John Verhoek

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
John Verhoek
im Trikot des 1. FC Heidenheim (2017)
Personalia
Geburtstag 25. März 1989
Geburtsort LeidschendamNiederlande
Größe 188 cm
Position Sturm
Junioren
Jahre Station
0000–2008 ADO Den Haag
Herren
Jahre Station Spiele (Tore)1
2008–2010 FC Dordrecht 49 0(7)
2010 FC Den Bosch 17 (10)
2011–2013 Stade Rennes 7 0(0)
2011–2012 → ADO Den Haag (Leihe) 23 0(5)
2012–2013 → FSV Frankfurt (Leihe) 32 (10)
2013–2016 FC St. Pauli 70 (11)
2016–2018 1. FC Heidenheim 51 (15)
2018–2019 MSV Duisburg 22 0(0)
2019– Hansa Rostock 92 (34)
1 Angegeben sind nur Ligaspiele.
Stand: 6. August 2022

John Verhoek [vərˈhuk] (* 25. März 1989 in Leidschendam) ist ein niederländischer Fußballspieler. Der Stürmer steht bei Hansa Rostock unter Vertrag.

Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

FC Dordrecht, FC Den Bosch, Stade Rennes und ADO Den Haag[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verhoek stammt aus der Jugend von ADO Den Haag, begann seine Profilaufbahn jedoch beim FC Dordrecht, für den er von 2008 bis 2010 aktiv war. Er wechselte zur Saison 2010/11 zum FC Den Bosch, für den er in 17 Zweitligaspielen zehn Tore erzielte, ehe ihn in der Winterpause Stade Rennes in die Ligue 1 nach Frankreich holte. Er erhielt einen Viereinhalbjahresvertrag, kam jedoch im ersten Halbjahr nur zu sieben Einsätzen ohne Treffer und gehörte Anfang der Saison 2011/12 nicht einmal zum Ligakader.[1] Ende August 2011 verliehen die Bretonen Verhoek an ADO Den Haag, zu dessen Kader auch sein Bruder Wesley gehörte.[2] Bei ADO Den Haag in der Eredivisie sollte er weitere Spielpraxis sammeln.[3]

Wechsel nach Deutschland zum FSV Frankfurt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Saison 2012/13 spielte Verhoek auf Leihbasis beim deutschen Zweitligisten FSV Frankfurt.[4] Sein dortiger Trainer Benno Möhlmann setze ihn bereits am 1. Spieltag gegen den SV Sandhausen (1:1) in die Startelf. Ihm gelang im ersten Spiel mit der zwischenzeitlichen 1:0-Führung auch sein erstes Tor. In weiteren 31 Partien dieser Spielzeit, die Frankfurt als Viertplatzierter beendete, gelangen ihm weitere neun Treffer. Im DFB-Pokal erreichte die Mannschaft die 2. Runde und schied, nachdem man sich zunächst gegen den Regionalligisten SG Sonnenhof Großaspach mit 2:1 durchsetzen konnte, gegen den Bundesligisten VfL Wolfsburg aus. In beiden Pokalspielen erhielt Verhoek auch hier Einsatzzeiten.

FC St. Pauli[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zur Saison 2013/14 wechselte Verhoek ligaintern zum FC St. Pauli und unterschrieb dort einen bis zum 30. Juni 2016 gültigen Vertrag.[5] Für die Hamburger debütierte er unter Trainer Michael Frontzeck am 1. Spieltag während des Heimspiels gegen den TSV 1860 München, in dem er in der 65. Spielminute für Christopher Nöthe eingewechselt wurde. Zwei Spieltage später schließlich stand er gegen Arminia Bielefeld erstmals in der Startelf und erzielte am 4. Spieltag im Auswärtsspiel beim VfL Bochum (2:2) seine beiden ersten Tore für seinen neuen Club. Im DFB-Pokal jener Spielzeit schied die Mannschaft bereits in der ersten Runde gegen den Drittligisten Preußen Münster aus. Verhoek stand auch hier in der Startelf und wurde in der 56. Minute ausgewechselt, was die 0:1-Niederlage jedoch nicht verhinderte. Unter Trainer Roland Vrabec, der Michael Frontzeck im November 2013 beerbte, platzierte sich das Team am Ende der Saison auf Platz 8. Verhoek erzielte hierbei in 25 Einsätzen fünf Tore.

In seinem zweiten Jahr beim FC St. Pauli, die Mannschaft spielte gegen den Abstieg und erreichte schlussendlich mit einem Punkt Vorsprung auf den Relegationsplatz Rang 15, erlebte Verhoek zwei Trainerwechsel. Thomas Meggle löste Roland Vrabec bereits Anfang September 2014 ab und wurde seinerseits schon im Dezember 2014 durch Ewald Lienen ersetzt. Verhoek brachte es in diesem Zweitligajahr dennoch auf 29 Einsätze in denen er vier Tore erzielte. Im DFB-Pokal erreichte er, nachdem man sich in der 1. Runde gegen den Oberligisten FSV Optik Rathenow 3:1 durchsetzen konnte, die 2. Runde und schied dort gegen den Bundesligisten Borussia Dortmund mit 0:3 aus. Unter Trainer Ewald Lienen brachte es Verhoek in seinem dritten und letzten Jahr beim Hamburger Stadtteilclub St. Pauli, unter anderem in der 1. Runde im nationalen Vereinspokal gegen den Erstligisten Borussia Mönchengladbach (1:4), zumeist auf kürzere Einsätze. Lediglich am 23. Spieltag erhielt er einen 90-minütigen Einsatz gegen den MSV Duisburg und erzielte in diesem auch sein erstes Saisontor. Einen Spieltag später, gegen Eintracht Braunschweig, gelang ihm sein zweiter und letzter Treffer für die Norddeutschen in dieser Saison. Am Ende der Spielzeit – Verhoek erlitt am 25. Spieltag gegen den 1. FC Heidenheim einen doppelten Bänderriss und musste die Saison 2015/16 vorzeitig beenden und konnte somit seine persönliche Saisonbilanz von zwei Treffern in 16 Spielen nicht mehr aufbessern – belegte das Team Platz 4 in der Tabelle.[6] Nach nun vergangen drei Jahren, elf erzielte Toren in 70 Zweitligapartien endete seine Zeit beim FC St. Pauli.

1. FC Heidenheim und MSV Duisburg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ab der Saison 2016/17 spielte der Stürmer für die nächsten zwei Jahre beim Zweitligisten 1. FC Heidenheim.[7] Unter seinem dortigen Trainer Frank Schmidt erreichte er im ersten Jahr mit der Mannschaft den 6. und ein Jahr später, in Saison 2017/18, den 12. Tabellenplatz. Über beide Spielzeiten hinweg gelangen ihm in Heidenheim 15 Tore in 51 Partien in der 2. Bundesliga. Hinzu kam, nachdem in der 1. Runde der Drittligisten SpVgg Unterhaching 4:0 und in der 2. Runde der Ligakonkurrent Jahn Regensburg 5:2 bezwungen wurde (hier stand Verhoek allerdings nicht auf dem Platz), auch der Einzug ins Achtelfinale im DFB-Pokal 2017/18, wo er letztlich mit dem FCH gegen den Bundesligisten Eintracht Frankfurt nach Verlängerung 1:2 ausschied. Im nationalen Pokalwettbewerb der Vorsaison 2016/17 traf der Offensivmann in der 1. Runde zum zwischenzeitlichen 1:1 gegen Regionalligist SG Wattenscheid 09 und zog, nachdem das Spiel mit 2:1 gewonnen werden konnte, in die 2. Runde ein. Dort traf man auf den in der Bundesliga spielberechtigten VfL Wolfsburg und Verhoek musste mit seinem Team eine knappe 0:1-Niederlage hinnehmen.

Zur Saison 2018/19 verpflichtete ihn der MSV Duisburg und stattete ihn mit einem Vertrag bis 2021 aus.[8] Nach dem Abstieg des MSV in die 3. Liga wurde der Vertrag des Stürmers, der im Dienste der Zebras nicht an seine Leistungen bei Heidenheim anknüpfen konnte (kein Tor in 22 Einsätzen in der 2. Bundesliga), im Frühjahr 2019 aufgelöst.[9] Sein einziges Tor für Duisburg gelang ihm per Kopf zum 1:0 im DFB-Pokal in der 2. Runde gegen Ligakonkurrent Arminia Bielefeld. Am Ende konnte das Spiel deutlich mit 3:0 gewonnen werden und Verhoek zog in seiner aktiven Laufbahn zum zweiten Mal ins Achtelfinale ein. Dort scheiterte die Mannschaft allerdings in der heimischen Schauinsland-Reisen-Arena gegen den Zweitligisten SC Paderborn 07.

F.C. Hansa Rostock[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kurz vor Beginn der Saison 2019/20 gab der Drittligist Hansa Rostock die Verpflichtung des Angreifers, der einen Zweijahresvertrag erhielt, bekannt.[10] Sein Debüt im Rostocker Dress gab Verhoek am 3. Spieltag der Saison während des Heimspiels am 30. Juli 2019 gegen den Bayern München II (2:1), in dem er durch Hansa-Trainer Jens Härtel in der 77. Spielminute eingewechselt wurde.[11] Seinen ersten Torerfolg konnte er am 24. Spieltag gegen Sonnenhof Großaspach (1:0) verbuchen. Innerhalb der Saison traf er noch weitere vier Mal und brachte es auf insgesamt 26 Einsätze im Ligabetrieb. Er wurde mit Hansa Rostock Tabellensechster, lief im DFB-Pokal gegen den Zweitligisten VfB Stuttgart auf und trug mit sechs Toren in vier Spielen zum Gewinn des Lübzer-Pils-Cups bei. Die Folgesaison begann für Verhoek und der Rostocker Mannschaft erneut mit einem DFB-Pokalspiel gegen den, nun Bundesligisten, VfB Stuttgart, das im Ostseestadion wie im Vorjahr mit 0:1 verloren wurde. Im Laufe der Drittliga-Spielzeit 2020/21 lief der Mittelstürmer 31 Mal für Hansa auf und erzielte hierbei 12 Tore. Er wurde vereinsinterner Torschützenkönig und stieg mit Hansa am 22. Mai 2021 in die 2. Bundesliga auf.

Verhoek gelang am 1. Spieltag der Zweitligasaison 2021/22 am 24. Juli 2021 mit seinem Tor gegen den Karlsruher SC (1:3) zum zwischenzeitlichen 1:2 das erste Zweitliga-Tor für Hansa Rostock seit dem 6. Mai 2012, welches damals Marek Mintál erzielte. Trainer Härtel vertraute während der gesamten Hinrunde auf die Offensivqualitäten des niederländischen Mittelstürmers, der das Vertrauen bis einschließlich des 17. Spieltages mit 10 Toren zurückzahlte und großen Anteil am 14. Tabellenplatz der Kogge zur Winterpause hatte. Zudem erhielt er Einsätze im DFB-Pokal 2021/22 gegen den 1. FC Heidenheim und SSV Jahn Regensburg und war, zwar ohne eigenen Torerfolg, ein wesentlicher Faktor am Einzug Hansas ins Achtelfinale. Dies war den Rostockern zuletzt 2008 gelungen. Im Achtelfinale gegen RB Leipzig verzichtete Trainer Härtel jedoch auf Verhoek, um diesen für die schwere Aufgabe Klassenerhalt 2. Bundesliga zu schonen. Am 21. Spieltag der Saison erzielte er mit seinem 1:0 beim Auswärtsspiel gegen Dynamo Dresden das erste Tor für die Ostseestädter im Kalenderjahr 2022 und traf im selben Spiel bereits 12 Minuten später erneut zum zwischenzeitlichen 4:0. Schließlich gewann Verhoek mit dem F.C. Hansa 4:1, was den ersten Auswärtssieg der Mecklenburger in Dresden seit Mai 1983 bedeutete.[12] Der gebürtige Leidschendamer erzielte während der erfolgreichsten Phase der Rostocker in dieser Saison zwischen dem 25. und 28. Spieltag mit vier aufeinanderfolgenden Siegen gegen den FC Schalke 04 (4:3), Holstein Kiel (3:2), SV Sandhausen (1:0) und den FC St. Pauli (1:0) drei Tore. Die Ostseestädter verließen damit die Abstiegszone in Richtung Mittelfeld der Tabelle. Mit seinem 16. Saisontreffer zum 1:0 am 30. Spieltag gegen Jahn Regensburg, Endstand 1:1, stellte Verhoek einen neuen Zweitligator-Rekord für die Kogge auf und verdrängte damit den alten Rekordhalter aus Saison 1994/95 Stefan Beinlich (15 Tore).[13]

Ende April 2022 verlängerte der nun 33-jährige Stürmer seinen Vertrag in Rostock um zwei weitere Jahre bis 2024.[14]

Sonstiges[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

John Verhoek ist der jüngere Bruder von Wesley Verhoek. Dieser beendete 2018 seine aktive Laufbahn als Fußballer und spielte unter anderem beim FC Twente Enschede und Feyenoord Rotterdam. In der Saison 2011/12 gehörten beide zum Kader vom in der höchsten niederländischen Spielklasse spielberechtigten Verein ADO Den Haag und spielten somit zusammen in der Eredivisie.[15]

Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

F.C. Hansa Rostock

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: John Verhoek – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. John Verhoek: 'Niet bedoeling nu ergens anders te kijken, groengeelhart.nl vom 11. August 2011
  2. Verhoek: ‘Misschien worden Wes en ik top’. In: omroepwest.nl. 31. August 2011, abgerufen am 7. Juli 2021 (niederländisch).
  3. ADO huurt John Verhoek van Stade Rennes (Memento vom 10. Mai 2012 im Internet Archive), Sporteditie.nl vom 29. August 2011
  4. FSV leiht Verhoek von Stade Rennes aus. In: bundesliga.com. Abgerufen am 26. Februar 2022.
  5. John Verhoek wechselt zum FC St. Pauli. In: fcstpauli.de. 11. Juni 2013, abgerufen am 7. Juni 2021.
  6. Doppelter Bänderriss bei St. Paulis Verhoek. In: kicker.de. 7. März 2016, abgerufen am 10. April 2022.
  7. ADO huurt John Verhoek van Stade Rennes (Memento vom 5. März 2016 im Internet Archive), Internetpräsenz des 1. FC Heidenheim, abgerufen am 4. März 2016
  8. Ein richtig guter Typ: Zebras verpflichten Stürmer John Verhoek. In: msv-duisburg.de. MSV Duisburg, abgerufen am 21. März 2018.
  9. Der neue MSV-Kader: Harte Arbeit & unbedinger Siegeswille, msv-duisburg.de, abgerufen am 20. Mai 2019.
  10. Neuer Angreifer an Bord der Kogge: John Verhoek stürmt ab sofort für den FCH. In: fc-hansa.de. 19. Juli 2019, abgerufen am 7. Juni 2021.
  11. Hansa-Neuzugang John Verhoek: Ich will wieder Spaß am Fußball haben. In: sportbuzzer.de. 23. Juli 2019, abgerufen am 26. Juni 2021.
  12. "Es hat gezeigt, dass es geht": Hansas historischer Sieg in Dresden. In: liga2-online.de. 7. Februar 2022, abgerufen am 7. Februar 2022.
  13. Tor-Rekord von Verhoek: So schleicht sich Hansa zum Klassenerhalt. In: bild.de. 18. April 2022, abgerufen am 30. April 2022.
  14. Kogge bleibt auf der Brust: John Verhoek verlängert beim F.C. Hansa Rostock. In: fc-hansa.de. 25. April 2022, abgerufen am 25. April 2022.
  15. Feyenoord-ADO: toen de gebroeders Verhoek De Kuip stil speelden. In: nos.nl. 28. Januar 2018, abgerufen am 6. Juli 2021 (niederländisch).