Kestert

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Kestert
Kestert
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Kestert hervorgehoben
Koordinaten: 50° 11′ N, 7° 39′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Rhein-Lahn-Kreis
Verbandsgemeinde: Loreley
Höhe: 70 m ü. NHN
Fläche: 6,88 km2
Einwohner: 573 (31. Dez. 2016)[1]
Bevölkerungsdichte: 83 Einwohner je km2
Postleitzahl: 56348
Vorwahl: 06773
Kfz-Kennzeichen: EMS, DIZ, GOH
Gemeindeschlüssel: 07 1 41 072
Adresse der Verbandsverwaltung: Dolkstraße 3
56346 St. Goarshausen
Webpräsenz: www.kestert.de
Ortsbürgermeister: Uwe Schwarz
Lage der Ortsgemeinde Kestert im Rhein-Lahn-Kreis
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Über dieses Bild

Kestert ist eine Ortsgemeinde im Tal der Loreley im Rhein-Lahn-Kreis in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Loreley an und liegt im UNESCO-Welterbe Oberes Mittelrheintal. Kestert ist ein staatlich anerkannter Fremdenverkehrsort.[2]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat in Kestert besteht aus zwölf Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer personalisierten Verhältniswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzendem.

Die Sitzverteilung im Gemeinderat:[3]

Wahl SPD CDU LINKE FWG Gesamt
2014 4 7 1 12 Sitze
2009 2 7 1 2 12 Sitze
2004 2 7 3 12 Sitze

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kestert wird erstmals im Jahr 755 urkundlich erwähnt, als die Abtei Fulda in den Besitz mehrerer Weinberge "ad Castrionis" kam.[4]

In den nächsten Jahrhunderten war Kestert Teil des Bopparder Reiches. Als Boppard im Jahr 1327 seine Reichsunmittelbarkeit verlor und durch König Heinrich VII. an seinen Bruder, den Erzbischof Balduin von Trier, verpfändet wurde, gelangte Kestert ebenfalls an das Kurfürstentum Kurtrier, und verblieb dort bis zum Reichsdeputationshauptschluss 1803, bei dem alle geistlichen Territorien aufgelöst wurden.[4] In dieser Zeit gehörte Kestert zum Oberamt Boppard. Anschließend wurde es Nassau-Weilburg zugeschlagen und kam nach dem Wiener Kongress 1815/16 schließlich an das Herzogtum Nassau, in dem es zum neugegründeten Amt St. Goarshausen gehörte. 1866 kam Kestert an Preußen. In den Besatzungszeiten nach dem Ersten und Zweiten Weltkrieg gehörte es jeweils zur französischen Besatzungszone.

Anschließend wurde Kestert in das neue Land Rheinland-Pfalz und dort in den Landkreis St. Goarshausen bzw. Loreleykreis eingegliedert, der 1969 im Rhein-Lahn-Kreis aufging.

Religion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Februar 2018 haben sich die zehn ehemals selbständige Pfarreien St. Martin (Osterspai), St. Margaretha (Filsen), St. Nikolaus (Kamp-Bornhofen), St. Jakobus der Ältere (Dahlheim), St. Georg (Kestert), St. Martin (Wellmich), St. Johannes der Täufer (St. Goarshausen), St. Nikolaus (Kaub), St. Peter und Paul (Nastätten) sowie St. Florin (Strüth) zu der der neu gegründeten römisch-katholischen Pfarrei „Heilige Elisabeth von Schönau“ mit Sitz in Kamp-Bornhofen zusammengeschlossen, sie gehört zum Bistum Limburg.[5]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kirche St. Georg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blick auf Kestert und die katholische Kirche St. Georg

Die katholische Kirche St. Georg wurde 1779 im Barockstil erbaut. 1958 erfolgte der Anbau eines Seitenschiffes, welches 2011 wieder abgerissen wurde.[6] Im Inneren finden sich mehrere barocke Heiligenfiguren.

In der Nähe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die feindlichen Brüder mit Burg Liebenstein und Burg Sterrenberg bei Kamp-Bornhofen und die Loreley bei St. Goarshausen, Marksburg bei Braubach und Burg Lahneck bei Lahnstein.

Siehe auch: Liste der Kulturdenkmäler in Kestert

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Kestert – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt – Anzahl der Einwohner in den Kommunen am 31. Dezember 2016 (Hilfe dazu).
  2. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten
  3. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen
  4. a b Regionalgeschichte Kestert. Abgerufen am 3. Januar 2018.
  5. www.rhein-zeitung.de: Gründungsgottesdienst: Pfarrei „Heilige Elisabeth von Schönau“ hat Sitz in Kamp-Bornhofen, abgerufen am 6. Februar 2018.
  6. Bericht in der Rhein-Zeitung vom 9. September 2011