Limbourg

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Limbourg
Limburg New Arms.svg Limbourg Belgium.svg
Limbourg (Lüttich)
Limbourg
Limbourg
Staat: Belgien
Region: Wallonien
Provinz: Lüttich
Bezirk: Verviers
Koordinaten: 50° 37′ N, 5° 56′ OKoordinaten: 50° 37′ N, 5° 56′ O
Fläche: 24,63 km²
Einwohner: (Stand) 5.680 Einw. (1. Januar 2008)
Bevölkerungsdichte: 231 Einwohner je km²
Postleitzahl: 4830 (Limbourg)
4831 (Bilstain)
4834 (Goé)
Vorwahl: 087
Bürgermeister: Jean-Marie Reinertz (PS)
Adresse der
Kommunalverwaltung:
Administration communale
Avenue V. David, 15
4830 Limbourg
Website: www.ville-limbourg.be
lblh
Place Saint-Georges

Limbourg (französisch; niederländisch und deutsch Limburg) ist eine Stadt in Belgien, Provinz Lüttich, Bezirk Verviers. Sie hat 5680 Einwohner (2008) und eine Fläche von 24,63 km². Zu dem Ort gehören die Teilgemeinden Dolhain, Bilstain, Goé und Hèvremont (die ripuarischen Namen dieser Orte sind Daelheim, Bilstein, Gulcke und Heverberg). Limbourg war Keimzelle des historischen Herzogtums Limburg, nach dem die heutigen niederländischen und belgischen Provinzen Limburg im 19. Jahrhundert benannt wurden.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Limburg in Civitatis Orbis Terrarum von Georg Braun 1575
Alter Friedhof Limbourg
Stadt und Burg Limburg
Die Weser (la Vesdre) in Limbourg

Die Burg Limburg war ab ca. 1020 Sitz der Grafen und späteren Herzöge von Limburg. Nach dem Tod des letzten Herzogs im Jahr 1280 und seiner Erbtochter im Jahr 1283 entbrannte der Limburger Erbfolgestreit, der in der Schlacht von Worringen seinen kriegerischen Höhepunkt fand. Die Herzöge von Brabant, die Gewinner dieser Schlacht, führten seitdem den Titel des Herzogs von Limbourg. Im 16. Jahrhundert beherbergt die Stadt eine große protestantische Gemeinschaft.

Limbourg, ein protestantisches Zentrum im Osten des wallonischen Landes, wurde zwischen August 1566 und März 1567 zu einer kleinen reformierten Republik. Pastor Franz Junius der Ältere predigte vor der spanischen Rückeroberung mehrere Monate in der Kirche Saint-Georges. Im Laufe der Jahrhunderte geriet die Stätte in Vergessenheit, besonders nach der Einnahme der Festung durch französische Truppen im Jahr 1675 und 1703 verlor sie jegliche militärische Bedeutung.

Siehe auch: Herzogtum Limburg

Am Fuße des steil aufragenden Festungshügels von Limbourg entwickelte sich im 18. Jahrhundert an der Weser eine florierende Textilindustrie. 1887 wurde die in unmittelbarer Nähe des Ortes liegende Gileppetalsperre durch König Leopold II. von Belgien eingeweiht. Bereits sein Vater Leopold I. war regelmäßiger Gast auf dem Jagd-Schloss Goé. Der Ortskern von Limbourg hat seine alte Bausubstanz bis heute fast ganz bewahren können.

Alter Friedhof[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Außerhalb der alten Stadtbefestigung und unterhalb der Kirche Saint-Georges liegt der historische Friedhof. Die Kirche liegt auf einem schroffen Felsen und ragt imposant über den alten und sehenswerten Grabstätten des Ortes steil in den Himmel.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der örtliche Haltepunkt an der Eisenbahnstrecke Welkenraedt-Verviers (Wesertalstrecke) heißt Dolhain-Gileppe. Kurz hinter diesem Halt befindet sich mit dem Viadukt über das Wesertal eines der größten Kunstbauwerke dieser Strecke.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Limbourg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien