Miehlen

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Miehlen
Miehlen
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Miehlen hervorgehoben
Koordinaten: 50° 14′ N, 7° 50′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Rhein-Lahn-Kreis
Verbandsgemeinde: Nastätten
Höhe: 217 m ü. NHN
Fläche: 15,01 km2
Einwohner: 1925 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 128 Einwohner je km2
Postleitzahl: 56357
Vorwahl: 06772
Kfz-Kennzeichen: EMS, DIZ, GOH
Gemeindeschlüssel: 07 1 41 085
Adresse der Verbandsverwaltung: Bahnhofstraße 1
56355 Nastätten
Webpräsenz: www.miehlen.de
Ortsbürgermeister: Ernst-Georg Peiter
Lage der Ortsgemeinde Miehlen im Rhein-Lahn-Kreis
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Über dieses Bild

Miehlen ist eine Ortsgemeinde im Rhein-Lahn-Kreis in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Nastätten an.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Miehlen liegt im Miehlener Grund im westlichen Hintertaunus. Mitten durch den Ort entlang der Hauptstraße fließt der Mühlbach. Ein großer Teil der Miehlener Gemarkung wird landwirtschaftlich genutzt. Nur im Osten, rings um Bettendorf, befinden sich Waldungen.[2]

Nachbarorte sind Bettendorf (nordöstlich), Nastätten (südöstlich), Hainau (südwestlich) und Marienfels (nordwestlich).

Miehlen von Osten

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im östlichsten Zipfel der Gemarkung, der bis zur B 260 reicht, lag das römische Kleinkastell Pfarrhofen.

Erstmals urkundlich erwähnt wurde Miehlen 1131, damals als „Milene“.[3]

Miehlen gehörte von 1132 an den Grafen von Laurenburg-Nassau. Ab dem 13. Jahrhundert gehörte es zum „Zweiherrischen“, einem Kondominium, das von Nassau-Weilburg und Nassau-Idstein gemeinsam regiert wurde. 1475 bekam der Ort das Marktrecht, und es gab fünf Mal im Jahr Vieh- und Krammärkte. 1541 wurde im Zweiherrischen und somit in Miehlen die Reformation eingeführt. Während des 30-jährigen Krieges 1618–1648 wurde Miehlen schwer verwüstet und war 1635/1636 praktisch ausgestorben. Aus dieser Zeit sind die Tagebücher des evangelischen Pfarrer Plebanus erhalten, der von Plünderungen, Seuchen, Hungersnöten, Grausamkeiten und auch Kannibalismus berichtet.[4]

Miehlen war bis ins 19. Jahrhundert nassauischer Amtssitz.[5]

1816 wurde das Dorf Teil des Herzogtums Nassau und war Teil des Amtes Nastätten. Nach dem Deutsch-deutschen Krieg 1866 kam es zum Königreich Preußen.

Im Laufe des 27. März 1945 wurde Miehlen von amerikanischen Truppen besetzt.

1947 wurde Miehlen Teil des Landes Rheinland-Pfalz. 1969 kam der Ort zum Rhein-Lahn-Kreis.

Das Haus Schinderhannes in Miehlen
Hauserbacher See (Herbst 2015)

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat in Miehlen besteht aus 16 Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer personalisierten Verhältniswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzenden.

Die Sitzverteilung im Gemeinderat:[6]

Wahl SPD CDU FWG Gesamt
2014 4 4 8 16 Sitze
2009 4 4 8 16 Sitze
2004 3 4 9 16 Sitze
  • FWG = 1. Freie Wähler Gruppe Miehlen e.V.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zum Vereinsleben gehören die Sportvereine TuS Miehlen 1900 e.V.[7] (mit der Fußballspielgemeinschaft SG Miehlen/Nastätten) und Handballverein Miehlen,[8] der Männergesangverein MGV 1863 Miehlen[9] und der Modellflugclub MFC Schinderhannes.[10]

Seit 2007 gibt es in Miehlen die Möglichkeit, Karate der Stilrichtung Uechi-ryū auszuüben.

Zeit 1970 lädt der Hauserbacher See mit vielen Freizeitangeboten wie Angeln, Wandern ein.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel: Johannes Bückler

In Miehlen wurde, nicht zweifelsfrei bestätigt, 1779 Johannes Bückler, besser bekannt als Schinderhannes, geboren.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Miehlen – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Anzahl der Einwohner in den Kommunen am 31. Dezember 2015 (Hilfe dazu).
  2. ADAC-Städte- und Gemeindeatlas Koblenz - Rheingau 1:20.000
  3. Homepage der Gemeinde Miehlen. Gemeinde Miehlen, abgerufen am 6. Juli 2017.
  4. Edmund Groß: 700 Jahre Miehlen. Hrsg.: Ortsgemeinde Miehlen. 2., überarbeitete Auflage. Miehlen April 1979.
  5. Handbuch der Historischen Stätten, Band Rheinland-Pfalz
  6. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen
  7. Hauptseite des TuS Miehlen
  8. Website des Handballsvereins Miehlen
  9. Website des MGV 1863 Miehlen
  10. MFC Schinderhannes im Internet