Haryana

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Haryana – हरियाणा
Wappen von Haryana.svg
Status Bundesstaat
Hauptstadt Chandigarh
Gründung 1. November 1966
Fläche 44.212 km²
Einwohner 25.351.462 (2011)
Bevölkerungsdichte 573 Einwohner je km²
Sprachen Hindi, Panjabi
Gouverneur Satyadev Narayan Arya
Chief Minister Manohar Lal Khattar (BJP)
Website haryana.gov.in
ISO-Code IN-HR
Nordteil von Arunachal Pradesh: de-facto Indien - von China beanspruchtTeilgebiete von Uttarakhand: de-facto Indien - von China beanspruchtde-facto China - von Indien beanspruchtde-facto China - von Indien beanspruchtde-facto Pakistan - von Indien beanspruchtde-facto Pakistan - von Indien beanspruchtSiachen-Gletscher (umkämpft zwischen Pakistan und Indien)Jammu und Kashmir: de-facto Indien - von Pakistan beanspruchtLadakh: de-facto Indien - von Pakistan beanspruchtMaledivenSri LankaIndonesienAfghanistanNepalBhutanBangladeschPakistanChinaMyanmarThailandTadschikistanDelhiGoaDadra und Nagar Haveli und Daman und DiuTamil NaduKeralaAndhra PradeshArunachal PradeshAssamBiharChhattisgarhGujaratHaryanaHimachal PradeshJharkhandKarnatakaMadhya PradeshMaharashtraManipurMeghalayaMizoramNagalandOdishaPunjabRajasthanSikkimTelanganaTripuraUttarakhandUttar PradeshWestbengalenAndamanen und NikobarenLakshadweepKarte
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Haryana (Hindi हरियाणा IAST Hariyāṇā [hʌrɪˈjɑːɳɑː], Panjabi ਹਰਿਆਣਾ) ist ein indischer Bundesstaat mit einer Fläche von 44.212 Quadratkilometern und 25,4 Millionen Einwohnern (Volkszählung 2011). Die Bevölkerungsdichte beträgt 573 Einwohner pro Quadratkilometer.

Die Hauptstadt Chandigarh ist auch Hauptstadt des benachbarten Punjab, an dessen Grenze sie liegt, und wird als Unionsterritorium von der Zentralregierung in Neu-Delhi direkt verwaltet.

Mit einem Wert von 0,687 erreichte Haryana 2015 den 9. Platz unter den 29 Bundesstaaten Indiens im Index der menschlichen Entwicklung.[1]

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Niederschlagskarte von Haryana
Impression der großen Schwemmebene (Distrikt Jhajjar)

Haryana grenzt im Norden an den Bundesstaat Himachal Pradesh, im Nordwesten an den Punjab und Chandigarh, im Südwesten an Rajasthan, im Osten an Uttar Pradesh und an das Unionsterritorium Delhi. Die größte Stadt des Bundesstaates ist Faridabad.

Die Grenzen des Bundesstaats Haryana sind im Wesentlichen historisch im 19. und 20. Jahrhundert gewachsen und nicht durch naturräumliche Gliederungen bedingt. Die einzige natürliche Grenze wird vom Flusslauf des Yamuna markiert, der über einen längeren Abschnitt die Grenze zum Bundesstaat Uttar Pradesh bildet. Physiogeographisch können in Haryana fünf Landschaftsformen unterschieden werden:[2]

  • die Bagar-Region (Hindi बागड़, auch Bagad) im Südwesten, eine aride, steppenartige Großregion, die sich über das südliche Haryana, das nördliche Rajasthan bis nach Pakistan erstreckt. Hier herrscht ein trockenes Klima mit überwiegend strauchartiger Vegetation, und es finden sich reichlich Sandflächen und Sanddünen. Diese Landschaftsform findet sich vor allem in den Distrikten Sirsa, Hisar und Bhiwani. Die Höhe über dem Meeresspiegel variiert zwischen 230 und 350 Metern.
  • die Ghaggar-Yamuna-Ebene, eine ausgedehnte Schwemmebene, die durch Ablagerungen der Flüsse der Yamuna-Ganges- und des Indus-Systeme, die in der Vergangenheit häufig ihre Läufe geändert haben, gebildet worden ist. Die Höhe über dem Meeresspiegel beträgt unter 300 Meter mit verhältnismäßig geringen Variationen (insbesondere in den Distrikten Ambala, Yamunanagar, Kurukshetra, Karnal, Kaithal, Jind, Sonipat und dem nordöstlichen Teil von Hisar). Diese Ebene gibt ein relativ monotones Landschaftsbild ab, ein Eindruck, der durch die fehlenden Waldflächen verstärkt wird. Innerhalb der Schwemmlandebene befinden sich die schmalen, tiefer liegenden Überschwemmungsgebiete der Flüsse Yamuna (Khadar, खादिर), Ghaggar (Nali) und Markanda (Bet).
  • die Ausläufer des Aravalligebirges: diese finden sich in den südlichen Distrikten Haryanas. Sie erreichen Höhen von 300 bis 600 Metern.
  • die Siwaliks an der Nordostgrenze des Bundesstaats. Sie bilden ein Mittelgebirge und ein Vorgebirge des Himalaya. Die Höhe beträgt über 400 Meter.
  • das Vorland der Siwaliks, eine etwa 300 bis 400 Meter hohe hügelige Ebene.

Größte Städte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

(Stand: Volkszählung 2011)

Stadt Einwohner Stadt Einwohner
1 Faridabad 1.404.653 8 Yamunanagar 216.628
2 Gurugram (früher Gurgaon) 876.824 9 Panchkula 210.175
3 Rohtak 373.133 10 Bhiwani 197.662
4 Hisar 301.249 11 Ambala 196.216
5 Panipat 294.150 12 Sirsa 183.282
6 Karnal 286.974 13 Bahadurgarh 170.426
7 Sonipat 277.053 14 Jind 166.225
Quelle: Census of India 2011. (PDF; 151 kB)

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Haryana als Teil der Provinz Punjab von Britisch-Indien (Karte aus den Imperial Gazetteer of India, 1909)

Das Gebiet Haryanas kam im Zweiten Marathenkrieg (1803–1805) unter die Herrschaft der Britischen Ostindien-Kompanie und wurde nach und nach administrativ organisiert. 1832 wurde es als Delhi Division in die North-Western Provinces eingegliedert. Nach dem Indischen Aufstand von 1857, in den die Region wesentlich involviert war, erfolgte eine administrative Reorganisation und die Delhi Division kam zur Provinz Punjab, wo sie bis zum Ende Britisch-Indiens verblieb.

Entstehung von Haryana aus Teilen des Punjab (P.E.P.S.U. = Patiala and East Punjab States Union)

Im Sommer 1947 wurden Indien und Pakistan aus dem britischen Kolonialreich in die Selbständigkeit entlassen und die Provinz Punjab zwischen Indien und Pakistan geteilt. Im Jahr 1956 folgte mit dem States Reorganisation Act eine nochmalige neue Grenzziehung der indischen Bundesstaaten in großem Maßstab. Der bisherige Staat Patiala and East Punjab States Union wurde dabei an den Punjab angegliedert. In diesem Bundesstaat Punjab bildeten die Hindus die Bevölkerungsmehrheit. Politische Führer der Sikhs strebten einen eigenen Bundesstaat mit Sikh-Mehrheit an. Infolgedessen wurde am 1. November 1966 der Teil des indischen Punjab, dessen Bewohner mehrheitlich Hindi sprachen und dem Hinduismus anhingen, vom Rest des Bundesstaates abgespalten und unter dem Namen Haryana ein eigener indischer Bundesstaat.

Der Name Haryana ist schon sehr alt, wobei die etymologischen Wurzeln umstritten sind. Aus verschiedenen Sanskrit-Wurzeln wurden unterschiedliche Bedeutungen wie „Wohnstätte Vishnus“ oder „grünes Land“ und andere abgeleitet.[3][4]

Ein Teil der Bevölkerung des Punjab und Haryanas sind Nachkommen des vor Jahrhunderten eingewanderten Jat-Volkes. Die Angehörigen der Jat-Gruppe bilden heute eine Art Kaste oder soziale Gemeinschaft in der indischen Gesellschaft. Angehörige der Jats fordern mehrfach die Einstufung als „sonstige benachteiligte Kaste“ (Other Backward Classes) durch die indische Regierung. Damit sind Privilegien, wie die Reservierung von staatlicher Stellen, Studienplätzen etc. verbunden. In diesem Zusammenhang kam es wiederholt zu Unruhen, Streiks und Boykottaktionen, die zum Teil einen erheblichen wirtschaftlichen Schaden anrichteten, z. B. im Februar 2016.[5][6]

Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Demografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kinder in Gurugram

Nach der indischen Volkszählung 2011 hat Haryana 25.351.462 Einwohner. Damit gehört Haryana zu den mittelgroßen indischen Bundesstaaten. Gemessen an der Einwohnerzahl steht es an 18. Stelle unter den 29 Bundesstaaten Indiens. Mit 573 Einwohnern pro Quadratkilometer ist Haryana dichter besiedelt als der indische Durchschnitt, der bei 382 Einwohnern pro Quadratkilometer liegt. Zwischen 2001 und 2011 wuchs die Einwohnerzahl um 20 Prozent und damit etwas schneller als im Landesmittel (18 Prozent). Vor allem die an Delhi angrenzenden Gebiete erleben durch die Expansion der Megastadt ein starkes Bevölkerungswachstum. Entsprechend liegt der Urbanisierungsgrad Haryanas mittlerweile mit 35 Prozent über dem Landesdurchschnitt von 31 Prozent. Das Geschlechterverhältnis ist in Haryana extrem unausgeglichen: Auf 1000 Männer kommen nur 879 Frauen, während der entsprechende Wert für Gesamtindien 943 beträgt. Unter den 0- bis 6-Jährigen sind es sogar nur 834 (Indien: 919). Haryana hat damit den größten Männerüberschuss aller indischen Bundesstaaten.[7]

75,6 Prozent der Einwohner Haryanas konnten 2011 lesen und schreiben (Männer: 84,0 Prozent, Frauen: 65,9 Prozent). Die Alphabetisierungsrate lag damit nur wenig über dem indischen Durchschnitt von 74,0 Prozent.[8] Im Zeitraum von 2010 bis 2014 betrug die durchschnittliche Lebenserwartung 68,6 Jahre (der indische Durchschnitt betrug 67,9 Jahre).[9] Die Fertilitätsrate betrug 2,12 Kinder pro Frau (Stand: 2016) während der indische Durchschnitt im selben Jahr bei 2,23 Kinder lag.[10]

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zensusbevölkerung von Haryana (in den heutigen Grenzen) seit der ersten Volkszählung im Jahr 1951.

Zensusjahr Einwohnerzahl
1951 5.674.400
1961 7.591.190
1971 10.036.430
1981 12.922.122
1991 16.464.600
2001 21.083.900
2011 25.753.081

Sprachen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sprachen in Haryana
Sprache Prozent
Hindi
  
87,3 %
Panjabi
  
10,6 %
Urdu
  
1,2 %
Andere
  
0,9 %
Verteilung der Sprachen (Volkszählung 2001)[11]

Die Hauptsprache Haryanas ist Hindi, nach dessen Sprachgrenze der Bundesstaat 1966 gebildet wurde. Hindi ist die erste Amtssprache Haryanas und wird nach der Volkszählung 2001 von 87 Prozent der Einwohner des Bundesstaates als Muttersprache gesprochen. Die meisten Menschen in Haryana sprechen im Alltag aber einen der Dialekte, die unter dem Oberbegriff Haryanavi zusammengefasst werden.

Neben den Hindi-Sprechern gibt es eine größere Minderheit von Sprechern des Panjabi (knapp 11 Prozent). Die Panjabi-Sprecher sind größtenteils Nachfahren von Hindus und Sikhs, die nach der Teilung Indiens 1947 aus dem heute pakistanischen Teil des Punjab vertrieben wurden. Seit 2010 genießt Panjabi den Status einer Amtssprache. Unter Teilen der Muslime Haryanas ist Urdu, die muslimische Variante des Hindi, verbreitet. Englisch ist, wie überall in Indien, als Verkehrs- und Bildungssprache allgegenwärtig.

Obwohl Panjabi eine historisch in der Region verwurzelte Sprache ist und von einer signifikanten Minderheit als Muttersprache gesprochen wird, erhielt es erst relativ spät den Status einer zweiten Amtssprache. Der Grund hierfür waren die Rivalitäten und Streitigkeiten mit dem benachbarten Bundesstaat Punjab zu verschiedenen Fragen (Grenzverlauf, Verteilung der Wasserressourcen etc.). Um das ungeliebte Panjabi, die Amtssprache des Punjab, zu vermeiden wichen die Politiker Haryanas auf südindische Sprachen aus. Der von 1968 und 1975 amtierende Chief Minister Bansi Lal versuchte das südindische Telugu als zweite Sprache Haryanas einzuführen, auch unter der Vorstellung, dass damit die Differenzen zwischen den nördlichen Hindi-Bundesstaaten und den südlichen dravidischen Bundesstaaten abgebaut werden könnten. Letztlich wurde 1969 Tamil zur zweiten offiziellen Sprache Haryanas erklärt und blieb in diesem Status bis zum Jahr 2010, obwohl es kaum Tamil-Muttersprachler im Bundesstaat gab.[12][13]

Religionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hindu-Tempel im Distrikt Panchkula
Religionen in Haryana
Religion Prozent
Hinduismus
  
87,5 %
Islam
  
7,0 %
Sikhismus
  
4,9 %
Andere
  
0,6 %
Verteilung der Religionen (Volkszählung 2011)[14]

Die große Mehrheit der Einwohner Haryanas sind Hindus. Nach der Volkszählung 2011 stellen sie 88 Prozent der Bevölkerung des Bundesstaates. Daneben gibt es Minderheiten von Muslimen (7 Prozent) und Sikhs (5 Prozent).

Um 1900 hatte der Bevölkerungsanteil der Muslime im heutigen Haryana noch rund ein Viertel betragen. Als Ergebnis der Gewalttätigkeiten nach der Teilung Indiens wurde die muslimische Bevölkerung aus Teilen des heutigen Haryana fast vollständig vertrieben. Gleichzeitig flohen viele Hindus und Sikhs aus dem heute pakistanischen Teil des Punjab nach Haryana. Besonders hoch ist der muslimische Bevölkerungsanteil heute in den Distrikten Gurugram und Nuh im Süden Haryanas, wo die Meo, eine Kaste von muslimischen Landwirten, siedeln. Die Sikhs konzentrieren sich vor allem auf die nordwestlichen Distrikte an der Grenze zum Bundesstaat Punjab.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sitzverteilung nach der
Parlamentswahl 2019[15]
BJP 40
INC 31
JJP 10
INLD 1
HLP 1
Unabhängige 7
Gesamt 90

Die gesetzgebende Versammlung (legislative assembly) von Haryana besteht aus einem Einkammerparlament, das 90 Abgeordnete umfasst. Die bei den letzten Wahlen wichtigsten politischen Parteien waren von den nationalen Parteien die Kongresspartei (INC), Bharatiya Janata Party (BJP), die Bahujan Samaj Party (BSP), die Communist Party of India (Marxist) (CPI(M)), und von den lokalen Parteien Indian National Lok Dal (INLD), Haryana Janhit Congress (HJC) und Shiromani Akali Dal (SAD). Die Wahl zum Parlament von Haryana 2014 wurde durch die BJP gewonnen.[16] Am 26. Oktober 2014 wurde Manohar Lal Khattar (BJP) als neuer Chief Minister von Haryana (der erste aus den Reihen der BJP) vereidigt.[17]

Vom 21. bis 24. Oktober 2019 fand die folgende Parlamentswahl statt. Die BJP verlor dabei ihre absolute Sitzmehrheit und kam auf 40 Mandate, gefolgt von der Kongresspartei mit 31 Mandaten und der 2018 als Jat-Interessenpartei gegründeten Jannayak Janta Party (JJP) mit 10 Mandaten. INLD und HLP gewannen jeweils ein Mandat. Außerdem wurden 7 Unabhängige in das Parlament gewählt.[15] Am 27. Oktober 2019 wurde Manohar Lal Khattar für eine zweite Amtszeit als Chief Minister an der Spitze einer Koalitionsregierung aus BJP und HLP vereidigt.[18]

Höchster Gerichtshof von Haryana ist der Punjab and Haryana High Court in Chandigarh, in dessen Zuständigkeitsbereich auch der Nachbarbundesstaat Punjab fällt.

Verwaltungsgliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Bundesstaat Haryana ist in 4 Divisionen und 22 Distrikte untergliedert.

Divisionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Divisionen von Haryana
Division Distrikte
Ambala Ambala, Kaithal, Kurukshetra, Panchkula, Yamunanagar
Gurugram Faridabad, Palwal, Gurugram, Mahendragarh, Nuh, Rewari
Hisar Bhiwani, Fatehabad, Jind, Hisar, Sirsa, Charkhi Dadri
Rohtak Jhajjar, Karnal, Panipat, Rohtak, Sonipat

Distrikte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zum Zeitpunkt der letzten Volkszählung 2011 war Haryana in 21 Distrikte unterteilt. Am 19. September 2016 wurde als 22. Distrikt Charkhi Dadri aus Teilen des Distrikts Bhiwani gebildet.[19] Die in der folgenden Tabelle angegebenen Einwohner- und Flächenangaben stammen aus der Volkszählung 2011.[20]

Distrikte von Haryana (die Nummerierung entspricht der der Tabelle)
Nr. Distrikt Verwaltungssitz Fläche in km²
(2011)
Einwohner
(2011)
Bev.-­dichte
(Ew./km²)
1 Ambala Ambala 1.574 1.128.350 717
2 Bhiwani * Bhiwani 4.778 1.634.445 342
3 Charkhi Dadri ** Charkhi Dadri
4 Faridabad Faridabad 741 1.809.733 2.442
5 Fatehabad Fatehabad 2.538 942.011 371
6 Gurugram (früher Gurgaon) Gurugram 1.258 1.514.432 1.204
7 Hisar Hisar 3.983 1.743.931 438
8 Jhajjar Jhajjar 1.834 958.405 523
9 Jind Jind 2.702 1.334.152 494
10 Kaithal Kaithal 2.317 1.074.304 464
11 Karnal Karnal 2.520 1.505.324 597
12 Kurukshetra Thanesar 1.530 964.655 630
13 Mahendragarh Narnaul 1.899 922.088 486
14 Nuh (früher Mewat) Nuh 1.507 1.089.263 723
15 Palwal Palwal 1.359 1.042.708 767
16 Panchkula Panchkula 898 561.293 625
17 Panipat Panipat 1.268 1.205.437 951
18 Rewari Rewari 1.594 900.332 565
19 Rohtak Rohtak 1.745 1.061.204 608
20 Sirsa Sirsa 4.277 1.295.189 303
21 Sonipat Sonipat 2.122 1.450.001 683
22 Yamunanagar Yamunanagar 1.768 1.214.205 687

*) Nach der Volkszählung 2011 durch die Neubildung des Distrikts Charkhi Dadri verkleinert.
**) Nach der Volkszählung 2011 neu gegründet.

Entwicklung der Distrikteinteilung seit 1966[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei seiner Bildung am 1. November 1966 hatte der Bundesstaat Haryana sieben Distrikte: Ambala, Karnal, Rohtak, Gurgaon (später Gurugram), Mahendragarh, Hisar und Jind. Seither hat sich die Zahl der Distrikte kontinuierlich durch Neubildungen vermehrt:[21]

  • 22. Dezember 1972: Bhiwani und Sonipat
  • 23. Januar 1973: Kurukshetra
  • 26. August 1975: Sirsa
  • 2. August 1979: Faridabad
  • 1. November 1989: Yamunanagar, Kaithal, Rewari
  • 15. August 1995: Panchkula
  • 15. Juli 1997: Jhajjar, Fatehabad
  • 4. April 2005: Mewat (heute Nuh)
  • 13. August 2008: Palwal
  • 1. Dezember 2016: Charkhi Dadri

Kommunale Selbstverwaltung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In den letzten Jahren wurden mehrere Städte zusammengelegt. Anfang 2016 gab es in Haryana 10 Municipal Corporations, 18 Municipal Councils und 50 Municipal Committees.[22]

Municipal Corporations:

Municipal Councils:

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als größter Empfänger von Pro-Kopf-Investitionen seit 2000 in Indien[23] und einer der reichsten und am weitesten entwickelten Regionen in Südasien[24] verfügt Haryana über das fünfthöchste Pro-Kopf-Einkommen unter den indischen Bundesstaaten und Unionsterritorien. Für das Jahr 2016–17 betrug es 180.174 Rupien (2.500 USD) gegenüber einem landesweiten Durchschnitt von 112.432 Rupien (1.600 USD).[25] Haryanas geschätztes Bruttoinlandsprodukt betrug 2017/18 ca. 95 Milliarden US-Dollar (52 % Dienstleistungen, 34 % Industrie und 14 % Landwirtschaft) und wächst jährlich um 12,96 % (2012–17 Durchschnitt). Der Bundesstaat verdankt seine Dynamik vor allem der Nähe zur Indischen Hauptstadtregion Delhi. In Haryana gibt es über 30 Sonderwirtschaftszonen die für 7 % der nationalen Agrarexporte, 65 % der nationalen Basmati-Reisexporte, 67 % der Autos, 60 % der Motorräder, 50 % der Traktoren und 50 % der Kühlschränke, die in Indien hergestellt wurden, verantwortlich sind.[26] Einige Städte in dem Bundesstaat wie Gurugram und Faridabad gehören zu den am schnellsten wachsenden der Welt (wirtschaftlich und demografisch). Die Stadt Gurugram belegt Platz 1 in Indien im Bezug auf die IT-Wachstumsrate und die vorhandene Technologieinfrastruktur und Platz 2 in Bezug auf Startup-Ökosysteme, Innovation und Lebensqualität (Stand 2016).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Haryana – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Wiktionary: Haryana – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Sub-national HDI – Area Database – Global Data Lab. Abgerufen am 12. August 2018 (englisch).
  2. Geography. Webseite des Bundesstaats, abgerufen am 18. Juni 2022 (englisch).
  3. Arnold P. Kaminsky, Roger D. Long: India Today: An Encyclopedia of Life in the Republic, Band 2 ABC-Clio 2011, ISBN 978-0-313-37462-3.S. 299
  4. Haryana. Guru Jambeshwar University, 1. Juli 2016, abgerufen am 1. Juli 2016 (englisch).
  5. 'Jat Quota Protests Cost Rs. 34,000 Crore Loss To Northern States'. NDTV, 22. Februar 2016, abgerufen am 1. Juli 2016 (englisch).
  6. Full Coverage: HARYANA JAT QUOTA STIR. The Indian Express, 22. Februar 2016, abgerufen am 1. Juli 2016 (englisch).
  7. Census of India 2011: Primary Census Data Highlights – India. Chapter 1 (Population, Size and Decadal Change) (PDF; 8,8 MB).
  8. Census of India 2011: Primary Census Data Highlights – India. Chapter 3 ( Literates and Literacy Rate) (PDF; 2,5 MB).
  9. Indian States by Life Expectancy 2010-2014. (PDF) Abgerufen am 19. März 2018.
  10. Fertility Rates. (PDF) (Nicht mehr online verfügbar.) Archiviert vom Original am 18. Juni 2018; abgerufen am 19. März 2018.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/164.100.47.234
  11. Census of India 2001: Distribution of 10,000 Persons by Language – India, States and Union Territories.
  12. Ajay Bharadwaj: Punjabi edges out Tamil in Haryana. In: dnaindia.com. Abgerufen am 14. April 2022 (englisch).
  13. Varinder Bhatia: Haryana’s South connect: When it made Telugu second language in school. In: The Indian Express. 6. Februar 2019, abgerufen am 14. April 2022 (englisch).
  14. Census of India 2011: Population by religious community.
  15. a b Haryana Election Result Highlights: BJP wins 40 seats, Cong 31, JJP 10. In: The Economic Times. 24. Oktober 2020, abgerufen am 19. Juni 2022 (englisch).
  16. Election Results – Full Statistical Reports. Indian Election Commission (Indische Wahlkommission), abgerufen am 14. März 2015 (englisch, Wahlergebnisse sämtlicher indischer Wahlen zur Lok Sabha und zu den Parlamenten der Bundesstaaten seit der Unabhängigkeit).
  17. Manohar Lal Khattar sworn in as CM of BJP's first govt in Haryana. The Times of India, 26. Oktober 2014, abgerufen am 14. März 2015 (englisch).
  18. Manohar Lal Khattar takes oath as Haryana CM for second term, Dushyant Chautala as Dy CM. In: The Economic Times. 27. Oktober 2019, abgerufen am 19. Juni 2022 (englisch).
  19. Charkhi Dadri is state’s 22nd district. The Tribune, 19. September 2016, abgerufen am 2. April 2017 (englisch).
  20. Census of India 2011: Primary Census Abstract – Haryana (PDF; 619 kB).
  21. Statistical Abstract of Haryana 2020-21. (pdf) Department of Economic and Statistical Analysis, Haryana, S. 19, abgerufen am 18. Juni 2022 (englisch).
  22. Directorate of Urban Local Bodies Haryana
  23. Haryana Hurricane. In: indianexpress.com. Archiviert vom Original am 15. Mai 2008.
  24. T.J. Byres: Rural labour relations in India. Taylor & Francis, 1999, , ISBN 978-0-7146-8046-0.
  25. Statewise GDP. Abgerufen am 19. Januar 2019.
  26. Industrial Development & Economic Growth in Haryana, India Brand Equity Foundation, Nov 2017.

Koordinaten: 29° 9′ N, 76° 12′ O