Münsterhausen

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen des Marktes Münsterhausen
Münsterhausen
Deutschlandkarte, Position des Marktes Münsterhausen hervorgehoben
Koordinaten: 48° 19′ N, 10° 27′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Schwaben
Landkreis: Günzburg
Verwaltungs­gemeinschaft: Thannhausen
Höhe: 492 m ü. NHN
Fläche: 18,48 km2
Einwohner: 1965 (31. Dez. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 106 Einwohner je km2
Postleitzahl: 86505
Vorwahl: 08281
Kfz-Kennzeichen: GZ, KRU
Gemeindeschlüssel: 09 7 74 160
Marktgliederung: 5 Gemeindeteile
Adresse der Verbandsverwaltung: Christoph-v.-Schmid-Str. 7
86470 Thannhausen
Website: muensterhausen.de
Bürgermeister: Robert Hartinger (CSU / FWG)
Lage des Marktes Münsterhausen im Landkreis Günzburg
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Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Markt

Münsterhausen ist ein Markt im zur Planungsregion Donau-Iller gehörenden schwäbischen Landkreis Günzburg und Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Thannhausen.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde liegt zwischen Ulm und Augsburg, im Mindeltal am östlichen Rand des Naturraums der Unteren Iller-Lech-Schotterplatten. Der Ort Münsterhausen liegt eher am östlichen Rand des Mindeltals, die beiden Ortsteile Hagenried und Oberhagenried am westlichen Rand des breiten Tals. Östlich des Mindeltals beginnt der Naturraum der „Staudenplatte“, bzw. der „Zusamplatten und Stauffenberggebiet“, die den Naturpark Augsburg-Westliche Wälder bilden. Die beiden östlichen Ortsteile Reichertsried und Häuserhof liegen schon in diesem Naturraum.

Gemeindeteile[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde hat fünf amtlich benannte Gemeindeteile (in Klammern ist der Siedlungstyp angegeben und die Einwohnerzahlen Stand 1. Januar 2019):[2][3]

Es gibt die Gemarkungen Hagenried, Münsterhausen und Oberhagenried.

Klima[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Niederschläge
Der Jahresniederschlag beträgt 862 mm. Er liegt eher im oberen Drittel der Messstellen des Deutschen Wetterdienstes. Der trockenste Monat ist der Februar, am meisten regnet es im Juni. Im niederschlagreichsten Monat fällt ca. 2,3mal mehr Regen als im trockensten Monat.

(siehe auch: Liste der Wetterstationen im Landkreis Günzburg)

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis zur Gemeindegründung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die erste gesicherte urkundliche Erwähnung des heutigen Münsterhausen datiert aus dem Jahr 1384. Darin wird der Besitz des Reichsstifts Ursberg urkundlich bestätigt. Die Herrschaft in den ehemals selbstständigen Orten Münster und Hausen gehörte damals zur Markgrafschaft Burgau. Ab dem Jahr 1433 befanden sich die Ortschaften in oftmals wechselnden Lehensverhältnissen. Münsterhausen wurde 1580 zum Markt erhoben und wurde Sitz eines Pflegamts des Hochstifts Augsburg. Von 1660 an hatten die Freiherren von Heidenheim bis zu ihrem Aussterben 1789 die Ortsherrschaft inne. Mit dem Reichsdeputationshauptschluss von 1803 kamen die Orte zu Bayern. Die Gemeinde entstand 1818 aus den ehemals selbstständigen Orten Münster und Hausen. Das weiter nördlich gelegene Münster und das südliche Hausen waren damals noch baulich getrennt.

Gebietsreform der 1970er[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis zur Gebietsreform gehörte die Gemeinde zum Landkreis Krumbach. Dieser wurde am 1. Juli 1972 aufgelöst, Münsterhausen kam zum Landkreis Günzburg. Am 1. Januar 1978 wurde die bis dahin selbständige Gemeinde Hagenried eingegliedert. Am 1. Mai 1978 kam der Gemeindeteil Oberhagenried der aufgelösten Gemeinde Edelstetten mit damals weniger als 25 Einwohnern hinzu.[4]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1961: 1512 Einwohner[4]
  • 1970: 1622 Einwohner[4]
  • 1987: 1709 Einwohner
  • 1991: 1888 Einwohner
  • 1995: 2083 Einwohner
  • 2000: 2084 Einwohner
  • 2005: 2072 Einwohner
  • 2010: 1992 Einwohner
  • 2015: 1979 Einwohner
Panoramabild Münsterhausen, von Westen aus betrachtet

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Marktgemeinderat hat 14 Mitglieder. Bei der Kommunalwahl 2014 entfielen auf die Liste CSU/FWG sieben Sitze und Neutraler Bürgerblock (NBB) Münsterhausen e. V. sieben Sitze.

Bürgermeister ist seit 2008 Robert Hartinger (CSU/FWG).

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wallfahrtskirche
Unsere Liebe Frau
Blick von Nordosten
  • Die barocke Wallfahrtskirche Unsere Liebe Frau. Die katholische Kirche fand erstmals 1706 Erwähnung. Sie erfuhr danach mehrfache Umbauten und Erweiterungen.

Liste der Baudenkmäler in Münsterhausen

Ansässige Unternehmen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Münsterhausen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 10. Juli 2019 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Gemeinde Münsterhausen in der Ortsdatenbank der Bayerischen Landesbibliothek Online. Bayerische Staatsbibliothek, abgerufen am 29. August 2019.
  3. Zahlen und Daten von Markt Münsterhausen - Gemeinde-Website
  4. a b c Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 774 und 775.