Obernhof

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Obernhof
Obernhof
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Obernhof hervorgehoben

Koordinaten: 50° 19′ N, 7° 51′ O

Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Rhein-Lahn-Kreis
Verbandsgemeinde: Bad Ems-Nassau
Höhe: 100 m ü. NHN
Fläche: 3,85 km2
Einwohner: 375 (31. Dez. 2020)[1]
Bevölkerungsdichte: 97 Einwohner je km2
Postleitzahl: 56379
Vorwahl: 02604
Kfz-Kennzeichen: EMS, DIZ, GOH
Gemeindeschlüssel: 07 1 41 103
Gemeindegliederung: 2 Ortsteile
Adresse der Verbandsverwaltung: Am Adelsheimer Hof 1
56377 Nassau
Website: www.obernhof.net
Ortsbürgermeister: Karl Friedrich Merz
Lage der Ortsgemeinde Obernhof im Rhein-Lahn-Kreis
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Über dieses Bild
Obernhof von Osten gesehen

Obernhof ist eine Ortsgemeinde im Rhein-Lahn-Kreis in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Bad Ems-Nassau an.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geographische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Obernhof liegt inmitten des Naturparks Nassau. Je nach Uferseite der Lahn ist man im Taunus oder im Westerwald.

In Obernhof mündet der Gelbach von Norden und der Dörsbach von Süden in die Lahn.

Eisenbahnanschluss besteht durch die Lahntalbahn.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zu Obernhof gehören auch die Wohnplätze Hütte, Langenau und Miedziankit.[2]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Obernhof gehörte in der frühen Neuzeit zu den Grafschaften Nassau-Dietz und Nassau-Oranien, von 1806 an zum Herzogtum Nassau.

Spätestens vom späten 16. Jahrhundert an wurden nordöstlich der Ortslage die Blei-Zink-Erzgänge im Untergrund abgebaut, zunächst in Pingen, noch im 16. Jahrhundert aber auch schon in Stollen. Im 17. Jahrhundert scheint der Bergbau erloschen zu sein. Im Zug eines allgemeinen Aufschwungs des Bergbaus an der Unterlahn um die Mitte des 18. Jahrhunderts herum wurden auch in Obernhof der Förderbetrieb wieder aufgenommen, zunächst mit einer Kupfergrube und mehreren Blei- und Silbergruben westlich der Ortslage. Kurz darauf wurden auch die Erzgänge östlich des Orts erneut erschlossen. Die Betriebe waren in Bergrechtlichen Gewerkschaften organisiert. Von etwa 1740 an fand ein nur selten unterbrochener Bergbaubetrieb und zum Teil auch die Weiterverarbeitung vor allem von Bleierz statt. Allerdings war das Wirtschaftsgeschehen in Obernhof von häufigen Zahlungsschwierigkeiten, Pächterwechseln sowie Geschäftsaufgaben und Neugründungen geprägt.

Die Einwohnerschaft entwickelte sich im 19. und 20. Jahrhundert wie folgt: 1843: 324 Einwohner, 1927: 309 Einwohner, 1964: 479 Einwohner.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat in Obernhof besteht aus acht Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 26. Mai 2019 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzendem.[3]

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ortsbürgermeister von Obernhof ist Karl Friedrich Merz. Bei der Direktwahl am 26. Mai 2019 wurde er mit einem Stimmenanteil von 89,62 % wiedergewählt.[4]

Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch: Liste der Kulturdenkmäler in Obernhof

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weinbau[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Obernhof ist eine der wenigen noch verbliebenen Weinbau-Gemeinden an der Lahn und stellt daher eine Besonderheit dar. Obernhof gehört zum Weinanbaugebiet Mittelrhein. Es werden Spätburgunder, Regent und Rieslingweine am Obernhofer Goetheberg angebaut.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Obernhof befindet sich ein Bahnhof an der Lahntalbahn, auf welcher die Züge der Regionalbahnlinie RB 23 (Lahn-Eifel-Bahn) (Limburg(Lahn) – Diez – Bad Ems – Koblenz – Andernach – Mendig – Mayen Ost) der Deutschen Bahn DB nach dem Rheinland-Pfalz-Takt täglich ca. stündlich verkehren. Aufgrund der Lage des Ortes Obernhof im Rhein-Lahn-Kreis gilt der Tarif des Verkehrsverbund Rhein-Mosel VRM.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Julius Haxel (1904–1983), Landwirt, Winzer und Landtagsabgeordneter der SPD
  • Ernst Haxel (1938–2008), aus den Medien bekannt als singender Winzer von der Lahn und ehemaliger Winzervereinsvorsitzender.[5]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hans-Jürgen Sarholz: Vorindustrieller Bergbau in Obernhof an der Lahn. In: Nassauische Annalen 111. Wiesbaden 2000, S. 273–285.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Obernhof – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Bevölkerungsstand 2020, Kreise, Gemeinden, Verbandsgemeinden (Hilfe dazu).
  2. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz (Hrsg.): Amtliches Verzeichnis der Gemeinden und Gemeindeteile. Stand: Januar 2018[Version 2021 liegt vor.]. S. 43 (PDF; 2,2 MB).
  3. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Gemeinderatswahl 2019 Obernhof. Abgerufen am 4. November 2019.
  4. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Direktwahlen 2019. siehe Bad Ems-Nassau, Verbandsgemeinde, 18. Ergebniszeile. Abgerufen am 4. November 2019.
  5. wir-im-nassauer-land.de