Nuovo Centrodestra

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Nuovo Centrodestra
Parteilogo
Angelino Alfano
Parteivorsitzender Angelino Alfano (Presidente)
Gründung 15. November 2013
Umbenennung 18. März 2017 (umbenannt in: Alternativa Popolare)
Ideologie christdemokratisch
christlichsozial
Europäische Partei Europäische Volkspartei
EP-Fraktion EVP-Fraktion
Abgeordnete
22/630
Senatoren
23/320
Europa­abgeordnete
1/73
Haupt­sitz ItalienItalien Rom,
Via in Arcione 71
Website www.nuovocentrodestra.it

Nuovo Centrodestra (kurz NCD, deutsch „Neue rechte Mitte“) war eine italienische politische Partei um Angelino Alfano. Sie entstand 2013 als Abspaltung von Silvio Berlusconis Partei Il Popolo della Libertà und wurde bereits im März 2017 von ihrem Gründer Alfano in die neu gegründete Alternativa Popolare überführt.[1]

Nachdem Silvio Berlusconi die Rückumwandlung seiner Partei Il Popolo della Libertà (Volk der Freiheit) in Forza Italia bekannt gegeben hatte, gründete sein ehemaliger Weggefährte, Italiens damaliger Innenminister Angelino Alfano am 15. November 2013 die neue Partei. Im Gegensatz zu Berlusconis Forza Italia, die sich nun in der Opposition befand, unterstützte Alfanos Gruppierung das Kabinett Letta.[2]

Neben Alfano gehörten der NCD unter anderem Maurizio Lupi (ehemaliger Transportminister), Beatrice Lorenzin (Gesundheitsministerin), Gaetano Quagliariello (ehemaliger Reformminister), Giuseppe Scopelliti (Präsident der Region Kalabrien), Roberto Formigoni (ehemaliger Präsident der Region Lombardei) und Renato Schifani (ehemaliger Präsident des italienischen Senats) an.[3]

Nach dem Wechsel an der Regierungsspitze von Letta zu Matteo Renzi im Februar 2014 blieb die NCD in der regierenden Koalition. Im Kabinett Renzi war sie durch Innenminister Alfano, Gesundheitsministerin Beatrice Lorenzin und Verkehrsminister Maurizio Lupi (bis März 2015) vertreten.

Seit ihrer Gründung arbeitete die NCD eng mit der ebenfalls bürgerlichen UDC zusammen. Im Mai 2014 traten beide Parteien mit einer gemeinsamen Liste bei der Europawahl an, die 4,4 % der Stimmen erhielt. Im Dezember desselben Jahres schlossen sich NCD und UDC in beiden Parlamentskammern zu einer Fraktionsgemeinschaft zusammen, die den Namen Area Popolare (in etwa: „Gebiet der Volksparteien“) trägt. Teilweise unter diesem Namen traten sie 2015 auch bei den Regionalwahlen 2015 an.

Im Januar 2015 unterstützte die NCD als Regierungspartei den sozialdemokratischen Kandidaten für das Amt des Staatspräsidenten, Sergio Mattarella.[4]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Italienische Metamorphosen nach Renzi-Rücktritt. In: Der Standard. 28. März 2017, abgerufen am 29. März 2017.
  2. Berlusconi-Partei spaltet sich und benennt sich um. In: Die Presse. 17. November 2013, abgerufen am 24. November 2013.
  3. Kevin Lees: What the Alfano-Berlusconi split means for Italian politics. In: Suffragio, 18. November 2013. Abgerufen am 20. November 2013. 
  4. Jörg Bremer: „Gute Arbeit, Präsident Mattarella!“ FAZ, 31. Januar 2015