Aiglsbach

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Wappen Deutschlandkarte
Aiglsbach
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Aiglsbach hervorgehoben

Koordinaten: 48° 42′ N, 11° 43′ O

Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Niederbayern
Landkreis: Kelheim
Verwaltungs­gemeinschaft: Mainburg
Höhe: 415 m ü. NHN
Fläche: 39,85 km2
Einwohner: 1847 (31. Dez. 2020)[1]
Bevölkerungsdichte: 46 Einwohner je km2
Postleitzahl: 84089
Vorwahl: 08753
Kfz-Kennzeichen: KEH, MAI, PAR, RID, ROL
Gemeindeschlüssel: 09 2 73 113
Gemeindegliederung: 12 Gemeindeteile
Adresse der Verbandsverwaltung: Regensburger Straße 1
84048 Mainburg
Website: www.aiglsbach.de
Erster Bürgermeister: Leonhard Berger (Christlich Soziale Wählergem.[2])
Lage der Gemeinde Aiglsbach im Landkreis Kelheim
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Über dieses Bild

Aiglsbach ist eine Gemeinde im niederbayerischen Landkreis Kelheim. Die Gemeinde ist Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Mainburg.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ortsansicht von Aiglsbach

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde liegt zwischen Regensburg und München sowie zwischen Ingolstadt und Landshut.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gibt 12 Gemeindeteile[3] (in Klammern ist der Ortstyp[4] angegeben):

Es gibt die Gemarkungen Aiglsbach, Berghausen, Gasseltshausen, Oberpindhart und Pöbenhausen.[5]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kirche St. Leonhard

Bis zur Gemeindegründung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort wurde erstmals 864 urkundlich erwähnt. Weitere Nennungen folgten als Agelspach (ca. 1145), Ailgilspach (ca. 1190) und Egilspach (ca. 1160). Aiglsbach gehörte zum Rentamt München und zum Landgericht Mainburg des Kurfürstentums Bayern. Im Zuge der Verwaltungsreformen im Königreich Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde.

Namensänderung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die offizielle Schreibweise des Gemeindenamens wurde 1911 von „Aigelsbach“ auf „Aiglsbach“ abgeändert.

Namensherkunft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Name leitet sich vermutlich von einem Eigennamen Agil, Egil, Aigil oder Eigil ab, ergänzt um das althochdeutsche Wort für „Bach“, pah (auch bah, pach). Aigil oder auch Egil war ein im Mittelalter häufiger Name – Eichelsbach im Spessart soll nach einem Abt Aigil eines Klosters in/bei Fulda benannt worden sein.

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Zuge der Gebietsreform in Bayern wurde am 1. Januar 1972 die Gemeinde Oberpindhart eingegliedert.[6] Am 1. Januar 1974 kam Berghausen hinzu.[7]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Zeitraum 1988 bis 2018 stieg die Einwohnerzahl von 1354 auf 1768 um 414 Einwohner bzw. um 30,6 %.

Gebiet der ehemaligen Gemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1961: 1089 Einwohner
  • 1970: 1032 Einwohner
  • 2011: 1080 Einwohner

Gebiet der heutigen Gemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1961: 1272 Einwohner
  • 1970: 1216 Einwohner
  • 1987: 1331 Einwohner
  • 1991: 1408 Einwohner
  • 1995: 1475 Einwohner
  • 2000: 1546 Einwohner
  • 2005: 1661 Einwohner
  • 2010: 1670 Einwohner
  • 2015: 1759 Einwohner

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erster Bürgermeister ist Leonhard Berger (Christlich Soziale Wählergem.). Dieser wurde Nachfolger von Josef Hillerbrand (Christlich Soziale Wählergemeinschaft).

Marienplatz mit Mariensäule und Pfarrkirche St. Leonhard

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen von Aiglsbach.svg
Blasonierung: „In silber zwei rote Hirschstangen, dazwischen eine grüne Hopfendolde.“[8]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft einschließlich Land- und Forstwirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gab 1998 im Bereich der Land- und Forstwirtschaft 17, im produzierenden Gewerbe 32 und im Bereich Handel und Verkehr elf sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 31 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es 481. Im verarbeitenden Gewerbe (sowie Bergbau und Gewinnung von Steinen und Erden) gab es keine, im Bauhauptgewerbe sieben Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 112 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 1892 ha. Davon waren 1710 ha Ackerfläche und 181 ha Dauergrünfläche.

Öffentliche Einrichtungen und Vereine[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • TV v. 1932 Aiglsbach e. V., Turnverein mit diversen Abteilungen
  • Katholische Landjugend Aiglsbach
  • Kindergarde Aiglsbach e. V.
  • JuKi-Treff im Pfarrgemeinderat
  • Freiwillige Feuerwehren Aiglsbach, Oberpindhart, Berghausen
  • Katholischer Frauenbund Aiglsbach
  • Kriegervereine Aiglsbach, Oberpindhart, Berghausen

Söhne und Töchter[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Aiglsbach – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Genesis Online-Datenbank des Bayerischen Landesamtes für Statistik Tabelle 12411-001 Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Gemeinde Aiglsbach: Die Gemeinde > Gemeindeorgane > Bürgermeister. Abgerufen am 23. Mai 2020.
  3. Gemeinde Aiglsbach, Liste der amtlichen Gemeindeteile/Ortsteile im BayernPortal des Bayerischen Staatsministerium für Digitales, abgerufen am 29. September 2021.
  4. Gemeinde Aiglsbach in der Ortsdatenbank der Bayerischen Landesbibliothek Online. Bayerische Staatsbibliothek, abgerufen am 24. April 2021.
  5. Gemarkungs- und Gemeindeverzeichnis. Landesamt für Digitalisierung, Breitband und Vermessung, 14. Juli 2020, abgerufen am 29. Januar 2021.
  6. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 516.
  7. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 610.
  8. Eintrag zum Wappen von Aiglsbach in der Datenbank des Hauses der Bayerischen Geschichte