Lößnitz (Erzgebirge)

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Lößnitz (Erzgebirge)
Lößnitz (Erzgebirge)
Deutschlandkarte, Position der Stadt Lößnitz (Erzgebirge) hervorgehoben

Koordinaten: 50° 37′ N, 12° 44′ O

Basisdaten
Bundesland: Sachsen
Landkreis: Erzgebirgskreis
Höhe: 422 m ü. NHN
Fläche: 30,49 km2
Einwohner: 8074 (31. Dez. 2020)[1]
Bevölkerungsdichte: 265 Einwohner je km2
Postleitzahl: 08294
Vorwahl: 03771
Kfz-Kennzeichen: ERZ, ANA, ASZ, AU, MAB, MEK, STL, SZB, ZP
Gemeindeschlüssel: 14 5 21 370
Stadtgliederung: 6 Ortsteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Marktplatz 1
08294 Lößnitz (Erzgebirge)
Website: www.loessnitz.de
Bürgermeister: Alexander Troll (CDU)
Lage der Stadt Lößnitz im Erzgebirgskreis
SachsenAmtsbergAnnaberg-BuchholzAue-Bad SchlemaAuerbach (Erzgebirge)Bärenstein (Erzgebirge)Lauter-BernsbachBockauBörnichen/Erzgeb.Breitenbrunn/Erzgeb.BurkhardtsdorfCrottendorfDeutschneudorfDrebachEhrenfriedersdorfEibenstockElterleinGelenau/Erzgeb.GeyerGornau/Erzgeb.GornsdorfGroßolbersdorfGroßrückerswaldeGrünhain-BeierfeldGrünhainichenHeidersdorfHohndorfJahnsdorf/Erzgeb.JohanngeorgenstadtJöhstadtKönigswaldeLauter-BernsbachLößnitz (Erzgebirge)LugauMarienbergMildenauNeukirchen/Erzgeb.Niederdorf (Sachsen)NiederwürschnitzOberwiesenthalOelsnitz/Erzgeb.OlbernhauPockau-LengefeldRaschau-MarkersbachScheibenbergSchlettauSchneeberg (Erzgebirge)SchönheideSchwarzenberg/Erzgeb.SehmatalSeiffen/Erzgeb.Stollberg/Erzgeb.StützengrünTannenbergThalheim/Erzgeb.Thermalbad WiesenbadThumWolkenstein (Erzgebirge)ZschopauZschorlauZwönitzKarte
Über dieses Bild
Blick auf Lößnitz

Die Bergstadt Lößnitz (von slawisch lesnice für Waldbach) im Erzgebirge, auf Grund des Alters auch Muhme genannt, ist eine Stadt im Erzgebirgskreis, Sachsen, Deutschland und gehört zum Städtebund Silberberg.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lößnitz ist eine Kleinstadt im westlichen Teil des Erzgebirges und gehört seit dem Ende des 20. Jahrhunderts zum Erzgebirgskreis. Sie liegt, eingebettet von bewaldeten Höhenzügen, in einem langgezogenen Tal in ca. 432 m Höhe über NN.

Ortsteile[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ortsteil Bevölkerung (31.12.14)
Lößnitz Stadt 6.812 (davon 2.880

in Niederlößnitz)

Affalter 1.074
Grüna 103
Streitwald 339
Dittersdorf 300
Dreihansen 218

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hartenstein Stollberg/Erzgeb.
Bad Schlema
(Stadt Aue-Bad Schlema)
Nachbargemeinden Zwönitz
Aue
(Stadt Aue-Bad Schlema)
Lauter-Bernsbach Grünhain-Beierfeld

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zwischen der Gründung 1170 und dem Ende des Mittelalters[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lößnitz geht auf eine Gründung der Meinheringer (spätere Burggrafen zu Meißen) im Jahr 1170 zurück. In einer Urkunde aus dem Jahr 1284 wurde sie als Civitas bezeichnet. Der Name der Stadt entwickelte sich aus dem altsorbischen Wort Lesnica für Waldbach.[4] Als „Lesnitz, dem Waldort“ taucht der Ort bereits 1238 urkundlich auf. Auf Lößnitzer Flur befindet sich Sebottendorf, welches 1286 wüst fiel.

In dem ersten Jahrhundert nach der Stadtgründung war in Lößnitz eine Münze des Stadtherren, des Burggrafen von Meißen, ihr Münzmeister zu Lößnitz ist 1286 bezeugt. ( Lößnitzer Brakteat )

Die Geschichte von Lößnitz ist in ihrer Anfangszeit eher spekulativ: Ein im Jahr 1304 erwähnter Schulmeister führte zu der Vermutung, dass die Lößnitzer Lateinschule mindestens seit dem Beginn des 14. Jahrhunderts besteht. Der 1372 genannte erste Bürgermeister Hermann von Buten erlaubt die Annahme, dass zu dieser Zeit bereits ein Rathaus bestanden haben muss.

Als „civitas“ 1284 erwähnt, deren Weichbildrecht Kaiser Ludwig 1338 bestätigte. Das Brauwesen als Bestandteil des Weidhbildrechts übten 141 Lößnitzer Bürger innerhalb der Stadtmauer als Brauconsortschaft in Form des Reiheschank bis 1871 (Reichsgründung) aus.

  • 1284 Lößnitzer Brauwesen Braumeister
  • 1286 Münzmeister
  • 1304 Rector Scholarum Schulmeister
  • 1372 1 Bürgermeister benannt
  • 1382 Privilegien von Meinherr VI für Bergbau > 1559 Lößnitzer Bergamt und Bergmeister ( Alte Bergstadt )

Lößnitz verdankt seine Entwicklung dem früh beginnenden Salzhandel, durch den Ort führte die Salzstraße von Halle über Zwickau und Hartenstein nach Böhmen. Der Burggraf zu Meißen hatte Lößnitz im Jahr 1388 das Salzprivileg verliehen. Das bedeutete, die durchziehenden Kaufleute mussten ähnlich dem Niederlagsrecht einen Teil ihrer Waren feilbieten. Das eingenommene Geld durfte nur für den Stadtausbau verwendet werden. Nach Abzug des Salzzehnten an die Obrigkeit blieb der Stadt zu Beginn des 16. Jahrhunderts ein jährlicher Gewinn von 63 Scheffel aus dem Verkauf des Salzes, das entsprach etwa 80 Zentner Salz. (Ein Kilogramm Salz hatte zu dieser Zeit den Wert eines Groschens, was etwa dem Wochenlohn eines Bergmannes entsprach.) Mit den Einnahmen aus dem Salzhandel leistete sich die Stadt unter anderem eine mächtige Stadtmauer mit drei Türmen.[5]

Im Jahr 1382 wurde Lößnitz Bergstadt. Doch noch zum Ende des 14. Jahrhunderts brannte es bis auf die Stadtmühle vor den Toren komplett nieder. Im Jahr 1406 erwarb Graf von Schönburg die Grafschaft Hartenstein und machte Lößnitz zu deren Hauptort. Auf Bitten von Ernst von Schönburg privilegierten Kurfürst Albrecht und Herzog Ernst von Sachsen die Stadt 1483 mit dem Recht eines Jahrmarktes am Sonntag nach Liebfrauen.

1542 hatte die Reformation Lößnitz erreicht. Hier fanden in den 1580er Jahren Hexenprozesse statt. Während dieser Hexenverfolgung wurden im Jahr 1583 der Wagner Christoph Brühl und seine Frau umgebracht: Der Mann wurde gehenkt, die Frau unter dem Vorwurf des Schaden- und Wetterzaubers verbrannt.[6]

17. Jahrhundert bis zum Ende des 20. Jahrhunderts[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zwischen 1601 und 1607 bauten die Bürger ihr bisheriges Rathaus um, zunächst war ein neues Portal fertiggestellt. Allerdings fielen das Rathaus, die Kirche, das Pfarr- und Schulgebäude und weitere 108 Häuser im Jahr 1616 der „Roten Ruhr“ (wie dieser Stadtbrand genannt wurde) zum Opfer. In den Folgejahren hatte die Stadt mit Plünderungen, der Pest und einem erneuten Stadtbrand zu kämpfen.

Neben der wiederaufgebauten mittelalterlichen St. Johanniskirche wurde 1714 die barocke Hospitalkirche St. Georg eingeweiht.[7]

Am 10. Dezember 1806 fielen das Rathaus, Pfarr- und Schulgebäude, das Brau- und Malzhaus sowie 182 Häuser und 16 Scheunen dem Feuer zum Opfer. Mitten in dem gerade begonnenen Wiederaufbau setzte ein Blitzeinschlag 1809 wieder große Teile der Stadt in Brand. Von den bei diesem Stadtbrand zerstörten 104 Häusern waren 26 gerade erneuerte Gebäude dabei. Die alte Stadtpfarrkirche St. Johannis wurde abgerissen und als steinerner Bau neu errichtet. Am 29. Oktober 1826 wurde sie als Haupt- und Stadtkirche eingeweiht. Spätere Brände zerstörten die Hospitalkirche, die bis 1862 erneuert wurde.

Nachdem die städtische Gerichtsbarkeit an das Haus Schönburg abgetreten worden war, entstand 1861 das „Fürstlich Schönburgische Justizamt Stein“. Infolge der Übernahme der schönburgischen Fürstentümer durch das Königreich Sachsen 1878 erhielt Lößnitz ein Königlich-Sächsisches Amtsgericht, das bis 1931 bestand.

Durch königliches Dekret vom 11. Oktober 1851 wurde am 3. Januar 1852 die Lößnitzer Sparkasse im Rathaus eröffnet. Verzinst wurden die Spareinlagen mit 3 %.

Das erste Geschäftsjahr wies einen Einlagenbestand von 4904 Taler aus.

Im Ersten Weltkrieg wurden 1917 die Bronze-Glocken der St. Johanniskirche und der Hospitalkirche eingeschmolzen. Bis zum Jahr 1920 erhielt die St. Johanniskirche drei neue Glocken. Im Jahre 1939 installierte man in der Turmlaterne der Kirche ein aus 23 Bronzeglocken bestehendes Glockenspiel.

Als das Ende des Zweiten Weltkriegs abzusehen war, wollte der Zweite Bürgermeister Rudolf Weber am 20. April 1945 die Stadt den Amerikanern kampflos übergeben, woraufhin ihn die in der Stadt präsente Waffen-SS standrechtlich erschießen ließ.[8] Zu seinen Ehren ließ die Lößnitzer Stadtverwaltung später am Rathaus eine Gedenktafel anbringen. Zwischen 1985 und 1992 entstand am Rande der Stadt ein großes Siedlungsgebiet, in dem im 21. Jahrhundert fast die Hälfte der Bevölkerung lebt.

Der äiteste Schnitzverein im Erzgebirge ist in Lößnitz und wurde am 12. Januar 1879 gegründet.Lößnitzer Schnitz - und Bergverein e.V. ( www.schnitzverein.de)

Handwerksinnungen in Lößnitz ( nach Oesfeld )

Innungsladen und Briefe im Lößnitzer Stadtarchiv

Fleischhauer 1645

Tuchmacher 1487

Schuhmacher 1475

Böttcher,Wagner,Drechsler,

Fleischhauer,Schmiede,

Schlosser, Büchsenmacher 1640

Zeug - und Leinweber 1650

Maurer,Zimmerleute

Schieferdecker,Glaser 1695

Huf - ,Waffen -,Büchsenschmiede

Schlosser,Nagelschmiede 1689

Bäcker 1475

Schneider 1550

Posamentierer 1728

Messer - und Nagelschmiede 1369

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Folgende Einwohnerzahlen (ab 1982) beziehen sich auf den 31. Dezember des voranstehenden Jahres mit Gebietsstand Januar 2007:

1546 bis 1939

  • 1546: 0675
  • 1715 1800
  • 1815 3194
  • 1871: 5.332
  • 1890: 5.886
  • 1910: 7.378
  • 1925: 7.742
  • 1939: 7.481

1946 bis 1986

  • 1946: 7.786
  • 1950: 9.488
  • 1964: 8.542
  • 1982: 8.876
  • 1983: 8.780
  • 1984: 8.724
  • 1985: 8.648
  • 1986: 8.500

1987 bis 1994

  • 1987: 08.484
  • 1988: 10.205
  • 1989: 11.620
  • 1990: 12.270
  • 1991: 12.951
  • 1992: 13.098
  • 1993: 13.056
  • 1994: 12.801

1995 bis 2002

  • 1995: 12.555
  • 1996: 12.302
  • 1997: 12.041
  • 1998: 11.760
  • 1999: 11.527
  • 2000: 11.262
  • 2001: 11.068
  • 2002: 10.769

2003 bis 2013

  • 2003: 10.601
  • 2004: 10.479
  • 2005: 10.374
  • 2006: 10.184
  • 2007: 10.035
  • 2009: 09.619
  • 2012: 09.142
  • 2013: 08.985
2014 bis
Quellen: Digitales Historisches Ortsverzeichnis von Sachsen (1546–1964), Statistisches Landesamt des Freistaates Sachsen (ab 1982)

Das Maximum der Einwohnerzahlen lag in der Mitte der 1990er Jahre, nachdem durch das damals erst neu fertig gestellte Wohngebiet aus Gründen der Wohnungsnot im Altlandkreis Aue viele aus den umliegenden Orten zuzogen. Dieser Trend kehrte sich doch relativ schnell um, da in den Herkunftsorten auch neuer moderner Wohnraum entstand. So gingen viele wieder zurück. Einige wechselten aufgrund der Arbeitsstelle auch in die alten Bundesländern.

Niederlößnitz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der heutige Ortsteil Niederlößnitz war ursprünglich ein Bauerndorf unterhalb des Zuflusses des Aubaches in den Lößnitzbach. Aus dem Jahr 1497 stammt die erste bekannte Nennung des Ortes als Niderlesenitzs. Zirka 100 Jahre später zählte der Ort bereits 6 besessene Mann. Eines der Güter war vom Frondienst freigestellt und diente als herrschaftliches Jagdhaus. A. Schuhmann erwähnte 1820 in seinem Lexikon zwei Mahlmühlen sowie eine Papiermühle. Die Papiermühle, welche zuvor ein Zain- und Waffenhammer gewesen sein soll, brannte jedoch 1808 ab und wurde nicht wieder aufgebaut. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts ( 1875 ) wurde die Bahnlinie zwischen Chemnitz und Aue in Betrieb genommen, an welcher 1885 die Haltestelle Unterer Bahnhof eröffnet wurde. Nach dem Bau des Bahnhofs entstanden Häuserviertel und Industriebauten, was letztendlich die Eingemeindung des Waldhufendorfes Niederlößnitz zur Stadt Lößnitz im Jahr 1898 zur Folge hatte.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stadtratswahl am 12. Juni 1994

CDU 8 Sitze

SPD 6 Sitze

DSU 1 Sitz

PDS 2 Sitze

Bündnis 90/ Grüne 1 Sitz

Stadtratswahlen am 13. Juni 1999

CDU 14 Sitze

SPD 4 Sitze

PDS 3 Sitze

Wählervereinigung

Affalter 1 Sitz

Stadtratswahlen 13. Juni 2004

CDU 13 Sitze

SPD 2 Sitze

PDS 5 Sitze

Wählervereinigung

Affalter 2 Sitze

Stadtratswahlen 7. Juni 2009

CDU 9 Sitze

Die Linke 3 Sitze

SPD 2 Sitze

Wählerver.Affalter 2 Sitze

FDP 1 Sitz

NPD 1 Sitz

Stadtratswahlen am 25. Mai 2014

CDU 8 Sitze

Die Linke 4 Sitze

Wählerver.Affalter 3 Sitze

SPD 3 Sitze

Stadtratswahlen am 26. Mai 2019

CDU 6 Sitze

AfD 3 Sitze ( 1 unbesetzt )

MHERZ 3 Sitze

Die Linke 3 Sitze

Wählerver. Affalter 2 Sitze

SPD 1 Sitz

Stadtrat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat besteht aus 17 gewählten Mitgliedern. Die nachfolgende Aufteilung ist das Ergebnis der Kommunalwahl 2019.[11]

Gemeinderatswahl 2019
Wahlbeteiligung: 61,5 %
 %
40
30
20
10
0
31,2 %
13,9 %
13,7 %
9,0 %
17,9 %
14,4 %
FV Affalter
MHERZ
Sitzverteilung 2019
3
1
2
6
2
3
Insgesamt 17 Sitze
  • Linke: 3
  • SPD: 1
  • FV Affalter: 2
  • CDU: 6
  • AfD: 2
  • MHERZ: 3

[12]

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister der Stadt Lößnitz seit dem Jahr 1372:

  1. 1372 Hermann von der Buten (= Hermann Butener)
  2. 1396 Ulrich Holczel im Rat noch 1400
  3. 1399 Nickel Glasperg d.Ä.im Rat noch 1429
  4. 1400 Johannes Drischel 1449
  5. 1406 Hans Fleck *
  6. 1411 Hans Reynolt
  7. 1425 Nickel Glasperg d. J.
  8. 1428 Jorge Dorental (= Jorg Dornthal)
  9. 1428 Hans Snebeler
  10. 1430 Nickel Hußeler (= Nickel Häußler)*
  11. 1437 Michel Weydelich im Rat ab 1422
  12. 1441 Peter Motsch
  13. 1443 Nickel Horlmann
  14. 1449 Matz Schmidt im Rat ab 1428
  15. 1452 Nickel Snebel im Rat ab 1430
  16. 1455 Hans Frentzel
  17. 1461 Lorenz Hummel
  18. 1468 Benedix Bornheinrich
  19. 1470 Cuntz Glaser im Rat ab 1443
  20. 1476 Johannes Zechendorffer *
  21. 1477 Peter Geßner *
  22. 1479 Andreas Frentzel im Rat ab 1462
  23. 1482 Barthel Peck (auch: Barthel Clauß)
  24. 1499 Hans Günther *
  25. 1502 Hans Seydel
  26. 1507 Michael Geßner
  27. 1509 Augsten Thuler *
  28. 1518 Nickel Ilgen *
  29. 1519 Paul Peck
  30. 1520 Fabian Frentzel *
  31. 1523 Matts Thurler
  32. 1535 Oswald Richter
  33. 1536 Caspar Lippmann
  34. 1539 Michael Zechendorffer *
  35. 1544 Valten Ihan
  36. 1548 Wolff Bach d. Ä. *
  37. 1551 Georg Ilgen *
  38. 1560 Oswald Günther (auch Oswald Asmann) *
  39. 1562 Blaslus Bach (auch Blaslus Behmisch) *
  40. 1564 Michael Bernhart
  41. 1565 Matts Schmidt (auch Matts Müller) *
  42. 1580 Melchior Clotz *
  43. 1588 Hans Spieß
  44. 1593 Matts Kempter
  45. 1598 David Geßner *
  46. 1603 Wolff Bach d. J.*
  47. 1606 Hieronymus Bannewitz
  48. 1625 Thomas Schmidt *
  49. 1626 Andreas Gersler
  50. 1632 Elias Häußler *
  51. 1634 Caspar Caleiß
  52. 1640 Gregor Bretschneider *
  53. 1644 Conrad Rohrlapper
  54. 1645 Christoph Struntz d. Ä.
  55. 1647 Wolfgang Brückner
  56. 1647 Philipp Kupfer *
  57. 1669 Johann Beyer
  58. 1676 Christoph Häußler *
  59. 1686 Christian Kaleiß
  60. 1698 Christoph Struntz d. J.
  61. 1699 Theodor Falkner
  62. 1703 Salomon Leonhard
  63. 1721 Siegfried Gerber
  64. 1729 Johann Krauß
  65. 1733 Johann Christoph Bretschneider
  66. 1743 Michael Deumann
  67. 1749 Christoph Irmisch
  68. 1751 Johann Christoph Rau
  69. 1771 Georg Friedrich Gerber
  70. 1774 Gottwald Demmler
  71. 1775 Georg Christoph Bretschneider
  72. 1783 Christoph Günther
  73. 1790 Christoph Friedrich Becher
  74. 1799 Christian Friedrich Eydner
  75. 1804 Gottfried Gerber
  76. 1810 Christian Friedrich Günther
  77. 1822 Gottlob Friedrich Heeg
  78. 1824 Christian Friedrich Graf
  79. 1827 David Friedrich
  80. 1828 Christian Traugott Schorler
  81. 1836 Carl Adolph Stoffel
  82. 1848 Dr. Otto Krauße
  83. 1884 Dr. Karl Heinrich von Woydt
  84. 1886 Friedrich Ernst Zieger
  85. 1913 Dr. jur.Heinrich Gottlieb Emil Fabian
  86. 1922 Richard Alexander Tauscher
  87. 1934 Ernst Oertel
  88. 1935 Otto Ottiger
  89. 1945 Rudolph Weber
  90. 1946 Kurt Friedrich
  91. 1950 Kurt Müller ( später Karl-Marx-Stadt )
  92. 1952 Rolf Böhme
  93. 1959 Gottfried Seidel
  94. 1966 Gerda Fiedler
  95. 1984 Manfred Fankhänel
  96. 1989 Erika Walther
  97. 1989 Karl-Heinz Neubert
  98. 1990 Gotthard Troll (einstimmig / 94 mit 66 % / 2001 mit 98,8 % / 2008 mit 98,8 %)
  99. 2015 Alexander Troll
  • nachweislich Nachfahren bis heute / Die Bürgermeister Hans und Oswald Günther sind Ahnen vieler heutiger Lößnitzer, auch des Bürgermeisters Gotthard Troll, sowie seinem Sohn Alexander.

Im Juni 2015 wurde im zweiten Wahlgang Alexander Troll zum Nachfolger von Gotthard Troll gewählt.[13]

Stadtwappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siegel von 1372 : 3 Türme auf einer Mauer, deren größter und mittlerer das Wappen der Burggrafen von Meißen ( Andreaskreuz) trägt

Das Lößnitzer Stadtwappen zeigt im Innenteil ein schwarzes Andreaskreuz (das Wappen der Burggrafen zu Meißen und Gründer der Stadt) auf gelbem Grund. Das Andreaskreuz ist umgeben von drei, auf einer symbolisch dargestellten Mauer gestützten Türmen auf rotem Grund. Mauer und Türme sind Hinweise auf die einstige Wehrhaftigkeit der Stadt, die drei Türme symbolisieren die ehemaligen drei Stadttore.

Städtepartnerschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 1990 besteht eine Städtepartnerschaft mit der westfälischen Stadt Borgholzhausen.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

St. Johanniskirche, geweiht 1826.[14]

Lehrpfad[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Rathaus mit dem Rathausportal aus dem Jahre 1601
  • Muhme-Campus.

Volksfeste und Märkte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Dorffest Draffaller[15]
  • Lößnitzer Salzmarkt (drittes Wochenende im Juni )
  • Naturmarkt (im September)
  • Rassegeflügelschau[5]
  • Voltigierturnier (Mai)[5]
  • Wochenmarkt an jedem Donnerstag
  • Weihnachtsmarkt (jeweils am Wochenende des 3. Advent)

Für Kontroversen sorgte der seit 2016 abgehaltene „Erzgebirgische Heimattag“, da es nach Recherchen von Journalisten personelle Überschneidungen zwischen dem Veranstalterverein Haamitleit e. V. und dem Erzgebirge-Ableger der vom Verfassungsschutz als rechtsextrem eingestuften Identitären Bewegung (IB) gibt.[16][17] Dazu gab es im Sächsischen Landtag eine kleine Anfrage des Abgeordneten Valentin Lippmann von der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen am 14. September 2016[18] die vom damaligen Innenminister Markus Ulbig wie folgt beantwortet wurde "Hierzu liegen der Staatsregierung keine Erkenntnisse vor."

Gedenkstätten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weber-Gedenktafel
  • Gedenktafel am Eingang des Rathauses zur Erinnerung an den von SS-Männern ermordeten Bürgermeister Rudolf Weber
  • Grabfeld mit drei Gedenksteinen auf dem Ortsfriedhof für die hier beigesetzten 19 sowjetischen Kriegsgefangenen, die während des Zweiten Weltkrieges in der Schieferzeche Zwangsarbeit verrichten mussten und an den unmenschlichen Lebensbedingungen zugrunde gingen
  • Gedenkstein auf dem kleinen Rathausvorplatz für die Opfer des Faschismus

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Marktrecht beschränkte sich auch nicht mehr nur auf den Salzhandel, sodass die Bürger und Händler über die Jahrhunderte zu einigem Reichtum gelangten. Mit der etwa um das Jahr 1850 einsetzenden allgemeinen Industrialisierung wurde Lößnitz ein bedeutendes Industriezentrum des westlichen Erzgebirges. Darunter entwickelten sich vor allem Betriebe der Schuhindustrie, des Maschinenbaus, der Textilveredelung- und verarbeitung und der Metallwarenindustrie. Auch der Abbau von Schiefer rund um die Stadt für Wand- und Dachverkleidungen war lange bedeutsam. Mit der deutschen Wiedervereinigung kam es zu tiefgreifenden Veränderungen in der Region und zum Verlust eines großen Teils der heimischen Industrie.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Bundesstraße 169 führt durch das Ortsgebiet. Nächste Autobahnabfahrten der A 72 sind Hartenstein oder Stollberg.

Lößnitz liegt an der Bahnstrecke Chemnitz–Aue (Zwönitztalbahn) und besitzt zwei Bahnhöfe (oberer Bahnhof, unterer Bahnhof). Der Bahnverkehr wird durchgeführt von der Erzgebirgsbahn, einem Tochterunternehmen der Deutschen Bahn AG. Im Nahverkehr gilt – wie bei den Lößnitz berührenden Buslinien – der Tarif des Verkehrsverbund Mittelsachsen.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Zwischen Zwickauer Mulde und Geyerschem Wald (= Werte unserer Heimat. Band 31). 1. Auflage. Akademie Verlag, Berlin 1978.
  • Dieter Kutschke, Bernd Ullrich: Zur Geschichte des Schieferbergbaus bei Lößnitz in Sachsen am Nordrand des Erzgebirges. In: Der Anschnitt 63(2011) Heft 4/5, S. 168–https://de.wikipedia.org/wiki/Diskussion:L%C3%B6%C3%9Fnitz_(Erzgebirge)184
  • Gotthelf Friedrich Oesfeld: Historische Beschreibung einiger merkwürdigen Städte im Erzgebürge – Insonderheit der Hochgräfl. Schönburgl. freyen Bergstadt Lößnitz im Erzgebürge mit ihren umliegenden Gegenden. Halle, 1776/77; Reprint 1998
  • Lößnitz. In: August Schumann: Vollständiges Staats-, Post- und Zeitungslexikon von Sachsen. 5. Band. Schumann, Zwickau 1818, S. 811–821.
  • Lößnitz (Stadt). In: August Schumann: Vollständiges Staats-, Post- und Zeitungslexikon von Sachsen. 17. Band. Schumann, Zwickau 1830, S. 967–971.
  • Richard Steche: Lössnitz. In: Beschreibende Darstellung der älteren Bau- und Kunstdenkmäler des Königreichs Sachsen. 8. Heft: Amtshauptmannschaft Schwarzenberg. C. C. Meinhold, Dresden 1887, S. 22.
  • Lößnitz. In: Siegfried Sieber „Aue und Umgebung“, Berlin 1927

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Lößnitz – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Wikivoyage: Lößnitz – Reiseführer

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bevölkerung des Freistaates Sachsen nach Gemeinden am 31. Dezember 2020 (Hilfe dazu).
  2. StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 1999
  3. a b Gemeinden 1994 und ihre Veränderungen seit 01.01.1948 in den neuen Ländern, Verlag Metzler-Poeschel, Stuttgart, 1995, ISBN 3-8246-0321-7, Herausgeber: Statistisches Bundesamt
  4. Ernst Eichler und Hans Walther: Sachsen. Alle Städtenamen und deren Geschichte, Faber und Faber Verlag, Leipzig 2007 ISBN 978-3-86730-038-4, S. 187
  5. a b c Reisezeit im Erzgebirge, Ausgabe Frühjahr/ Sommer 2014, Seite 14
  6. Manfred Wilde: Die Zauberei- und Hexenprozesse in Kursachsen, Köln, Weimar, Wien 2003, S. 511f.
  7. a b Die Hospitalkirche Sankt-Georg (Memento vom 23. September 2016 im Internet Archive)
  8. Gisela Reller: Die Lebenden und der Tote, in: Die Stunde Null, Berlin 1966, S. 47
  9. Bevölkerungsentwicklung im Freistaat Sachsen nach Gemeinden 2016. Abgerufen am 9. Januar 2019.
  10. Bevölkerung des Freistaates Sachsen jeweils am Monatsende ausgewählter Berichtsmonate nach Gemeinden. Abgerufen am 9. Januar 2019.
  11. Kommunalwahl Sachsen 2019 Ergebnisse der Stadt-/Gemeinderatswahl in Lößnitz, Stadt, auf saechsische.de, abgerufen am 8. November 2020
  12. Stadtarchiv Lößnitz
  13. https://www.statistik.sachsen.de/wpr_alt/pkg_s10_bmlr.prc_erg_bm_a?p_bz_bzid=BM151&p_ebene=GE&p_ort=14521370
  14. a b Stadtkirche der Bergstadt Lößnitz (Memento vom 13. Dezember 2013 im Internet Archive)
  15. Dorffest Draffaller; Beispiel aus dem Jahr 2010 (Memento vom 14. Juni 2013 im Internet Archive)
  16. Andrea Röpke, Andreas Speit: Völkische Landnahme. Alte Sippen, junge Siedler, rechte Ökos. Ch. Links Verlag, Berlin 2019, S. 168
  17. Kira Ayyadi: Erzgebirge in Sachsen: Wie junge Menschen in rechtsextremen Hochburgen dagegen halten. Belltower.News, 27. August 2019
  18. kleine Anfrage des Abgeordneten Valentin Lippmann (Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN), auf edas.landtag.sachsen.de