Kötz

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Kötz
Kötz
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Kötz hervorgehoben
Koordinaten: 48° 24′ N, 10° 17′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Schwaben
Landkreis: Günzburg
Verwaltungs­gemeinschaft: Kötz
Höhe: 475 m ü. NHN
Fläche: 20,54 km2
Einwohner: 3260 (31. Dez. 2016)[1]
Bevölkerungsdichte: 159 Einwohner je km2
Postleitzahl: 89359
Vorwahl: 08221
Kfz-Kennzeichen: GZ, KRU
Gemeindeschlüssel: 09 7 74 148
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Obere Dorfstr. 3 A
89359 Kötz
Webpräsenz: www.vg-koetz.de
Bürgermeister: Ernst Walter (parteilos)
Lage der Gemeinde Kötz im Landkreis Günzburg
Baden-WürttembergLandkreis AugsburgLandkreis Dillingen an der DonauLandkreis Neu-UlmLandkreis UnterallgäuWinzerwaldEbershauser-Nattenhauser WaldAichenAletshausenBalzhausenBibertalBreitenthal (Schwaben)BubesheimBurgauBurtenbachDeisenhausenDürrlauingenEbershausenEbershausenEllzeeGünzburgGundremmingenHaldenwang (Landkreis Günzburg)IchenhausenJettingen-ScheppachKammeltalKötzKrumbach (Schwaben)LandensbergLeipheimMünsterhausenNeuburg an der KammelOffingenRettenbach (Landkreis Günzburg)RöfingenThannhausen (Schwaben)UrsbergWaldstetten (Günz)WaltenhausenWiesenbach (Schwaben)Winterbach (Schwaben)ZiemetshausenKarte
Über dieses Bild

Kötz ist eine Gemeinde im schwäbischen Landkreis Günzburg und der Sitz der Verwaltungsgemeinschaft Kötz.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kötz liegt in der Region Donau-Iller.

Es existieren folgende Gemarkungen: Ebersbach, Großkötz, Kleinkötz.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis zur Gründung der Vorläufergemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Großkötz gehörte zur österreichischen Markgrafschaft Burgau, Grund- und Gerichtsherr war von 1408 bis zur Mitte des 18. Jahrhunderts die Ulmer Patrizierfamilie Ehinger. Seit den Friedensverträgen von Brünn und Preßburg 1805 gehört der Ort zum neu entstandenen Königreich Bayern. In Kleinkötz herrschten dagegen bis 1806 die Patrizier Holzapfel von Herxheim, wobei sie sich das Gassengericht mit dem Reichsstift Wettenhausen teilten; Ebersbach gehörte ebenfalls zu den Besitzungen dieses Klosters. Im Zuge der Verwaltungsreformen im Königreich Bayern entstanden mit dem Gemeindeedikt von 1818 die Gemeinden Großkötz und Kleinkötz.

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde Kötz entstand am 1. Juli 1972 durch den freiwilligen Zusammenschluss der bis dahin selbständigen Gemeinden Großkötz und Kleinkötz.[2] Die Gemeinde Ebersbach wurde am 1. Mai 1978 im Zuge der Gebietsreform eingemeindet.[3]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1961: 2175 Einwohner[3]
  • 1970: 2414 Einwohner[3]
  • 1987: 2960 Einwohner
  • 1991: 3071 Einwohner
  • 1995: 3221 Einwohner
  • 2000: 3233 Einwohner
  • 2005: 3235 Einwohner
  • 2010: 3198 Einwohner
  • 2015: 3275 Einwohner

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat und Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat hat 16 Mitglieder. Seit der Kommunalwahl 2014 verteilen sie sich auf folgende Listen:

  • CSU: 7 Sitze
  • Freie Wählergemeinschaft: 7 Sitze
  • SPD: 2 Sitze

Bürgermeister ist seit 2008 Ernst Walter (parteilos).

Steuereinnahmen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeindesteuereinnahmen betrugen im Jahr 2011 umgerechnet 2494 T€, davon entfallen auf Gewerbesteuereinnahmen (netto) umgerechnet 708 T€. Die Pro-Kopf-Verschuldung betrug im selben Jahr 375 €.[4]

Partnergemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Partnergemeinde ist Obdach in Österreich.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft einschließlich Land- und Forstwirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gab 1998 nach der amtlichen Statistik im Bereich der Land- und Forstwirtschaft 34, im produzierenden Gewerbe 601 und im Bereich Handel und Verkehr 93 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 279 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 1255. Im verarbeitenden Gewerbe gab es einen Betrieb, im Bauhauptgewerbe fünf Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 55 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 1337 ha, davon waren 1076 ha Ackerfläche und 232 ha Dauergrünfläche.

Ansässige Unternehmen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Ritter und Deeg Ingenieur-Tiefbau GmbH & Co KG
  • AL-KO Unternehmensgruppe mit AL-KO Fahrzeugtechnik
  • Merkle Schweißanlagen-Technik GmbH
  • Klotz Spezialmaschinen
  • Raiffeisenbank Mittelschwaben eG
  • Ingenieurbüro Kranawetter GmbH
  • Christian Könitzer Consulting

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gibt folgende Einrichtungen (Stand: 1999):

  • Kindergärten: 125 Kindergartenplätze mit 118 Kindern
  • Alois-Kober-Grundschule 155 Schüler (Stand: Schuljahr 2008/09)
  • Grundschule Wasserburg
  • Mittelschule Wasserburg
  • Außenstelle Volkshochschule Günzburg

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Kötz liegt an der Bahnstrecke Mittelschwabenbahn, die zwischen den beiden Teilorten verläuft; der Bahnhof heißt Kleinkötz.
  • Kötz liegt an der nördlich vorbeiführenden A 8 (Ausfahrt Günzburg) und an der B 16, die durch Kleinkötz führt.

Vereine[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sportvereine[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Fischereiverein Kötz e. V.
  • Schachclub Kötz
  • Schützenverein Frohsinn Großkötz 1897 e. V.
  • Schützenverein Hubertus Ebersbach
  • Spielvereinigung Kleinkötz e. V. - Die Fußballmannschaft spielt derzeit in der Kreisklasse West 2 in Schwaben. Angeboten werden Fußball und Gymnastik.
  • Tennis Club Kötz e. V.
  • VfL Großkötz 1924 e. V. - Gegründet wurde der Verein im April 1924. Derzeit besitzt der Verein etwa 800 aktive und passive Mitglieder. Die Fußballmannschaft spielt derzeit in der Kreisklasse West 2 in Schwaben. Die Volleyballmannschaft ist die erfolgreichste ihrer Art im Landkreis und spielt in der Landesliga. Auch Gymnastik und Radfahren werden angeboten.
  • Wandergruppe Kötz e. V.

Musikvereine[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Blasorchester Kötz e.V. - Das Blasorchester Kötz wurde 2003 aus den beiden Kötzer Traditionskapellen Musikverein und Kolpingkapelle gegründet. Das Blasorchester besteht aus der Stammkapelle mit ca. 60 aktiven Musikern.
  • Country & Western Friends Koetz 1982 e.V. - Verein zur Förderung und Pflege der amerikanischen Country & Western Music
  • Förderverein Musikdorf Kötz im schwäbischen Barockwinkel
  • Kirchenchor
  • Männergesangsverein Liederkranz

Weitere Vereine[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Feuerwehrvereine - jeweils in Ebersbach, Groß- und Kleinkötz
  • Förderverein St. Nikolaus- Verein zur Erhaltung der Kleinkötzer Pfarrkirche
  • Interessengemeinschaft für eine Ortsumgehung Kötz e. V.
  • Kleingartenverein
  • Kolpingfamilie Kötz
  • Kötzer Narren Club 1976 e. V. - Der Verein pflegt besonders in der Fasnacht das überkommene schwäbische Brauchtum dieser Jahreszeit und ist weit über den Landkreis hinaus bekannt.
  • Krieger- und Soldatenvereine - jeweils in Ebersbach und Großkötz, Soldaten- und Kameradschaftsverein Kleinkötz
  • Seniorenclub Kötz
  • Sudetendeutsche Landsmannschaft Ortsgruppe Kötz
  • VdK Kötz
  • Verein für Gartenbau u. Landespflege
  • Verein zur Förderung der Land- und Forstwirtschaft sowie der Landschaftspflege - jeweils in Groß- und Kleinkötz

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Kötz – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 4. Januar 2018 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 476.
  3. a b c Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 775.
  4. https://www.statistik.bayern.de/statistikkommunal/09774148.pdf