Patersberg

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Patersberg
Patersberg
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Patersberg hervorgehoben
Koordinaten: 50° 9′ N, 7° 44′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Rhein-Lahn-Kreis
Verbandsgemeinde: Loreley
Höhe: 242 m ü. NHN
Fläche: 2,65 km2
Einwohner: 384 (31. Dez. 2016)[1]
Bevölkerungsdichte: 145 Einwohner je km2
Postleitzahl: 56348
Vorwahl: 06771
Kfz-Kennzeichen: EMS, DIZ, GOH
Gemeindeschlüssel: 07 1 41 109
Adresse der Verbandsverwaltung: Dolkstraße 3
56346 St. Goarshausen
Webpräsenz: www.vgloreley.de
Ortsbürgermeister: Andreas Groß
Lage der Ortsgemeinde Patersberg im Rhein-Lahn-Kreis
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Über dieses Bild
Ortsansicht von Patersberg oberhalb eines Nebentals des Rheintals.

Patersberg ist eine Ortsgemeinde im Rhein-Lahn-Kreis in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Loreley an, die ihren Verwaltungssitz in St. Goarshausen hat. Patersberg ist ein staatlich anerkannter Erholungsort.[2]

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort liegt oberhalb des Rheintals östlich von Sankt Goarshausen auf einem lang gestreckten Bergrücken, eng begrenzt von den Tälern des Forst- und des Hasenbachs. Mit seinen Ausblicken zur Loreley sowie zu den Burgen Katz, Maus und Rheinfels („Dreiburgenblick“) besitzt der Ort seit zwei Jahrhunderten weltbekannte Motive inmitten des UNESCO-Welterbes Oberes Mittelrheintal.

Zu Patersberg gehören auch die Wohnplätze Forstbachtal und Hasenbachtal.[3]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

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Patersberg liegt an einem alten Verkehrsweg aus der Keltenzeit, der vom Rhein durch das Hasenbachtal auf die Höhe führt. Die Römer befestigten den alten Weg als Straße für größere Transporte. Erstmals gesichert urkundlich erwähnt wurde Patersberg als „Padinsaberg“ um 1250 in einer Urkunde der Grafen Diether V. von Katzenelnbogen und seines Bruders Eberhard I. von Katzenelnbogen, in der sie die Leibeigenen in einem Gebiet, in dem auch Patersberg lag, unter sich aufteilen. Mit St. Goarshausen, Bornich und Offenthal gehörte der Ort den Grafen von Isenburg, von denen er vertraglich der Tochter Ludwigs I. von Isenburg-Cleberg, Irmgard, als Mitgift 1284 in die Ehe mit Diethers V. Sohn Wilhelm I. von Katzenelnbogen eingebracht wurde. Der Ortsname wandelte sich im Laufe der Jahrhunderte über „Pfadsberg“, „Padisberg“ bis zu Patersberg. Nach dem Aussterben des Katzenelnbogener Grafengeschlechtes mit Johannes’ IV. Sohn Graf Philipp I. von Katzenelnbogen im Jahre 1479, erbte Heinrich III. der Reiche, Landgraf von Hessen, ihren Besitz. Zwei Großfeuer von 1546 und vom Karfreitag (30. März) 1584 zerstörten das Dorf fast vollständig, bei letzterem brannte auch die Kirche bis auf die Wände nieder, deren Teile aus verschiedenen Zeitepochen stammen (12. bis 14. Jahrhundert). Der inzwischen durch einen Wassergraben mit dichter Hecke und talseitig durch eine Mauer befestigte Ort war nur durch die beiden bewachten Tore, Wassetor und Gloppertor, zu betreten und gewährte in den Wirren des Dreißigjährigen Krieges (1618 bis 1648) vielen Bewohner umliegender Dörfer Sicherheit vor umherziehenden, brandschatzenden Soldaten. Ein tiefer, ergiebiger Dorfbrunnen aus dem Jahre 1556 spendete bis 1924 den Bewohnern frisches Wasser. In den Jahren 1632 bis 1635 forderte die Pest in dem übervölkerten Ort hunderte von Opfern. Patersberg blieb vor Zerstörungen weiterhin bewahrt, zahlreiche Fachwerkhäuser aus der Zeit nach 1584 stehen noch heute.[4]

Nach der Teilung der Landgrafschaft Hessen 1567 kam zunächst Hessen-Rheinfels in den Besitz von Patersberg, nach deren Aussterben 1583 Hessen-Marburg. Nachdem die Marburger 1604 ausstarben, erhielt Hessen-Kassel die Niedergrafschaft Katzenelnbogen und damit Patersberg. Im Dreißigjährigen Krieg wechselten die Besitzverhältnisset mehrmals zwischen Hessen-Darmstadt und Hessen-Kassel, letzteres behielt diese bis zum Einmarsch Napoleons.

In der Zeit von 1806 bis 1813 gehörte Patersberg zum französisch verwalteten sogenannten "pays réservé", nach dem Wiener Kongress kam der Ort an das Herzogtum Nassau, welches 1866 von Preußen annektiert wurde. Nach dem Ersten Weltkrieg war Patersberg bis zum Abzug der Franzosen 1929 besetzt, nach dem Zweiten Weltkrieg lag Patersberg ebenfalls in der französischen Besatzungszone und wurde 1946 Teil des neu gebildeten Landes Rheinland-Pfalz. In diersem gehörte es bis 1969 zum Loreleykreis und seitdem zum Rhein-Lahn-Kreis.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat besteht aus acht Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzendem.[5]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen von Patersberg
Blasonierung: „In von Gold und Blau gespaltenem Schild ein silberner Löwe, zwischen den Vorderpranken ein blaues Schildchen, darin ein linksgewendeter, silberner Hahn.“

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Patersberg – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt – Anzahl der Einwohner in den Kommunen am 31. Dezember 2016 (Hilfe dazu).
  2. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten
  3. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz: Amtliches Verzeichnis der Gemeinden und Gemeindeteile. Stand: 1. Januar 2017[veraltet], S. 45 (PDF; 1,9 MB).
  4. @1@2Vorlage:Toter Link/www.loreley.info( Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven: Ortschronik auf loreley.info)
  5. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen