Nuovo Centrodestra

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Nuovo Centrodestra
Parteilogo
Partei­vorstand Angelino Alfano
(Presidente)
Gründung 15. November 2013
Ideologie christdemokratisch
christlichsozial
Europäische Partei EVP
EP-Fraktion EVP
Abgeordnete
28/630
Senatoren
32/315
Europa­abgeordnete
2/73
Haupt­sitz ItalienItalien Rom,
Via in Arcione 71
Webseite www.nuovocentrodestra.it
Wahlkampflogo der NCD


Nuovo Centrodestra (kurz NCD, deutsch "Neue rechte Mitte") ist eine italienische politische Partei, die aus einer Abspaltung von Silvio Berlusconis Partei Il Popolo della Libertà entstanden ist.

Nachdem Silvio Berlusconi die Rückumwandlung seiner Partei Il Popolo della Libertà (Volk der Freiheit) in Forza Italia bekannt gegeben hatte, gründete sein ehemaliger Weggefährte, Italiens amtierender Innenminister, Angelino Alfano am 15. November 2013 die neue Partei. Im Gegensatz zu Berlusconis Forza Italia unterstützte Alfanos Gruppierung das Kabinett Letta.[1]

Neben Alfano gehören der NCD unter anderem Maurizio Lupi (italienischer Transportminister), Beatrice Lorenzin (Gesundheitsministerin), Gaetano Quagliariello (ehemaliger Reformminister), Giuseppe Scopelliti (Präsident der Region Kalabrien), Roberto Formigoni (ehemaliger Präsident der Region Lombardei) und Renato Schifani (ehemaliger Präsident des italienischen Senats) an.[2]

Nach dem Wechsel an der Regierungsspitze von Letta zu Matteo Renzi im Februar 2014 blieb die NCD in der regierenden Koalition. Im neuen Kabinett Renzi ist sie durch Innenminister Alfano, Gesundheitsministerin Beatrice Lorenzin und (bis März 2015) Verkehrsminister Maurizio Lupi vertreten.

Seit ihrer Gründung arbeitet die NCD eng mit der ebenfalls bürgerlichen UDC zusammen. Im Mai 2014 traten beide Parteien mit einer gemeinsamen Liste bei der Europawahl an, die 4,4% der Stimmen erhielt. Im Dezember des selben Jahres schlossen sich NCD und UDC in beiden Parlamentskammern zu einer Fraktionsgemeinschaft zusammen, die den Namen Area Popolare (in etwa: Volksgebiet) zusammen. Teilweise unter diesem Namen traten sie 2015 auch bei den Regionalwahlen 2015 an.

Im Januar 2015 unterstützte die NCD den sozialdemokratischen Kandidaten für das Amt des Staatspräsidenten, Sergio Mattarella.[3]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Berlusconi-Partei spaltet sich und benennt sich um. In: Die Presse. 17. November 2013, abgerufen am 24. November 2013.
  2. Kevin Lees: What the Alfano-Berlusconi split means for Italian politics. In: Suffragio, 18. November 2013. Abgerufen am 20. November 2013. 
  3. Jörg Bremer: „Gute Arbeit, Präsident Mattarella!“ FAZ, 31. Januar 2015