Rettenbach (Landkreis Günzburg)

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Rettenbach
Rettenbach (Landkreis Günzburg)
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Rettenbach hervorgehoben
Koordinaten: 48° 27′ N, 10° 21′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Schwaben
Landkreis: Günzburg
Verwaltungs­gemeinschaft: Offingen
Höhe: 495 m ü. NHN
Fläche: 12,75 km2
Einwohner: 1655 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 130 Einwohner je km2
Postleitzahl: 89364
Vorwahl: 08224
Kfz-Kennzeichen: GZ, KRU
Gemeindeschlüssel: 09 7 74 174
Adresse der Verbandsverwaltung: Marktstraße 19
89362 Offingen
Webpräsenz: www.gemeinde-rettenbach.de
Bürgermeisterin: Sandra Dietrich-Kast (CSU)
Lage der Gemeinde Rettenbach im Landkreis Günzburg
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Über dieses Bild

Rettenbach ist eine Gemeinde im schwäbischen Landkreis Günzburg und ein Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Offingen.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rettenbach liegt in der Region Donau-Iller, im Norden des Landkreises Günzburg.

Es existieren folgende Gemarkungen: Harthausen, Remshart, Rettenbach.

Rettenbach grenzt an die Gemeinden: Günzburg, Offingen, Dürrlauingen und Burgau. Auf dem Gemeindegebiet mündet die Kammel in die Mindel, bevor diese bei Offingen in die Donau mündet.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis zur Gemeindegründung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rettenbach war zu einem Teil Lehen des Hochstifts Augsburg, zum anderen der Markgrafschaft Burgau. Die Herren von Riedheim konnten 1446 das hochstiftische Lehen und 1517 die beiden Anteile des burgauischen Lehens und somit die Ortsherrschaft erwerben. Die Riedheimsche Herrschaft Harthausen kam mit der Rheinbundakte 1806 zum Königreich Bayern.

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die davor selbständigen Gemeinden Harthausen und Remshart wurden am 1. Juli 1970 nach Rettenbach eingemeindet.[2]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1961: 1155 Einwohner, davon 226 in Harthausen, 202 in Remshart und 727 in Rettenbach
  • 1970: 1180 Einwohner, davon 196 in Harthausen, 222 in Remshart und 762 in Rettenbach
  • 1987: 1275 Einwohner
  • 1991: 1385 Einwohner
  • 1995: 1411 Einwohner
  • 2000: 1573 Einwohner
  • 2005: 1639 Einwohner
  • 2010: 1629 Einwohner
  • 2015: 1655 Einwohner

Von den im Jahr 2009 von der Gemeinde festgestellten 1708 Einwohnern lebten 355 in Harthausen, 293 in Remshart und 1060 in Rettenbach.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat hat zwölf Mitglieder. Die Kommunalwahl 2014 ergab diese Sitzverteilung:

  • CSU: 3 Sitze
  • Unabhängigen Wähler Rettenbach (UWR): 4 Sitze
  • Bürgerliste Rettenbach (BL): 5 Sitze

Bürgermeisterin ist seit 2008 Sandra Dietrich-Kast.

Bürgermeisterliste:

  • 1976 – 1978 Johann Wiedenmann
  • 1978 - 2002 Hans-Peter Feil
  • 2003 – 2008 Dagmar Berger

[3]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schloss Harthausen
Katholische Pfarrkirche St. Ulrich

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft einschließlich Land- und Forstwirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gab 1998 nach der amtlichen Statistik im produzierenden Gewerbe 238 und im Bereich Handel und Verkehr keine sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 29 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 571. Im verarbeitenden Gewerbe gab es keine, im Bauhauptgewerbe sechs Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 29 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 661 ha, davon waren 525 ha Ackerfläche und 136 ha Dauergrünfläche.

Größter Arbeitgeber in Rettenbach ist die Reflexa-Werke Albrecht GmbH mit 280 Mitarbeitern, die Sonnenschutzprodukte, Rollläden und Insektenschutzsysteme fertigt.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gibt folgende Einrichtungen (Stand: 2003):

  • Kindergärten: 50 Kindergartenplätze mit 50 Kindern
  • Grundschule Rettenbach

Tourismus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der auf der Gemarkung Remshart gelegene Silbersee, entstanden durch den Kiesabbau, ist ein beliebtes Naherholungsgebiet und im Winter Quartier für Zugvögel aus dem Norden. Rettenbach liegt an der Via Julia, einer ehemaligen römischen Heerstrasse, die von Günzburg über Augsburg nach Salzburg führt.

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Alois Egenberger (1845–1931), Bildschnitzer, Werke in Rettenbach: Acht Leuchter, Lourdes-Madonna, Bernadette

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Rettenbach (Swabia) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom Juli 2016 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7. Seite 476
  3. ttps://www.gemeinde-rettenbach.de/de-user-Nachrichten-details-301079.html?param1=301079