Reckenroth

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Reckenroth
Reckenroth
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Reckenroth hervorgehoben
Koordinaten: 50° 14′ N, 8° 1′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Rhein-Lahn-Kreis
Verbandsgemeinde: Katzenelnbogen
Höhe: 340 m ü. NHN
Fläche: 3,59 km2
Einwohner: 208 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 58 Einwohner je km2
Postleitzahl: 56370
Vorwahl: 06120
Kfz-Kennzeichen: EMS, DIZ, GOH
Gemeindeschlüssel: 07 1 41 113
Adresse der Verbandsverwaltung: Burgstraße 1
56368 Katzenelnbogen
Webpräsenz: www.vg-katzenelnbogen.de
Ortsbürgermeister: Norbert Fuhr
Lage der Ortsgemeinde Reckenroth im Rhein-Lahn-Kreis
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Über dieses Bild

Reckenroth ist eine Ortsgemeinde im Rhein-Lahn-Kreis in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Katzenelnbogen an. In der dort gebräuchlichen nassauischen Mundart wird der Ort „Reckert“ genannt.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Reckenroth liegt im westlichen Hintertaunus, auf einer Höhe von 340 m ü. NHN, rund 30 km nordwestlich von Wiesbaden. Der Ort befindet sich unmittelbar an der Landesgrenze zu Hessen, und grenzt mit seiner Gemarkung im Süden und Westen an Laufenselden im Rheingau-Taunus-Kreis, im Osten an Michelbach ebenfalls im Rheingau-Taunus-Kreis gelegen, und im Norden an Eisighofen im Rhein-Lahn-Kreis.

Zu Reckenroth gehört auch der Wohnplatz Sandersmühle.[2]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Reckenroth wurde im Jahr 1235 erstmals urkundlich erwähnt. In den Nassauischen Annalen von 1991 über das Kirchspiel Ackerbach ist folgendes zu lesen: "Nähere Aussagen hätte sicher das Archiv des spätestens in der 1. Hälfte des 12. Jh.s gegründeten Katzenelnbogener Hausklosters Gronau liefern können, das hier Höfe in Berndroth und Reckenroth und die Höfe Hasenberg und Rotherhof besaß". Weitere Ortsnamen lt. Nassauische Annalen 1991: 1213 Reckenrode apud Nahstedten, um 1260 Rekerod, 1313 Reckerode, 1536 Reckart, 1579 Reckert, 1629 Reckenroda. In der hessischen Mundart wird Reckenroth heute noch Reckert genannt. Der Ortsname setzt sich wahrscheinlich aus "Rodung des Recco" zusammen. In dem Ortswappen ist das symbolisch dargestellt: zweigeteilter Schild in den Farben der Grafen von Katzenelnbogenbogen (gold + rot), die beiden Rodehacken als Symbol für Rodung des Recco, die Glocke steht für die Marienkapelle, die Lilie als Symbol für Patronin Maria.

Um 1895 wurden in der Nähe der alten Reckenrother Quelle 2 Steinbeile gefunden, die auf ca. 7-25.000 Jahre geschätzt werden.

Reckenroth gehörte zur Niedergrafschaft Katzenelnbogen und war dem Amt Hohenstein und dem Gericht Laufenselden unterstellt.[3]

Von 1806 bis 1813 stand das Gebiet unter französischer Verwaltung. Nach dem Wiener Kongress (1815) wurde die Region und damit auch Reckenroth aufgrund eines Tauschvertrages 1816 dem Herzogtum Nassau zugeordnet. Infolge des sogenannten Deutschen Krieges wurde das Herzogtum Nassau 1866 vom Königreich Preußen annektiert.

Seit 1946 ist Reckenroth Teil des Landes Rheinland-Pfalz. 1972 kam es im Zuge einer Verwaltungsreform zur Bildung der Verbandsgemeinde Katzenelnbogen, der die Ortsgemeinde Reckenroth angehört.

Bevölkerungsentwicklung

Die Entwicklung der Einwohnerzahl von Reckenroth, die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:[4][1]

Jahr Einwohner
1815 153
1835 199
1871 202
1905 199
1939 168
1950 183
Jahr Einwohner
1961 183
1970 181
1987 180
1997 181
2005 222
2015 208

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat in Reckenroth besteht aus sechs Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzendem.[5]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Reckenroth – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Anzahl der Einwohner in den Kommunen am 31. Dezember 2015 (Hilfe dazu).
  2. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Amtliches Verzeichnis der Gemeinden und Gemeindeteile 2010, Seite 43 (PDF; 2,3 MB)
  3. Helfrick Bernhard Wenck: Hessische Landes Geschichte: Mit Urkundenbuch, Band 1, 1783, S. LV (Google Books)
  4. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten
  5. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen