Johann Ghogreff

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Johann (von) Ghogreff oder Gogreve (andere Schreibweisen: Ghogravius, Goichgreff u. ä.; * um 1499 im Herzogtum Berg („Montensi natus“), vermutlich in Düsseldorf; † 17. Februar 1554 im Haus Hellenbroich bei Mettmann) war ein deutscher Humanist und Kanzler von Jülich-Kleve-Berg.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Johann Ghogreff könnte dem westfälisch-waldeckschen Adelsgeschlecht der Gaugreben entstammen, das allerdings ein anderes Stammwappen[A 1] führte. Er war der Sohn des Düsseldorfer Amtmanns[1] und Schlosshauptmanns Giesbert (Gisgen, Gysge, Gischgen) Ghogreff (Goegreffe; von Gogreve, Goegrebe) († 1504[2]/05), Lehnsherren von Hellenbroich, und dessen dritter Frau (∞ 1491)[3] Margaretha von der Recke († nach 1515),[4] Tochter des Hermann von der Recke († 1474/84) und (∞ vor 1462) der Katharina von Calcum gen. Leuchtmar († nach 1497);[A 2][5] Giesbert Ghogreff war in erster Ehe mit Hilla N. und in zweiter Ehe (∞ vor 1478) mit Sophia (Fya) von Hammerstein[6][7] verheiratet.

Gisge Gogreve wurde 1485 in Soest gefangen gehalten[8] und kam offenbar erst um 1489/90 nach Intervention der neuen Herzogin Mechthild (1473–1505), Tochter des Landgrafen Heinrich III. von Hessen (1440–1483) bei ihrer Hochzeit in Soest am 3. November 1489 mit Herzog Johann von Kleve-Mark (1458–1521), wieder frei.[9] Er war begütert unter anderem in Zeppenheim und Lichtenbroich.

Humanistische Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Johann Ghogreff war humanistisch gebildet und ein Verehrer von Erasmus von Rotterdam (* 1466/67/69; † 1536). 1514 immatrikulierte er sich als „Johannes Gogreef de Dusseldorp“ an der Artistenfakultät der Universität Köln und erwarb dort 1515 das Bakkalaureat. Seine humanistisch gesinnten späteren Mitstreiter, Johann von Vlatten (um 1498–1562) und Konrad Heresbach (1496–1576), waren Kölner Kommilitonen. 1518 studierte Ghogreff an der juristischen Fakultät in Orléans, wo er bei Adolf Eichholz (vor 1490–1563), dem späteren Rektor der Kölner Universität, wohnte. 1519 erhielt er eine Präbende (Pfründe) am Kollegiatstift St. Martini in Minden. 1520 studierte er in Bologna. Ghogreff schloss das Studium als Dr. iur. utr. ab und hielt sich danach einige Zeit in Rom auf.

Ghogreff sprach Latein, Italienisch und Französisch.[10]

Von 1524 bis 1530 war Ghogreff Propst des Stiftes St. Gereon in Köln.

Kanzler von Jülich-Berg-Ravensburg und Kleve-Mark[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Unter Herzog Johann III.[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Um 1524 trat Ghogreff in den Dienst des Herzogs Johann III. von Jülich-Kleve-Berg (1490–1539). Dessen Prinzenerzieher Konrad von Heresbach widmete Ghogreff 1526 seine Herodot-Ausgabe.[11] Herzog Johann beauftragte ihn mit diplomatischen Missionen, die ihn 1524 als kaiserlichen Reichsrat zum zweiten Reichsregiment nach Esslingen und zum Nürnberger Reichstag führten.[12][13]

Nach dem Tod des Philipp von Kleve-Ravenstein beauftragte Johann III. von Jülich-Kleve-Berg Johann Gogreve, Thys (Matthias) von Loë († 1538), Herr zu Wissen, Drost zu Holten, Philippe de la Kethulle († 1545), Herr von Assche und Haverie, 1520–22 und 1536 erster Schöffe (Bürgermeister) von Gent, und Josse de Gruytere († 1543), seigneur d'Anvaing, Rat und Hofmeister der Herrschaft Ravenstein, in seinem Namen und im Namen seines Sohnes Wilhelms von der Herrschaft Wynendael Besitz zu ergreifen.[14] 1528 wurde Ghogreff Amtmann zu Angermund[15] und war bis zu seinem Tod 1554 Nachfolger von Wilhelm Lüninck († 1528) als jülich-bergisch-ravensbergischer Kanzler. Wilhelm Insulanus (= Werth) (um 1495–1556) widmete ihm 1529 eine Kölner akademische Rede.[16]

1529 vertraten der klevische Gesandte Graf Wirich V. von Daun-Falkenstein (um 1473–1546) und Ghogreff den Abt von Werden Johannes von Groningen († 1540; reg. 1517) auf dem Reichstag zu Speyer, auf dem die protestantischen Reichsstände eine Protestation gegen die Verhängung der Reichsacht gegen Martin Luther (1483–1546) erhoben und ein Wiedertäufermandat verabschiedet wurde.

1530 verzichtete Ghogreff auf die Kölner Propstei, verließ den geistlichen Stand und übernahm als Nachfolger von Sibert von Rysswich († 1540)[A 3] auch die klevisch-märkische Kanzlei. Seit dieser Zeit war Vlatten Ghogreffs Vizekanzler. Der Rückzug Ghogreffs aus Kurköln dürfte darin begründet gewesen sein, dass Erzbischof Hermann V. von Wied (1477–1552; reg. 1515–1547) damals einer erasmischen, der protestantischen Seite gegenüber ausgleichenden Kirchenpolitik noch ablehnend gegenüberstand.[13]

Im Oktober/November 1531 waren Graf Wilhelm II. von Neuenahr (* um 1485/87; † 1552) und Johann Ghogreff im Auftrag von Herzog Johann III. zwölf Tage in diplomatischer Mission in London am Hof des englischen Königs Heinrichs VIII. (1491–1547), bei dem sie drei oder vier Audienzen hatten.[17] Der Bericht Wilhelms II. von Neuenahr über diese Reise an Kurfürst Johann Friedrich I. von Sachsen (1503–1554) ist diplomatisch verklausuliert und wenig aufschlussreich.[18] Vermutlich ging es um die Angelegenheit der Scheidung des Königs von Katharina von Aragon.[19]

Ghogreff bereitete 1532 mit Heresbach die Einführung der erasmisch-melanchthonischen Kirchenordnung für die Vereinigten Herzogtümer Jülich-Kleve-Berg vor. Insbesondere Heresbach stand seit 1527 in engem Kontakt mit Philipp Melanchthon (1497–1560) und hatte sich mit ihm über diese Ordnung beraten.[20] Als die evangelische Stadt Soest, die zunehmend unter klevischen Einfluss geriet, sich der Einführung dieser Kirchenordnung widersetzte, verhandelten die klevischen Gesandten Ghogreff, Graf Wilhelm von Nassau (1487–1559), Gotthard (Godert II.) Ketteler zu Mellrich (1480–1556), Drost zu Elberfeld, Landmarschall Hermann von Wachtendonk († wohl zwischen 1546/49 und 1554), Drost zu Kranenburg, Eberhard (Evert) von der Recke zu Uentrop († zwischen 1555 und 1565), Drost zu Hamm, und Matthias von Altenbockum (Thies van Aldenboiken, Aldenbuch) († nach 1569), Drost zu Hörde und Landdrost zum Sparrenberg, vom 2. bis 4. Juli 1534 in Dinker erfolglos mit den Verordneten der Stadt Soest.[21]

1532 beauftragte Johann seine Räte, 1533 eine Kirchenvisitation durchzuführen: Erbhofmeister Wilhelm von Harff zu Alsdorf und Hürth und Propst Vlatten als „Scholaster van Aich (Aachen)“ im Herzogtum Jülich, Haushofmeister Wessel van Loë (nach 1470–um 1543/45), Drost in der Liemers, und Rat Heinrich Bars genannt Olisleger (vor 1500–1575) im Herzogtum Kleve, Kanzler Ghogreff im Herzogtum Berg, Johann von Loë, Drost von Bochum, in der Grafschaft Mark und Matthias von Altenbockum in der Grafschaft Ravensberg. Der Bitte Ghogreffs und Vlattens, sie von dieser Aufgabe zu entbinden, entsprach der Herzog nicht.[22] Nach der Visitation protestierte der Kölner Erzbischof Hermann von Wied gegen den Eingriff in seine Rechte.

Auf Anregung von Wilhelm II. von Neuenahr ließen sich Ghogreff und der Hofmeister Werner von Hochsteden-Niederzier (1499–1565) zu Nothausen[A 4] im Frühjahr 1533 auch in den Dienst des Kurfürsten Johann Friedrich I. von Sachsen – des Schwiegersohns von Johann III. von Jülich-Kleve-Berg – nehmen, gaben die Bestallung aber auf Wunsch der sächsischen Herzogin Sibylle von Jülich-Kleve-Berg (1512–1554) im Herbst des Jahres wieder zurück.[23]

Am Neusser Vertrag 1534 zwischen Jülich-Kleve-Berg und Kurköln und an den folgenden Verhandlungen im Juni/Juli 1535 in Köln und Januar 1536 in Neuss über kirchliche Organisationsfragen und die Vorbereitung des Kölner Provinzialkonzils 1536 war Ghogreff beteiligt. Die Kölner Delegation wurde von Johannes Gropper (1503–1559) geleitet. Groppers Versuch, Jülich-Kleve-Berg zur vorbehaltlosen Anerkennung des geplanten Provinzialkonzils zu bewegen, gelang dabei nicht.

Im April 1535 war Ghogreff Mitglied der Kommission, die in Duisburg die Nichtigkeit des Heiratsvertrages zwischen Anna von Kleve (1515–1557) und Franz I. von Lothringen (1517–1545) feststellte.[24]

Um 1535/36 war Ghogreff nach einem Bericht von Heresbach ernsthaft erkrankt.[25]

Im Juni 1536 verhandelten Herzog Johann, Heresbach, Ghogreff und andere Räte in Schloss Hambach mit den vier Hauptstädten Jülich, Düren, Euskirchen und Münstereifel des Herzogtums Jülich über verschiedene Privilegien der Landstädte.[26] 1536/37 gewann er den Prokurator am Reichskammergericht Hubertus Schmetz († nach 1554)[27] aus Süchteln dafür, den römisch-rechtlichen „Entwurf einer Reformation des gerichtlichen Prozesses“ zu entwerfen, mit dem alte Ortsrechte wie das Jülicher Landrecht schonend abgelöst werden sollten. Die neue „Jülich- und Bergische Rechtsordnung“ wurde kurz nach Ghogreffs Tod 1555 in Kraft gesetzt.

Im Dezember 1537 wurden Kanzler Ghogreff, Propst Johann von Vlatten, Haushofmeister Wessel von Loë, Landmarschall Hermann von Wachtendonk, Landmarschall Rabod (Ruprecht) von Plettenberg zu Landskron († zwischen 1543 und 1549) und Otto von Wylich (Wylack, Willich) († 1542), Drost zu Gennep, von Herzog Johann zur Versammlung der geldernschen Landstände in Nimwegen entsandt und erreichten, dass die Landstände und Herzog Karl von Geldern (1467–1538), der keine männlichen Nachkommen hatte, im Januar 1538 einer Vereinigung Gelderns und Zutphens mit Kleve zustimmten. 1543 musste Wilhelm V. das Herzogtum Geldern und die Grafschaft Zutphen allerdings im Vertrag von Venlo wieder abtreten.

Unter Herzog Wilhelm V.[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Februar 1539 übernahm Herzog Wilhelm V. von Jülich-Kleve-Berg (1516–1592) die Regierung von Geldern, Jülich-Kleve-Berg, Mark und Ravensberg. Ghogreff blieb Kanzler; nach Einschätzung des englischen Diplomaten Nicholas Wotton (um 1497–1567) war er „the verye chief of his Cownsell, and to whome all the reste, excepte Olisleger, ar not to be comparidde for witte [= wittiness], knowledge, lerninge, nor dyversite of tongues, … and the Duke and Duchesse and al the Cownsel heere ar moste ruelidde [= ruled] by hym“.[A 5][10]

Von Februar bis April 1539 war Ghogreff bei Friedensverhandlungen der Gesandten Kaiser Karls V. (1500–1558) mit dem Schmalkaldischen Bund (Frankfurter Anstand) auf dem Fürstentag in Frankfurt am Main. Zur Delegation von Jülich-Kleve gehörten dort auch Wirich V. von Daun-Falkenstein, Landmarschall Hermann von Wachtendonk, Dr. jur. Johann von Dockum gen. Fries und der Sekretär und Pfennigmeister Hans Udenheimer († nach 1555).[28] Ghogreff sprach in Frankfurt im April auch mit den englischen Unterhändlern Christopher Mount (1497–1572) und Thomas Paynell (um 1528–1567) über eine klevische Heiratsverbindung.[29] Bei dieser Gelegenheit ist er Philipp Melanchthon begegnet. Melanchthon bezog sich in einem Brief an Johannes Brenz (1499–1570) auf ein Gespräch mit Ghogreff als einen Hintergrund seiner Beschäftigung mit dem Problem der „Fürstenpflicht“ in seiner Schrift De officio Principium[30] vom Oktober 1539.[31]

Im Mai 1539 verhandelten Ghogreff,[32] Olisleger, Wachtendonk und Dockum gen. Fries als jülichsche Räte in Brüssel wegen der gelderschen Angelegenheit mit der Statthalterin Königin Maria von Ungarn (1505–1558) und den brabantischen Räten Philippe II. de Croÿ (1496–1549), Herzog von Aarschot, Antoine I. de Lalaing (1480–1540), Graf von Hoogstraten, Jehan Hannart († 1539), Herr von Liedekerke und Burggraf von Lombeek, Dr. Loys de Schore († 1548) und Dr. Philippe Negri († 1563). Dabei wurde auch eine Eheverbindung von Herzog Wilhelm mit Christina von Dänemark (1521–1590), der verwitweten Herzogin von Mailand, erwogen.

Im Jui 1539 befand sich Ghogreff im Gefolge Herzog Wilhelms in Düren und verhandelte als Kanzler mit Bürgermeister, Schöffen und Rat über die Bestätigung der Privilegien der Stadt vor der Erbhuldigung. Im August erfolgte in seinem Beisein die Huldigung der Ämter Born und Millen in Sittard, des Amtes Kaster und der bergischen Stände (Räte, Ritterschaft und Städte Düsseldorf, Ratingen, Wipperfürth, Lennep, Solingen, Gerresheim, Radevormwald, Blankenberg) in Düsseldorf. Im Dezember, als Herzog Wilhelm die Huldigung seiner rechtsrheinischen Städte entgegennahm, verhandelte Ghogreff in Wesel mit Bürgermeister und Stadtschreiber wiederum über die Bestätigung von Privilegien.

Ghogreff begleitete den Herzog im Januar 1540 zusammen mit Vlatten und Harff zur Hochzeit seiner Schwester Anna von Kleve mit König Heinrich VIII. von England nach London. Im Februar 1540 nahm Ghogreff mit Heresbach und Karl Harst (1492–1563) in Paderborn an der Zusammenkunft von Wilhelm V. mit seinem Schwager Kurfürst Johann Friedrich I. von Sachsen (1503–1554) und anderen Vertretern des Schmalkaldischen Bundes teil. Auf der Rückreise führte „Chawncelor Ghogreve“ in Recklinghausen und Hamm politische Unterredungen mit dem englischen Gesandten Nicholas Wotton, der ihm Briefe König Heinrichs VIII. übergab.[33] Im April 1540 begleitete er Wilhelm V. vermutlich bei dessen Besuch in Gent zu Gesprächen mit Kaiser Karl V.

Im Juli 1540 schlossen Kanzler Ghogreff, Landmarschall Wachtendonk und der Gesandte am französischen Hof Hermann Crüser (1510–1575) im Auftrag von Herzog Wilhelm in Anet ein gegen Karl V. gerichtetes Bündnis mit den Bevollmächtigten König Franz I. von Frankreich (1494–1547), Kardinal François de Tournon (1489–1562) und Kanzler Guillaume Poyet (1473–1548). Hierbei wurde auch eine Verabredung zur – später nicht vollzogenen – Ehe Wilhelms mit der 12-jährigen Prinzessin Jeanne d'Albret (1528–1572), Tochter von König Heinrich II. von Navarra (1503–1555), der Nichte des Königs, geschlossen. Von April bis Juli 1541 reiste Ghogreff im Gefolge Herzog Wilhelms nach Paris und Châtellerault, wo Verlobung, Hochzeit und Schein-Beilager vollzogen wurden; in der etwa 15köpfigen Begleitung des Herzogs befanden sich auch Wachtendonk und der Marschall von Geldern Martin von Rossem (1478–1555);[34] die Ehe wurde 1545 von Papst Paul III. (1468–1549, reg. 1534) annulliert.

Ab 1541 ließ Ghogreff das Amt Angermund durch Sybert von Troisdorf († um 1568), den Sohn seiner Verwandten Margaretha von Hammerstein († um 1556) und des Hofmeisters Gerhard von Troistrop († 1540) zu Heltorf, verwalten.[35] Siebert von Troisdorf war seit 1540 mit Anna von Winkelhausen, einer Nichte von Ghogreffs Schwägerin Anna Ketteler († nach 1558), verheiratet.[36]

Eine Besoldungsliste von 1543 nennt das Personal der kleve-märkischen Kanzlei Ghogreffs: Supplikenmeister Johannes Smeling († nach 1556), Sekretär Balthasar Ghyer (Vultur[A 6]) († um 1548/52), Kanoniker zu Xanten, Registrator Johann von Rheidt († nach 1549), Gerit van Osterwick, Registrator Matthias van den Egher († nach 1574), Landrentmeister Rutger Louwermann und „Cancellieknecht“ van den Stehn.[37]

Nach dem Vertrag von Venlo[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach dem Dritten Geldrischen Erbfolgekrieg, in dem Ghogreffs Schwager Werner der Jüngere von Binsfeld († 1543) in der Schlacht von Sittard fiel, musste Geldern 1543 im Vertrag von Venlo wieder abgetreten werden. Ghogreff gehörte zur klevischen Delegation, die im Januar 1544 in Brüssel die endgültige Vereinbarung in 14 Artikeln zwischen Kaiser Karl V. und Herzog Wilhelm V. mit dem gegenseitige Verzicht auf Ansprüche aushandelte. Auf kaiserlicher Seite verhandelten Kammerherr Louis von Flandern, seigneur de Praet (1488–1556), Erster Rat und Siegelbewahrer Nicolas Perrenot de Granvelle (1486–1550), Präsident des Geheimen Rates Loys de Schore und Rat Viglius Zuichemus (1507–1577), auf klevischer Seite Kanzler Ghogreff, Kammermeister Nikolaus von Harff († nach 1566),[A 7] Olisleger, Georg von Boenen (um 1489–1563) zu Berge,[A 8] Rat Dr. jur. Johann Faltermeyer und Landrentmeister Lic. jur. Johannes van Essen genannt Pottgießer († nach 1584).

Nachdem der Abschied des Speyerer Reichstages von 1544, an dem Ghogreff teilgenommen hatte,[38] die Stände zur Abfassung einer „Reformation“ aufgerufen hatte, legten Ghogreff, Heresbach und der herzogliche Hofprediger Arnold Bongard († um 1568) in Abstimmung mit Wilhelm V. 1545 einen systematischen Reformentwurf „Articuli aliquot seu Capita earum rerum, quarum ratio habenda videtur tam in reformanda Religione quam visitandis Ecclesiis“ vor.[39]

Ghogreff hatte 1545 entscheidenden Einfluss auf die Errichtung des Düsseldorfer Lyceums (heute: Görres-Gymnasium) und unterstützte es aus der jülich-bergischen Kasse. Johannes Monheim (1509–1564), der erste Rektor der Schule, widmete ihm im November 1545 seine Bearbeitung des lutherischen Katechismus von Christoph Hegendorf (1500–1540), die 1547 im Druck erschien.[40]

1546 gehörten Ghogreff, Vlatten und Olisleger einer Gesandtschaft zum Reichstag in Regensburg an, die mit Kaiser Karl V. und König Ferdinand I. (1503–1564) die Vermählung Wilhelms mit Erzherzogin Maria von Habsburg (1531–1581), einer Tochter des späteren Kaisers Ferdinands, aushandelte.

Um 1546/47 wurde Ghogreff in seiner Funktion als klevisch-märkischer Kanzler von Heinrich Bars genannt Olisleger abgelöst. Er blieb weiterhin Kanzler von Jülich-Berg. Als herzogliche Gesandte nahmen er und Olisleger im Januar 1547 einen Monat vor dem Rücktritt des Erzbischofs Hermann V. von Wied am Kölner Landtag teil und traten bezüglich der Protestanten dafür ein, „das die religion an ortten dae die angefangen, pleyben mocht“.[41]

1547 widmete Wilhelm Werth, „der Menapier aus Grevenbroich, Ghogreff seine Schrift „Statera artis Chalcographicae“ über die Vor- und Nachteile der Druckkunst für die Christenheit.[42]

Nach der Ernennung von Adolf von Schaumburg (1511–1556) zum Erzbischof von Köln 1547 verhandelten Ghogreff und Olisleger 1548 in Neuss mit dem Kurkölner Vertreter Kaspar Gropper (1519–1594) über die Erhebung von Abgaben an die römische Kurie zur Bestätigung der Bischofswahl.

In einer Denkschrift, die vermutlich aus dem August 1548 stammt, riet Ghogreff dazu, den – altgläubigen – Pfarrern von Kleve-Mark zu gestatten, den Gemeindeglieder das Abendmahl in beiderlei Gestalt zu reichen.[43] Im September 1548 gehörte Ghogreff zu einer kurkölnisch-klevischen Delegation, die unter der Leitung von Propst Johannes Gropper die evangelische Stadt Soest zwang, das Augsburger Interim einzuführen, unter dem allerdings der Laienkelch beibehalten werden konnte.[44]

Im Mai 1549 trug Ghogreff den Ständen von Jülich-Berg in Gegenwart des Herzogs in Düsseldorf den Anteil der auf dem Augsburger Reichstag beschlossene Reichssteuer zur Erhöhung des Vorrats (9720 Gulden), zur Befestigung der Grenzorte gegen die Türken (6250 Gulden) und zum Unterhalt des Reichskammergerichtes (1000 Gulden) vor, die schließlich nach einiger Diskussion von den Ständen bewilligt wurde.

Im Mai 1552 nahm Ghogreff als einer der Begleiter Herzog Wilhelms am Wormser Fürstentag teil.[45] Im November 1553 schloss er einen Vertrag zwischen Jülich-Kleve-Berg und Neuenahr-Moers ab, um Grenzstreitigkeiten zwischen Hermann von Neuenahr und Moers und dem Rat der Stadt Duisburg (senatus Teutoburgensis) beizulegen; an der Konferenz in Kleve nahmen ein Weihbischof, der Abt von Werden, neun Grafen sowie Räte aus Wesel und Kleve teil.[46]

Johannes Ghogreff starb 1554 an einem plötzlichen, heftigen Fieber[47] in seinem Haus Hellenbroich bei Mettmann und wurde am 11. März in der Stiftskirche St. Lambertus in Düsseldorf unter einer Marmorplatte beigesetzt.[48] Sein Nachfolger als jülich-bergischer Kanzler wurde Johann von Vlatten.

Familie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Johann Ghogreff hatte wohl schon in seiner Zeit als Kanoniker[49] einen „illegitimen“ Sohn:[50]

Seit 1531 war Johann Ghogreff verheiratet mit Agnes von Binsfeld († vor 1582), Tochter von Werner von Binsfeld († 1557), Landdrost des Herzogtums Jülich und Amtmann zu Nideggen und Schönforst, und Agnes von Nesselrode, Erbin von Weiler (Wijlre; heute Ortsteil von Gulpen-Wittem). Ihre Kinder:

  • Maria Ghogreve († 1591 oder 1593), verheiratet seit 1558/63 mit Franz II. von Waldeck-Eisenberg (um 1526–1574), Pfand- und Amtsherr des Hauses Beyenburg, Sohn von Philipp III. von Waldeck-Eisenberg (1486–1539) und Anna von Kleve-Mark (1495–1567).[A 9] 1577 erhielt Franz II. von Waldeck für seine Frau Maria Haus Angerort und Gut Medefort als Lehen.[54] Maria von Gogreve stiftete 1562 mit Barmer Bürgern die Lutherische, später Reformierte Schule mit Uhrwerk und Glocke in Barmen-Gemarke, verstarb kinderlos in Düsseldorf, begraben in der evangelischen Kirche von Lüttringhausen.
  • Agnes Ghogreve (Gaugrebe) († 1598/1602), heiratete 1578 Ludolf d. L. von Fürstenberg zu Höllinghofen († 1581) aus Werl, Sohn von Johann von Fürstenberg († vor 1578) und Elisabeth von Neuhof († vor 1578),[55] verstarb kinderlos.
  • Werner Gogreff († 1559), empfing 1555 das Haus Angerort und Gut Medefort als Lehen.[56]

Johanns Bruder Wilhelm Ghogreff († zwischen 1528 und 1532), 1525 Amtmann zu Mettmann, war seit 1528 verheiratet mit Anna Ketteler († nach 1558), Tochter von Konrad (Cord) Ketteler († nach 1558) zu Alt-Assen,[A 10] Drost zu Dülmen. Anna Ketteler heiratete 1532 in zweiter Ehe Hermann von und zu Winkelhausen († vor 1558)[A 11] auf Schloss Kalkum, Sohn von Ludger von Winkelhausen.[57] Martin Ghogref (Goegreve), der 1524 auf den Liebfrauenaltar der Pfarrkirche St. Lambertus in Düsseldorf präsentiert wurde, ihn 1525 in Besitz nahm und 1539 darauf Verzicht leistete,[58] wird ein weiterer Bruder gewesen sein.

Eine Schwester († um 1530) Johanns war seit 1509 mit Wilhelm Stael von Holstein, Herr zu Sülz und Hammershof († 1547),[A 12][59] dem Sohn Johann Staëls von der Sultzen († vor 1504)[60] und der Aleid von Arenthal, verheiratet. Eine weitere Schwester, Margaretha Gogreve († nach 1556, vielleicht um 1573), war seit 1515 verheiratet mit Gerhard von Dobbe zu Lyren († um 1524),[61] Sohn von Wilhelm von Dobbe zu Lier († nach 1489) und Bate († nach 1489).

Mit seinem Namensvetter, dem schaumburgischen Kanzler Mag. Johannes Gogreve († 1573),[A 13] der ebenfalls familiäre Beziehungen zum Mindener Klerus unterhielt,[62] war Ghogreff vermutlich verwandt. Der schaumburgische Kanzler, der allerdings ein anderes Wappen[A 14] führte, reiste 1544/45 nach Köln, wo Adolf von Schaumburg als Koadjutor des Erzbistums wirkte, und vermittelte 1554 Hilfszahlungen an den Herzog von Jülich.[63] Sein Sohn Liborius Gogreve († nach 1619)[A 15] studierte 1571 in Duisburg.

Verwandtschaftliche Beziehungen bestanden zur Familie des Solinger Amtmanns Rutger von Schöller und (∞ vor 1518) seiner Frau Margaretha von Heerdt.[64]

Besitztümer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ghogreff kaufte 1528 als Propst ein Haus auf der Düsseldorfer „Kuttestraissin“ (Kurze Straße) mit „eyn slaiffkamer myt eym bedde zor nachtrasten“ vom Neusser Minoriten-Guardian Hermann von Kreyveldt.[65] Nach dem Tod seines Bruders Wilhelm erbte er Haus Hellenbroich in der Honschaft Diepensiepen bei Mettmann. 1532 kaufte er den Rittersitz Gräfgenstein (Ratingen-Eggerscheidt) von Eberhard von der Recke.[66] 1541 erhielt Ghogreff als Nachfolger des Gerhard von Troisdorp († 1540) das Haus Angerort mit dem angeschlossenen Wirtschaftshof Gut Medefort im Amt Angermund als Lehen.[67] Im selben Jahr kaufte er Schloss Goldberg und pachtete die dazugehörige Goldberger Bannmühle bei Mettmann. 1544 besaß er den Fronhof Kircherhof an der Kirche zu Itter. 1548 tauschte er „im erffbiutkouff“ Land im Amt Monheim gegen Besitz der Stiftskirche in Düsseldorf im „Brugger Busch“.[68] 1549 kaufte Ghogreff von Bertram von Lantzberg und Gertrud vom Huyss ein weiteres Haus auf der „Kuttenstraße (hinten hinaus auf den Kradenpoill [= Krötenpfuhl])“ in der Düsseldorfer Neustadt.[69]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Wappen der von Ghogreff enthält in Blau drei (2:1) goldene, gestürzte Hufeisen (bzw. Faßeisen, Maueranker). Helmzier drei goldene Kugeln, darauf ein Pfauenstoß.[70]

Würdigung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Düsseldorf-Friedrichstadt ist die Gogrevestraße nach Ghogreff benannt.

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Johannes Goegreeff (Verfasser eines Abschnittes). In: Cornelia M. Ridderikhoff, Hilde De Ridder-Symoens (Bearb.): Les Livres des procurateurs de la nation germanique de l'ancienne Université d'Orléans 1444–1602, Band I/1 Texte des rapports des procurateurs . Brill, Leiden 1971, S. 225–227 (Blätter 188f, 1. Juli 1518).
  • Landesarchiv NRW Abteilung Rheinland Duisburg (Bestand 102.09.01-07 Jülich-Berg II), bes. Akten des Kanzlers Gogreve Band I-VII (1538, 1539, 1539–1540, 1540, 1541, 1542, 1544–1545); Landesarchiv NRW Abteilung Rheinland Duisburg (Jülich-Berg II, Nr. 2917, 2918, 4999, 3913, 2920–2922)
  • Johann Ghogreeff: Briefe an Graf Wilhelm von Nassau-Katzenellenbogen (1487–1559) vom 30. Januar 1534 und 14. Februar 1534 (Staatsbibliothek Berlin – Preußischer Kulturbesitz, Ms. germ. fol. 716)
  • Gogreve in Angerort, Hellenbruch und Graffenstein. In: Johann Gottfried von Redinghoven (1628–1704): Manuscripten-Sammlung (Bayerische Staatsbibliothek München, Cgm 2213, Band 54 Genealogie der Nesselrode cum probationibus u. a. S. 45)
  • Aegidius Mommer[A 16] / Franz Bavarus:[A 17] Epicedion In Mortem Classimi Viri D. Ioannis Gogref Illustrißimi Iuliae, Cliu. Mont. &c. Ducis, Cancellarij, qui ex hac uita disceßit xiij Calend. Martij. Anno M. D. LIIII / Avct. Aegidio Mommerio Limbvrgensi. (Vorrede:) Franciscvs Bavarvs Ryneraevs: Candido Lectori. (Anhang:) Eivsdem Herois Epitaphivm, Köln 1554 (Leichenrede und Grabinschrift für Johannes Gogref; Johannes a Lasco Bibliothek Emden, Theol. 4° 0302 H)
  • Georg von Below (Hrsg.): Landtagsakten von Jülich-Berg 1400–1610. Band I 1400–1562. L. Voss & Cie, Düsseldorf 1895. (Publikationen der Gesellschaft für Rheinische Geschichtskunde 11)
  • Gabriel Mattenclot:[71] Rerum in Germania praecipue inferiore gestarum breuis commemoratio. In: Theodor Joseph Lacomblet (Hrsg.): Archiv für die Geschichte des Niederrheins 5 (1866), S. 222–243, bes. S. 225, 228–231 und 241. (Google-Books)
  • Heiner Faulenbach (Hrsg.): Das 16. Jahrhundert. (Quellen zur rheinischen Kirchengeschichte 1). Presseverband der Evangelischen Kirche im Rheinland, Düsseldorf 1991.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Peter G. Bietenholz, Thomas Brian Deutscher (Hrsg.): Contemporaries of Erasmus. A biographical register of the Renaissance and Reformation. Band II, F-M. University of Toronto Press, Toronto, Buffalo, London 1986, ISBN 0-8020-2571-4, S. 112 f. (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  • Karl Wilhelm Bouterwek: Anna von Cleve, Gemahlin Heinrichs VIII. In: Zeitschrift des Bergischen Geschichtsvereins. 6 (1869), S. 97–180.
  • Theodor Joseph Lacomblet: Düsseldorf. Mit stetem Blick auf die Landesgeschichte aus urkundlichen Quellen dargestellt, Teil IV. In: Archiv für die Geschichte des Niederrheins 5 (1866), S. 1–221, bes. S. 12, 24, 31, 37–39 und 98f. (Google-Books)
  • Max Lossen: Briefe von Andreas Masius und seinen Freunden 1538–1573. Dürr, Leipzig 1886, S. 31 und 43.
  • Cornelia M. Ridderikhoff, Detlef Illmer: Les livres des procurateurs de la nation germanique de l'ancienne Université d'Orléans: 1444–1602. Band I/1, Brill, Leiden 1971, S. 336f.
  • Kurt Schottmüller: Die Organisation der Centralverwaltung in Kleve-Mark vor der brandenburgischen Besitzergreifung im Jahre 1609. (Diss. phil. Marburg). E. S. Mittler, Berlin 1896, bes. S. 45–48 (Google-Books; eingeschränkte Vorschau); 2. Auflage. Duncker & Humblot, Leipzig 1897, bes. S. 45–48. (Digitalisat der Bayerischen Staatsbibliothek München)
  • Eckehard Stöve: Via media. Humanistischer Traum oder kirchenpolitische Chance? Zur Religionspolitik der vereinigten Herzogtümer Jülich-Kleve-Berg im 16. Jahrhundert. In: Monatshefte für Evangelische Kirchengeschichte des Rheinlandes. 39 (1990), S. 115–133.
  • Martin Szameitat: Konrad Heresbach – Ein niederrheinischer Humanist zwischen Politik und Gelehrsamkeit. (Schriftenreihe des Vereins für Rheinische Kirchengeschichte 177). Rudolph Habelt, Bonn 2010, bes. S. 248–270.
  • Albrecht Wolters: Konrad Heresbach und der Clevische Hof zu seiner Zeit nach neuen Quellen geschildert. Ein Beitrag zur Geschichte des Reformationszeitalters und seines Humanismus. Samuel Lucas, Elberfeld 1867, S. 144.

Anmerkungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. In Silber drei schwarze Pfähle.
  2. Sie war in erster Ehe (∞ 1441) verheiratet mit Heinrich von Ossendorf († 1449/51).
  3. Auch Siebert von Rijswijk, Propst von Oldenzaal und Kleve, herzoglicher Rat (1504), klevischer Kanzler seit 1520, stiftete 1537 den Ryßwichschen Armenhof in Kleve, Grabmal im Xantener Dom.
  4. Auch Hoestaden, Hoehsteden u. ä., Amtmann von Kaster, Grevenbroich und Gladbach, 1543 Gesandter zum Reichstag von Nürnberg, verheiratet mit der Liederbuch-Verfasserin Katharina von Hatzfeld-Wildenburg (* um 1521; † 1578).
  5. „der wirkliche Chef seiner Kanzlei, und mit ihm sind alle übrigen - außer Olisleger - an Intelligenz, Wissen, Bildung oder Fremdsprachenkenntnis nicht zu vergleichen, … und der Herzog und die Herzogin und das ganze Kabinett hier werden hauptsächlich von ihm geführt“.
  6. Lateinisch vultur bedeutet „Geier“.
  7. Amtmann zu Geilenkirchen und Born.
  8. Drost zu Wetter.
  9. Tochter von Johann II. von Kleve-Mark (1458–1521)
  10. Konrad Ketteler ∞ II. 1530 Margaretha von Beesten (von Besten zu Sythen), Erbtochter zu Sythen.
  11. 1538 bergischer Kammermeister.
  12. Amtmann von Wesseling, Schultheiß zu Siegburg, ∞ II. 1531 Katharina von Steinkopf († nach 1547), beigesetzt in der Pfarrkirche St. Georg zu Altenrath.
  13. Grabmal in der Stadthagener St.-Martini-Kirche.
  14. In Silber ein gestürzter, roter Anker ohne Stock, aufrecht mit dem Ring nach unten gestellt, begleitet von 3 (2:1) roten Rosen. Helmzier zwei Straußenfedern, Helmdecken rot-silbern.
  15. Aus Stadthagen, 1574/75 immatrikuliert als „Liborius Gogreue Hagensis“ in Rostock, später Lic. jur. in Stadthagen.
  16. Auch Mummerius, aus Limbourg an der Maas oder der Grafschaft Limburg, * um 1500/10, Professor für Jurisprudenz in Marburg, 1558 Rat Herzog Wilhelms V.; † 1570.
  17. Wohl „Beyer, Bayer“ o. ä.; vielleicht aus Rindern (lat. Rinera) bei Kleve, 1556 Mitarbeit in Veröffentlichungen von Petrus Loh (1530–1581) bzw. von Michael Beuther (1522–1587) / Petrus Lotichius Secundus (1528–1560) u. a.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. In der Akte Nr. 11764 des Gesamtarchivs von Landsberg-Velen im Staatsarchiv Münster wird Gieschgen Gogreve auch als „Kanzler“ bezeichnet.
  2. Vgl. Urkunde vom 28. Februar 1504; Stadtarchiv Mülheim an der Ruhr (Bestand 1010 Herrschaft Broich / Amt Broich-Styrum, Urkunde 281).
  3. Vgl. Historisches Archiv der Stadt Köln (Bestand 1015 Binsfeld-Wachtendonk, Familienarchiv, Inventar Hellenbroich'scher Briefschaften).
  4. Vgl. Historisches Archiv der Stadt Köln (Bestand 1 Haupturkundenarchiv, U 2/15552).
  5. Vgl. Kurt Niederau: Zur Geschichte des bergischen Adels. Die von Kalkum genannt von Leuchtmar. In: Zeitschrift des bergischen Geschichtsvereins 86. 1973, S. 14–74, bes. S. 25–27.
  6. Tochter von Johann d. J. von Hammerstein, 1465 Zöllner zu Düsseldorf.
  7. Cornelia M. Ridderikhoff, Detlef Illmer: Les livres des procurateurs de la nation germanique de l'ancienne Université d'Orléans: 1444–1602. Band I/1, Brill, Leiden 1971, S. 336; etwas anders Joseph Stange: Der Rittersitz Griffgenstein. In: Nachrichten über adelige Familien und Güter. Heft I, Hergt, Koblenz 1879, S. 53.
  8. Hauptstaatsarchiv Düsseldorf (Bestand Jülich-Berg I, 144) „Gefangennahme des Düsseldorfer Amtmanns Gisge Gogreve … 1485“ (vgl. auch 680, 1041, 1120, 1121, 1125 und 1126). Bereits 1470 war ein Johann Gogreve in Soest gefangen gesetzt und 1479 gegen Bürgschaften auf Zeit, 1484 nochmals (endgültig?) freigelassen worden (Stadtarchiv Soest, A 2840).
  9. Vgl. Karl Lamprecht, Joseph Hansen, Johannes Franck (Hrsg.): Die Chroniken der Westfälischen und Niederrheinischen Städte III. Soest und Duisburg, Leipzig, S Hirzel, 1895, S. 63.72.78.
  10. a b Brief von Nicholas Wotton an Heinrich VIII. vom 16. April 1541 aus Kleve. In: Henry VIII: April 1541, 11-20 = James Gairdner, R. H. Brodie (Hrsg.): Letters and Papers, Foreign and Domestic, Henry VIII. Band 16: 1540–1541. Longmans & Co., London 1898, S. 340–350 (Digitalisat bei British History Online).
  11. Herodoti Halicarnassei Historiographi libri novem, musarum nominibus inscripti interprete Lauren. Val., Köln: Eucharius Cervicornus / Gottfried Hittorp 1526.
  12. Vgl. Aegidius Mommer / Franz Bavarus: Epicedion In Mortem Classimi Viri D. Ioannis Gogref Illustrißimi Iuliae, Cliu. Mont. &c. Ducis, Cancellarij, qui ex hac uita disceßit xiij Calend. Martij. Anno M. D. LIIII / Avct. Aegidio Mommerio Limbvrgensi, unpaginiert.
  13. a b Vgl. Peter G. Bietenholz, Thomas Brian Deutscher (Hrsg.): Contemporaries of Erasmus. A biographical register of the Renaissance and Reformation. Band II, F-M. University of Toronto Press, Toronto, Buffalo, London 1986, ISBN 0-8020-2571-4, S. 112 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  14. Regest eines Briefes vom 7. März 1528; Louis-Prosper Gachard (Bearb.): Les Archives royales de Dusseldorf. In: Compte rendu des Séances de la Commission Royale d'Histoire IV/9, Brüssel 1881, S. 267ff, bes. Nr. 6, S. 357 (Google-Books; eingeschränkte Vorschau).
  15. 1530 wird er als „Kanzler Junker Johann Gauichgreve, Amtmann des Amts Angermund“ bezeichnet; vgl. Landesarchiv NRW Abteilung Rheinland (Düsseldorf, Kreuzbrüder, Urkunden Nr. 104; Regest verlesen „Ganichgreve“).
  16. Oratio Gvlielmi Insulant oratoris luculentissimi, de comparanda Spiritus gratia, Coloniae apud patres, & Academiam pronunciata, Köln: Melchior von Neuss 1529. Der erasmisch gesinnte Werth wirkte später am jülisch-klevischen Hof und war Propst des Stiftes St. Adalbert in Aachen.
  17. Bericht von Eustace Chapuys (1489–1556) an Kaiser Karl V. vom 4. Dezember 1531; Haus-, Hof- und Staatsarchiv Wien (Rep. P. Fasc., c. 227, No. 49); Regest bei Calendar of State Papers, Spain, Bad IV/2 1531–1533 1882, S. 317–335 (Digitalisat bei British History online).
  18. Brief vom 22. März 1532 aus Werl; Carl Adolph Cornelius: Briefwechsel zwischen Herzog Johann Friedrich von Sachsen und Graf Wilhelm von Nuenar in den Jahren 1529 bis 1536. In: Zeitschrift des Bergischen Geschichtsvereins. 10 (1874), S. 129–158, bes, S. 129–134.
  19. Vgl. Antwortschreiben Johann Friedrichs I. von Sachsen an Wilhelm II. von Neuenahr, o. D. [Frühjahr 1532]; ebenda, S. 134–139.
  20. Vgl. Dietrich Meyer: Art. Rheinland. In: Theologische Realenzyklopädie. Band XXIX, Walter de Gruyter, Berlin/ New York 1998, S. 157–177, bes. S. 162.
  21. Vgl. Hauptstaatsarchiv Münster (A 351 Kleve-Märkische Regierung, Landessachen, Nr. 209).
  22. Vgl. Acten der Kirchenvisitation in den Landen Jülich und Ravensberg im Jahre 1533. In: Carl Adolf Cornelius: Geschichte des münsterischen Aufruhrs in drei Büchern. Band I Die Reformation. T. O. Weigel, Leipzig 1855, S. 216–248, bes. 219f.246.
  23. Vgl. Georg Mentz: Johann Friedrich der Großmütige 1503–1554. Festschrift zum 400jährigen Geburtstage des Kurfürsten. Band I: Johann Friedrich bis zu seinem Regierungsantritt. 1503–1532. (= Beiträge zur neueren Geschichte Thüringens 1). Fischer, Jena 1903, S. 147f Anm. 1.
  24. Vgl. Notariatsinstrument (British Museum London, Harley MS 1061); Henry VIII: July 1540, 1-10. = James Gairdner, R. H. Brodie (Hrsg.): Letters and Papers, Foreign and Domestic, Henry VIII. Band 15, Longmans & Co., London 1896, S. 412–436.
  25. Vgl. Konrad von Heresbach: Historia Anabaptistica. De factione Monasteriensi, anno 1534. & seqq. ad Erasmum Roterodamum Epistolae formâ anno 1536. descripta, nach der von Theodor Strack hrsg. Ausgabe Laurenz, Amsterdam 1637, S. 8 (Digitalisat der Universitätsbibliothek Münster).
  26. Vgl. Georg von Below (Hrsg.): Landtagsakten von Jülich-Berg 1400–1610. Band I 1400–1562. L. Voss & Cie, Düsseldorf 1895 S. 207.
  27. 1530 (assessor extraordinarius), 1533 bis 1536, 1538 bis 1543 und 1548 bis 1554 Assessor des niederrheinischen Kreises am Reichskammergericht, danach in Köln; vgl. Marc Sieper: Die Entwicklung des Zivilprozesses in den Herzogtümern Jülich und Berg in der Mitte des 16. Jahrhunderts. Die Jülich-Bergische Rechtsordnung von 1555 und der Prozessrechtsentwurf des Reichskammergerichtsbeisitzers Dr. Hubert Smetz von 1537 (diss. jur.), Heidelberg 2001.
  28. Vgl. Aus der Chronik des Schuhmacherhandwerks. 1504–1546. In: R. Jung (Bearb.): Frankfurter Chroniken und annalistische Aufzeichnungen der Reformationszeit (Quellen zur Frankfurter Geschichte 2), Carl Jügel, Frankfurt am Main 1888, S. 10–26, bes. S. 14.
  29. Vgl. Retha M. Warnicke: The Marrying of Anne of Cleves. University Press, Cambridge 2000, S. 77.
  30. Wittenberg: Josef Klug 1539; die deutsche Übersetzung Das die Fürsten aus Gottes beuelh vnd gebot schuldig sind (Wittenberg: Josef Klug 1540) von Georg Major (1502–1574) ist Herzog Wilhelm V. von Jülich-Kleve-Berg gewidmet.
  31. Brief vom 8. Januar 1540: „De officio Principium scripsi propter Iuliacensem Cancellarium, cum quo eadem ad verbum disputavi“; vgl. Melanchthons Briefwechsel, hrsg. von Heinz Scheible und Christine Mundhenk, Band IX Texte 2336–2604 (1540). Frommann-Holzboog, Stuttgart-Bad Cannstatt 2008 (Nr. 2348).
  32. Vgl. Bericht von Wotton und Richard Berde an Lordsiegelbewahrer Thomas Cromwell, 1. Earl of Essex (um 1485–1540) über „Chancellor Hograve“ vom 3. Mai 1539. In: Letters and Papers: May 1539, 1-5 = James Gairdner, R. H. Brodie (Hrsg.): Letters and Papers, Foreign and Domestic, Henry VIII. Band 14/1 January-July 1539, London: Longmans & Co. 1894, S. 424–436 (abgerufen am 5. April 2012).
  33. Vgl. Briefe von Wotton an Heinrich VIII. vom 22. Februar 1539 (=1540) und an Thomas Cromwell vom 22. Februar 1540 aus Düsseldorf. In: Henry VIII: February 1540, 21-29. = James Gairdner, R. H. Brodie (Hrsg.): Letters and Papers, Foreign and Domestic, Henry VIII. Band 15: 1540–1541. Longmans & Co., London 1896, S. 82–118 (Digitalisat bei British History Online); vgl. State Papers. King Henry the Eighth, Bd. VIII/5 Foreign correspondence, 1537–1542, 1849, S. 269–287 (Google-Books).
  34. Vgl. Bericht Wottons an Heinrich VIII. vom 22. April 1541. In: Henry VIII: April 1541, 21-25 = James Gairdner, R. H. Brodie (Hrsg.): Letters and Papers, Foreign and Domestic, Henry VIII. S. 350–365 (abgerufen am 5. April 2012).
  35. Vgl. Joseph Strange: Beiträge zur Genealogie der adligen Geschlechter. Band XI, J. M. Heberle (H. Lempertz), Köln 1872, S. 67f, vgl. S. 76f.
  36. Vgl. Hauptstaatsarchiv Düsseldorf (Bestand 460 I Familie von der Recke-Volmerstein (Dep.), Urkunde 459).
  37. Vgl. Kurt Schottmüller: Die Organisation der Centralverwaltung in Kleve-Mark vor der brandenburgischen Besitzergreifung im Jahre 1609. (= Staats- und socialwissenschaftliche Forschungen. 14/4). Duncker & Humblot, Leipzig 1897, S. 47; Jürgen Kloosterhuis: Der „klevische Kanzleigebrauch“. Studien zur Aktenkunde einer Fürstenkanzlei des 16. Jahrhunderts. In: Archiv für Diplomatik, Schriftgeschichte, Siegel- und Wappenkunde. 40). 1994, S. 253–334, bes. S. 263.
  38. Vgl. Johannes Michael Cornachinius: Beschreibung der Stende des Hei. Rhömische[n] Reichs … Auff dem jetzigen Reichstag zu Speyer. Hermann Gülfferich, Frankfurt am Main 1544 (Google-Books).
  39. Hauptstaatsarchiv Düsseldorf (Bestand Jülich-Berg II, 200); vgl. Heribert Smolinsky: Docendus est populus. Der Zusammenhang zwischen Bildung und Kirchenreform in Reformordnungen des 16. Jahrhunderts (PDF; 2,1 MB). In: Walter Brandmüller (Hrsg.): Ecclesia militans. Studien zur Konzilien- und Reformationsgeschichte. Band II, Schöningh, Paderborn 1998, S. 539–559, 545ff; Martin Szameitat: Konrad Heresbach – Ein niederrheinischer Humanist zwischen Politik und Gelehrsamkeit. (Schriftenreihe des Vereins für Rheinische Kirchengeschichte 177). Rudolph Habelt, Bonn 2010 S. 248–270.
  40. Catechismus puerorum autore Christophoro Hegendorphino. A Joanne Monhemio nunc auctus et in plerisque locis emendatus ad usum novae scholae Duisseldorpensis. Theodor Plateanus, Wesel 1547.
  41. Vgl. Stephan Laux: Wege und Grenzen der Konfessionalisierung. Die Kölner Erzbischöfe des 16. Jahrhunderts als geistliche Oberhäupter und Dynasten. In: Burkhard Dietz, Stefan Ehrenpreis (Hrsg.): Drei Konfessionen in einer Region. Beiträge zur Geschichte der Konfessionalisierung im Herzogtum Berg vom 16. bis zum 18. Jahrhundert. (= Schriftenreihe des Vereins für Rheinische Kirchengeschichte. 136): Rheinland-Verlag, Bonn 1999, S. 49–60, bes. 55.
  42. Guilielmus Insulanus Menapius: Statera artis Chalcographicae plus ne commodi an incommodi Reip. Christianae inuexerit, Basel 1547; vgl. Heinrich Heidenheimer: Vom Ruhme Johann Gutenbergs. In: Karl Georg Bockenheimer (Hrsg.): Gutenberg-Feier Mainz 1900. Festschrift. Mainzer Verlags-Anstalt und -druckerei, Mainz 1900, S. 74–76, bes. S. 57.
  43. Martin Szameitat: Konrad Heresbach – Ein niederrheinischer Humanist zwischen Politik und Gelehrsamkeit. (Schriftenreihe des Vereins für Rheinische Kirchengeschichte 177). Rudolph Habelt, Bonn 2010 S. 271; vgl. Heiner Faulenbach (Hrsg.): Das 16. Jahrhundert. (Quellen zur rheinischen Kirchengeschichte 1). Presseverband der Evangelischen Kirche im Rheinland, Düsseldorf 1991, S. 203–207.
  44. Vgl. Otto R. Redlich: Zur Einführung des Interim in Wesel und Soest. In: Düsseldorfer Jahrbuch. 26 (1913/14), S. 259–266.
  45. Vgl. Georg von Below (Hrsg.): Landtagsakten von Jülich-Berg 1400–1610. Band I 1400–1562. L. Voss & Cie, Düsseldorf 1895, S. 650 Anm. 1 (Google-Books; eingeschränkte Vorschau).
  46. Vgl. Gabriel Mattenclot: Rerum in Germania praecipue inferiore gestarum breuis commemoratio. In: Theodor Joseph Lacomblet (Hrsg.): Archiv für die Geschichte des Niederrheins 5 (1866), S. 241.
  47. Vgl. Aegidius Mommer / Franz Bavarus: Epicedion In Mortem Classimi Viri D. Ioannis Gogref Illustrißimi Iuliae, Cliu. Mont. &c. Ducis, Cancellarij, qui ex hac uita disceßit xiij Calend. Martij. Anno M. D. LIIII / Avct. Aegidio Mommerio Limbvrgensi, unpaginiert.
  48. Text des Epitaph bei Aegidius Mommer / Franz Bavarus: Epicedion In Mortem Classimi Viri D. Ioannis Gogref Illustrißimi Iuliae, Cliu. Mont. &c. Ducis, Cancellarij, qui ex hac uita disceßit xiij Calend. Martij. Anno M. D. LIIII / Avct. Aegidio Mommerio Limbvrgensi, unpaginiert.
  49. Aus der Benefizienverleihung 1566 von Pius V.: „...non obstante defectu natalium, quem pateris de presbytero genitus et soluta...“ (= „ungeachtet des Geburtsmakels, den du bekanntlich hast als jemand, der von einem Priester und einer Unverheirateten geboren wurde“); vgl. Wilhelm Eberhard Schwarz: Die Nuntiatur-Korrespondenz Kaspar Groppers. Nebst Verwandten Aktenstücken 1573–1576. Paderborn 1898, S. 182f.
  50. Vgl. Heinz Finger: Reformation und Katholische Reform im Rheinland. Begleitheft zur Ausstellung der Universitäts- und Landesbibliothek Düsseldorf zum 500. Geburtstag Konrad Heresbachs und zum 450. Todestag Martin Luthers. (= Schriften der Universitäts- und Landesbibliothek Düsseldorf. 26). Die Bibliothek, Düsseldorf 1996, S. 97.
  51. „Georgius Gogreuus“ schreibt (Rom, 1. Januar 1564) an Andreas Masius, die Bulle sei wegen der Aktivitäten von Johannes Monheim zurückgenommen worden; vgl. Beilage 19. In: Theodor Joseph Lacomblet (Hrsg.): Archiv für die Geschichte des Niederrheins 5 (1866), S. 203; vgl. S. 71–73.
  52. Vgl. Hauptstaatsarchiv Münster (036 I Grafschaft Schaumburg – Urkunden, 168); Staatsarchiv Bückeburg (Capaunsche Sammlung, Band 4, Nr. 461; Schaumburger Samtarchiv, Nr. 1653 und 4190; Bestand v. Gogreve, Nr. 4190 und 4202).
  53. Sabine Wehking: DI 46, Nr. 96. In: www.inschriften.net (abgerufen am 6. April 2012).
  54. Vgl. Hauptstaatsarchiv Düsseldorf (Bestand Berg, Lehen, Spezialia Nr. 1 Urkunden 3 und 4).
  55. Vgl. Streitsachen betr. die Hinterlassenschaft der Agnes von Gogreve, Witwe von Fürstenberg, Frau zu Hellenbroich und Höllinghofen, Tochter der Agnes von Binsfeld, Hauptstaatsarchiv Düsseldorf (Bestand Harff-Dreiborn, 248); auch Hauptstaatsarchiv Münster (Reichskammergericht, Nr. H 1746); Archiv Amecke, Haus Amecke und Brüninghausen, Akten und Karten (333).
  56. Vgl. Hauptstaatsarchiv Düsseldorf (Bestand Berg, Lehen, Spezialia Nr. 1 Urkunde 2, vgl. auch Urkunden 1, 3 und 4).
  57. Hauptstaatsarchiv Düsseldorf (Reichskammergericht, 5926, Az. W 155/377; 6202, Az. W 1403/3882; 6206, Az. W 1407/3886).
  58. Vgl. Landesarchiv NRW Abteilung Rheinland Duisburg (Jülich-Berg I, Nr. 161); Dietrich Höroldt (Bearb.): Inventar des Archivs der Pfarrkirche St. Lambertus in Düsseldorf (Inventare nichtstaatlicher Archive 9). Fredebeul & Koenen, Essen 1963, S. 27 und 29.
  59. Vgl. Hauptstaatsarchiv Düsseldorf (Reichskammergericht, Teil V, 3475).
  60. Hauptstaatsarchiv Düsseldorf (Bestand Jülich-Berg I, 169).
  61. Vgl. Hauptstaatsarchiv Düsseldorf (Werden, Abtei, Akten, Nr. 8b 220; Reichskammergericht, Teil II C-D, 1360); Lehnsbrief der Essener Äbtissin Margaretha von Beichlingen vom 26. Juli 1524 für Wilhelm von Dobbe d. J.(Archiv von Dobbe zu Lyren).
  62. Vgl. Hauptstaatsarchiv Münster (036 I Grafschaft Schaumburg – Urkunden, 134 und 144); Staatsarchiv Bückeburg (Bestand v. Gogreve, Nr. 4203; Schaumburger Samtarchiv, Nr. 4202; u. a.).
  63. Staatsarchiv Bückeburg (Schaumburger Samtarchiv, Nr. 7177 und 2304).
  64. Urkunde vom 15. April 1539; Landesarchiv NRW Abteilung Westfalen Münster (Haus Neuenhof (Dep.) – Urkunden, Nr. 71).
  65. Historisches Archiv der Stadt Köln (Urkunde 1/16438); vgl. Ulrich Brzosa: Die Geschichte der katholischen Kirche in Düsseldorf. Von den Anfängen bis zur Säkularisation (Bonner Beiträge zur Kirchengeschichte 24), Köln u. a.: Böhlau 2001, S. 241 Anm. 1.
  66. Hauptstaatsarchiv Düsseldorf (Bestand Harff-Dreiborn, 248).
  67. Vgl. Hauptstaatsarchiv Düsseldorf (Bestand Berg, Lehen, Spezialia Nr. 1 Urkunde 1).
  68. Urkunde vom 21. März 1548; Historisches Archiv der Stadt Köln (Bestand 1 Haupturkundenarchiv, U 1/17095); vgl. Urkunde des Gijssgen Goegreve vom 17. August 1496 (U 1/14750).
  69. Vgl. Historisches Archiv der Stadt Köln (Haupturkundenarchiv, U 3/17126).
  70. Vgl. Gogreff, Gogreve I. In: Max von Spießen (Hrsg.): Wappenbuch des Westfälischen Adels. Band II, Starke, Görlitz 1901, Tafel 140, dort 3 (2:1) schwarze, gestürzte Hufeisen in Silber.
  71. Gabriel Mattenclot († 1593), Lic. jur., jülich-bergischer (pfalzneuburgischer) Rat und Archivar.
VorgängerAmtNachfolger
Wilhelm LüninckKanzler von Jülich-Berg und Ravensberg
1528–1554
Johann von Vlatten
Sibert von RysswichKanzler von Kleve-Mark
1530–1546/47
Heinrich Bars genannt Olisleger