Itaguaí

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Itaguaí
Koordinaten: 22° 51′ S, 43° 47′ W
Karte: Rio de Janeiro
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Itaguaí

Itaguaí auf der Karte von Rio de Janeiro

RiodeJaneiro Municip Itaguai.svg

Lage von Itaguaí im Bundesstaat Rio de Janeiro

Basisdaten
Staat Brasilien
Bundesstaat Rio de Janeiro
Stadtgründung 1688
Einwohner 105.633 (2009)
Stadtinsignien
Brasão de Armas de Itaguaí.jpg
Bandeira - Itaguaí.jpg
Detaildaten
Fläche 272 km2
Bevölkerungsdichte 352,6 Ew./km2
Höhe 13 m
Postleitzahl 23815-000
Vorwahl 21
Zeitzone UTC-3
Stadtvorsitz Carlo Busatto Junior (Charlinho) (PMDB) (2017–2020)
Stadtpatron São Francisco Xavier
Website itaguai.rj.gov.br

Itaguaí, amtlich Município de Itaguaí, ist eine Großstadt im brasilianischen Bundesstaat Rio de Janeiro und liegt etwa 13 m über dem Meeresspiegel, 75 km westlich der Hauptstadt an der BR-101, die Rio de Janeiro mit Santos verbindet. Die Bevölkerung lag 2011 bei etwa 111.171.[1] Die Fläche umfasst rund 272 km².

Allgemeines[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ilha da Madeira bei Itaguaí

Stadtpräfekt ist seit der Kommunalwahl 2016 für die Amtszeit 2017 bis 2020 Carlo Busatto Junior (Charlinho) des Partido do Movimento Democrático Brasileiro (PMDB).[2]

Die Nachbargemeinden von Itaguaí sind Mangaratiba, Rio Claro, Piraí, Paracambi, Seropédica und Rio de Janeiro.

Die zwischen der Sepetiba-Bucht und dem atlantischen Regenwald gelegene Stadt wurde 1688 gegründet und besitzt seit 1982 einen Seehafen. Zu den Hauptumschlagsgütern gehört Aluminiumoxid. Die Stadt versucht derzeit, den Aufbau einer metallurgischen Industrie zu forcieren.

Derzeit gilt Itaguaí als eines der ärmsten Gebiete des Ballungsraumes der Stadt Rio de Janeiro. Der Ort wird auch von vielen Arbeitnehmern der industriellen Zona Oeste (westlichen Zone) von Rio de Janeiro als Schlafstadt genutzt.

Wirtschaft und Hafen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Itaguaí liegt an der Baía de Sepetiba und verfügt über einen Tiefwasserhafen, der zwischen Itaguaí und Santa Cruz liegt. Im Hafen befinden sich die folgenden Seehafen-Terminals:

  • Kohle-Terminal – TCV, da Companhia Siderúrgica Nacional S/A.
  • Containerterminal – TCS, da Sepetiba Tecon S/A.
  • Erz-Terminal – TM1, von CPBS – Companhia Portuária Baía de Sepetiba S/A.
  • Aluminium-Terminal – TAL, von Valesul Alumínio S/A.

sowie eine Eisenerzverladestelle für supergroße Massengutschiffe (privater Terminal):

  • Terminal Ilha da Madeira von MBR Minerações Brasileiras Reunidas S/A (der sich allerdings in südlicher Richtung auf einer Insel zwischen Itaguaí und Mangaratiba befindet).

Der Hafen von Sepetiba wurde 1982 fertiggestellt. Organisatorisch gehört der Hafen zu der Organisation Companhia Docas do Rio de Janeiro ist aber inzwischen privatisiert worden.

Von hier aus verschifft das Stahlwerk Companhia Siderúrgica Nacional (CSN) seine Produkte in alle Welt, die hierher mit der Bahn von Volta Redonda transportiert werden. Der Gleisanschluss ist eingleisig und verbindet mit der Hauptschienenverbindung zwischen den Zentren Rio de Janeiro und São Paulo. Die Terminals TCV, TCS und CPBS werden auch von CSN selbst betrieben.

Sepetiba ist einer der wenigen echten Tiefwasserhäfen der Küste (16 Meter Tiefgang).

Im Juli 2010 begann die Firma LLX (die 2013 in Prumo umfirmierte) mit dem Bau eines Tiefwasserhafens, über den die Produkte des Bergbauunternehmens MMX abtransportiert werden sollten.[3] Aufgrund finanzieller Probleme verkaufte der Unternehmer Eike Batista im Oktober 2013 die Mehrheit an diesem Hafenprojekt an die Mubadala Development Company mit Sitz in Abu Dhabi und die niederländische Trafigura Group.[4]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

[1]

  1. a b ESTIMATIVAS DA POPULAÇÃO RESIDENTE NOS MUNICÍPIOS BRASILEIROS COM DATA DE REFERÊNCIA EM 1º DE JULHO DE 2011. Instituto Brasileiro de Geografia e Estatística, 30 de agosto de 2011, abgerufen am 31. August 2011 (PDF).
  2. Política 2017 – Candidatos a Prefeito em 2016: Charlinho. Website eleicoesepolitica.com. Abgerufen am 13. Juli 2017 (portugiesisch).
  3. LLX begin construction of Sudeste Superport. In: prumologistica.com.br. 1. Juli 2010 (englisch).
  4. Batista gibt Mehrheit an neuem Hafen Itaguai ab. WSJ.de. 15. Oktober 2013. Abgerufen am 15. März 2014.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Itaguaí – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien