Kutenholz

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Kutenholz
Kutenholz
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Kutenholz hervorgehoben
Koordinaten: 53° 29′ N, 9° 20′ O
Basisdaten
Bundesland: Niedersachsen
Landkreis: Stade
Samtgemeinde: Fredenbeck
Höhe: 25 m ü. NHN
Fläche: 68,17 km2
Einwohner: 4716 (31. Dez. 2016)[1]
Bevölkerungsdichte: 69 Einwohner je km2
Postleitzahl: 27449
Vorwahl: 04762
Kfz-Kennzeichen: STD
Gemeindeschlüssel: 03 3 59 031
Gemeindegliederung: 5 Ortsteile
Adresse der Verbandsverwaltung: Schwingestraße 1
21717 Fredenbeck
Webpräsenz: www.kutenholz.de
Bürgermeister: Gerhard Seba (CDU)
Lage der Gemeinde Kutenholz im Landkreis Stade
BaljeKrummendeichFreiburg/ElbeOederquartWischhafenDrochtersenGroßenwördenEngelschoffHammahDüdenbüttelHimmelpfortenBurwegKranenburgEstorfOldendorfHeinbockelStadeDeinsteFredenbeckKutenholzJorkBuxtehudeApensenBeckdorfSauensiekAhlerstedtBrestBargstedtHarsefeldNottensdorfBliedersdorfHorneburgDollernAgathenburgLandkreis StadeNiedersachsenLandkreis CuxhavenLandkreis Rotenburg (Wümme)Landkreis HarburgHamburgSchleswig-HolsteinSchleswig-HolsteinGrünendeichMittelnkirchenNeuenkirchenGuderhandviertelSteinkirchenHollern-TwielenflethKarte
Über dieses Bild

Kutenholz (plattdeutsch Kutenholt) ist eine niedersächsische Gemeinde in der Samtgemeinde Fredenbeck im Landkreis Stade. Neben dem Hauptort Kutenholz gehören auch die Orte Mulsum, Sadersdorf, Essel, Aspe und Bullenholz zur Gemeinde.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde Kutenholz liegt auf der östlichen Bevener Geest, die zur Stader Geest gehört. Von den früheren Wäldern und Hochmooren in der Umgebung ist ein Teil erhalten, während der Rest landwirtschaftlich urbar gemacht wurde.

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Heinbockel Fredenbeck
Bremervörde Nachbargemeinden
Farven Bargstedt, Brest


Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erstmals erwähnt wurde Kutenholz im Jahre 1313 als Cvtenholte.

Regionale Zugehörigkeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kutenholz gehörte vor 1852 zur Börde Mulsum im Amt Harsefeld und ab 1859 zum Amt Himmelpforten. 1885 wurde Kutenholz Teil des Kreises Stade und 1932 des heutigen Landkreises Stade.

Der Ortsteil Kutenholz hatte 2017 2121 Einwohner. [2]

Religion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kutenholz ist evangelisch-lutherisch geprägt und gehört zum Kirchspiel der St.-Petri-Kirche in Mulsum, zu dem neben Kutenholz und Mulsum Sadersdorf, Essel und Schwinge gehören.

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sadersdorf wurde am 1. Januar 1929 nach Kutenholz eingemeindet. Mit der Gemeindereform kamen am 1. Juli 1972 auch die Orte Aspe, Essel und Mulsum zur Gemeinde.[3]

Mulsum wurde am 1. September 1990 aus Kutenholz ausgegliedert und wieder selbständig. Jedoch wurde der Ort bereits am 16. Oktober 1990 wieder eingemeindet.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Rat der Gemeinde Kutenholz besteht aus 15 Ratsfrauen und Ratsherren. Dies ist die festgelegte Anzahl für die Mitgliedsgemeinde einer Samtgemeinde mit einer Einwohnerzahl zwischen 3.000 und 5.000 Einwohnern.[4] Die Ratsmitglieder werden durch eine Kommunalwahl für jeweils fünf Jahre gewählt. Die aktuelle Amtszeit begann am 1. November 2016 und endet am 31. Oktober 2021.

Die letzte Kommunalwahl am 11. September 2016 ergab das folgende Ergebnis:[5]

Partei Anteilige Stimmen Anzahl Sitze
CDU 65,38 % 10
SPD 28,54 % 4
Grüne 6,07 % 1

Die Wahlbeteiligung bei der Kommunalwahl 2016 lag mit 57,43 %[5] über dem niedersächsischen Durchschnitt von 55,5 %.[6]

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat wählte das Gemeinderatsmitglied Gerhard Seba (CDU) zum ehrenamtlichen Bürgermeister für die aktuelle Wahlperiode.[7]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen der Gemeinde Kutenholz

Blasonierung: „In Blau mit rotem Dreiberg; oben vier fächerförmig gestellte goldene (gelbe) Ähren, unten eine silberne (weiße) Eiche mit goldenen (gelben) Eicheln.“

Der Gemeinderat hat am 12. März 2015 ein neues Wappen beschlossen. Die Ähren symbolisieren die vier Ortsteile Aspe, Essel, Kutenholz und Mulsum, aus denen am 1. Juli 1972 die neue Gemeinde Kutenholz hervorgegangen ist. Der Dreiberg steht für die Stader Geest und die Eiche entstammt dem Wappen der ehemaligen Gemeinde Kutenholz. Hier wurde gegen die heraldische Farbregel verstoßen, welche lautet, dass Farben nicht an Farben, sondern nur an Metalle (Gold und Silber) grenzen dürfen.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Heimathaus „Op de Heidloh“
  • „Peter Kors sin olet Huus“
  • St. Petri Kirche“ (Mulsum)[8]
  • Festhalle

Vereine[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Überregional bekannt ist der TSV Essel, dessen Frauenmannschaft in der Hallensaison 2016/17 in der Faustballbundesliga spielte.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Anschluss an das Stromnetz erfolgte in den Jahren 1921/1922. Im Jahre 2007 hat der Mobilfunkanbieter O2 eine GSM-Basisstation errichtet.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kutenholz hat über die Landstraße 123 Anschluss an Bremervörde im Westen und die Bundesstraße 73 im Osten, die weiteren Anschluss nach Stade, Buxtehude und Hamburg bietet.

Durch die Gemeinde führt die Bahnstrecke Bremerhaven–Buxtehude. Die Strecke wird heute von der EVB genutzt. Nur noch ab Sommerwochenenden fährt der Moorexpress auf der Verbindung Hesedorf–Stade mit Halt in Mulsum.

Ansässige Unternehmen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Größter Arbeitgeber ist die RPC Verpackung Kutenholz mt über 300 Mitarbeitern, die Kunststofflaschen produziert.

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Galerie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Kutenholz – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Landesbetrieb für Statistik und Kommunikationstechnologie Niedersachsen, 100 Bevölkerungsfortschreibung – Basis Zensus 2011, Stand 31. Dezember 2016 (Hilfe dazu).
  2. Gemeinde Kutenholz: Startseite | Gemeinde Kutenholz. Abgerufen am 30. April 2018.
  3. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 246.
  4. Niedersächsisches Kommunalverfassungsgesetz (NKomVG) in der Fassung vom 17. Dezember 2010; § 46 – Zahl der Abgeordneten, abgerufen am 18. Februar 2017.
  5. a b Gemeinde Kutenholz – Gesamtergebnis Gemeinderatswahl 2016, abgerufen am 18. Februar 2017.
  6. Die CDU holt landesweit die meisten Stimmen. 12. September 2016, abgerufen am 18. Februar 2017.
  7. Rat der Gemeinde Kutenholz, abgerufen am 18. Februar 2017.
  8. http://www.kirche-mulsum.de