Winterbach (Schwaben)

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Winterbach
Winterbach (Schwaben)
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Winterbach hervorgehoben
Koordinaten: 48° 28′ N, 10° 29′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Schwaben
Landkreis: Günzburg
Verwaltungs­gemeinschaft: Haldenwang
Höhe: 462 m ü. NHN
Fläche: 14,84 km2
Einwohner: 759 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 51 Einwohner je km2
Postleitzahl: 89368
Vorwahl: 08283
Kfz-Kennzeichen: GZ, KRU
Gemeindeschlüssel: 09 7 74 196
Adresse der Verbandsverwaltung: Hauptstr. 28
89356 Haldenwang
Webpräsenz: winterbach.bnv-gz.de
Bürgermeister: Karl Oberschmid (Wählervereinigung)
Lage der Gemeinde Winterbach im Landkreis Günzburg
Baden-Württemberg Landkreis Augsburg Landkreis Dillingen an der Donau Landkreis Neu-Ulm Landkreis Unterallgäu Winzerwald Ebershauser-Nattenhauser Wald Aichen Aletshausen Balzhausen Bibertal Breitenthal (Schwaben) Bubesheim Burgau Burtenbach Deisenhausen Dürrlauingen Ebershausen Ebershausen Ellzee Günzburg Gundremmingen Haldenwang (Schwaben) Ichenhausen Jettingen-Scheppach Kammeltal Kötz Krumbach (Schwaben) Landensberg Leipheim Münsterhausen Neuburg an der Kammel Offingen Rettenbach (Landkreis Günzburg) Röfingen Thannhausen (Schwaben) Ursberg Waldstetten (Günz) Waltenhausen Wiesenbach (Schwaben) Winterbach (Schwaben) ZiemetshausenKarte
Über dieses Bild

Winterbach ist eine Gemeinde im schwäbischen Landkreis Günzburg und ein Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Haldenwang.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blick auf Winterbach

Winterbach liegt in der Region Donau-Iller im nordöstlichen Teil des Landkreises Günzburg im Holzwinkel im Naturpark Augsburg-Westliche Wälder. Das Gemeindegebiet wird von Süden nach Norden von der Glött durchflossen, der von Westen her am Rande des namengebenden Hauptortes der Gemeinde der Wallerbach und beim Dorf Waldkirch der Flosserlohbach zulaufen. Die offene Gemeindeflur beidseits des Flusstals ist im Westen und vor allem im Osten von größeren Waldgebieten eingerahmt. Der mit etwa 514 m ü. NHN höchste Punkt im Gemeindegebiet liegt im Wald an dessen Südosteck, der niedrigste am Ausfluss der Glött im Norden auf etwa 411 m ü. NHN.[BA 1]

Ortsteile[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Gemeindegebiet liegen die Dörfer Winterbach, Rechbergreuthen und Waldkirch sowie die Einöden Delkenmühle, Eisingerhof und Waldkircher Mühle.

Geologie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auf dem überwiegenden Teil des Gemeindegebietes steht Obere Süsswassermolasse an, die größeren Höhen darum herum sind bedeckt von älteren Deckenschottern, die bis zur Günz-Kaltzeit abgelagert wurden. Ganz am Ostrand liegt darüber noch Lössderivat aus jüngerer äolischer Sedimentation.[BA 2]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis zur Gründung der Vorläufergemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Winterbach wurde erstmals im 11. Jahrhundert urkundlich erwähnt und gehörte den Grafen Fugger-Glött als Teil der Herrschaft Glött. Mit der Rheinbundakte 1806 kam das Gebiet zum Königreich Bayern. Die drei Holzwinkeldörfer Winterbach, Waldkirch und Rechbergreuthen wurde durch das bayerische Gemeindeedikt von 1818 selbstständige Gemeinden.

Winterbach Pfarrhaus

Fusion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die heutige Gemeinde Winterbach entstand am 1. Juli 1972 durch einen freiwilligen Zusammenschluss der Gemeinden Rechbergreuthen, Waldkirch und Winterbach.[2]

Pfarrkirche St. Gordian und Epimach in Winterbach

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1961: 808 Einwohner, davon 236 in Rechbergreuthen, 292 in Waldkirch und 280 in Winterbach
  • 1970: 778 Einwohner, davon 198 in Rechbergreuthen, 293 in Waldkirch und 287 in Winterbach
  • 1987: 653 Einwohner
  • 1991: 750 Einwohner
  • 1995: 780 Einwohner
  • 2000: 781 Einwohner
  • 2005: 807 Einwohner
  • 2010: 826 Einwohner
  • 2015: 759 Einwohner

Religion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rechbergreuthen St. Nikolaus

In Winterbach steht die 1888 erbaute katholische Pfarrkirche St. Gordian und Epimach, in Rechbergreuthen die katholische Pfarrkirche St. Nikolaus und in Waldkirch die katholische Pfarr- und Wallfahrtskirche Mariä Schmerzen.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat hat acht Mitglieder. Bei den Kommunalwahlen in Bayern 2014 verteilten sich diese auf folgende Listen:[3]

  • Wählervereinigung Winterbach: 3 Sitze
  • Wählervereinigung Waldkirch: 3 Sitze
  • Wählervereinigung Rechbergreuthen: 2 Sitze

Bürgermeister ist seit 2008 in der mittlerweile dritten Amtsperiode Karl Oberschmid (Wählervereinigung Waldkirch).[3] Sein Vorgänger Josef Schieferle hatte das Amt von Oktober 1980 bis April 2008 inne.[4]

Bodendenkmale[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Gemeindegebiet gibt es einige Bodendenkmale. Die ältesten zwei stammen aus der Vorgeschichte und liegen auf der Nordgrenze des Gemeindegebietes: Ein Brandgräberfeld aus der Urnengräberzeit nördlich von Waldkirch und ein Grabhügel am Waldrand östlich des Eisingerhofes. Westlich von Waldkirch gab es im Flosserlohtal in der römischen Kaiserzeit eine Siedlung. Aus dem Mittelalter stammen ein großer Burgstall mit erhaltenen Wallresten östlich über Winterbach im Wald und ein kleinerer im Dorfbereich nördlich der Kirche. Weitere Bodenfunde wurden im Ortsbereich von Waldkirch und Rechbergreuthen gemacht.[BA 3]

Wirtschaft und Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gab 1998 nach der amtlichen Statistik im produzierenden Gewerbe und im Bereich Handel und Verkehr keine sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 16 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 231. Im verarbeitenden Gewerbe und im Bauhauptgewerbe gab es keine Betriebe. Es bestanden im Jahr 1999 29 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 617 ha, davon waren 427 ha Ackerfläche und 190 ha Dauergrünfläche.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Gemeinde Winterbach existiert seit 1990 im ehemaligen Schulhaus ein Kindergarten.[5]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Winterbach (Swabia) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

BayernAtlas („BA“)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Amtliche Online-Gewässerkarte mit passendem Ausschnitt und den hier benutzten Layern: Gemeindegebiet von Winterbach
Allgemeiner Einstieg ohne Voreinstellungen und Layer: BayernAtlas der Bayerischen Staatsregierung (Hinweise)

  1. Höhe abgefragt auf dem BayernAtlas (Rechtsklick).
  2. Geologie nach der Geologischen Karte 1:500.000 auf dem BayernAtlas.
  3. Bodendenkmale nach der Layer gleichen Namens.

Andere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom Juli 2016 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C.H.Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7. Seite 476
  3. a b Mitteilungsblatt der VG Haldenwang vom 20. März 2014, winterbach.bnv-gz.de, abgerufen am 19. März 2017. (PDF, S. 11)
  4. http://www.augsburger-allgemeine.de/guenzburg/Auf-seinem-Weg-hat-er-grosse-Spuren-hinterlassen-id3922616.html
  5. Website der Gemeinde Winterbach, winterbach.bnv-gz.de, abgerufen am 19. März 2017, (Unterpunkt Bildung).