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Nina Wassiljewna Gawriljuk

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Nina Gawriljuk
Voller Name Nina Wassiljewna Gawriljuk
Nation Russland Russland
Geburtstag 13. April 1965 (60 Jahre)
Geburtsort Sankt PetersburgSowjetunion 1955 Sowjetunion
Karriere
Verein Dinamo St. Petersburg
Status zurückgetreten
Karriereende 2003
Medaillenspiegel
Olympische Medaillen 3 × Goldmedaille 0 × Silbermedaille 1 × Bronzemedaille
WM-Medaillen 6 × Goldmedaille 3 × Silbermedaille 2 × Bronzemedaille
 Olympische Winterspiele
Gold 1988 Calgary Staffel
Gold 1994 Lillehammer Staffel
Bronze 1994 Lillehammer 15 km Freistil
Gold 1998 Nagano Staffel
 Nordische Skiweltmeisterschaften
Gold 1987 Oberstdorf Staffel
Gold 1993 Falun Staffel
Gold 1995 Thunder Bay Staffel
Silber 1995 Thunder Bay Verfolgung
Silber 1995 Thunder Bay 5 km klassisch
Gold 1997 Trondheim Staffel
Bronze 1997 Trondheim Verfolgung
Gold 1999 Ramsau Staffel
Silber 1999 Ramsau Verfolgung
Gold 2001 Lahti Staffel
Bronze 2003 Val di Fiemme Staffel
Platzierungen im Skilanglauf-Weltcup
 Debüt im Weltcup 11. Januar 1986
 Weltcupsiege im Einzel 5  (Details)
 Weltcupsiege im Team 34  (Details)
 Gesamtweltcup 2. (1994/95)
 Sprintweltcup 4. (1998/99, 1999/00)
 Langdistanzweltcup 3. (1996/97)
 Mitteldistanzweltcup 7. (1999/2000)
 Podiumsplatzierungen 1. 2. 3.
 Sprintrennen 1 0 1
 Distanzrennen 4 10 19
 Staffel 34 11 2
 Teamsprint 0 2 0
Platzierungen im Continental Cup (COC)
 Debüt im Continental Cup 5. Dezember 1992
 Continental-Cup-Siege 1  (Details)
 Podiumsplatzierungen 1. 2. 3.
 COC-Einzelrennen 1 0 1

Nina Wassiljewna Gawriljuk (russisch Нина Васильевна Гаврылюк; * 13. April 1965 in Leningrad) ist eine ehemalige russische Skilangläuferin. Sie startete zunächst für die Sowjetunion, 1992 für die GUS und schließlich für Russland. Sie wurde zwischen 1988 und 1998 dreimal Olympiasiegerin mit der sowjetischen beziehungsweise russischen Staffel. Außerdem gewann sie bei den Olympischen Spielen 1994 über 15 Kilometer im klassischen Stil die Bronzemedaille. Auch bei Weltmeisterschaften war sie hauptsächlich als Staffelläuferin erfolgreich: Zwischen 1987 und 2001 wurde sie sechsmal Weltmeisterin, im Jahr 2003 Dritte. Hinzu kommen drei silberne und eine bronzene Medaille in Einzelrennen. Gawriljuks beste Platzierung in der Gesamtwertung des Skilanglauf-Weltcups war der zweite Platz in der Saison 1994/95. Sie konnte fünf Weltcupsiege im Einzel erringen.

Gawriljuk nahm in der Saison 1985/86 in Les Saisies erstmals im Skilanglauf-Weltcup teil und errang dabei den 18. Platz über 10 km Freistil. Zudem erreichte sie in Oberstdorf mit dem dritten Platz mit der Staffel ihre erste Podestplatzierung. In der Saison 1986/87 holte sie mit drei Top-15-Platzierungen ihre ersten Weltcuppunkte und kam in Val di Sole mit dem zweiten Platz mit der Staffel erneut aufs Podest. Beim Saisonhöhepunkt, den Nordischen Skiweltmeisterschaften 1987 in Oberstdorf, gewann sie mit der Staffel die Goldmedaille. Auch im folgenden Jahr konnte sie bei den Olympischen Winterspielen in Calgary diese Medaille gewinnen. Bei den Nordischen Skiweltmeisterschaften 1989 in Lahti wurde sie Elfte über 10 km Freistil. In den folgenden Jahren kam sie nur selten in die Punkteränge und lief erst in der Saison 1992/93 mit sechs Top-Zehn-Platzierungen auf den 11. Platz im Gesamtweltcup und errang im Val di Fiemme den zweiten Platz sowie in Štrbské Pleso den ersten Rang mit der Staffel. Bei den Nordischen Skiweltmeisterschaften 1993 in Falun holte sie erneut die Goldmedaille mit der Staffel und belegte den 15. Platz über 5 km klassisch, den achten Rang über 30 km Freistil sowie den siebten Platz im Verfolgungsrennen. Nach zwei achten Plätzen in den Einzelrennen und Rang eins mit der Staffel in Santa Caterina zu Beginn der Saison 1993/94, kam sie im Weltcupeinzel sechsmal unter die ersten Zehn und wurde damit Achte im Gesamtweltcup. Zudem lief sie in Toblach sowie in Lahti jeweils auf den zweiten Platz und in Falun auf den ersten Rang mit der Staffel. Beim Saisonhöhepunkt, den Olympischen Winterspielen 1994 in Lillehammer, gewann sie die Bronzemedaille über 15 km Freistil und die Goldmedaille mit der Staffel. Außerdem lief sie dort auf den 11. Platz über 5 km klassisch und auf den fünften Rang im Verfolgungsrennen.

In der Saison 1994/95 holte Gawriljuk in Sappada über 5 km Freistil sowie in Falun über 10 km klassisch ihre ersten Weltcupsiege im Einzel und erreichte mit weiteren fünf zweiten Plätzen sowie vier dritten Plätzen den zweiten Platz im Gesamtweltcup. Außerdem holte sie sieben Siege mit der Staffel und gewann bei den Nordischen Skiweltmeisterschaften 1995 in Thunder Bay jeweils die Silbermedaille über 5 km klassisch sowie im Verfolgungsrennen und die Goldmedaille mit der Staffel. In den Einzelrennen über 15 km klassisch und 30 km Freistil wurde sie jeweils Sechste. In der Saison 1995/96 erreichte sie bei 15 Teilnahmen im Weltcupeinzel 14 Top-Zehn-Platzierungen und holte in Oslo über 30 km klassisch ihren dritten Weltcupsieg. Zudem siegte sie viermal mit der Staffel und errang im Weltcupeinzel fünf dritte Plätze. Sie wurde damit zum Saisonende Vierte im Gesamtweltcup. Auch in der Saison 1996/97 errang sie den vierten Platz im Gesamtweltcup und kam auf den sechsten Platz im Sprint-Weltcup sowie auf den dritten Rang im Langdistanz-Weltcup. Dabei kam sie dreimal auf den dritten Platz und siegte fünfmal mit der Staffel. Bei den Nordischen Skiweltmeisterschaften 1997 in Trondheim holte sie Bronze in der Verfolgung und Gold mit der Staffel. Außerdem belegte sie dort den 13. Platz über 30 km klassisch, den fünften Rang über 15 km Freistil und den vierten Platz über 5 km klassisch. In der Saison 1997/98 wurde sie Elfte im Gesamtweltcup und Achte im Sprint-Weltcup. Zudem siegte sie zweimal mit der Staffel und gewann bei den Olympischen Winterspielen 1998 in Nagano die Goldmedaille mit der Staffel. In den Einzelrennen lief sie dort auf den siebten Platz in der Verfolgung und verpasste als Vierte über 5 km klassisch um 0,9 Sekunden eine Medaille.

Nach Platz drei über 5 km Freistil und Rang eins mit der Staffel in Muonio zu Beginn der Saison 1998/99, kam Gawriljuk in Toblach auf den dritten Platz über 5 km Freistil und auf den zweiten Rang in Verfolgung. Es folgten zwei Siege mit der Staffel sowie in Seefeld in Tirol über 5 km Freistil der vierte Weltcupsieg im Einzel. Zudem errang sie in Nové Město den dritten Platz über 15 km Freistil und gewann beim Saisonhöhepunkt, den Nordischen Skiweltmeisterschaften 1999 in Ramsau am Dachstein, die Silbermedaille in der Verfolgung sowie die Goldmedaille mit der Staffel. Im Lauf über 15 km Freistil wurde sie Siebte und über 5 km klassisch Fünfte. Zum Saisonende lief sie in Falun auf den zweiten Platz sowie in Oslo auf den ersten Rang mit der Staffel und erreichte abschließend den sechsten Platz im Langdistanz-Weltcup, den vierten Rang im Sprint-Weltcup sowie den dritten Platz im Gesamtweltcup. In der Saison 1999/2000 triumphierte sie im Weltcup zweimal mit der Staffel und holte im Sprint in Engelberg ihren fünften und damit letzten Weltcupsieg im Einzel. Außerdem kam sie fünfmal auf den zweiten sowie einmal auf den dritten Platz und erreichte damit den siebten Platz im Mitteldistanz-Weltcup, den sechsten Rang im Langdistanz-Weltcup, den fünften Platz im Gesamtweltcup sowie den vierten Platz im Sprint-Weltcup. In der Saison 2000/01 lief sie mit neun Top-Zehn-Ergebnissen, darunter Platz drei im Sprint in Engelberg auf den 11. Platz im Sprintweltcup und auf den achten Rang im Gesamtweltcup. Mit der Staffel siegte sie in Santa Caterina und gewann bei den Nordischen Skiweltmeisterschaften 2001 in Lahti die Goldmedaille. In den Einzelrennen dort belegte sie den achten Platz in der Doppelverfolgung und den fünften Rang im Sprint. In der folgenden Saison holte sie in Kuopio mit der Staffel ihren letzten Weltcupsieg und lief mit drei weiteren Podestplatzierungen auf den 13. Platz im Gesamtweltcup. Beim Saisonhöhepunkt, den Olympischen Winterspielen 2002 in Salt Lake City, belegte sie den 20. Platz im Sprint und den fünften Rang in der Doppelverfolgung. In ihrer letzten Saison als aktive Sportlerin 2002/03 kam sie in Davos mit dem zweiten Platz mit der Staffel im Weltcup letztmals aufs Podest und errang im Gesamtweltcup den 18. Platz. Bei den Nordischen Skiweltmeisterschaften 2003 im Val di Fiemme gewann sie die Bronzemedaille mit der Staffel und wurde dort Zwölfte in der Doppelverfolgung sowie Achte über 30 km Freistil.

Olympische Winterspiele

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  • 1988 Calgary: 1. Platz Staffel
  • 1994 Lillehammer: 1. Platz Staffel, 3. Platz 15 km Freistil, 5. Platz Verfolgung, 11. Platz 5 km klassisch
  • 1998 Nagano: 1. Platz Staffel, 4. Platz 5 km klassisch, 7. Platz Verfolgung
  • 2002 Salt Lake City: 5. Platz Doppelverfolgung, 20. Platz Sprint Freistil

Weltmeisterschaften

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  • 1987 Oberstdorf: 1. Platz Staffel
  • 1989 Lahti: 11. Platz 10 km Freistil
  • 1993 Falun: 1. Platz Staffel, 7. Platz Verfolgung, 8. Platz 30 km Freistil, 15. Platz 5 km klassisch
  • 1995 Thunder Bay: 1. Platz Staffel, 2. Platz 5 km klassisch, 2. Platz Verfolgung, 6. Platz 15 km klassisch, 6. Platz 30 km Freistil
  • 1997 Trondheim: 1. Platz Staffel, 3. Platz Verfolgung, 4. Platz 5 km klassisch, 5. Platz 15 km Freistil, 13. Platz 30 km klassisch
  • 1999 Ramsau am Dachstein: 1. Platz Staffel, 2. Platz Verfolgung, 5. Platz 5 km klassisch, 7. Platz 15 km Freistil
  • 2001 Lahti: 1. Platz Staffel, 5. Platz Sprint Freistil, 8. Platz Doppelverfolgung
  • 2003 Val di Fiemme: 3. Platz Staffel, 8. Platz 30 km Freistil, 12. Platz Doppelverfolgung

Weltcupsiege im Einzel

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Nr. Datum Ort Disziplin
1. 20. Dezember 1994 Italien Sappada 5 km Freistil
2. 4. Februar 1995 Schweden Falun 10 km klassisch
3. 16. März 1996 Norwegen Oslo 30 km klassisch
4. 14. Februar 1999 Osterreich Seefeld in Tirol 5 km Freistil
5. 27. Dezember 1999 Schweiz Engelberg Sprint klassisch

Weltcupsiege im Team

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Nr. Datum Ort Disziplin
1. 17. Februar 1987 Deutschland Oberstdorf 4 × 5 km Staffel 1
2. 23. Februar 1988 Kanada Calgary 4 × 5 km Staffel 2
3. 26. Februar 1993 Schweden Falun 4 × 5 km Staffel 3
4. 20. März 1993 Slowakei Štrbské Pleso 4 × 5 km Staffel 3
5. 12. Dezember 1993 Italien Santa Caterina 4 × 5 km Staffel 4
6. 22. Februar 1994 Norwegen Lillehammer 4 × 5 km Staffel 3
7. 13. März 1994 Schweden Falun 4 × 5 km Staffel 4
8. 18. Dezember 1994 Italien Sappada 4 × 5 km Staffel 5
9. 15. Januar 1995 Tschechien Nové Město 4 × 5 km Staffel 6
10. 29. Januar 1995 Finnland Lahti 4 × 5 km Staffel 7
11. 7. Februar 1995 Norwegen Hamar 4 × 3 km Staffel 6
12. 12. Februar 1995 Norwegen Oslo 4 × 5 km Staffel 6
13. 17. März 1995 Kanada Thunder Bay 4 × 5 km Staffel 6
14. 25. März 1995 Japan Sapporo 4 × 5 km Staffel 8
15. 17. Dezember 1995 Italien Santa Caterina 4 × 5 km Staffel 3
16. 14. Januar 1996 Tschechien Nové Město 4 × 5 km Staffel 4
17. 10. März 1996 Schweden Falun 4 × 5 km Staffel 3
18. 17. März 1996 Norwegen Oslo 4 × 5 km Staffel 9
19. 24. November 1996 Schweden Kiruna 4 × 5 km Staffel 3
20. 15. Dezember 1996 Italien Brusson 4 × 5 km Staffel 10
21. 28. Februar 1997 Norwegen Trondheim 4 × 5 km Staffel 6
22. 9. März 1997 Schweden Falun 4 × 5 km Staffel 6
23. 16. März 1997 Norwegen Oslo 4 × 5 km Staffel 11
24. 23. November 1997 Norwegen Beitostølen 4 × 5 km Staffel 12
25. 8. März 1998 Finnland Lahti 4 × 5 km Staffel 13
26. 29. November 1998 Finnland Muonio 4 × 5 km Staffel 14
27. 20. Dezember 1998 Schweiz Davos 4 × 5 km Staffel 15
28. 10. Januar 1999 Tschechien Nové Město 4 × 5 km Staffel 16
29. 26. Februar 1999 Osterreich Ramsau am Dachstein 4 × 5 km Staffel 17
30. 21. März 1999 Norwegen Oslo 4 × 5 km Staffel 18
31. 19. Dezember 1999 Schweiz Davos 4 × 5 km Staffel 15
32. 4. März 2000 Finnland Lahti 4 × 5 km Staffel 19
33. 9. Dezember 2000 Italien Santa Caterina 4 × 3 km Staffel 20
34. 27. November 2001 Finnland Kuopio 4 × 5 km Staffel 21

2 
Mit Swetlana Nageikina, Tamara Tichonowa und Anfissa Reszowa.

3 
Mit Jelena Välbe, Larissa Lasutina und Ljubow Jegorowa.

4 
Mit Swetlana Nageikina, Larissa Lasutina und Jelena Välbe}.

5 
Mit Olga Danilowa, Olga Sawjalowa und Jelena Välbe.

6 
Mit Olga Danilowa, Larissa Lasutina und Jelena Välbe.

7 
Mit Olga Sawjalowa, Larissa Lasutina und Jelena Välbe.

8 
Mit Larissa Lasutina, Natalja Martynowa und Jelena Välbe.

9 
Mit Swetlana Nageikina, Larissa Lasutina und Olga Sawjalowa.

10 
Mit Olga Danilowa, Ljubow Jegorowa und Jelena Välbe.

11 
Mit Olga Danilowa, Swetlana Nageikina und Jelena Välbe.

12 
Mit Natalja Baranowa-Massalkina, Olga Danilowa und Larissa Lasutina.

13 
Mit Olga Danilowa, Larissa Lasutina und Julija Tschepalowa.

14 
Mit Olga Danilowa, Anfissa Reszowa und Swetlana Nageikina.

15 
Mit Olga Danilowa, Swetlana Nageikina und Larissa Lasutina.

16 
Mit Swetlana Nageikina, Anfissa Reszowa und Julija Tschepalowa.

17 
Mit Olga Danilowa, Larissa Lasutina und Anfissa Reszowa.

18 
Mit Swetlana Nageikina, Julija Tschepalowa und Larissa Lasutina.

19 
Mit Olga Danilowa, Olga Sawjalowa und Julija Tschepalowa.

20 
Mit Olga Sawjalowa, Larissa Lasutina und Julija Tschepalowa.

21 
Mit Olga Danilowa, Natalja Baranowa-Massalkina und Julija Tschepalowa.

Siege bei Continental-Cup-Rennen

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Nr. Datum Ort Disziplin Serie
1. 14. Februar 1996 Italien Valsassina 10 km Freistil Continental-Cup

Weltcup-Gesamtplatzierungen

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Saison Gesamt Langdistanz Sprint
Punkte Platz Punkte Platz Punkte Platz
1986/87 13 28. -
1987/88 11 36. -
1988/89 28 18. -
1992/93 258 11. -
1993/94 356 8. -
1994/95 840 2. -
1995/96 717 4. -
1996/97 518 4. 205 3. 203 6.
1997/98 279 11. 87 14. 204 8.
1998/99 705 3. 215 6. 401 4.
1999/2000 857 5. 213
439
6.
7. 22
205 4.
2000/01 481 8. 125 11.
2001/02 330 13. 40 37.
2002/03 230 18. -

22 
Mitteldistanzweltcup.