ähnlich argumentierte der polnische Nationalhistoriker Zygmunt Wojciechowski, der die staatsbildende Tätigkeit Mieszkos I. als das Resultat der Erfahrung mit dem brutalen Vorgehen des ‚deutschen Nachbarn‘, besonders des Fürsten Gero“ ansah.[108]

Neuere Forschung[Bearbeiten]

Erst im Jahr 1960 gelang es Karl Schmid im Zusammenhang mit Untersuchungen zu den Eintragungen im Reichenauer Verbrüderungsbuch, die Abstammung Geros von Thietmar festzustellen.[109] Bis zu diesem Zeitpunkt war die Forschung davon ausgegangen, es handele sich bei Gero um einen „homo novus“,[110] einen unbekannten Aufsteiger aus dem Gefolge Ottos des Großen.[111]

In der neueren Forschung bestimmen Geros außerordentliche Brutalität gegenüber den Slawen und die Frage nach seiner königstreuen Haltung das Bild vom bekanntesten Markgrafen. Dabei ergibt sich eine auffallend übereinstimmende Beurteilung.

Hans K. Schulze charakterisiert Gero als gewalttätigen, kampferprobten und gefürchteten Kriegsmann, der sich ohne Skrupel gegenüber seinen Gegnern „selbst zu abscheulichen Taten“ habe hinreißen lassen.[112] Etwas zurückhaltender sieht Gerd Althoff Gero mehr in der Rolle eines Vermittlers als in der eines bedingungslosen Helfers des Königs, auch wenn Gero in der Wahl seiner Mittel in den Slawenkämpfen „alles andere als zimperlich“ gewesen sei. Die entscheidende Leistung Geros in der ottonischen Königsherrschaft habe darin bestanden, dass er dem König durch seine Stellung an der Slawengrenze „den Rücken für andere Unternehmungen freigehalten“ habe.[113]

So wie auch die historische Bewertung Ottos des Großen und der späteren Deutschen Ostsiedlung seit den 1980er Jahren weitgehend ohne die früheren nationalistischen Töne auskommt und anerkennt, dass Volkszugehörigkeit oder Nationen im modernen Sinn für das frühe Mittelalter keine Rolle spielten, wird auch die Rolle Geros heute sachlicher bewertet.

Rebecca Gablé machte einen rücksichtslosen Gero zu einem der Antagonisten ihres slawischen Protagonisten in ihrem 2013 erschienenen Roman Das Haupt der Welt.

Quellen[Bearbeiten]

  • Theodor Sickel (Hrsg.): Diplomata 12: Die Urkunden Konrad I., Heinrich I. und Otto I. (Conradi I., Heinrici I. et Ottonis I. Diplomata). Hannover 1879 (Monumenta Germaniae Historica, Digitalisat)
  • Paul Hirsch, Hans-Eberhard Lohmann (Hrsg.): Widukindi monachi Corbeiensis rerum gestarum Saxonicarum libri tres. Hahn, Hannover 1935 (MGH Scriptores rerum Germanicarum in usum scholarum separatim editi, Band 60). Digitalisat
  • Robert Holtzmann (Hrsg.): Die Chronik des Bischofs Thietmar von Merseburg und ihre Korveier Überarbeitung. Thietmari Merseburgensis episcopi chronicon (= Monumenta Germaniae Historica. Scriptores. 6: Scriptores rerum Germanicarum. Nova Series 9). Weidmann, Berlin 1935, Digitalisat.

Literatur[Bearbeiten]

Aufsätze

  • Jan Brademann: Defensor Patriae – Das Leben des Markgrafen Gero. In: Auf den Spuren der Ottonen II. Protokoll des Wissenschaftlichen Kolloquiums am 26. Mai 2000 in Wetzendorf/Memleben (= Beiträge zur Regional- und Landeskultur Sachsen-Anhalts. Bd. 17). Druck-Zuck, Halle 2000, S. 115–130. (Überblick)
  • Charlotte Warnke: Das Kanonissenstift St. Cyriacus zu Gernrode im Spannungsfeld zwischen Hochadel, Kaiser, Bischof und Papst von der Gründung 961 bis zum Ende des Investiturstreits 1122. In: Irene Crusius (Hrsg.): Studien zum Kanonissenstift (= Veröffentlichungen des Max-Planck-Instituts für Geschichte. Bd. 167). Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 2001, ISBN 3-525-35326-X, S. 201–274. (Familie und Memorialwesen)

Lexikonartikel

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Gero (Ostmark) – Sammlung von Bildern, Videos und AudiodateienVorlage:Commonscat/Wartung/P 2 fehlt, P 1 ungleich Lemma
 Wikisource: Gero – Quellen und Volltexte

Anmerkungen[Bearbeiten]

  1. Ausführlich zu dieser Vermutung Kurt Bauch: Das mittelalterliche Grabbild. Figürliche Grabmäler des 11.—15. Jahrhunderts in Europa. De Gruyter, Berlin New York 1976, ISBN 3-11-004482-X S. 18, Anmerkung 57.
  2. Karl Schmid: Neue Quellen zum Verständnis des Adels im 10. Jahrhundert In: Zeitschrift für die Geschichte des Oberrheins, Bd. 108 (1960), S. 185–232, hier S. 211 ff. (online)
  3. Karl Schmid: Neue Quellen zum Verständnis des Adels im 10. Jahrhundert In: Zeitschrift für die Geschichte des Oberrheins, Bd. 108 (1960), S. 185–232, hier S. 225. (online)
  4. Widukind II, 2.
  5. Annalista Saxo a. A. 965 mit Angaben zu den Geschwistern und deren Kindern.
  6. Karl Schmid: Neue Quellen zum Verständnis des Adels im 10. Jahrhundert In: Zeitschrift für die Geschichte des Oberrheins, Bd. 108 (1960), S. 185–232, hier S. 215. (online)
  7. Thietmar VII, 3.
  8. Zur Abstammung Hathuis Charlotte Warnke: Das Kanonissenstift St. Cyriacus zu Gernrode im Spannungsfeld zwischen Hochadel, Kaiser, Bischof und Papst von der Gründung 961 bis zum Ende des Investiturstreits 1122. In: Irene Crusius (Hrsg.): Studien zum Kanonissenstift. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 2001, S. 201–274, hier S. 204, Anmerkung 6; ebenso bereits Ruth Bork: Die Billunger. Mit Beiträgen zur Geschichte des deutsch-wendischen Grenzraumes im 10. und 11. Jahrhundert. Greifswald 1951 (Greifswald, Universität, phil. Dissertation, 1951, maschinschriftlich), S. 78.
  9. DO I, 229 erklärt, Gero habe das Kloster Gernrode erbaut „pro se et sigifrido Geroneque“ (Für sich sowie Siegfried und Gero).
  10. Caspar Ehlers: Die Integration Sachsens in das fränkische Reich (751–1024). (= Veröffentlichungen des Max-Planck-Instituts für Geschichte. Bd. 231). Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 2007, ISBN 3-525-35887-3, S. 178, Anmerkung 329.
  11. Geros Schwager Christian 945 in DO I, 64 und – zweifelhaft – Hermann Billung 956 in DO I,183 sowie Ottos I. Bruder Heinrich von Bayern bei Ruotger, Vita Brunonis 17.
  12. Andrea Stieldorf: Marken und Markgrafen. Studien zur Grenzsicherung durch die fränkisch-deutschen Herrscher. (= MGH Schriften 64) Hahnsche Buchhandlung, Hannover 2012 ISBN 978-3-7752-5764-0, S. 230 f.
  13. Andrea Stieldorf: Marken und Markgrafen. Studien zur Grenzsicherung durch die fränkisch-deutschen Herrscher. (= MGH Schriften 64) Hahnsche Buchhandlung, Hannover 2012 ISBN 978-3-7752-5764-0, S. 240 f.
  14. DO I, 14: in comitatu Geronis.
  15. Jan Brademann: Defensor Patriae – Das Leben des Markgrafen Gero. In: Auf den Spuren der Ottonen II. Protokoll des Wissenschaftlichen Kolloquiums am 26. Mai 2000 in Wetzendorf/Memleben (= Beiträge zur Regional- und Landeskultur Sachsen-Anhalts. Bd. 17). Halle 2000, S. 115–130, hier S. 115. Die dazugehörigen Dörfer werden aufgelistet bei Otto von Heinemann: Markgraf Gero. Eine historische Monographie. Braunschweig 1860, S. 131 Anmerkung 46.
  16. Charlotte Warnke: Das Kanonissenstift St. Cyriacus zu Gernrode im Spannungsfeld zwischen Hochadel, Kaiser, Bischof und Papst von der Gründung 961 bis zum Ende des Investiturstreits 1122. In: Irene Crusius (Hrsg.): Studien zum Kanonissenstift. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 2001, S. 201–274, hier S. 216, Anmerkung 53.
  17. So die Interpretation von Thietmar II, 2 durch Jan Brademann: Defensor Patriae – Das Leben des Markgrafen Gero. In: Auf den Spuren der Ottonen II. Protokoll des Wissenschaftlichen Kolloquiums am 26. Mai 2000 in Wetzendorf/Memleben (= Beiträge zur Regional- und Landeskultur Sachsen-Anhalts. Bd. 17). Halle 2000, S. 115–130, hier S. 118; etwas anders dagegen Siegfried Lüpke: Die Markgrafen der Sächsischen Ostmarken in der Zeit von Gero bis zum Beginn des Investiturstreites (940–1075). Halle 1937, S. 61, nach dessen Auffassung sich „die Aufgaben des Legaten auf eine militärische Gewalt über die umliegenden Grenzgrafschaften im Kriegsfalle“ beschränkte, so dass der Legat „nicht mehr als der Heerführer in Abwesenheit des Königs gewesen“ sei.
  18. Andrea Stieldorf: Marken und Markgrafen. Studien zur Grenzsicherung durch die fränkisch-deutschen Herrscher. (=MGH Schriften 64) Hahnsche Buchhandlung, Hannover 2012 ISBN 978-3-7752-5764-0, S. 231 f.; Bernhard Zeller: Grenz- und Grauzonen im Osten des ostfränkisch-ottonischen Reiches von Konrad I. bis Otto I. in: Roman Zehetmeyer: Im Schnittpunkt frühmittelalterlicher Kulturen. St. Pölten 2008, S. 71–91, hier S. 80; ähnlich wohl Gerd Althoff: Die Ottonen. Königsherrschaft ohne Staat. 3., durchgesehene Auflage. Kohlhammer, Stuttgart u. a. 2013, ISBN 978-3-17-022443-8, S. 80 und S. 122 differenziert funktionell nicht zwischen Legation und Markgrafenamt.
  19. Ohne Datumsangabe berichten über die Einsetzung Widukind II, 9 und Thietmar II, 2. Dietmar Salewski: Otto I. und der sächsische Adel. In: Matthias Puhle (Hrsg.): Otto der Große, Magdeburg und Europa. Katalog-Handbuch in zwei Bänden. Zabern, Mainz 2001, ISBN 3-8053-2616-5, S. 53–64, hier S. 53, bezeichnet das Datum ausdrücklich als Vermutung.
  20. Jan Brademann: Defensor Patriae – Das Leben des Markgrafen Gero. In: Auf den Spuren der Ottonen II. Protokoll des Wissenschaftlichen Kolloquiums am 26. Mai 2000 in Wetzendorf/Memleben (= Beiträge zur Regional- und Landeskultur Sachsen-Anhalts. Bd. 17). Halle 2000, S. 115–130, hier S. 117, Anmerkung 23.
  21. Caspar Ehlers: Die Integration Sachsens in das fränkische Reich (751–1024). (= Veröffentlichungen des Max-Planck-Instituts für Geschichte. Bd. 231). Göttingen 2007, ISBN 3-525-35887-3, S. 338.
  22. CDA I, Nr. 44: curtis.
  23. Caspar Ehlers: Die Integration Sachsens in das fränkische Reich (751–1024). (= Veröffentlichungen des Max-Planck-Instituts für Geschichte. Bd. 231). Göttingen 2007, ISBN 3-525-35887-3, S. 335 vermutet um Magdeburg ein „virtuelles“ Unterkönigtum Ottos.
  24. Jan Brademann: Defensor Patriae – Das Leben des Markgrafen Gero. In: Auf den Spuren der Ottonen II. Protokoll des Wissenschaftlichen Kolloquiums am 26. Mai 2000 in Wetzendorf/Memleben (= Beiträge zur Regional- und Landeskultur Sachsen-Anhalts. Bd. 17). Halle 2000, S. 115–130, hier S. 118.
  25. Siegfried Lüpke: Die Markgrafen der Sächsischen Ostmarken in der Zeit von Gero bis zum Beginn des Investiturstreites (940–1075). Halle 1937, S. 7.
  26. Widukind I, 9 und 11.
  27. So bereits Otto von Heinemann: Markgraf Gero. Eine historische Monographie. Braunschweig 1860, S. 125; ihm folgend Jan Brademann: Defensor Patriae – Das Leben des Markgrafen Gero. In: Auf den Spuren der Ottonen II. Protokoll des Wissenschaftlichen Kolloquiums am 26. Mai 2000 in Wetzendorf/Memleben (= Beiträge zur Regional- und Landeskultur Sachsen-Anhalts. Bd. 17). Halle 2000, S. 115–130, hier S. 117; Widukind II, 14 berichtet zwar von einem Ungarneinfall im Schwabengau und einem Sieg der Sachsen, erwähnt Gero jedoch nicht.
  28. DO I, 40: marchionis nostri Geronis.; der bei Widukind III, 67 verwendete Begriff eines preses wird ebenfalls als Markgrafentitel gedeutet.
  29. Jan Brademann: Defensor Patriae – Das Leben des Markgrafen Gero. In: Auf den Spuren der Ottonen II. Protokoll des Wissenschaftlichen Kolloquiums am 26. Mai 2000 in Wetzendorf/Memleben (= Beiträge zur Regional- und Landeskultur Sachsen-Anhalts. Bd. 17). Halle 2000, S. 115–130, hier S. 117 unter Berufung auf Otto von Heinemann: Markgraf Gero. Eine historische Monographie. Braunschweig 1860, S. 28 f.
  30. Andrea Stieldorf: Marken und Markgrafen. Studien zur Grenzsicherung durch die fränkisch-deutschen Herrscher. (= MGH Schriften 64) Hahnsche Buchhandlung, Hannover 2012 ISBN 978-3-7752-5764-0 S. 238–241.
  31. DO I, 76: Geronis ducis et marchionis.
  32. DO I, 105: Geronis ducis ac marchionis.
  33. Die Fälschungsbefürworter nehmen eine Gründung der beiden Bistümer erst in den 960er Jahren an. Überblick zum Streitstand bei Lutz Partenheimer: Vom Hevellerfürstentum zur Mark Brandenburg. In: Brandenburgisches Landesamt für Denkmalpflege und Archäologisches Landesmuseum: (Hrsg.): Wie die Mark entstand. Wünsdorf 2009, S. 298–323, hier S. 306, Anmerkung 61. Ältere Literatur zu DO I, 76 und DO I, 105 bei Theo Kölzer: Ergänzungen, der Stand 2005 die Havelberger Gründungsurkunde als Fälschung und diejenige Brandenburgs als verunechtet bewertet.
  34. Andrea Stieldorf: Marken und Markgrafen. Studien zur Grenzsicherung durch die fränkisch-deutschen Herrscher. (= MGH Schriften 64) Hahnsche Buchhandlung, Hannover 2012, ISBN 978-3-7752-5764-0, S. 240, Anmerkung 239.
  35. Karl Christian von Leutsch: Markgraf Gero. Ein Beitrag zum Verständniss der deutschen Reichsgeschichte unter den Ottonen, so wie der Geschichten von Brandenburg, Meissen, Thüringen u. s. w. … Nebst einer Gaugeographie von Thüringen und der Ostmark, und zwei Karten. Leipzig 1828, S. 75; Otto von Heinemann: Markgraf Gero. Eine historische Monographie. Schwetschke und Sohn, Braunschweig 1860, S. 59 sowie S. 141, Anmerkung 148.
  36. Jan Brademann: Defensor Patriae – Das Leben des Markgrafen Gero. In: Auf den Spuren der Ottonen II. Protokoll des Wissenschaftlichen Kolloquiums am 26. Mai 2000 in Wetzendorf/Memleben (= Beiträge zur Regional- und Landeskultur Sachsen-Anhalts. Bd. 17). Druck-Zuck, Halle 2000, S. 115–130, hier S. 119 mit weiteren Nachweisen.
  37. Gertraud Eva Schrage: Zur Siedlungspolitik der Ottonen. Untersuchungen zur Integration der Gebiete östlich der Saale im 10. Jahrhundert. in: Blätter für deutsche Landesgeschichte. Bd. 135 (1999), S. 189–268, hier S. 215 f.
  38. DO I, 76: marchia illius (= Geronis ducis et marchionis).
  39. DO I, 105: marca illius (= Geronis ducis ac marchionis).
  40. Die weitere Erwähnung in DO I, 133 gilt sicher als Fälschung aus dem 18. Jahrhundert.
  41. Thietmar II, 14.
  42. Widukind II, 20 berichtet, der König habe Gero „über die Slawen gesetzt“.
  43. Hagen Keller: Das „Erbe“ Ottos des Großen. Das ottonische Reich nach der Erweiterung zum Imperium. In: Frühmittelalterliche Studien 41, 2007, S. 43–74, hier: S. 53 f. ; Gerd Althoff: Saxony and the Elbe Slavs in the Tenth Century. In: The New Cambridge Medieval History. Band 3: Timothy Reuter (Hrsg.): c. 900 – c. 1024 Cambridge University Press, Cambridge u. a. 1999, ISBN 0-521-36447-7, S. 267–292, hier S. 284.
  44. So aber für das Jahr 963 ohne jede Begründung Joachim Henning: Neue Burgen im Osten. Handlungsorte und Ereignisgeschichte der Polenzüge Heinrichs II. im archäologischen und dendrochronologischen Befund. In: Achim Humbel, Bernd Schneidmüller (Hrsg.): Aufbruch ins zweite Jahrtausend. Ostfildern 2004, S. 151–181, hier: S. 166 für die Burg Gehren im Landkreis Dahme-Spreewald; zurückhaltender Lutz Partenheimer: Vom Hevellerfürstentum zur Mark Brandenburg. In: Brandenburgisches Landesamt für Denkmalpflege und Archäologisches Landesmuseum: (Hrsg.): Wie die Mark entstand. Wünsdorf 2009, S. 298–323; Thietmar VI, 57 berichtet 60 Jahre nach Geros Tod lediglich, Gehren sei nach Gero benannt worden (a Gerone dicta.)
  45. Hagen Keller: Das „Erbe“ Ottos des Großen. Das ottonische Reich nach der Erweiterung zum Imperium. In: Frühmittelalterliche Studien 41, 2007, S. 43–74, hier: S. 54.
  46. Hagen Keller: Das „Erbe“ Ottos des Großen. Das ottonische Reich nach der Erweiterung zum Imperium. In: Frühmittelalterliche Studien 41, 2007, S. 43–74, hier: S. 54.
  47. Widukind II, 30.
  48. Christian Lübke: Das östliche Europa. (= Die Deutschen und das europäische Mittelalter Bd. 2) Siedler, Berlin 2004 ISBN 3-88680-760-6, S. 151 f.
  49. Gertraud Eva Schrage: Zur Siedlungspolitik der Ottonen. Untersuchungen zur Integration der Gebiete östlich der Saale im 10. Jahrhundert. In: Blätter für deutsche Landesgeschichte. Bd. 135 (1999), S. 189–268, hier S. 202, Anmerkung 86 und S. 204 nennt die Mulde als östlichste Außengrenze des königlichen Herrschaftsanspruches in den slawisch besiedelten Gebieten.
  50. Nach Gertraud Eva Schrage: Zur Siedlungspolitik der Ottonen. Untersuchungen zur Integration der Gebiete östlich der Saale im 10. Jahrhundert. in: Blätter für deutsche Landesgeschichte. Bd. 135 (1999), S. 189–268, hier S. 205 war die Burg Meißen bereits im September 936 wieder verloren gegangen.
  51. Gerd Althoff: Otto der Große und die neue europäische Identität. In: Andreas Ranft (Hrsg.): Der Hoftag in Quedlinburg 973. Von den historischen Wurzeln zum Neuen Europa. Berlin 2006, S. 3–18, hier S. 10.
  52. Widukind II, 20.
  53. Karl Leyser: Early Medieval Warfare. In: Timothy Reuter (Hrsg.): Communications and power in medieval Europe: The Carolingian and Ottonian centuries. Hambledon, London 1994, ISBN 1-85285-013-2, S. 42.
  54. Gertraud Eva Schrage: Zur Siedlungspolitik der Ottonen. Untersuchungen zur Integration der Gebiete östlich der Saale im 10. Jahrhundert. In: Blätter für deutsche Landesgeschichte. Bd. 135 (1999), S. 189–268, hier S. 203 f. (Digitalisat)
  55. Gertraud Eva Schrage: Zur Siedlungspolitik der Ottonen. Untersuchungen zur Integration der Gebiete östlich der Saale im 10. Jahrhundert. In: Blätter für deutsche Landesgeschichte. Bd. 135 (1999), S. 189–268, hier S. 218 hebt hervor, dass kein Eigengut übertragen wurde und widerlegt damit ältere Auffassungen (Digitalisat)
  56. In DO I, 64 an Christian, in DO I, 65 an Gero und in DO I, 69 an Folcmar und Richbert.
  57. Christian Lübke: Zwischen Polen und dem Reich. Elbslawen und Gentilreligion. In: Michael Borgolte (Hrsg.): Polen und Deutschland vor 1000 Jahren. Die Berliner Tagung über den „Akt von Gnesen“ (= Europa im Mittelalter. Bd. 5). Akademie-Verlag, Berlin 2002, ISBN 3-05-003749-0, S. 91–110, hier S. 99.
  58. Annales Quedlinburgenses a. A. 941 nennen Erich (Vater des späteren Hildeward von Halberstadt), Reinward, Varin, Ascheric, Bacco und Hermon. Thietmar II, 14 nennt noch Lothar II. von Walbeck.
  59. DO I, 14.
  60. Für eine federführende Beteiligung Geros Jan Brademann: Defensor Patriae – Das Leben des Markgrafen Gero. In: Auf den Spuren der Ottonen II. Protokoll des Wissenschaftlichen Kolloquiums am 26. Mai 2000 in Wetzendorf/Memleben (= Beiträge zur Regional- und Landeskultur Sachsen-Anhalts. Bd. 17). Halle 2000, S. 115–130, hier S. 120.
  61. Annales Quedlinburgenses a. A. 934: Rex Heinricus in Wucronin cum exercitu fuit.
  62. Continuator Reginonis 934: et vicit sibique tributarios fecit.
  63. Widukind III, 42.
  64. Annales Sangallenses maiores 955: Eodem anno Otto rex et filius eius Liutolf in festi vitate sancti Galli pugnaverunt cum Abatarenis, et Vulcis, et Zcirizspanis, et Tolonsenis, et victoriam in eis sumpsit, occiso duce illorum nomine Ztoignavo, et fecit illos tributarios
  65. Bernhard Zeller: Grenz- und Grauzonen im Osten des ostfränkisch-ottonischen Reiches von Konrad I. bis Otto I. in: Roman Zehetmeyer: Im Schnittpunkt frühmittelalterlicher Kulturen. St. Pölten 2008, S. 71–91, hier S. 84 (Digitalisat).
  66. Widukind, Sachsengeschichte III, 55.
  67. Gerd Althoff: Saxony and the Elbe Slavs in the Tenth Century. In: The New Cambridge Medieval History. Band 3: Timothy Reuter (Hrsg.): c. 900 – c. 1024 Cambridge University Press, Cambridge u. a. 1999, ISBN 0-521-36447-7, S. 267–292, hier S. 286 meint es wäre am besten, die gesamte Begebenheit aus den Geschichtsbüchern zu streichen.
  68. Thietmar II, 14.
  69. Widukind III, 66–68.
  70. Widukind III, 67.
  71. DO I, 231; dazu Gertraud Eva Schrage: Zur Siedlungspolitik der Ottonen. Untersuchungen zur Integration der Gebiete östlich der Saale im 10. Jahrhundert. In: Blätter für deutsche Landesgeschichte. Bd. 135 (1999), S. 189–268, hier S. 206, Anmerkung 116. (Digitalisat)
  72. Grundlegend Gerd Althoff: Zur Frage nach der Organisation sächsischer coniurationes in der Ottonenzeit. In: Frühmittelalterliche Studien, Bd. 16, 1982, S. 129–142, insbesondere S. 140.
  73. Andrea Stieldorf: Marken und Markgrafen. Studien zur Grenzsicherung durch die fränkisch-deutschen Herrscher. (= MGH Schriften 64) Hahnsche Buchhandlung, Hannover 2012 ISBN 978-3-7752-5764-0, S. 239; Matthias Becher: Rex, Dux und Gens. Untersuchungen zur Entstehung des sächsischen Herzogtums im 9. und 10. Jahrhundert (= Historische Studien. Bd. 444). Matthiesen, Husum 1996, ISBN 3-7868-1444-9, S. 276.
  74. DO I, 56: nostro dilecto marchioni nomine Gero
  75. DO I, 133: dilectissimi marchionis nostri Geronis
  76. DO I, Nr. 229.
  77. Gerd Althoff: Zur Frage nach der Organisation sächsischer coniurationes in der Ottonenzeit. In: Frühmittelalterliche Studien, Bd. 16, 1982, S. 129–142, hier S. 137; Matthias Becher: Otto der Große. Kaiser und Reich. Eine Biographie. Beck, München 2012, ISBN 978-3-406-63061-3, S. 204; Gertraud Eva Schrage: Zur Siedlungspolitik der Ottonen. Untersuchungen zur Integration der Gebiete östlich der Saale im 10. Jahrhundert. In: Blätter für deutsche Landesgeschichte. Bd. 135 (1999), S. 189–268, hier S. 217, Anmerkung 207 mit weiteren Nachweisen.
  78. DO I, Nr. 134; zur Lokalisierung der Güter Gertraud Eva Schrage: Zur Siedlungspolitik der Ottonen. Untersuchungen zur Integration der Gebiete östlich der Saale im 10. Jahrhundert. In: Blätter für deutsche Landesgeschichte. Bd. 135 (1999), S. 189–268, hier S. 206.
  79. Widukind III, 60.
  80. Diese Verbindung ist der Grund für die Aufnahme Geros und seiner Familie in das Totengedenken der Billunger in deren Hauskloster in Lüneburg.
  81. Widukind III, 60.
  82. So die Interpretation von Gerd Althoff: Zur Frage nach der Organisation sächsischer coniurationes in der Ottonenzeit. In: Frühmittelalterliche Studien, Bd. 16, 1982, S. 129–142, insbesondere S. 140; gegen ihn Charlotte Warnke: Das Kanonissenstift St. Cyriacus zu Gernrode im Spannungsfeld zwischen Hochadel, Kaiser, Bischof und Papst von der Gründung 961 bis zum Ende des Investiturstreits 1122. In: Irene Crusius (Hrsg.): Studien zum Kanonissenstift. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 2001, S. 201–274, hier S. 228, Anmerkung 119: Verurteilung Wichmanns zur Verbannung bei den Slawen und Vollstreckung des Urteils durch Rückgabe des Verurteilten.
  83. Charlotte Warnke: Das Kanonissenstift St. Cyriacus zu Gernrode im Spannungsfeld zwischen Hochadel, Kaiser, Bischof und Papst von der Gründung 961 bis zum Ende des Investiturstreits 1122. In: Irene Crusius (Hrsg.): Studien zum Kanonissenstift. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 2001, S. 201–274, hier S. 206 f.
  84. Charlotte Warnke: Das Kanonissenstift St. Cyriacus zu Gernrode im Spannungsfeld zwischen Hochadel, Kaiser, Bischof und Papst von der Gründung 961 bis zum Ende des Investiturstreits 1122. In: Irene Crusius (Hrsg.): Studien zum Kanonissenstift. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 2001, S. 201–274, hier S. 206 f.
  85. Auf dem Weg zum Herzog sehen Gero Matthias Becher: Rex, Dux und Gens. Untersuchungen zur Entstehung des sächsischen Herzogtums im 9. und 10. Jahrhundert. (= Historische Studien. Bd. 444). Matthiesen, Husum 1996, ISBN 3-7868-1444-9, S. 275 und Jan Brademann: Defensor Patriae – Das Leben des Markgrafen Gero. In: Auf den Spuren der Ottonen II. Protokoll des Wissenschaftlichen Kolloquiums am 26. Mai 2000 in Wetzendorf/Memleben (= Beiträge zur Regional- und Landeskultur Sachsen-Anhalts. Bd. 17). Halle 2000, S. 115–130, hier S. 122 unter Hinweis auf Widukind III, 23.
  86. Caspar Ehlers: Die Integration Sachsens in das fränkische Reich (751–1024). (= Veröffentlichungen des Max-Planck-Instituts für Geschichte. Bd. 231). Göttingen 2007, ISBN 3-525-35887-3, S. 180.
  87. Karl Schmid: Neue Quellen zum Verständnis des Adels im 10. Jahrhundert. In: Zeitschrift für die Geschichte des Oberrheins. Bd. 108 (1960), S. 185–232, hier S. 212. (online)
  88. Otto von Heinemann: Markgraf Gero. Eine historische Monographie. Braunschweig 1860, S. 116; ihm folgend Charlotte Warnke: Das Kanonissenstift St. Cyriacus zu Gernrode im Spannungsfeld zwischen Hochadel, Kaiser, Bischof und Papst von der Gründung 961 bis zum Ende des Investiturstreits 1122. In: Irene Crusius (Hrsg.): Studien zum Kanonissenstift. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 2001, S. 201–274, hier S. 221, Anmerkung 86.
  89. Jan Brademann: Defensor Patriae – Das Leben des Markgrafen Gero. In: Auf den Spuren der Ottonen II. Protokoll des Wissenschaftlichen Kolloquiums am 26. Mai 2000 in Wetzendorf/Memleben (= Beiträge zur Regional- und Landeskultur Sachsen-Anhalts. Bd. 17). Halle 2000, S. 115–130, hier S. 122.
  90. Karl Schmid: Neue Quellen zum Verständnis des Adels im 10. Jahrhundert. In: Zeitschrift für die Geschichte des Oberrheins, Bd. 108 (1960), S. 185–232, hier S. 212. (online)
  91. Gerlinde Schlenker: Kloster Ballenstedt – das Hauskloster der älteren Grafen von Anhalt. In: Harz-Zeitschrift. Bd. 64 (2012), S. 22–45, hier S. 23, Anmerkung 6 mit dem Hinweis auf die Abschrift einer unveröffentlichten Gründungsurkunde Ludwig des Deutschen im Vatikanischen Archiv.
  92. DO I, 130.
  93. Charlotte Warnke: Das Kanonissenstift St. Cyriacus zu Gernrode im Spannungsfeld zwischen Hochadel, Kaiser, Bischof und Papst von der Gründung 961 bis zum Ende des Investiturstreits 1122. In: Irene Crusius (Hrsg.): Studien zum Kanonissenstift. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 2001, S. 201–274, hier S. 214.
  94. Charlotte Warnke: Das Kanonissenstift St. Cyriacus zu Gernrode im Spannungsfeld zwischen Hochadel, Kaiser, Bischof und Papst von der Gründung 961 bis zum Ende des Investiturstreits 1122. In: Irene Crusius (Hrsg.): Studien zum Kanonissenstift. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 2001, S. 201–274, hier S. 225.
  95. Widukind III, 54.
  96. Katharina Vaerst: Laus inimicorum oder Wie sag’ ich’s dem König ? – Erzählstrukturen der ottonischen Historiographie und ihr Kommunikationspotential. Monsenstein und Vannerdat, Münster 2010, ISBN 978-3-8405-0012-1, S. 204.
  97. Thietmar II, 19.
  98. Thietmar VI, 57.
  99. Karl Christian von Leutsch: Markgraf Gero. Ein Beitrag zum Verständniss der deutschen Reichsgeschichte unter den Ottenen, so wie der Geschichten von Brandenburg, Meissen, Thüringen u. s. w. … Nebst einer Gaugeographie von Thüringen und der Ostmark, und zwei Karten. Gerig’sche Buchhandlung, Leipzig 1828, S. 107–114, Zitat: S. 108.
  100. Rudolf Köpke: Jahrbücher des Deutschen Reichs unter der Herrschaft König Ottos I. 936 bis 951. Duncker & Humblot, Berlin 1838, S. 122.
  101. Moritz Wilhelm Heffter: Der Weltkampf der Deutschen und Slaven seit dem Ende des fünften Jahrhunderts nach christlicher Zeitrechnung, nach seinem Ursprunge, Verlaufe und nach seinen Folgen dargestellt. S. 129; zu ihm Wolfgang Wippermann: Der ‚deutsche Drang nach Osten‘. Ideologie und Wirklichkeit eines politischen Schlagwortes. Darmstadt 1981, S. 39.
  102. Otto von Heinemann: Markgraf Gero. Eine historische Monographie. Braunschweig 1860.
  103. Zitate: Otto von Heinemann: Markgraf Gero. Eine historische Monographie. Braunschweig 1860, S. 114–115.
  104. Zitate: Otto von Heinemann: Markgraf Gero. Eine historische Monographie. Braunschweig 1860, S. 116 f.
  105. Rudolf Köpke/Ernst Dümmler: Kaiser Otto der Große. Duncker & Humblot, Leipzig 1876, S. 386.
  106. Einhart: Deutsche Geschichte. Dietrich, 18. Auflage Leipzig 1939, S. 23.
  107. Andreas Lawaty: Das Ende Preußens aus polnischer Sicht. Zur Kontinuität negativer Wirkungen der preußischen Geschichte auf die deutsch-polnischen Beziehungen. de Gruyter, Berlin-New York 1985, S. 190.
  108. Robert Brier: Der polnische „Westgedanke“ nach dem Zweiten Weltkrieg (1944–1950), S. 23 und 53. (Siehe „Westgedanke“; PDF; 828 kB). – Vgl. zu Gero auch Roland Gehrke, Der polnische Westgedanke bis zur Wiedererrichtung des polnischen Staates nach Ende des Ersten Weltkrieges. Genese und Begründung polnischer Gebietsansprüche gegenüber Deutschland im Zeitalter des europäischen Nationalismus. Herder Institut, Marburg 2001, S. 137; ISBN 3-879-69288-2.
  109. Karl Schmid: Neue Quellen zum Verständnis des Adels im 10. Jahrhundert. In: Zeitschrift für die Geschichte des Oberrheins. Bd. 108 (1960), S. 185–232, hier S. 211 ff. (online)
  110. Walter Schlesinger: Die Entstehung der Landesherrschaft. In: Ders.: Mitteldeutsche Beiträge zur deutschen Verfassungsgeschichte des Mittelalters. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 1961, S. 160, Anmerkung 202.
  111. Otto von Heinemann: Markgraf Gero. Eine historische Monographie. Braunschweig 1860, S. 12.
  112. Hans K. Schulze: Hegemoniales Kaisertum. Ottonen und Salier. Siedler, München 1991, ISBN 3-442-75520-4, S. 230.
  113. Gerd Althoff: Die Ottonen. Königsherrschaft ohne Staat. 3., durchgesehene Auflage. Kohlhammer, Stuttgart u. a. 2013, ISBN 978-3-17-022443-8, S. 122.