Heistenbach

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Heistenbach
Heistenbach
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Heistenbach hervorgehoben
Koordinaten: 50° 23′ N, 7° 59′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Rhein-Lahn-Kreis
Verbandsgemeinde: Diez
Höhe: 170 m ü. NHN
Fläche: 5,27 km2
Einwohner: 1090 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 207 Einwohner je km2
Postleitzahl: 65558
Vorwahl: 06432
Kfz-Kennzeichen: EMS, DIZ, GOH
Gemeindeschlüssel: 07 1 41 053
Adresse der Verbandsverwaltung: Louise-Seher-Straße 1
65582 Diez
Webpräsenz: www.heistenbach-online.de
Ortsbürgermeister: Peter Solbach
Lage der Ortsgemeinde Heistenbach im Rhein-Lahn-Kreis
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Über dieses Bild

Heistenbach ist eine Ortsgemeinde im Rhein-Lahn-Kreis in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Diez an.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geographische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Ortsgemeinde Heistenbach liegt im Naturpark Nassau in den Ausläufern des Westerwalds, etwa 1 km nordwestlich von Diez, 4 km westlich von Limburg an der Lahn und etwa 14 km südöstlich von Montabaur. Der Heistenbach durchfließt das Gebiet der Ortsgemeinde.

Geologie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Erdzeitalter des Devons vor ungefähr 360 Mio. Jahren entstanden in sub-tropischen Lagunen durch Stromatoporen- und Korallenablagerungen Riffkalkschichten, die vor 325 bis 305 Mio. Jahren trockenfielen. Durch das Aufeinandertreffen von zwei Kontinentalplatten entstand seitlicher Gebirgsdruck und Verwerfungen, die die Kalkschichten ineinander schoben und z. T. mehrere hundert Meter aufwarfen[2]. Dabei kam es teilweise zu Marmorbildung. Der Kalk und zum Teil auch Marmor wurde zwischen 1872 und etwa 1963 auf dem Gebiet der Ortsgemeinde Heistenbach abgebaut.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Keltische Hügelgräber auf dem Gebiet der Ortsgemeinde Heistenbach zeugen von einer frühen Besiedlung. Heistenbach selbst wurde am 4. März 1319 erstmals urkundlich erwähnt. Der Ort gehörte ab 1806 zum Herzogtum Nassau, das 1866 von Preußen annektiert wurde. Seit 1946 ist der Ort Teil des Landes Rheinland-Pfalz.

Zwischen 1828 und 1967 hatte Heistenbach eine eigene Volksschule. Heute gehört der Ort zum Einzugsgebiet der Schulen in Diez und Altendiez.

Bis ins 19. Jahrhundert wurde in der Umgebung von Heistenbach Eisen- und Manganerz abgebaut. Der Abbau wurde 1883 eingestellt.

Religion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Heistenbach ist der römisch-katholischen Pfarrei Herz-Jesu in Diez zugeordnet und gehört mit ihr zum Pastoralen Raum Diez, welcher selbst wiederum dem Bezirk Limburg im Bistum Limburg eingegliedert ist.

Auf evangelischer Seite ist der Ort der Kirchengemeinde Diez-Altendiez St. Peter im Dekanat Diez der Propstei Süd-Nassau in der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) zugehörig.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat in Heistenbach besteht aus 16 Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer personalisierten Verhältniswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzendem.

Die Sitzverteilung im Gemeinderat:[3]

Wahl SPD WDR Gesamt
2014 6 10 16 Sitze
2009 6 10 16 Sitze
2004 7 9 16 Sitze

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die nächstgelegene Autobahnanschlussstelle ist Diez an der A 3 etwa 7 km entfernt nördlich von Diez. Südlich von Diez verläuft die B 417 in etwa 1 km Entfernung zur Ortschaft.

Heistenbach ist über die Buslinie 540 des Verkehrsverbundes Rhein-Mosel direkt an Diez und Limburg an der Lahn angebunden.

Die nächstgelegenen ICE-Fernbahnhöfe sind der Bahnhof Montabaur und der Bahnhof Limburg Süd.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Heistenbach – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Anzahl der Einwohner in den Kommunen am 31. Dezember 2015 (Hilfe dazu).
  2. Rhein-Lahn-Info – Höhlen und Höhlenforschung im Rhein-Lahn-Kreis (Memento vom 27. September 2007 im Internet Archive)
  3. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen