Brest (Niedersachsen)

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Brest
Brest (Niedersachsen)
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Brest hervorgehoben
Koordinaten: 53° 27′ N, 9° 23′ O
Basisdaten
Bundesland: Niedersachsen
Landkreis: Stade
Samtgemeinde: Harsefeld
Höhe: 29 m ü. NHN
Fläche: 24,57 km²
Einwohner: 795 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 32 Einwohner je km²
Postleitzahl: 21698
Vorwahlen: 04762 (Wohlerst - 04166)Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Vorwahl enthält Text
Kfz-Kennzeichen: STD
Gemeindeschlüssel: 03 3 59 008
Gemeindegliederung: 3 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Ringstraße 22
21698 Brest
Webpräsenz: www.brest.de
Bürgermeister: Dieter Tomforde (SPD)
Lage der Gemeinde Brest im Landkreis Stade
Balje Krummendeich Freiburg/Elbe Oederquart Wischhafen Drochtersen Großenwörden Engelschoff Hammah Düdenbüttel Himmelpforten Burweg Kranenburg Estorf Oldendorf Heinbockel Stade Deinste Fredenbeck Kutenholz Jork Buxtehude Apensen Beckdorf Sauensiek Ahlerstedt Brest Bargstedt Harsefeld Nottensdorf Bliedersdorf Horneburg Dollern Agathenburg Landkreis Stade Niedersachsen Landkreis Cuxhaven Landkreis Rotenburg (Wümme) Landkreis Harburg Hamburg Schleswig-Holstein Schleswig-Holstein Grünendeich Mittelnkirchen Neuenkirchen Guderhandviertel Steinkirchen Hollern-TwielenflethKarte
Über dieses Bild

Brest ist eine Gemeinde im Landkreis Stade in Niedersachsen. Sie ist die kleinste Mitgliedsgemeinde der Samtgemeinde Harsefeld.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ortsgliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde besteht aus den drei Dörfern Brest, Reith und Wohlerst sowie den Wohnplätzen Am Subeck, Bredenbeck, Kirchbülten, Klein Reith, Klein Wohlerst und Lehnhorst.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Archäologische Funde und die bei Reith liegenden Hünengräber lassen darauf schließen, dass es im Gemeindegebiet bereits in der Vor- und Frühgeschichte Siedlungen gab.

Im Jahre 1939 wurden einige Hamburger Juden zum Geschlossenen Arbeitseinsatz verpflichtet, bei der Firma Emil Schmidt Tief- und Straßenbau zu Erdarbeiten eingesetzt und dafür in einem Lager in Wohlerst untergebracht.[2]

1970 feierte der Ortsteil Wohlerst sein tausendjähriges und 1988 der Ortsteil Brest sein 600-jähriges Bestehen. Das Dörp’s Museum in Brest und die Museumsscheune in Reith zeigen Teile der Vergangenheit.

Ortsname

Alte Bezeichnungen des Ortes sind 1388 Brecstede, 1467 Brestedt und 1500 Brestede. Die Bedeutung des Ortsnamens ist vermutlich identisch mit Bredstedt in Schleswig-Holstein. Er steht für breite, ausgedehnte Stätte oder Siedlung.[3]

Eingemeindungen

Am 1. Juli 1972 wurden die Gemeinden Reith und Wohlerst eingegliedert.[4]


Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Bei der Kommunalwahl 2006 betrug die Wahlbeteiligung in der Gemeinde Brest 69,5 Prozent. Der aus neun Sitzen bestehende Gemeinderat setzte sich seitdem wie folgt zusammen: CDU vier Sitze (46,9 Prozent), SPD drei Sitze (31,9 Prozent) und WG Brest zwei Sitze (21,2 Prozent).
  • Bei den Kommunalwahlen am 11. September 2011 kandidierten nur noch CDU und SPD. Bei einer Wahlbeteiligung von 67,8 Prozent errang die SPD 54,7 Prozent und erhielt fünf Sitze. Die CDU kam mit 45,3 Prozent auf vier Sitze.

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister ist Dieter Tomforde von der SPD. Er stammt aus dem Ortsteil Brest.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blasonierung: Das Wappen der Gemeinde Brest zeigt in Gold einen schrägrechten schwarzen Stabbalken, oben begleitet von einem grünen Erlenzweig und unten von zwei vierblättrigen Kleeblättern an einem Stängel.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Denkmal für die Kriegstoten aus Brest

Die Architektur des OT Brest wird von Neubauten dominiert, es sind nur relativ wenige ältere Gebäude erhalten geblieben. Nahe dem Friedhof im OT Brest wird der Brester Toten der beiden Weltkriege sowie des Deutsch-Französischen Krieges 1870/71 gedacht. Hier steht auch eine kleine Backsteinkapelle aus der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts.

Museen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In einer Museumsscheune im Ortsteil Reith können Landwirtschaftsgeräte besichtigt werden.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ansässige Unternehmen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Wirtschaftsleben der Gemeinde wird durch die Landwirtschaft geprägt. Neben Bauernhöfen gibt es einige auf Landwirtschaft spezialisierte Gewerbebetriebe sowie eine Werkstatt, die sich auf die Restaurierung von Rolls-Royce-Oldtimern spezialisiert hat.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Brest – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Landesbetrieb für Statistik und Kommunikationstechnologie Niedersachsen, 100 Bevölkerungsfortschreibung – Basis Zensus 2011, Stand 31. Dezember 2015 (Hilfe dazu).
  2. Wolf Gruner: Der geschlossene Arbeitseinsatz deutscher Juden - Zur Zwangsarbeit als Element der Verfolgung 1938-1943. Berlin 1997, ISBN 3-926893-32-X, S. 221.
  3. Der Ortsnamenforscher auf NDR 1 Niedersachsen, Recherche Jürgen Udolph
  4. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 246.