Aiglsbach

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Aiglsbach
Aiglsbach
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Aiglsbach hervorgehoben
Koordinaten: 48° 42′ N, 11° 43′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Niederbayern
Landkreis: Kelheim
Verwaltungs­gemeinschaft: Mainburg
Höhe: 415 m ü. NHN
Fläche: 39,95 km2
Einwohner: 1759 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 44 Einwohner je km2
Postleitzahl: 84089
Vorwahl: 08753
Kfz-Kennzeichen: KEH, MAI, PAR, RID, ROL
Gemeindeschlüssel: 09 2 73 113
Adresse der Verbandsverwaltung: Regensburger Str. 1
84048 Mainburg
Bürgermeister: Josef Hillerbrand (Christlich Soziale Wählergem.)
Lage der Gemeinde Aiglsbach im Landkreis Kelheim
Altmühl Altmühl Donau Main-Donau-Kanal Naab Regen (Fluss) Landkreis Eichstätt Landkreis Freising Landkreis Landshut Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz Landkreis Pfaffenhofen an der Ilm Regensburg Landkreis Regensburg Landkreis Straubing-Bogen Gemeindefreies Gebiet Hacklberg Painten Hienheimer Forst Frauenforst Neustadt an der Donau Dürnbucher Forst Abensberg Aiglsbach Attenhofen Bad Abbach Biburg (Niederbayern) Elsendorf Essing Hausen (Niederbayern) Herrngiersdorf Ihrlerstein Kelheim Kelheim Kirchdorf (Hallertau) Langquaid Mainburg Neustadt an der Donau Neustadt an der Donau Painten Painten Riedenburg Rohr in Niederbayern Saal an der Donau Siegenburg Teugn Train (Niederbayern) Volkenschwand WildenbergKarte
Über dieses Bild

Aiglsbach ist eine Gemeinde im niederbayerischen Landkreis Kelheim und ein Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Mainburg.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aiglsbach liegt zwischen Regensburg und München sowie zwischen Ingolstadt und Landshut.

Es existieren folgende Gemarkungen: Aiglsbach, Berghausen, Gasseltshausen, Oberpindhart, Pöbenhausen, Radertshausen, Buch, Haselbuch, Gerblhäuser, Straßberg, Lindach, Moosham.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

St. Leonhard

Bis zur Gemeindegründung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort wurde erstmals 864 urkundlich erwähnt. Weitere Nennungen folgten als Agelspach (ca. 1145), Ailgilspach (ca. 1190) und Egilspach (ca. 1160). Der Name leitet sich vermutlich von einem Eigennamen Agil, Egil, Aigil oder Eigil ab, ergänzt um das althochdeutsche Wort für „Bach“, pah (auch bah, pach). Aiglsbach gehörte zum Rentamt München und zum Landgericht Mainburg des Kurfürstentums Bayern. Im Zuge der Verwaltungsreformen im Königreich Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde.

Namensänderung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die offizielle Schreibweise des Gemeindenamens wurde 1911 von „Aigelsbach“ auf „Aiglsbach“ abgeändert.

Namensherkunft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im bayrischen Spessart wird der Name der Gemarkung Eichelsbach des Marktes Elsenfeld ebenfalls auf „Egilespach“ oder ähnlich zurückgeführt. Aigil oder auch Egil war ein im Mittelalter häufiger Name – Eichelsbach im Spessart soll nach einem Abt Aigil eines Klosters in/bei Fulda benannt worden sein.

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. Januar 1972 wurde die bis dahin selbständige Gemeinde Oberpindhart eingegliedert.[2] Am 1. Januar 1974 kam Berghausen hinzu.[3]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gebiet der ehemaligen Gemeinde

  • 1961: 1089 Einwohner
  • 1970: 1032 Einwohner
  • 2011: 1080 Einwohner

Gebiet der heutigen Gemeinde

  • 1961: 1272 Einwohner
  • 1970: 1216 Einwohner
  • 1987: 1331 Einwohner
  • 1991: 1408 Einwohner
  • 1995: 1475 Einwohner
  • 2000: 1546 Einwohner
  • 2005: 1661 Einwohner
  • 2010: 1670 Einwohner
  • 2015: 1759 Einwohner

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister ist Josef Hillerbrand (Christlich Soziale Wählergem.). Er wurde im Jahr 2002 Nachfolger von Martin Kiermeyer (Christlich Soziale Wählergem.).

Die Gemeindesteuereinnahmen betrugen im Jahr 2004 umgerechnet 1.087.000 €, davon betrugen die Gewerbesteuereinnahmen (netto) umgerechnet 206.000 T€.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft einschließlich Land- und Forstwirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gab 1998 im Bereich der Land- und Forstwirtschaft 17, im Produzierenden Gewerbe 32 und im Bereich Handel und Verkehr elf sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 31 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 481. Im verarbeitenden Gewerbe (sowie Bergbau und Gewinnung von Steinen und Erden) gab es keine, im Bauhauptgewerbe sieben Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 112 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 1892 ha. Davon waren 1710 ha Ackerfläche und 181 ha Dauergrünfläche.

Öffentliche Einrichtungen und Vereine[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • TV v. 1932 Aiglsbach e. V., Turnverein mit diversen Abteilungen
  • Katholische Landjugend Aiglsbach
  • Kindergarde Aiglsbach e. V.
  • JuKi-Treff im Pfarrgemeinderat
  • Freiwillige Feuerwehren Aiglsbach, Oberpindhart, Berghausen
  • Katholischer Frauenbund Aiglsbach
  • Kriegervereine Aiglsbach, Oberpindhart, Berghausen

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Aiglsbach – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom Juli 2016 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 516.
  3. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 610.