Grolsheim

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Grolsheim
Grolsheim
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Grolsheim hervorgehoben
Koordinaten: 49° 55′ N, 7° 55′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Mainz-Bingen
Verbandsgemeinde: Sprendlingen-Gensingen
Höhe: 99 m ü. NHN
Fläche: 3,91 km2
Einwohner: 1283 (31. Dez. 2017)[1]
Bevölkerungsdichte: 328 Einwohner je km2
Postleitzahl: 55459
Vorwahl: 06727
Kfz-Kennzeichen: MZ, BIN
Gemeindeschlüssel: 07 3 39 022
Adresse der Verbandsverwaltung: Elisabethenstraße 1
55576 Sprendlingen
Webpräsenz: www.grolsheim.de
Ortsbürgermeisterin: Heidi Hahn-Axt
Lage der Ortsgemeinde Grolsheim im Landkreis Mainz-Bingen
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Über dieses Bild
Das ehemalige Schulhaus und die evangelische Kirche

Grolsheim ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Mainz-Bingen in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Sprendlingen-Gensingen an, die ihren Verwaltungssitz in der Gemeinde Sprendlingen hat.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Grolsheim liegt in Rheinhessen zwischen Mainz und Bad Kreuznach an der Nahe. Zu Grolsheim gehört auch der Wohnplatz Katharinen-Mühle.[2]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort wurde zuerst im Jahre 772 als „Grandfesheim“ in einer Schenkungsurkunde an das Kloster Lorsch urkundlich erwähnt. Weitere frühe Ortsnamen waren „Graulfesheim“ (782) und „Graolfesheim“ (801).

Gegen Ende des 16. Jahrhunderts hatte der Ort 36 Häuser.[3]

Vom 14. bis zum Ende des 18. Jahrhunderts gehörte Grolsheim landesherrlich zur Kurpfalz und war dem Oberamt Stromberg zugeteilt. Nach der Einnahme des Linken Rheinufers durch französische Revolutionstruppen (1794) gehörte der Ort von 1798 bis 1814 zum Kanton Bingen im Departement Donnersberg. Aufgrund der auf dem Wiener Kongress (1815) getroffenen Beschlüsse wurde die Region, damit auch Grolsheim, dem Großherzogtum Hessen zugesprochen und von diesem 1816 der Provinz Rheinhessen zugeordnet.

Bevölkerungsentwicklung

Die Entwicklung der Einwohnerzahl von Grolsheim, die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:[4]

Jahr Einwohner
1815 195
1835 292
1871 290
1905 314
1939 304
Jahr Einwohner
1950 377
1961 448
1970 572
1987 778
2005 1.167

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das ehemalige Rathaus

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat in Grolsheim besteht aus 16 Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer personalisierten Verhältniswahl gewählt wurden, und der ehrenamtlichen Ortsbürgermeisterin als Vorsitzender. Die 16 Sitze im Gemeinderat verteilen sich auf zwei Wählergruppen.[5]

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Derzeitig amtierende Ortsbürgermeisterin ist Heidi Hahn-Axt.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Das Gewerbegebiet Bingen/Grolsheim verfügt über einen eigenen Autobahnanschluss. Folgedessen haben sich hier die Speditionen Rhenus und Kühne + Nagel angesiedelt. K+N betreibt das Zentrallager für Weber-Stephen Deutschland.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Die Gemeinde liegt an der Landesstraße 400 (alte Bezeichnung: Bundesstraße 50). Die Bundesautobahn 61 verläuft in unmittelbarer Nähe.
  • Durch die Buslinie 233 zwischen Bingen und Bad Kreuznach ist Grolsheim an den öffentlichen Personennahverkehr angeschlossen.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Grolsheim – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Bevölkerungsstand 2017 - Gemeindeebene (Hilfe dazu).
  2. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz: Amtliches Verzeichnis der Gemeinden und Gemeindeteile. Stand: 1. Januar 2017[Version 2018 liegt vor.], S. 108 (PDF; 1,9 MB).
  3. Wilhelm Fabricius: Die Herrschaften des unteren Nahegebietes: der Nahegau und seine Umgebung, Bonn: Behrendt, 1914, S. 169 (dilibri.de)
  4. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten
  5. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen