Helpsen

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Wappen Deutschlandkarte
Die Gemeinde Helpsen führt kein Wappen
Helpsen
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Helpsen hervorgehoben
Koordinaten: 52° 19′ N, 9° 7′ O
Basisdaten
Bundesland: Niedersachsen
Landkreis: Schaumburg
Samtgemeinde: Nienstädt
Höhe: 58 m ü. NHN
Fläche: 7,77 km2
Einwohner: 1920 (31. Dez. 2016)[1]
Bevölkerungsdichte: 247 Einwohner je km2
Postleitzahl: 31691
Vorwahl: 05724
Kfz-Kennzeichen: SHG, RI
Gemeindeschlüssel: 03 2 57 013
Adresse der Verbandsverwaltung: Bahnhofstraße 7
31691 Helpsen
Webpräsenz: www.gemeinde-helpsen.de
Bürgermeister: Manfred Kesselring (SPD)
Lage der Gemeinde Helpsen im Landkreis Schaumburg
Nordrhein-WestfalenLandkreis Hameln-PyrmontLandkreis Nienburg/WeserRegion HannoverAhnsenApelernAuetalAuhagenBad EilsenBad NenndorfBeckedorfBückeburgBuchholz (bei Stadthagen)HagenburgHasteHeeßenHelpsenHespeHeuerßenHohnhorstHülsedeLauenauLauenhagenLindhorstLüdersfeldLuhdenMeerbeckMessenkampNiedernwöhrenNienstädtNordsehlObernkirchenPohlePollhagenRintelnRodenbergSachsenhagenSeggebruchStadthagenSuthfeldWiedensahlWölpinghausenKarte
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Helpsen von oben

Helpsen ist eine Gemeinde im Landkreis Schaumburg in Niedersachsen und als Ort der Samtgemeinde Nienstädt auch deren Verwaltungssitz.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemarkungen der Gemeinde Helpsen liegen westlich von der Kreisstadt Stadthagen zwischen dem Bückeberg und dem Schaumburger Wald in einer offenen Landschaft. Zu den Städten Stadthagen, Obernkirchen und Bückeburg beträgt die Entfernung jeweils etwa 7 Kilometer.

Gliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde Helpsen besteht aus den Ortschaften Helpsen, Kirchhorsten und Südhorsten. Der Schwerpunkt der Ansiedlung befindet sich am Bergkrug.

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Beginnend im Nordosten im Uhrzeigersinn grenzen an Helpsen: die Kreisstadt Stadthagen, die Gemeinde Nienstädt, die Stadt Obernkirchen sowie die Gemeinden Seggebruch und Hespe. Die Gemeinden Helpsen, Hespe und Seggebruch bilden zusammen die „Bergkruggemeinden“.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Helpsen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort wird erstmals 1208 als Helpersen erwähnt. In einer Urkunde übertrug Bischof Heinrich von Minden den Zehnten von sieben Hufen an das Kloster Obernkirchen. Die Grundherrschaft lag bei den Grafen von Holstein-Schaumburg. Bei der Teilung der Grafschaft Schaumburg 1647/1648 kam Helpsen (wie auch Kirch- und Südhorsten) zum lippischen Teil und damit an das Haus zu Schaumburg-Lippe. 1871 wird der Ort gemeinsam mit dem Rittergut als Landgemeinde bezeichnet. Von 1899 bis 1948 gehörte die Gemeinde zum Kreis Bückeburg, von 1948 bis 1977 zum Landkreis Schaumburg-Lippe. Am 1. März 1974 schlossen sich Helpsen, Hespe, Nienstädt und Seggebruch zur Samtgemeinde Nienstädt zusammen. Seit dem 1. August 1977 gehört die Gemeinde zum Landkreis Schaumburg.

Kirchhorsten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kirchhorsten wird in einer unbestätigten Urkunde von 1165 erstmals als Hursten erwähnt. Der Bischof von Minden bestätigte die Schenkung von Grundbesitz des Edelherren Miribilis an die Mindener Kirche. Besitztümer hatten hier besonders das Kloster Obernkirchen, die Mindener Kirche und die Burgmannen der Schaumburg. Anfang des 13. Jahrhunderts wird der Ort auch als Kirchdorf benannt. 1847 erhielt Kirchhorsten einen Eisenbahnanschluss an die Strecke Hannover-Köln. 1925 wurde die Spar- und Darlehnskasse (heute Volksbank) gegründet.

Südhorsten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahre 1281 wurde Südhorsten als Sudhorsten erstmals anlässlich einer Besitzübertragung an das Stift Obernkirchen urkundlich erwähnt. Insgesamt war das Stift hier stark begütert. Die Grund- und Zinsherrschaft hatten um 1627 die Grafen von Holstein-Schaumburg inne. Seit 1757 wurde der Kohleabbau als Erwerbsquelle genannt. 1871 wurde Südhorsten als Landgemeinde bezeichnet.

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. März 1974 wurden die Gemeinden Kirchhorsten und Südhorsten eingegliedert.[2]

Religion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die evangelischen Christen aller Ortsteile gehören zur Kirchengemeinde Seggebruch. Dort befindet sich an der Einmündung Schachtstraße/Bergkrug die evangelisch-lutherische Kirche.

Von 1955 bis 2010 befand sich in Helpsen die katholische Kirche Heilig Kreuz. Sie war zuletzt eine Filialkirche der Pfarrgemeinde St. Joseph in Stadthagen, zu der die katholischen Einwohner von Helpsen heute gehören. Am 20. November 2010 wurde die Kirche profaniert und 2011 abgerissen.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Rat der Gemeinde besteht aus elf Ratsfrauen und Ratsherren.

  • CDU − 3 Sitze
  • SPD – 6 Sitze
  • Grüne − 1 Sitz
  • WIR - 1 Sitz

(Stand: Kommunalwahl am 11. September 2016)

Bürgermeister / Verwaltung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister ist Manfred Kesselring (SPD). Zum Gemeindedirektor hat der Rat den Verwaltungsfachwirt Stefan Kolb bestellt. Das Gemeindebüro befindet sich in der Bahnhofstraße 29.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • TV Bergkrug e.V. mit den Sparten Basketball, Tennis, Tischtennis, Volleyball, Turnen und Gesundheitssport
  • TuS Südhorsten mit den Sparten Fußball und Tennis
  • Schützenverein Südhorsten mit einer Schießsportanlage

Für den Sportbetrieb sind zwei Hallen, eine Tennisanlage sowie ein Sportpark vorhanden. Das Gebäude im Sportpark Südhorsten wird gleichzeitig als Dorfgemeinschaftshaus betrieben.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Unternehmen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Größter Arbeitgeber ist die HAUTAU GmbH im Ortsteil Kirchhorsten. Sie ist im Bereich Beschlagtechnik und Automation rund um das Fenster führend und hat etwa 300 Mitarbeiter.
  • Die Volksbank in Schaumburg unterhält ebenfalls in Kirchhorsten eine Hauptstelle. Die Sparkasse Schaumburg ist mit einer Filiale vertreten.
  • Rund 30 Gewerbebetriebe vervollständigen das Angebot.

Öffentliche Einrichtungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Für die öffentliche Sicherheit und Ordnung ist das Polizeikommissariat Bückeburg zuständig. Im Tagdienst ist eine Station in Obernkirchen mit einer Außenstelle in der Samtgemeindeverwaltung besetzt.
  • Der Brandschutz und die allgemeine Hilfe wird durch die Freiwilligen Feuerwehren Helpsen, Kirchhorsten und Südhorsten sichergestellt.
  • In Helpsen wird eine Dependance des Kreisaltenzentrums Schaumburg vorgehalten. Das Haus wird nach einem Hausgemeinschaftskonzept geführt.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Vorschulbereich wird gemeinsam mit der Gemeinde Seggebruch eine Kindertagesstätte, ein Hort und eine Krippe betrieben. Für die Grundschüler bestehen Unterrichtsmöglichkeiten in Nienstädt und einer Außenstelle in Seggebruch. Im Schulzentrum wird eine Integrierte Gesamtschule vorgehalten. Hierzu gehören eine Schulsporthalle und eine Kreissporthalle. Andere weiterführende Schule befinden sich in Stadthagen und Bückeburg.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

ET 424-026-3 in Kirchhorsten

Östlich der Gemeinde verläuft die B 65. Über diese sind in kurzer Zeit die Anschlussstellen Bad Nenndorf und Bad Eilsen der BAB 2 zu erreichen. Helpsen besitzt mit dem Bahnhof Kirchhorsten eine Station an der Bahnstrecke Hannover–Minden, die von der S-Bahnlinie S1 MindenWunstorfHannover bedient wird. Die Züge fahren im Stundentakt. Am Morgen und Nachmittags halten außerdem regionalen Verstärkerzüge der Westfalenbahn. Der ÖPNV wird im Ortsteil Helpsen über eine Linie der Firma Rottmann und Spannuth (RSO) abgewickelt. In den Ortsteilen Kirchhorsten und Südhorsten ist die SVG zuständig.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Helpsen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Landesbetrieb für Statistik und Kommunikationstechnologie Niedersachsen, 100 Bevölkerungsfortschreibung – Basis Zensus 2011, Stand 31. Dezember 2016 (Hilfe dazu).
  2. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 200.