Südkoreanischer Film

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Der Südkoreanische Film hat nach einer ersten Blütezeit in den späten 1950er und 1960er Jahren ab 1990 wieder an Bedeutung gewonnen und seit dieser Zeit weltweit Aufmerksamkeit auf sich gezogen. Man nennt dies die New Wave des südkoreanischen Films. Sie entstand als Resultat des Wettbewerbs in der Filmindustrie, der Ausbildung der Regisseure im Ausland, und neuartigen Drehbüchern, jüngeren Drehbuchautoren und geringerer Verwendung von Hollywoodklischees.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Südkoreanische Kinospielfilmproduktion[1]
Jahr Anzahl
1975 91
1985 80
1995 63
2005 82

Nach dem Koreakrieg blühte die Filmindustrie erstmals kurz auf. 1955 hatte Lee Kyu-hwan ein sehr erfolgreiches Remake von Chunhyang-jon.

Unter Diktator Park Chung-hee wurde die staatliche Filmzensur in den 1960er Jahren systematisch ausgeweitet, vor allem mit dem Filmgesetz von 1963, das jeglichen Anflug von vermeintlichem Pro-Kommunismus und alle Obszönitäten unterband. Nur Ausnahmeerscheinungen wie Im Kwon-taek und Kim Ki-young konnten in dieser Ära leidlich produktiv tätig sein.

Seit den 1960er Jahren gilt Chungmuro als die Straße der Kultur, Künstler und des Films in Südkorea. Hier eröffnete 1907 auch Dansungsa, das erste Kino Südkoreas. Mittlerweile sind viele Filmstudios von Chungmuro nach Gangnam gezogen, jedoch steht Chungmuro weiterhin für den koreanischen Film.

Kommerzieller Aufschwung in den 1990er Jahren[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erst in den 1990er Jahren ging es dann steil bergauf. Die Produktionsweise hatte sich stark verändert und durch starkes Benchmarketing wurden südkoreanische Filme immer beliebter. Einen großen Beitrag dazu lieferten die Jaebeols.

1992 wurde mit Marriage Story von Samsung erstmals von einem Unternehmen aus der Privatwirtschaft ein Film gesponsert. Durch diese neue Quelle an Kapital konnten nun aufwändigere Produktionen finanziert werden. Es wurde viel Aufmerksamkeit auf die Drehbücher verwendet, potentielle Zielgruppen wurden befragt, etc. Im Laufe der 1990er Jahre wurde die Produktion immer geplanter, damit so wenig Risiken wie möglich eingegangen werden mussten und damit man sich des Interesses der Zuschauer sicher sein konnte.

Mit dem Drama A Star in my Heart begann 1997 das Phänomen der Koreanischen Welle in China sichtbar zu werden. Es gilt als Startpunkt des verzeichenbaren Phänomens.[2]

1999 kam mit Kang Je-gyus Shiri ein kommerziell erfolgreicher Actionfilm auf den Markt, der auch in den USA erfolgreich vermarktet wurde.[3] Auch die Komödie My Sassy Girl von Kwak Jae-yong aus dem Jahr 2001 wurde sehr erfolgreich ins Ausland exportiert. Ebenfalls 2001 kaufte die amerikanische Firma Miramax die Rechte zu einem Remake der erfolgreichen südkoreanischen Actionkomödie My Wife Is a Gangster, die Reproduktionsrechte für andere Erfolgsfilme wie Il Mare von Lee Hyun-seung, Oldboy, My Sassy Girl, Joint Security Area und dem Gruselfilm A Tale of Two Sisters von Kim Ji-woon aus dem Jahr 2003 wurden auch von US-amerikanischen Produktionsfirmen gekauft.

Künstlerischer Erfolg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Neben dem kommerziellen Aufschwung in Südkorea wurden koreanische Produktionen auf den bedeutendsten internationalen Filmfestivals prämiert. Lee Chang-dongs Film Oasis gewann 2002 zum Beispiel den Silbernen Löwen von Venedig, Oldboy von Regisseur Park Chan-wook gewann den zweiten Platz in Cannes, den sogenannten Großen Preis der Jury.

Im Februar 2004 gewann der in Südkorea nicht sonderlich populäre Kim Ki-duk den Preis für die beste Regie auf der 54. Berlinale für seinen Film Samaria. 2012 erhielt er als erster koreanischer Filmemacher den Goldenen Löwen der Filmfestspiele von Venedig für Pieta.

Hong Sang-soo, Lee Myung-se und Jang Sun-woo sind ebenfalls international angesehene Regisseure des unkommerziellen Autorenkinos. Die in ihrer Heimat erfolgreichen Regisseure Park Chan-wook, Kim Ji-woon und Bong Joon-ho drehten 2013 ihre ersten englischsprachigen Filme.[3]

Zuschauerzuspruch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 2000 ist Südkorea eines der wenigen Länder, in denen einheimische Filmproduktionen regelmäßig einen Marktanteil von über 50 % erreichen.[3] Im Kinojahr 2013 gab es in Südkorea erstmals über 200 Millionen Kinobesucher. Der Anteil einheimischer Filmproduktionen war mit 59,1 Prozent der zweithöchste Anteil nach 63 Prozent im Jahr 2006. Zehn Filme übertrafen die 5-Millionen-Zuschauermarke.[4]

Liste der erfolgreichsten Filme[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

(Stand: Juli 2015, nach Besucheranzahl geordnet; Quellen: Korean Film Council)

  1. 명량 (The Admiral: Roaring Currents) - 17.614.590 (2014)
  2. 국제시장 (Ode to My Father) - 14.254.955 (2014)
  3. 괴물 (The Host) – 13.019.000 (2006)
  4. 도둑들 (The Thieves) – 12.983.005 (2012)
  5. 7번방의 선물 (Miracle in Cell No. 7) – 12.803.485 (2013)
  6. 광해, 왕이 된 남자 (Masquerade) - 12.321.459 (2012)
  7. 왕의 남자 (The King and the Clown) – 12.302.831 (2005)
  8. 태극기 휘날리며 (Brotherhood – Wenn Brüder aufeinander schießen müssen) – 11.746.135 (2004)
  9. 해운대 (Tsunami – Die Todeswelle) – 11.397.752 (2009)
  10. 변호인 (The Attorney) - 11.374.861 (2013)
  11. 실미도 (Silmido) – 11.108.000 (2003)
  12. 해적: 바다로 간 산적 (Pirates) - 8.665.269 (2014)
  13. 디워 (Dragon Wars) – 8.426.973 (2007)
  14. 과속 스캔들 (Speedy Scandal) – 8.217.648 (2008)
  15. 친구 (Friend) – 8.180.000 (2001)
  16. 국가대표 (Take Off) – 8.085.554 (2009)
  17. 웰컴 투 동막골 (Welcome to Dongmakgol) – 8.008.622 (2005)
  18. 최종병기 활 (Arrow, The Ultimate Weapon) – 7.457.902 (2011)
  19. 써니 (Sunny) – 7.367.090 (2011)
  20. 화려한 휴가 (May 18) – 7.307.993 (2007)
  21. 베를린 (The Berlin File) – 7.161.845 (2013)
  22. 타짜 (The War of the Flower) – 6.847.777 (2006)
  23. 좋은 놈, 나쁜 놈, 이상한 놈 (The Good, the Bad, the Weird) – 6.686.101 (2008)
  24. 늑대소년 (A Werewolf Boy) - 6.654.281 (2012)
  25. 미녀는 괴로워 (200 Pounds Beauty) – 6.619.498 (2006)
  26. 아저씨 (The Man from Nowhere) – 6.223.770 (2010)
  27. 쉬리 (Shiri) – 6.210.000 (1999)
  28. 투사부일체 (My Boss, My Teacher) – 6.105.431 (2006)
  29. 전우치 (War of the Wizards) – 6.100.532 (2009)
  30. 공동경비구역 JSA (Joint Security Area) – 5.830.000 (2000)
  31. 가문의 위기 (Marrying The Mafia 2) – 5.635.266 (2005)
  32. 의형제 (Secret Reunion) – 5.459.295 (2010)
  33. 완득이 (Punch) - 5.315.783 (2011)
  34. 살인의 추억 (Memories of Murder) – 5.255.376 (2003)
  35. 조폭 마누라 (My Wife Is a Gangster) – 5.250.000 (2001)
  36. 타워 (The Tower) – 5.179.960 (2012)
  37. 말아톤 (Marathon) – 5.148.022 (2005)
  38. 추격자 (The Chaser) – 5.071.619 (2008)
  39. 가문의 영광 (Marrying the Mafia) – 5.021.001 (2002)
  40. 바람과 함께 사라지다 (The Grand Heist) – 4.908.685 (2012)
  41. 엽기적인 그녀 (My Sassy Girl) – 4.841.500 (2001)
  42. 동갑내기 과외하기 (My Tutor Friend) – 4.810.000 (2003)
  43. 님아, 그 강을 건너지 마오 (My Love, don't cross that River) - 4.801.312 (2014)
  44. 조선명탐정: 각시투구꽃의 비밀 (Detective K) – 4.778.512 (2011)
  45. 군도:민란의 시대 (KUNDO: Age of the Rampant) - 4.774.717 (2014)
  46. 범죄와의 전쟁 : 나쁜놈들 전성시대 (Nameless Gangster) – 4.719.888 (2012)
  47. 신세계 (New World) – 4.678.711 (2013)
  48. 도가니 (The Crucible) – 4.669.498 (2011)
  49. 내 아내의 모든 것 (Everything about my Wife) – 4.587.489 (2012)
  50. 연가시 (Deranged) – 4.515.665 (2012)

Filmfestivals und Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einflussreiche Filmfestivals sind das Busan International Film Festival (BIFF) und das Jeonju Film Festival. Als die wichtigsten Auszeichnungen können die Blue Dragon- und die Grand Bell Awards betrachtet werden.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Weltfilmproduktionsbericht (Auszug) (Memento vom 11. November 2011 im Internet Archive), Screen Digest, Juni 2006, S. 205–207 (eingesehen am 15. Juni 2007)
  2. Keehyeung Lee: Mapping out the cultural politics of "the Korean wave" in contemporary South Korea. In: East Asian Pop Culture: Analysing the Korean Wave. Hong Kong University Press: 2008, S. 175–190.
  3. a b c "Kommerzieller Erfolg und weltweite Anerkennung" - TV Spielfilm, Ausgabe 10/2015, Seite 85
  4. Zahl der Kinobesucher übertrifft 200 Millionen-Marke. KBS World vom 18. Dezember 2013.