Mendig

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Dieser Artikel behandelt die Stadt Mendig. Für den Filmproduzenten siehe Hans Joachim Mendig.
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Mendig
Mendig
Deutschlandkarte, Position der Stadt Mendig hervorgehoben
Koordinaten: 50° 22′ N, 7° 17′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Mayen-Koblenz
Verbandsgemeinde: Mendig
Höhe: 220 m ü. NHN
Fläche: 23,78 km²
Einwohner: 8647 (31. Dez. 2014)[1]
Bevölkerungsdichte: 364 Einwohner je km²
Postleitzahl: 56743
Vorwahl: 02652
Kfz-Kennzeichen: MYK, MY
Gemeindeschlüssel: 07 1 37 069
Stadtgliederung: 2 Stadtteile
Adresse der Verbandsverwaltung: Marktplatz 3
56743 Mendig
Webpräsenz: stadt-mendig.de
Stadtbürgermeister: Hans Peter Ammel (SPD)
Lage der Stadt Mendig im Landkreis Mayen-Koblenz
Karte

Mendig ist eine Stadt im Landkreis Mayen-Koblenz in Rheinland-Pfalz und Verwaltungssitz der Verbandsgemeinde Mendig. Die Stadt ist gemäß Landesplanung als Grundzentrum ausgewiesen.[2]

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Stadt Mendig liegt in der Osteifel unweit des Rheins, etwa 5 km vom Laacher See entfernt im Laacher Vulkangebiet.

Geologie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Viele Schlackenkegel und besonders der Laacher-See-Vulkan haben seit etwa 450.000 Jahren immer wieder durch Vulkanausbrüche die Landschaft geformt. So sind die bekannten Niedermendiger Mühlsteinbrüche in einem vor etwa 200.000 Jahren aus dem unweit des Laacher Sees gelegenen Vulkan Wingertsberg ausgetretenen Lavastrom angelegt worden. Die großen Lavakeller (Felsenkeller), heute eine der Attraktionen der Stadt, entstanden beim Basaltabbau der Mendiger Mühlstein-Lava. Die Lava ist von etwa 30 m Löss und Bimstuffen des Ausbruchs des Laacher See Vulkans vor ca. 13.000 Jahren überlagert und wurde deshalb seit der Römerzeit (durch Münzfunde belegt) unterirdisch abgebaut.[3]

Stollen im Berg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die temperaturstabilen Stollen (5–8 °C) wurden nach dem Niedergang der Mühlsteinindustrie aufgrund der Einführung von Stahlwalzen im Mühlenwesen ab 1843 zu Gär- und Lagerkellern für zeitweise 28 Brauereien. Mendig hat wegen dieser hohen Zahl von Brauereien bis heute den Ruf einer „Bierbrauerstadt“. Heute ist noch eine Brauerei ortsansässig und braut für die eigene Gaststätte und Abnehmer aus der Region. Die ehemaligen Bierkeller sind teilweise für Besucher zugänglich.

Stadtteile[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mendig gliedert sich in die beiden Stadtteile Niedermendig und Obermendig. Zu Niedermendig gehören die Wohnplätze Brauerhof, Laachermühle, Laacherseehaus (Jugendherberge), Leimbachsmühle und Mathildenhof; zu Obermendig die Wohnplätze Elisabethbrunnen, Erlenmühle, Maxeimsmühle und Roderhöfe.[4]

Berge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die höchsten Erhebungen der Stadt sind die Berge Hochstein (zwischen Obermendig und Rodder Höfe) mit 563 m ü. NHN und Schmitzkopf (bei Rodder Höfe) mit 570 m ü. NHN.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mendig wurde im Jahr 1041 als menedich erstmals urkundlich erwähnt.

Seit der Römerzeit bis in das 19. Jahrhundert blühte Mendig dank des Abbaus und der Verarbeitung der Basaltlava, vor allem als Mühlstein und für Werksteine. Mendiger Basaltlava ist bis heute ein Begriff für einen festen, beständigen Werkstein. Im 19. Jahrhundert wurden die unterirdischen Steinbrüche als Gär- und Lagerkeller für 28 Mendiger Brauereien genutzt.

Am 6. August 1950 erhielt Niedermendig als erste Gemeinde im neuen Rheinland-Pfalz die Stadtrechte. Durch Beschluss des Stadtrates von Niedermendig und des Gemeinderates von Obermendig wurde am 7. Juni 1969 die Stadt Mendig gebildet.[5]

Bevölkerungsentwicklung

Die Entwicklung der Einwohnerzahl bezogen auf das heutige Stadtgebiet von Mendig; die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:[2][1]

Jahr Einwohner
1815 1.842
1835 2.756
1871 3.748
1905 5.532
1939 5.517
1950 6.159
Jahr Einwohner
1961 7.267
1970 7.988
1987 7.281
1997 8.268
2005 8.736
2014 8.647

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stadtrat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Stadtrat in Mendig besteht aus 24 Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer personalisierten Verhältniswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Stadtbürgermeister als Vorsitzenden.

Die Sitzverteilung im Stadtrat:[6]

Wahl SPD CDU GRÜNE FDP Gesamt
2014 10 11 3 24 Sitze
2009 10 11 2 1 24 Sitze
2004 8 14 1 1 24 Sitze

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blasonierung: „Gespalten von Schwarz und Silber, vorne ein rotgekrönter und rotbewehrter goldener Löwe, hinten ein durchgehendes rotes Balkenkreuz, belegt mit einem blauen Mühlstein.“

Wappenerklärung: Der goldene Löwe ist der pfälzische Löwe, das rote Balkenkreuz das Wappen Kurtriers, beides sind Hinweise auf frühere Herrschaftszugehörigkeiten. Der blaue Mühlstein steht für die heute noch bedeutende Mendiger Basaltlava, aus der u. a. Mühlsteine gefertigt werden.

Städtepartnerschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Stadt Mendig pflegt seit 1966 eine Partnerschaft mit der Stadt Yerres in Frankreich.

Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Versorgung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gibt Ladengeschäfte und Supermärkte in der Stadt, Arztpraxen verschiedener Fachrichtungen sowie drei Kindergärten, eine Grundschule und die seit August 2010 aus Haupt- und Realschule zusammengefasste Realschule plus Mendig.

Straßen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mendig liegt an der Bundesautobahn 61, unmittelbar bei der Anschlussstelle Mendig. Die Bundesstraße 256 und die Bundesstraße 262 verlaufen durch das Stadtgebiet.

Eisenbahn[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Bahnhof Mendig liegt an der Eisenbahnlinie Lahn-Eifel-Bahn (Kaisersesch-Mayen-Andernach-Koblenz Hbf-Niederlahnstein-Bad Ems-Diez-Limburg an der Lahn). Hier verkehren nach dem Rheinland-Pfalz-Takt die Regionalbahnlinien RB23 und RB38 der DB Regio täglich im Stundentakt. Durch die Lage von Mendig im Landkreis Mayen-Koblenz gilt der Tarif des Verkehrsverbund Rhein-Mosel VRM.

Buslinien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Regelmäßige Buslinien von/nach Andernach/Neuwied und Koblenz und nach Mayen (nach Westen). Die Stadt gehört dem Verkehrsverbund Rhein-Mosel an.

Flugplatz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von 1958 bis 2007 waren in der Gunther-Plüschow-Kaserne in Mendig Heeresflieger der Bundeswehr mit Transport- und Verbindungshubschraubern stationiert, zuletzt die Heeresfliegerbrigade 3. Die Bundeswehr hat den Flugplatz Mendig im Zuge der Transformation aufgegeben.

Der Flugplatz hat nun eine Zulassung als ziviler Flugplatz (Sonderlandeplatz).

Auf dem Gelände entsteht ein Gewerbegebiet (Stand 2011[veraltet]).

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Übersicht[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Lava-Dome in Mendig
Die Lavakeller 32 m unter Mendig
Neogotische Pfarrkirche St. Cyriakus in Niedermendig
Katholische Pfarrkirche St. Genovefa

Im Rahmen des Eifeltourismus gilt neben geologisch interessanten Landschaftsteilen auf Gemeindegebiet auch die Mendiger Innenstadt mit ihrer typischen Basaltarchitektur als sehenswert.

Siehe auch: Liste der Kulturdenkmäler in Mendig

Lava-Dome[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Deutsche Vulkanmuseum Mendig „Lava-Dome“, das auf den Mendiger Basaltabbau und Vulkanologie spezialisiert ist, zieht seit Eröffnung im Sommer 2005 zahlreiche auswärtige Besucher an.

Lavakeller[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Lavakeller sind durch den untertägigen Basaltlavaabbau entstanden und können im Rahmen von Führungen besichtigt werden.

Museumslay[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Museumslay ist eine Freiluftausstellung zum Basaltabbau und zur Basaltverarbeitung.

Kirchen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kath. Pfarrkirche St. Cyriakus in Niedermendig[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel: St. Cyriakus (Niedermendig)

Die katholische Pfarrkirche St. Cyriakus im Stadtteil Niedermendig bildet ein Ensemble aus einer kleinen, gewölbten, dreischiffigen Pfeilerbasilika aus dem 12. Jahrhundert und einer großen neogotischen Hallenkirche.

Die alte Kirche ist dem hl. Cyriakus von Rom, die neue dem hl. Cyriakus und der hl. Barbara geweiht. Cyriakus ist als einer der 14 Nothelfer Patron gegen Versuchung und Besessenheit sowie Patron der Schwerstarbeiter. Barbara ist Patronin der Bergleute. Beide wurden von den Steinhauern in Mendig besonders verehrt.

Die dreischiffige romanische Basilika wurde zwischen 1166 (1175) und 1186 erbaut. Das Gewölbe und ein größerer Teil des Dachstuhls stammen aus dieser Zeit. Noch im Jahr 1216 war der Westturm im Bau, der 1474 aufgestockt wurde. Um 1460 wurde an den Chor noch eine gotische Kapelle angebaut.

Die alte Kirche birgt Wandmalereien aus der Erbauungszeit sowie aus dem 13. Jahrhundert und der Zeit um 1300, außerdem eine Anna selbdritt aus der Zeit um 1470 auf der Innenseite des linken vorderen Pfeilers. Sie wurden Ende des 19. Jahrhunderts freigelegt und 1950 sowie 2006 wiederum gesichert und gereinigt. In großer Vielfalt spiegeln die Bilder die Glaubenswelt der Menschen jener Zeit und sie sind ein seltenes Dokument der Malerei der frühen Gotik am Mittelrhein und in der Eifel, zumal sie sich in einer ehemaligen Dorfkirche befinden.

Um 1250 entstand der 6 m hohe hl. Christophorus auf der Nordwand, der den erwachsenen Christus trägt. Danach wurden Süd- und Nordwand mit den zwölf Aposteln versehen, gleichzeitig entstand das eindrucksvolle Jüngste Gericht über dem Chorbogen. Gleich zwei Bilder stellen den hl. Jakobus dar, einmal mit Jakobspilgern in Santiago de Compostela, die von Jakobus gekrönt werden, und einmal mit Karl dem Großen. Sie sollten offenbar zu Pilgerfahrten auffordern oder an Pilgerfahrten erinnern.

Die neogotische Kirche erbaute der Kölner Domwerkmeister Vincenz Statz in den Jahren 1852–1857. Sie wurde am 22. September 1857 geweiht. Außen und innen dominiert die Mendiger Basaltlava, die Mendig wirtschaftliche Bedeutung und Aufschwung gebracht hat. Die weite neue Kirche ist in ihrer Gestaltung an die Kölner Minoritenkirche angelehnt. Von der neogotischen Ausstattung ist wenig erhalten. Den Raum prägen heute die vorwiegend abstrakten Glasfenster des Trierer Künstlers Reinhard Heß aus den Jahren 1960 bis 1971.

Blickpunkt der neuen Kirche ist der Hochaltar mit einem Altartriptychon vom Niederrhein aus der Zeit um 1490 und vier kleineren Bildtafeln als Predella. Das Triptychon zeigt Christus auf dem Weg zur Kreuzigung, die Beweinung Christi vor dem Kreuz und die Auferstehung Christi. Die Rückseiten der Außenflügel zeigen die Heiligen Laurentius, Genoveva von Paris, Maria und Sebastian. Die kleinen Bildtafeln aus der Schule des Geertgen tot sint Jans zeigen Szenen aus der Kindheit Jesu.

Katholische Pfarrkirche St. Genovefa in Obermendig[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die katholische Pfarrkirche St. Genovefa in Obermendig besitzt einen romanischen Turm aus dem 12. Jahrhundert, dem sich um 1350 eine frühgotische Hallenkirche anschloss. 1879 wurde die Kirche von Friedrich von Schmidt nach Osten erweitert, dabei wurde ein Querschiff hinzugefügt und der Chor unter Wiederverwendung der alten Werksteinteile neu errichtet. Weiterhin wurde das Mittelschiff zu einer Basilika erhöht.

Bemerkenswert ist die reiche Verwendung von Tuffstein für Pfeiler und Lisenen. Sehenswert sind die Ölberggruppe (16. Jahrhundert) an der nördlichen Kirchenaußenseite und der Reliquienschrein der hl. Genoveva im nördlichen Seitenschiff.

Evangelische Kirche in Niedermendig

Evangelische Pfarrkirche in Niedermendig[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Zuzug vieler evangelischer Angestellter der Brauereien, v.a. jenes Betriebs der Brüdergemeinde, veranlasste die Einrichtung einer evangelischen Kapelle im 1862 neu erbauten Brauereikomplex der Brüdergemeine. 1892 wurde in der Heidenstockstraße eigens eine evangelische Kirche durch den Niedermendiger Baumeister Laubenthal errichtet. Es entstand ein bemerkenswert schönes in Niedermendiger Basalt ausgeführtes Gebäude.

Vereine[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Volleyball-Mannschaft des VC Eintracht Mendig spielte in der 1. Bundesliga. Wegen eingeschränkter finanzieller Möglichkeiten hat der Volleyball-Erstligist für die Saison 2005/2006 nicht mehr für die 1. Bundesliga gemeldet und spielte mit großem Erfolg in der Regionalliga. Die Mannschaft errang die Meisterschaft in den Jahren 2006, 2007 und 2008. 2011 gelang der Aufstieg an die Tabellenspitze der 2. Bundesliga Süd. Der Verein wurde 2006 wieder zum „VC Eintracht Mendig 1996 e.V.“ umbenannt und wird vom Fanclub „Vulkanpower Mendig“ unterstützt.

Die Spielgemeinschaft SG Eintracht Mendig, bestehend aus den Fußballabteilungen der Vereine Eintracht (Nieder-)Mendig, Grün-Weiß (Ober-)Mendig und Bell, spielt nach dem Aufstieg aus der Bezirksliga um die Meisterschaft in der Rheinlandliga.

In der Saison 2012/13 belegte die 1. Handball-Mannschaft des Grün Weiß Mendig in der Verbandsliga Ost der Herren den 4. Tabellenplatz.

Der Judo und Ju-Jutsu Club 1957 e. V. Mendig gehört mit seiner inzwischen über 50-jährigen Vereinsgeschichte zu den traditionsreichsten Vereinen der Stadt. Nach den Anfängen in einer alten Werkstatthalle in der Heidenstockstraße (ehem. Anwesen Gottschalk, heute Berresheim) begann die große Zeit der Mendiger Judoka mit Kämpfen von Heinz Junglas† und Wolfgang Kasper† gegen Weltmeister Wim Ruska und Anton Geesink (beide NL) und dem vielfachen deutschen Meister Klaus Glahn. Die Jugendabteilung gehört zu den erfolgreichsten im Judoverband Rheinland und hat Trainingsstandorte in Mendig, Adenau und Rieden.

Der M.G.V. Mendig e. V. ist ein Männerchor, der aus den Chören Amicitia und Eintracht durch Zusammenschluss hervorgegangen ist. Der Chor tritt bei weltlichen und kirchlichen Anlässen auf, bietet eigene Konzertveranstaltungen und wirkt bei anderen Konzerten mit.

In Obermendig wird ein rheinischer Karneval gefeiert. Die Karnevalsgesellschaft Obermendig 1903 e. V. (KGO) veranstaltet jedes Jahr 3 Sitzungen und den traditionellen Möhnennachmittag.

Die Karnevalgesellschaft Niedermendig (KGN) von 1877 mit Möhnengesellschaft, Stadtsoldaten und Prinzengarde ist u. a. Mitveranstalter des Mendiger Gambrinusfestes, das seit 2011 wieder 4 Tage lang auf dem Mendiger Marktplatz im Stadtteil Niedermendig gefeiert wird.

Der Veilchendienstagzug, der alle 2 Jahre durch die Straßen von Mendig zieht, ist der größte Veilchendienstagszug der Region.

Das Husarencorps Jack von der Wasserschöpp ist das größte karnevalistische Corps der Stadt mit eigenem Musikcorps, Tanzcorps, Gardecorps und Kadettencorps. Die Husaren sind nicht nur an Karneval aktiv, sondern wirken aktiv an Brauchtumspflege, Umweltschutz und Landschaftspflege mit. Das Husarencorps ist eine Abteilung der Karnevalsgesellschaft Obermendig 1903 e. V.

Kul-Tour Mendig ist ein Verein zur Förderung der Kultur. Den Schwerpunkt der Arbeit bildet die Durchführung von Comedy- und Kabarettveranstaltungen zusammen mit der Stadt Mendig und der Kreissparkasse Mendig.

Veranstaltungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Mendiger Gambrinusfest wird seit 1973 im zweijährigen Turnus von den drei tragenden Vereinen KG Niedermendig, SG Schlich und M.G.V. Mendig e. V. ausgerichtet und gehört zu den größten Bier- und Volksfesten der Region. Gefeiert wird die Bierbrau-Tradition in Mendig mit dem König der Bierbrauer Gambrinus. Traditionell beginnt das Fest an Christi Himmelfahrt (Vatertag) und endet am darauf folgenden Sonntag.

Das Festivalgelände von Rock am Ring auf dem Mendiger Flugplatz, 2015

Rock am Ring, das international bekannte Musikfestival, welches bis 2014 jährlich am Nürburgring stattfand (seit 1985), wechselte seinen Veranstaltungsort nach Mendig. Hintergrund dieses Umzugs war die Kündigung des Vertrags durch den Betreiber der Rennstrecke. Nachdem der Namensstreit vom Oberlandesgericht Koblenz zugunsten des Betreibers entschieden wurde, wird diese Veranstaltung ab 2015 vom 5. bis 7. Juni auf dem ehemaligen Bundeswehr-Flugplatz in Mendig stattfinden. Erstmals durfte sich die Region Mendig über international bekannte Musiker wie Marilyn Manson, Papa Roach, Motörhead, Rise Against, Slipknot, The Prodigy oder die Foo Fighters freuen. Aber auch nationale Musiker wie die Toten Hosen, Clueso, Kraftklub oder Deichkind traten auf. Dieser Umzug stellt den Veranstalter allerdings auch vor neue Herausforderungen in Sachen Naturschutz[7][8].

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Mendig – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Anzahl der Einwohner in den Kommunen am 31. Dezember 2014 (Hilfe dazu).
  2. a b Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten
  3. Wilhelm Meyer: Geologie der Eifel, Schweizerbart’sche Verlagsbuchhandlung, Stuttgart 1986, ISBN 3-510-65127-8, S. 400.
  4. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Amtliches Verzeichnis der Gemeinden und Gemeindeteile 2010, S. 27 (PDF; 2,3 MB)
  5. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Amtliches Gemeindeverzeichnis 2006, S. 187 (PDF; 2,6 MB)
  6. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen
  7. Rhein-Zeitung – Artikel vom 17. Dezember 2014
  8. SWR1 – Beitrag vom 5. Juni 2015