Dornholzhausen (Rhein-Lahn-Kreis)

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Dornholzhausen
Dornholzhausen (Rhein-Lahn-Kreis)
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Dornholzhausen hervorgehoben
Koordinaten: 50° 16′ N, 7° 47′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Rhein-Lahn-Kreis
Verbandsgemeinde: Nassau
Höhe: 305 m ü. NHN
Fläche: 3,93 km2
Einwohner: 198 (31. Dez. 2016)[1]
Bevölkerungsdichte: 50 Einwohner je km2
Postleitzahl: 56357
Vorwahl: 02604
Kfz-Kennzeichen: EMS, DIZ, GOH
Gemeindeschlüssel: 07 1 41 033
Adresse der Verbandsverwaltung: Am Adelsheimer Hof 1
56377 Nassau
Webpräsenz: www.dornholzhausen-rhein-lahn.de
Ortsbürgermeister: Thomas Böhm
Lage der Ortsgemeinde Dornholzhausen im Rhein-Lahn-Kreis
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Über dieses Bild

Dornholzhausen ist eine Ortsgemeinde im Rhein-Lahn-Kreis in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Nassau an.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort liegt auf den Unterlahnhöhen im westlichen Hintertaunus im Naturpark Nassau. Die höchste Erhebung ist der Köppel (336 m über NHN).

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort wurde 1260 unter dem Namen „Durrenholzhusen“ erstmals erwähnt. Dornholzhausen lag seit dem 12. Jahrhundert im später „Vierherrisches auf dem Einrich“ genannten Kondominium, das im gemeinschaftlichen Besitz von Hessen-Kassel und verschiedener Linien von Nassau war.[2] Dornholzhausen war dem Nassau-Saarbrückischen Quartier zugeordnet.[3]

Um 1540 wurde die Reformation eingeführt, die Auseinandersetzungen zwischen Lutheranern und Reformierten währten lange an. 1608 wurde der Dornholzhausener Pfarrer Heinrich Jakob Piskator von seinem Amtsvorgänger im Streit erstochen. 1725 wurden die Pfarrersleute Heinicus durch Raubmörder getötet. Zum Kirchspiel Dornholzhausen gehörten auch Dessighofen und Geisig.

Nach der im Jahr 1774 erfolgten Teilung des „Vierherrischen“ kam der Ort unter die gemeinsame Landeshoheit von Nassau-Usingen und Nassau-Diez und wurde dem Amt Nassau zugeordnet. Nach der Bildung der Rheinbundstaaten gehörte Dornholzhausen von 1806 an zum Herzogtum Nassau. Infolge des sogenannten Deutschen Krieges wurde das Herzogtum Nassau 1866 vom Königreich Preußen annektiert. Dornholzhausen kam 1868 preußischen Provinz Hessen-Nassau. Nach dem Ersten Weltkrieg war der Ort bis zum Abzug der Franzosen 1929 besetzt. Nach dem Zweiten Weltkrieg war der Ort ebenfalls in der französischen Besatzungszone und wurde 1946 Teil des damals neu gebildeten Landes Rheinland-Pfalz.

1969 kam Dornholzhausen zum Rhein-Lahn-Kreis.

Ab 1986 wurde in Dornholzhausen eine Dorferneuerung durchgeführt.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat in Dornholzhausen besteht aus sechs Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzendem.[4]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das seit 1991 geführte Wappen zeigt „in Gold einen bewurzelten grünen Laubbaum, unten rechts und links begleitet von je 2 roten Weizenähren.“

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch:

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Dornholzhausen (Rhein-Lahn-Kreis) – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt – Anzahl der Einwohner in den Kommunen am 31. Dezember 2016 (Hilfe dazu).
  2. Anton Joseph Weidenbach: Nassauische Territorien vom Besitzstande unmittelbar vor der französischen Revolution bis 1866, Wiesbaden: Stein, 1870, S. 29 (dilibri.de)
  3. Helfrick Bernhard Wenck: Hessische Landes Geschichte: Mit Urkundenbuch, Band 1, 1783, S. LVI (Google Books)
  4. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen