Olbernhau

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Olbernhau
Olbernhau
Deutschlandkarte, Position der Stadt Olbernhau hervorgehoben
50.65916666666713.339166666667450Koordinaten: 50° 40′ N, 13° 20′ O
Basisdaten
Bundesland: Sachsen
Landkreis: Erzgebirgskreis
Höhe: 450 m ü. NHN
Fläche: 70,42 km²
Einwohner: 9276 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 132 Einwohner je km²
Postleitzahl: 09526
Vorwahl: 037360
Kfz-Kennzeichen: ERZ, ANA, ASZ, AU, MAB, MEK, STL, SZB, ZP
Gemeindeschlüssel: 14 5 21 460
Adresse der
Stadtverwaltung:
Grünthaler Str. 28
09526 Olbernhau
Webpräsenz: www.olbernhau.de
Bürgermeister: Steffen Laub (CDU)
Lage der Stadt Olbernhau im Erzgebirgskreis
Sachsen Amtsberg Annaberg-Buchholz Aue Auerbach (Erzgebirge) Bad Schlema Bärenstein (Erzgebirge) Lauter-Bernsbach Bockau Börnichen/Erzgeb. Breitenbrunn/Erzgeb. Burkhardtsdorf Crottendorf Deutschneudorf Drebach Ehrenfriedersdorf Eibenstock Elterlein Lugau/Erzgeb. Gelenau/Erzgeb. Geyer Gornau/Erzgeb. Gornsdorf Großolbersdorf Großrückerswalde Grünhain-Beierfeld Grünhainichen Heidersdorf Hohndorf Zwönitz Jahnsdorf/Erzgeb. Johanngeorgenstadt Jöhstadt Königswalde Lauter-Bernsbach Lößnitz (Erzgebirge) Lugau/Erzgeb. Marienberg Mildenau Neukirchen/Erzgeb. Niederdorf (Sachsen) Niederwürschnitz Oberwiesenthal Oelsnitz/Erzgeb. Olbernhau Pfaffroda Pockau-Lengefeld Raschau-Markersbach Scheibenberg Schlettau Schneeberg (Erzgebirge) Schönheide Schwarzenberg/Erzgeb. Sehmatal Seiffen/Erzgeb. Stollberg/Erzgeb. Stützengrün Tannenberg Thalheim/Erzgeb. Thermalbad Wiesenbad Thum Wolkenstein (Erzgebirge) Zschopau Zschorlau ZwönitzKarte
Über dieses Bild
Brunnen am Marktplatz

Olbernhau ist eine Stadt im Erzgebirgskreis in Sachsen. Die "Stadt der sieben Täler" wurde 1434 das erste mal urkundlich erwähnt.

Geographie[Bearbeiten]

Geographische Lage[Bearbeiten]

Die Stadt Olbernhau liegt im Mittleren Erzgebirge an der Grenze zur Tschechischen Republik. Sie wird auch „Stadt der sieben Täler“ genannt, weil sie im Tal der Flöha und ihrer Nebentäler liegt, deren Bäche in die Flöha münden. Die sieben Täler sind Flöhatal, Schweinitztal, Natzschungtal, Bielatal, Rungstocktal, Bärenbachtal und Dörfelbachtal. Olbernhau ist von Bergen zwischen 700 m bis 921 m (Lesenská pláň auf tschechischer Seite – Luftlinie weniger als 5 km) Höhe umgeben, die sich bis zu beinahe 500 m über die Talsohle erheben. Der höchste Berg auf Olbernhauer Grund ist der Steinhübel mit 816 m über NN.

Stadtgliederung[Bearbeiten]

  • Gemeindeteile:
    • Leibnitzdörfel (Dörfel)
    • Rungstock
    • Bauerndorf

Geschichte[Bearbeiten]

Ersterwähnung und Namensherkunft[Bearbeiten]

Rittergut Olbernhau (um 1860)
Albertstrasse und Kaiserliches Postamt 1905
Olbernhauer Kirche am Markt, Februar 2010

Der Ortsname stammt vermutlich vom Eigennamen Albert (Albernhaw, Alberthau, Albernhau, Albretshain) ab und stellt den Einschlag vorhandenen Waldes (-hau) dar. Die Anfänge des Ortes Olbernhau liegen in der Zeit des 12. und 13. Jahrhunderts. Der böhmische Adlige Slavko von Hrabischitz stiftete 1196 das Zisterzienser-Kloster Ossegg, auch um Erze im oberen Flöhatal zu suchen. Die älteste nachweisliche urkundliche Erwähnung datiert aus dem Jahr 1434 (Albernaw). Aus diesem Vertrag geht hervor, dass Olbernhau an den Patrizier Caspar von Berbisdorf verkauft wurde.

Der älteste Nachweis bergbaulicher Tätigkeiten stammt von 1511. Mit der Reformation 1539 wurde Olbernhau selbstständige Parochie. 1556 wurde erstmals eine Schule erwähnt. Die erste steinerne Kirche wurde am 2. November 1590 eingeweiht.

Entwicklung des Ortes bis 1945[Bearbeiten]

Um 1684 begannen erste Personen in Olbernhau mit der Herstellung von Büchsen. 1690 wurde im Rungstocktal die erste Olbernhauer Rohrschmiede errichtet. 1708 lieferte die Gewehrmanufaktur 12.000 Gewehre an die sächsische Armee. Eine neue Schule wurde 1748 errichtet. Der erste praktizierende Arzt ist 1777 nachweisbar. 1815 wurde eine Pulvermühle errichtet; in den Jahren 1835, 1850 und 1865 kam es zu Explosionen in der Fabrik. 1854 wurde die letzte Waffe in Olbernhau gefertigt. 1868 wurde ein neues Schulgebäude eingeweiht und 1869 die Freiwillige Feuerwehr gegründet. Mit der Eröffnung der Flöhatalbahn am 24. Mai 1875 erhielt Olbernhau Anschluss ans Eisenbahnnetz. 1878 wurde ein Kindergarten eingerichtet. Bei einem heftigen Gewitter kam es am 30. Mai 1882 zu starken Überschwemmungen. Am 1. Januar 1885 wurde das Krankenhaus eröffnet, 1886 eine Gasanstalt erbaut und die Gasbeleuchtung eingeführt. 1890 wurde von Braumeister Clemens Ferdinand Köhler und seinem Sohn Clemens Theodor Köhler im Haus Am Markt 1 die Brauerei "Brauerei C. F. Köhler & Sohn" eröffnet. Am 5. Juli 1892 wurde das erste Elektrizitätswerk Sachsens eröffnet, 1895 die Eisenbahnstrecke nach Neuhausen sowie eine Hochdruckwasserleitung in Betrieb genommen. Am 1. Januar 1902 erhielt Olbernhau das Stadtrecht. Am 25. Dezember 1906 wurde das im Jugendstil erbaute Konzert- und Ballhaus Tivoli eröffnet. Die Marktbrücke wurde 1928 verbreitert, das Schwimmbad 1930 eröffnet. Im Januar 1932 richtete ein Hochwasser beträchtlichen Schaden an. Das Gymnasium wurde 1940 als Oberschule eingeweiht. Am Schäfereiberg wurde 1944 eine Molkerei mit einer Tagesproduktionskapazität von 15.000 l fertiggestellt.

1945 bis ins 21. Jahrhundert[Bearbeiten]

Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs siedelten sich in Olbernhau einige Industriebetriebe an, darunter ein Blechwalzwerk (das hatte es schon zuvor gegeben, wurde jedoch umfassend modernisiert und erweitert), eine Kunstglasveredlung (1946 eingerichtet), viele Manufakturen, die Wachsblumen, Holzspielwaren, Möbel und Kunstgewerbe erzeugten. Auch die Nahrungs- und Genussmittelindustrie sowie Zulieferbetriebe für den Fahrzeugbau entstanden. Verwaltungsmäßig galt Olbernhau als Industriestadt im Bezirk Karl-Marx-Stadt. Im Jahr 1962 wurden 14.200 Einwohner gezählt. [2] Infolge der politischen Veränderungen nach 1990 und der Neubildung des Freistaates Sachsen gehörte Olbernhau zuerst zum Landkreis Marienberg, seit 2008 zum Erzgebirgskreis.

Vom 12. zum 13. August 2002 verwüstete das schlimmste Flöha-Hochwasser der Geschichte die Innenstadt und alle Häuser zu beiden Seiten des Flusses. Durch Spenden aus ganz Deutschland konnten die Schäden, die sich auf mehrere Millionen Euro beliefen, innerhalb eines Jahres größtenteils beseitigt werden.

Die Stadt plant einen Zusammenschluss mit Pfaffroda und gegebenenfalls auch mit Heidersdorf, Seiffen und Deutschneudorf. Wobei Seiffen eine Fusion mit Heidersdorf und Deutschneudorf anstrebt.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

Folgende Einwohnerzahlen beziehen sich auf den 31. Dezember des voranstehenden Jahres mit Gebietsstand Januar 2007[3]:

1982–1988 1989–1995 1996–2002 2003–2009 2010–2013
1982: 13.903 1989: 13.260 1996: 12.255 2003: 11.284 2010: 09.936
1983: 13.813 1990: 12.997 1997: 12.190 2004: 11.096 2011: 09.780
1984: 13.734 1991: 12.650 1998: 12.079 2005: 10.882 2012: 09.439
1985: 13.643 1992: 12.669 1999: 11.959 2006: 10.716 2013: 09.276
1986: 13.517 1993: 12.608 2000: 11.810 2007: 10.535
1987: 13.492 1994: 12.523 2001: 11.591 2008: 10.362
1988: 13.434 1995: 12.412 2002: 11.405 2009: 10.100

Die Tabelle verdeutlicht einerseits, dass in der DDR die Einwohnerzahlen relativ konstant blieben, andererseits ist zu sehen, dass immer mehr Menschen Olbernhau verlassen, was vermutlich an den fehlenden Arbeitsplätzen liegt.

Politik[Bearbeiten]

Stadtrat und Bürgermeister[Bearbeiten]

Gemeinderatswahl 2014[4]
Wahlbeteiligung: 53,4 %
 %
60
50
40
30
20
10
0
50,5 %
22,5 %
13,6 %
13,4 %

Seit der Gemeinderatswahl am 25. Mai 2014 verteilen sich die 22 Sitze des Stadtrates folgendermaßen auf die einzelnen Gruppierungen:

Bürgermeister[Bearbeiten]

Wappen[Bearbeiten]

Zum Stadtwappen wird ausgeführt, dass der 1902 zur Stadt mit revidierter Städteordnung erhobene Ort in seinem Wappen nicht mehr den Frosch trage, „sondern über blauweißen Wasserwogen strecken drei Fichten ihre Kronen in die Luft, ein Sinnbild dafür, wie im Wasser und Holz die starken Wurzeln seiner Kraft und Blüte ruhen“.

Städtepartnerschaften[Bearbeiten]

Seit 1989 besteht eine Partnerschaft mit Stadtbergen im bayerischen Regierungsbezirk Schwaben nahe Augsburg und seit 1992 mit Litvínov in Tschechien und Brie-Comte-Robert in Frankreich.

Seit dem 1. November 2004 ist die Stadt Mitglied im Regionalmanagement Erzgebirge[5], einer Regionalinitiative des Erzgebirgskreises und weiterer zehn Kommunen des Erzgebirges.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Bauwerke und Plätze[Bearbeiten]

Die Stadt, durch die die Silberstraße führt, entwickelt vor allem den Tourismus. Olbernhau ist reich an Naturschönheiten, als Ausgangspunkt für Wanderungen zu Fuß oder mit dem Fahrrad, für Fahrten in die Umgebung mit ihren landschaftlichen und kulturhistorischen Besonderheiten hat die Stadt eine verkehrsgünstige Lage.

In Olbernhau gibt es zwei Kirchengebäude, die evangelisch-lutherische Kirche (Adresse Blumenauer Straße 2) mit einem Pfarrhaus, einem (im Bau befindlichen neuen Gemeindezentrum) und einem angeschlossenen Friedhof[6] sowie die römisch-katholische Kirche (Adresse Auf der Bleiche 28)[7].

Museen[Bearbeiten]

Museumskomplex Saigerhütte
Saigerhütte Olbernhau-Grünthal
Hauptartikel: Saigerhütte Grünthal

Die Saigerhütte Grünthal ist ein weitgehend erhaltenes Hüttenwerk, etwa 2,5 Kilometer südöstlich des Stadtzentrums. Aufgrund seines geschlossenen Bestandes an Einzeldenkmalen gilt es als weltweit einmaliges Denkmal der Verhüttung im Saigerverfahren. Es umfasst unter anderem die nur noch in Resten vorhandene Schmelzhütte, das Herrenhaus, den noch funktionsfähigen Althammer mit seinen wasserradgetriebenen Schwanzhämmern und Wohnhäuser der Arbeiter.

Zur Komplettierung des Denkmalkomplexes gehören vielfältige Freizeitmöglichkeiten: kleine Geschäfte, das Hotel Saigerhütte mit dem Restaurant Hüttenschänke (in den historischen Gebäuden Hüttenschänke und Haus des Anrichters), eine Bowlingbahn und die Spiel- und Erlebniswelt Stockhausen.

Museum Olbernhau

Das am Markt in einem Gebäude des ehemaligen Rittergutes befindliche Museum zeigt Dauerausstellungen zur Stadt- und Wirtschaftsgeschichte sowie der Volkskunstentwicklung. Die Exponate umfassen unter anderem eine Bauernstube aus der Zeit um 1800 sowie eine über drei Meter hohe Weihnachtspyramide.

Gedenkstätten[Bearbeiten]

Europäische Schmiedestadt[Bearbeiten]

Olbernhau ist Mitglied im Ring der Europäischen Schmiedestädte, der sich zum Ziel gesetzt hat, die regionale Vielfalt des Schmiedehandwerks und der Metallgestaltung in der globalen Einheit Europas auf allen Ebenen zu fördern.

Theater[Bearbeiten]

  • Theater im Museum: Das Areal der Saigerhütte Grünthal dient als Aufführungsort von Einpersonenstücken, die unter anderem das Leben von Barbara Uthmann zeigen.
  • Im ehemaligen Rittergutshof befindet sich das Theater Variabel.

Sport[Bearbeiten]

Olbernhau verfügt über folgende Sportanlagen

  • Freibad mit Beachvolleyballplatz, Tischtennisplatten, Freiluftkegelbahn, Freiluftschach
  • Lehrschwimmhalle mit Sauna
  • Bowling- und Kegelbahnen
  • Minigolfanlage
  • Skilift Frankwarte
  • Tennisplatz
  • Mehrzweckhalle Grünthal
  • Sportkomplex, bestehend aus moderner Sporthalle und mit einer Flutlichtanlage ausgestattetem Sportplatz
  • Sport- und Fußballplätze
  • Stadion an der Blumenauer Straße (Kapazität: etwa 4.000 Plätze)

In Olbernhau beheimatete Sportvereine sind

  • SV Olbernhau (Fußball), früher Stahl Olbernhau: Der traditionsreiche Fußballverein spielt derzeit in der Kreisliga-Ost, erfreut sich jedoch eines in dieser Liga ungewöhnlich hohen Zuschauerzuspruchs. Bis zu 1.000 Zuschauer sehen die Heimspiele im Stadion an der Blumenauer Straße.
  • TSV Olbernhau
  • ST Erzgebirge

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten]

  • Alljährlich im August findet die Olbernhauer Radtour mit zur Wahl stehenden Strecken bis zu 140 km und über 2.000 Teilnehmern aus dem In- und Ausland statt.
  • Im Dezember findet das vom MDR unterstützte Weihnachtsliedersingen im Rittergutshof statt.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Vorrangig durch die Saigerhütte begründet und fortgeführt durch die Sächsischen Kupfer- und Messingwerke F. A. Lange bzw. den VEB Blechwalzwerk Olbernhau, hat sich Olbernhau im Laufe der Jahrhunderte zum wirtschaftlichen Zentrum der Region entwickelt.

Verkehr[Bearbeiten]

Bahnverkehr[Bearbeiten]

Der Bahnhof Olbernhau hat eine wechselvolle Verkehrsgeschichte:

  • Flöhatalbahn
    Neuhausen - Oberneuschönberg - Grünthal - Olbernhau - Pockau - Flöha - Chemnitz
  • Schweinitztalbahn
    Deutschneudorf - Deutschkatharinenberg - Oberlochmühle - Niederlochmühle - Olbernhau - Chemnitz

Busverkehr[Bearbeiten]

Am Olbernhauer Busbahnhof starten und enden die Busfahrten der Regionalverkehr Erzgebirge GmbH, der Autobus Sachsen GmbH und der Regionalverkehr Dresden.

Medizinische Versorgung[Bearbeiten]

Das Klinikum Mittleres Erzgebirge als Krankenhaus der Regelversorgung hat neben dem Hauptstandort in Zschopau eine Filiale in Olbernhau. Das Haus in Olbernhau hat 100 Betten.

Bildung[Bearbeiten]

25. März 1952: Blick in die Stadtbibliothek, die zu dieser etwa 2.200 Bände umfasste.
  • Bergbaulehrpfad: Der Markt von Olbernhau ist Ausgangspunkt eines deutsch-tschechischen Bergbaulehrpfades, welcher über 14 Stationen nach Deutschkatharinenberg führt.
  • Stadtbibliothek: Die im ehemaligen Rittergut befindliche Stadtbibliothek verfügt über einen Bestand von etwa 13.000 Medien (Stand 2014).
  • Volkshochschule: 1919 gegründet – heute im Ortsteil Grünthal befindlich, die größte VHS im Erzgebirgskreis.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten]

  • Johann Samuel Endler (1694–1762), Komponist, Hofkapellmeister in Darmstadt
  • Karl Wilhelm Gebert (1811–1875), Jurist und Politiker, MdR, MdL (Königreich Sachsen)
  • Ewald von Kleist (1825–1877), Politiker, Landrat, Reichstags- und Landtagsabgeordneter
  • Hermann Kretzschmar (1848–1924), Musikwissenschaftler und -schriftsteller
  • Kurt Schatter (1881–1962), Volksschullehrer, sozialdemokratischer Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus, Schulreferent, Abgeordneter des Deutschen Volksrates und der Volkskammer der DDR und VVN-Aktivist
  • Friedrich Franz (1889–1969), Ingenieur
  • Karl Horn (1898–1977), aus Rothenthal, Reichstagsabgeordneter (NSDAP)
  • Heinz Wagner (1912–1994), evangelischer Theologe, 1945–1983 Rundfunkprediger zunächst im „Sender Leipzig“ und später in „Radio DDR“, 1961–1978 Professor für Praktische Theologie an der Universität Leipzig
  • Werner Kaden (* 1928), Musikwissenschaftler
  • Hans-Jürgen Zobel (1928–2000), evangelischer Theologe, Landtagsabgeordneter, Rektor der Universität Greifswald
  • Werner Spickenreuther (* 1930), Lehrer und Heimatforscher
  • Siegfried Bräuer (* 1930), aus Oberneuschönberg, evangelischer Theologe und Historiker
  • Horst-Joachim Rahn (* 1944), Betriebswirt, Pädagoge und Fachbuchautor
  • Helga Seidler (* 1949), aus Oberneuschönberg, Leichtathletin
  • Joachim Käschel (* 1951), Wirtschaftswissenschaftler
  • Heinz-Peter Haustein (* 1954), Unternehmer, Politiker (FDP) und MdB
  • Lutz Martin (* 1954), vorderasiatischer Archäologe
  • Andreas Martin (* 1956), Kettensägenschnitzer und Revierförster
  • Hans Richter (* 1959), Fußballspieler
  • Tino Günther (* 1962), Politiker (FDP)

Personen mit Bezug zum Ort[Bearbeiten]

  • Adolph Lange (1815–1898), Unternehmer und Politiker, Besitzer des Kupferhammers Grünthal
  • Oskar Schanz (1868–1920), Jurist und konservativer Politiker, erster Bürgermeister von Olbernhau, MdL (Königreich Sachsen)
  • Engelbert Zaschka (1895–1955), Oberingenieur, Erfinder und Hubschrauberpionier; lebte zu Beginn der 1920er Jahre in Olbernhau
  • Willy Flößner (1898–1979), Florist, starb in Olbernhau
  • Erwin Günther (1909–1974), erzgebirgischer Mundartsprecher, lebte ab 1956 in Olbernhau
  • Hermann Flade (1932–1980), Politikwissenschaftler und DDR-Oppositioneller

Literatur[Bearbeiten]

  • Die Parochie Olbernhau. In: Neue Sächsische Kirchengalerie, Ephorie Marienberg. Strauch Verlag, Leipzig, Sp. 539–624
  • Olbernhau. In: August Schumann: Vollständiges Staats-, Post- und Zeitungslexikon von Sachsen. 11. Band, Zwickau 1824, S. 792–806. (Digitalisat)
  • Olbernhau. In: Max Grohmann: Das Obererzgebirge und seine Städte, S.1-40 des 11. Kap., Graser Annaberg 1903
  • Um Olbernhau und Seiffen (= Werte unserer Heimat. Band 43). 1. Auflage. Akademie Verlag, Berlin 1985.
  • Landratsamt Mittlerer Erzgebirgskreis (Hrsg.): Zur Geschichte der Städte und Gemeinden im Mittleren Erzgebirgskreis. Eine Zeittafel (Teile 1-3).
  • Rolf Morgenstern: Chronik von Olbernhau zur 750-Jahrfeier. Olbernhau, 2010. (PDF – 8 MB)
  • Paul Ottokar Pinder: Geschichte der Kirchfahrt Olbernhau. Fiedler, Olbernhau 1889 (Digitalisat)
  • Richard Steche: Olbernhau. In: Beschreibende Darstellung der älteren Bau- und Kunstdenkmäler des Königreichs Sachsen. 5. Heft: Amtshauptmannschaft Marienberg. C. C. Meinhold, Dresden 1885, S. 24.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Olbernhau – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Aktuelle Einwohnerzahlen nach Gemeinden 2013 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Meyers Neues Lexikon in acht Bänden. VEB Bibliographisches Institut Leipzig, 1964/65, Band 6, Olbernhau; S. 257.
  3. Quelle: Statistisches Landesamt des Freistaates Sachsen
  4. Ergebnisse der Gemeinderatswahl 2014
  5. Homepage des Regionalmanagements Erzgebirge, abgerufen am 16. März 2015
  6. Homepage Kirchspiel Olbernhaus
  7. Kurzinformation zur kath. Kirche Olbernhau