Bad Abbach

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen des Marktes Bad Abbach
Bad Abbach
Deutschlandkarte, Position des Marktes Bad Abbach hervorgehoben
Koordinaten: 48° 56′ N, 12° 3′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Niederbayern
Landkreis: Kelheim
Höhe: 371 m ü. NHN
Fläche: 55,29 km2
Einwohner: 12.208 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 221 Einwohner je km2
Postleitzahl: 93077
Vorwahl: 09405
Kfz-Kennzeichen: KEH, MAI, PAR, RID, ROL
Gemeindeschlüssel: 09 2 73 116
Marktgliederung: 6 Ortsteile
Adresse der
Marktverwaltung:
Raiffeisenstraße 72
93077 Bad Abbach
Webpräsenz: www.bad-abbach.de
Bürgermeister: Ludwig Wachs (FW)
Lage des Marktes Bad Abbach im Landkreis Kelheim
Altmühl Altmühl Donau Main-Donau-Kanal Naab Regen (Fluss) Landkreis Eichstätt Landkreis Freising Landkreis Landshut Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz Landkreis Pfaffenhofen an der Ilm Regensburg Landkreis Regensburg Landkreis Straubing-Bogen Gemeindefreies Gebiet Hacklberg Painten Hienheimer Forst Frauenforst Neustadt an der Donau Dürnbucher Forst Abensberg Aiglsbach Attenhofen Bad Abbach Biburg (Niederbayern) Elsendorf Essing Hausen (Niederbayern) Herrngiersdorf Ihrlerstein Kelheim Kelheim Kirchdorf (Hallertau) Langquaid Mainburg Neustadt an der Donau Neustadt an der Donau Painten Painten Riedenburg Rohr in Niederbayern Saal an der Donau Siegenburg Teugn Train (Niederbayern) Volkenschwand WildenbergKarte
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Markt

Bad Abbach (bis 1934 Abbach, wird im Volksmund noch heute so bezeichnet) ist ein Markt und Kurort im niederbayerischen Landkreis Kelheim und liegt im Donautal zwischen Kelheim und Regensburg.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im äußersten Nordwesten des Marktes an der Donau liegt der Ortsteil Oberndorf mit der Schleuse Bad Abbach. Die zugehörige Staustufe mit dem Kraftwerk Bad Abbach liegt stromaufwärts beim Ortsteil Poikam, wo eine Straßenbrücke am Wehr den Strom überquert. In Poikam liegt auch eine Donaubrücke der Donautalbahn. Im Bad Abbach selbst besteht nur die weithin sichtbare Fußgängerbrücke zur sogenannten „Freizeitinsel“ zwischen Donau und Schleusenkanal, über die das Schwimmbad und andere Sportstätten erreicht werden.

Bad Abbach gehört zum Bezirk Niederbayern unmittelbar an der Grenze zur Oberpfalz.

Hanslberg-Gebiet[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im äußersten Grenzgebiet von Oberndorf liegt an der Straße in Richtung Matting und von dort weiter in Richtung Regensburg das sogenannte Hanslberg-Gebiet mit steilen, unmittelbar an der Donau gelegenen Jura-Felsen. Dort steht eine Hütte der Sektion Regensburg des Deutschen Alpenvereins.

Felsdenkmal[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kurz hinter der Ausfahrt vom Kurort Bad Abbach nach Poikam befindet sich an der B 16 ein aus dem neunzehnten Jahrhundert stammendes, an die seinerzeitige Felssprengung erinnerndes prägnantes Felsdenkmal.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Markt Bad Abbach hat 32 Gemeindeteile. Den Hauptort Bad Abbach. Die Kirchdörfer Dünzling[2], Lengfeld, Oberndorf, Peising, Poikam und Saalhaupt. Die Dörfer Alkofen, Bad Abbach und Kalkofen. Die Orte Abbach-Schloßberg, Au und Weichs. Die Weiler Dantschermühle, Gattersberg, Gemling und Teufelsmühle. Die Einöden Bockenberg, Deutenhof, Eiermühle, Eiglstetten, Frauenbründl, Hochstetten, Jägerhaus, Kranzgarten, Peisenhofen, Pondorf, Ried, Streicherhöhe, Voxbrunn, Weilhof und Weilhof.[3]

Es gibt die Gemarkungen Bad Abbach, Dünzling, Lengfeld, Oberndorf, Peising, Poikam und Saalhaupt. [4]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Villa Rustica
Kurpark

Bis zum 19. Jahrhundert[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Bad Abbach bestand in der Römerzeit von etwa 180 n. Chr. bis in die Spätantike die Legio III Italica im Flurstück Ziegelfeld eine Militärziegelei. In den Ortsteilen Dünzling und Gemling fanden Archäologen Spuren ziviler Ziegeleien.[5]

Im Frühmittelalter gehörte das Gebiet zum Herrschaftsbereich des Herzogtums Bayern. Nach Aventin wurde dort Heinrich dem Zänker am 6. Mai 973 ein Sohn, der spätere Kaiser Heinrich II., geboren (nach anderslautender Theorie ist sein Geburtsort Hildesheim). Dies ist zugleich die erste Nachricht über die Burg Abbach, die möglicherweise keltischen Ursprungs ist. König Heinrich II. schenkte Abbach 1007 dem von ihm gegründeten Bistum Bamberg, das es 1109 dem von dem Bamberger Bischof Otto I. gestifteten Kloster Prüfening vermachte. Der Prüfeninger Abt ließ die Burg zerstören, weil er Widerstand von den bayerischen Untertanen erwartete, worauf der Kaiser den Bayernherzog Ludwig I., den Kelheimer, wieder einsetzte; dieser baute die Burg wieder auf und verlieh 1210 der unterhalb der Burg entstandenen Siedlung die Marktrechte. Ludwig machte Abbach zum Sitz eines Pfleggerichts, das bis 1803 bestand. Dank der herzoglichen Zollstation vor der Reichsstadt Regensburg nahm der Ort einen wirtschaftlichen Aufschwung.

Die Schwefelquellen wurden urkundlich erstmals bereits 1262 genannt. Münzfunden zufolge könnten sie schon den Römern bekannt gewesen sein. Sie und das Moor in Bad Abbach werden seit dem 15. Jahrhundert gegen rheumatische Erkrankungen genutzt. Ab 1465 ist ein geregelter Badebetrieb nachweisbar. 1532 unterzog sich Kaiser Karl V. dort einer Badekur.

Am 22. Mai 1754 traf Kurfürstin Maria Anna in Begleitung ihres Gemahls, Kurfürst Max Joseph und mit einem großen Gefolge zum Kuraufenthalt in Bad Abbach ein. Die Kur bestand damals aus einer kombinierten Trink- und Badekur mit strenger Diät. Es gab Konzerte, Theateraufführungen, Bälle und ausgedehnte Reisen. Am 24. Juni beendete Maria Anna ihren Kuraufenthalt, der allerdings nicht die erhoffte Geburt eines Thronfolgers bewirkte.

Der Markt Abbach besaß ein Marktgericht mit magistratischen Eigenrechten. Bis 1803 war er Sitz eines Pflegamts und gehörte zum Rentamt Straubing des Kurfürstentums Bayern. Im Königreich Bayern gehörte Abbach von 1806 bis 1837 zum Regenkreis, dem Vorläufer des Regierungsbezirks Oberpfalz, seither wieder zu Niederbayern.

Der Ort wurde mehrmals zerstört. Im Dreißigjährigen Krieg verwüsteten die Schweden Burg und Markt, 1809 wurde Abbach vom Fünften Koalitionskrieg Napoleons in Mitleidenschaft gezogen, einem Stadtbrand 1891 fiel die Hälfte der Bausubstanz zum Opfer.

20. und 21. Jahrhundert[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit März 1934 lautet der Name des staatlich anerkannten Kurbads „Bad Abbach“.[6]

Durch Artilleriebeschuss wurde 1945 mehr als die Hälfte des Ortes zerstört. Das Bayerische Rote Kreuz übernahm 1949 das alte Badehaus und 1954 die gesamten Kuranlagen. 1956 wurde das erste neue Rheuma-Krankenhaus eröffnet, dem zwei weitere in dem neuen Kurviertel folgten. Auf die Dauer konnten diese Anlagen jedoch nicht wirtschaftlich betrieben werden.

Der gesamte Klinikbetrieb wurde 2011 umstrukturiert. Nach dem Erwerb der in die Jahre gekommenen BRK-Einrichtungen durch Asklepios im Jahr 2004 entstanden eine neue rheumatologische Klinik, eine orthopädische Klinik und eine Rehabilitationsklinik. Die älteren Anlagen werden abgebrochen. Der Kurpark wurde 2010/2011 dank 1,278 Millionen Euro Hilfe aus dem Konjunkturpaket II umgestaltet.

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 1895 wurde die bis dahin selbständige Gemeinde Abbach-Schloßberg, die bis 1865 den Namen „Schloßberg-Abbach“ trug, eingegliedert. Am 1. Januar 1972 kam Poikam hinzu.[6] Am 1. Januar 1978 folgten Dünzling, Oberndorf, Peising und Saalhaupt. Mit der Eingliederung der ehemaligen Gemeinde Lengfeld wurde am 1. Mai 1978 die Reihe der Eingemeindungen abgeschlossen.[7]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Marktgemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Marktgemeinderat von Bad Abbach hat (ohne Bürgermeister) 24 Mitglieder. Die Kommunalwahl am 16. März 2014 hatte bei einer Wahlbeteiligung von 56,37 % folgendes Ergebnis:[8]

Partei / Liste FWG CSU Liste Zukunft iNBA & Grüne SPD Aktive Bürger
Sitze 8 7 5 2 1 1
Stimmenanteil 33,39 % 27,73 % 19,50 % 9,40 % 5,66 % 4,32 %

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei der letzten Bürgermeisterwahl, die ebenfalls am 16. März 2014 stattfand, konnte sich Ludwig Wachs (Freie Wähler) mit 63,67 % gegen seinen einzigen Gegenkandidaten Andreas Diermeier (CSU) durchsetzen.[9]

Städtepartnerschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

FrankreichFrankreich Frankreich: Seit 1978 besteht die intensiv gepflegte Städtepartnerschaft mit Charbonnières-les-Bains. Zum zehnjährigen Partnerschaftsjubiläum 1988 wurde in Bad Abbach eine neu erbaute, markante Fußgänger- und Radfahrerbrücke über die Donau nach dem Partnerort benannt. [10]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ortskern und Burg

Die Ortsmitte, die rund um die Fußgängerzone Am Markt angelegt ist, wird überragt von zwei Hügeln: vom Schloßberg (383 m ü. NN) mit der Pfarrkirche St. Nikolaus und der Burgruine Abbach („Heinrichsturm“) und, südlich davon, von einem zweiten Hügel mit dem Thermalbad Kaiser-Therme (379 m ü. NN). Der Kurpark erstreckt sich im Südwesten des Marktes, mehrere Neubaugebiete sowie Kindergärten und Schulen im Norden und Osten.

Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Heinrichsturm
  • Älteste Bausubstanz sind Reste einer Villa rustica mit Herrenhaus, Nebengebäuden und Badeanlagen, wohl aus der mittleren römischen Kaiserzeit. Die Grundmauern dieser Anlage traten bei Ausgrabungen in den Jahren 1982 bis 1984 im Feld östlich des Marktes zutage. Die Datierung (nach Gerät- und Münzfunden) ist ungenau (40–357 n. Chr.).
  • Von der Burg Abbach, die unter Herzog Ludwig dem Kelheimer ab 1224 wiederaufgebaut wurde, steht nur noch der runde Bergfried – im Volksmund „Heinrichsturm“ genannt. Dieser Name rührt von der Annahme her, dass auf der Burg Abbach Kaiser Heinrich II. geboren sein könnte. Der 27 m hohe Turm besitzt ein 4,5 m mächtiges Bruchsteinmauerwerk, verkleidet mit Buckelquadern aus lokalem Grünsandstein und Kalksandstein. Vom Palas stehen noch wenige Grundmauern. Die bereits im 15. Jahrhundert verfallene Anlage, einst etwa 180 m lang und durch eine Ringmauer geschützt, besaß einen Zugang über eine Brücke mit Torturm. Die ohnehin ruinöse Burg wurde im Dreißigjährigen Krieg von den Schweden weitgehend zerstört.
  • In der Marktstraße haben sich einige barocke Häuser mit schönen Voluten- und Schweifgiebeln erhalten.
  • Die katholische Marktkirche St. Christophorus (im Volksmund auch „kleine Kirche“ genannt) wurde 1484 von Abbacher Bürgern als Benefizium gestiftet. Nach Zerstörung durch einen Eisstoß am 28. Februar 1784 wurde ein barocker Neubau errichtet. Auch die Inneneinrichtung (Hochaltar, Seitenaltar, Beichtstühle) stammt aus dieser Zeit. Kreuzweg und Glocken wurden im 20. Jahrhundert hinzugefügt. Die Kirche wurde mehrmals restauriert (1935, 1955, 1969, 1987, 2004 und 2009).
  • Die katholische Pfarrkirche St. Nikolaus am Schloßberg wurde in den Jahren 1849 bis 1852 im neugotischen Stil errichtet. An gleicher Stelle wie die heutige Backsteinkirche standen bereits drei unterschiedlich große Vorgängerbauten im romanischen, der gotischen und dem barocken Stil. Rund um die Kirche erstreckt sich der Pfarrfriedhof.
  • In den 1960er Jahren wurde neben dem Pfarrhof, einem zweigeschossigen, klassizistischen Halbwalmbau von 1831, die moderne Kirche zur Heiligen Familie errichtet. Durch ihre Lage nahe dem Marktplatz ist sie deutlich einfacher zu erreichen als die Pfarrkirche auf dem Schloßberg.
  • Die evangelische Kreuzkirche mit auffallendem pyramidenförmigem Glockenturm stammt aus den 1970er Jahren.
  • Eine Fußgängerbrücke über die Donau verbindet Bad Abbach mit der sogenannten Freizeitinsel zwischen zwei Donauarmen. Diese entstand, nachdem 1978 wegen des Rhein-Main-Donau-Kanals der Schleusenkanal Bad Abbach zur Umgehung des Kraftwerks bei Poikam erbaut wurde. Seit 1988 heißt die Brücke nach dem französischen Partnerort des Marktes Charbonnières-les-Bains-Brücke.
  • Das Löwendenkmal an der Straße zwischen Bad Abbach und Saal wurde zur Erinnerung an den schwierigen Ausbau der Donau-Uferstraße in den Jahren 1792 bis 1794 errichtet. Noch heute ist die Trasse, die zum Teil entlang des Steilufers der Donau führt, ein Teil der Bundesstraße 16.

Parks und Kuranlagen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kaiser-Therme in Bad Abbach

Bad Abbachs Kurpark stammt von 1872. Bei der Restaurierung in den Jahren 2010/2011 wurde die vorhandene Parklandschaft erweitert und modernisiert durch neue Wasserspiele mit Felsengrotte, ein neues Rondell vor dem Kurmittelhaus, große Grünflächen mit Sonnenliegen, einen Hildegard-von-Bingen-Kräutergarten und ein kleines Tiergehege, das zu geregelten Öffnungszeiten besucht werden kann. Dieses befindet sich im hinteren Teil des Kurparkes.

Ein Thermalbad mit Innen- und Außenbecken, eine Saunalandschaft, Kuranwendungen (Massagen, Moorbad, Wannenbäder) und Aquafitness bietet die sogenannte Kaiser-Therme. Diese wurde erst im Jahr 1999 auf dem Hügel südlich des Marktes, über den der Jurasteig verläuft, errichtet. Der Kaiser, gemeint ist Karl V., konnte freilich noch nicht in dieser Anlage kuren; doch hielt er sich im Jahre 1532 zur Kur in Abbach auf.[11] Ein 45-minütiger Aufenthalt in der Salzgrotte, die Salz aus dem Toten Meer enthält, wird zum Beispiel bei Erkrankungen der Oberen Atemwege, Herz- und Gefäßkrankheiten, Hautentzündungen und Störungen des vegetativen Nervensystems indiziert.

Sport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Der TSV Bad Abbach wurde 1872 zunächst als einfacher Turnverein gegründet; heute ist er Breitensport-Verein mit Badminton, Bogenschießen, Fußball, Handball, Kegeln, Tennis (seit 1977), Tischtennis und anderen Sportarten. Im Badminton wurde 2010 die Jugendmannschaft U15 deutscher Mannschaftsmeister.[12] Das Sportgelände befindet sich auf der so genannten Freizeitinsel, einer Insel in der Donau westlich des Marktes. Vom Markt aus ist es nur fußläufig über die Charbonnières-les-Bains-Brücke erreichbar, mit dem Auto von der anderen Seite aus über den Ortsteil Poikam.
  • Ebenfalls auf der Freizeitinsel befindet sich seit 2007 das im Sommer gut besuchte Inselbad. Es handelt sich dabei um ein Naturbad, das nicht gechlort, sondern biologisch gereinigt wird.
  • Die Golfanlage Deutenhof, nahe dem Ortsteil Lengfeld gelegen, umfasst einen 18-Loch-Golfplatz, einen 9-Loch-Kurzplatz sowie Übungsanlagen und Gastronomie. Sie wurde auf einem ehemaligen Hofgut in hügeligem Gelände angelegt. Im Jahr 1997 wurde ein Golfhotel mit Gastronomie im Stile eines englischen Herrenhauses eröffnet.
  • Reiten, Angeln, Nordic Walking und Tanzen sind weitere geförderte Freizeitaktivitäten in Bad Abbach.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Tourismus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Neben dem an die Kliniken gebundenen Kurbetrieb lebt der Ort auch von privatem Tourismus. Es gibt einige Hotels, Pensionen, Ferienwohnungen, Privatunterkünfte und Gasthöfe.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Bahnhof Bad Abbach, etwa vier Kilometer südwestlich des Hauptortes nahe Lengfeld gelegen, befindet sich an der Donautalbahn zwischen Regensburg und Ingolstadt. Außerdem ist Bad Abbach über die A 93 Regensburg–Holledau (Ausfahrt Bad Abbach) sowie über die B 16 Regensburg - Ingolstadt zu erreichen. Ferner liegen das Dreieck Saalhaupt, das die autobahnähnliche B 15n an die A 93 anbindet, sowie die ersten vier Kilometer der Schnellstraße auf dem Gebiet der Marktgemeinde.

DGPS-Sendeturm Bad Abbach

In Bad Abbach befindet sich ein DGPS-Sender, der von der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes betrieben wird.[13]

Radfernwege[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Durch das Stadtgebiet führen mehrere Radwanderwege:

Energie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bahnstromkraftwerk Bad Abbach

Bei der Staustufe Bad Abbach sind zwei Wasserkraftwerke in Betrieb. Am Beginn des Schleusenkanals links neben der Wehranlage in Poikam liegt das Wasserkraftwerk Bad Abbach aus dem Jahr 1978 mit einer elektrischen Leistung von 6,1 Megawatt, während das im Jahr 2000 fertiggestellte Bahnstromkraftwerk Bad Abbach mit 3,5 Megawatt Leistung nahe der Schleuse in Oberndorf positioniert ist.

Ansässige Unternehmen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Tele-Crew OHG
  • br-medienagentur
  • Schäfers Süße Werbung
  • Elo-consult Elektrofachplanungs GmbH
  • Einst besaß Bad Abbach sechs Brauereien; nachdem die Brauerei Zirngibl (gegründet 1854) 1996 geschlossen wurde, ist die Brauerei Berghammer in Oberndorf die letzte.

Medien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Bad Abbacher (Bad Abbacher Kur- und Geschäftsanzeiger), seit 40 Jahren
  • Bad Abbacher Kurier

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Grundschule Bad Abbach
  • Angrüner-Mittelschule Bad Abbach

Söhne und Töchter der Marktgemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Kaiser Heinrich II. (973/978–1024) wurde laut Aventin in Abbach geboren.
  • Gisela von Bayern (um 985–1060), die Schwester Kaiser Heinrichs II., war später Königin von Ungarn. Sie wurde vermutlich ebenfalls in Abbach geboren. Belege dafür gibt es jedoch nicht.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Hans Wagner: Weinberg und Steinbruch des Herrn. Geschichte der Pfarrgemeinde Kapfelberg und Poikam, Kelheim 1985.
  • Alois Joseph Weichslgartner: Bad Abbach, in: Unbekanntes Bayern. Städte am Fluß, Süddeutscher Verlag, München, 1964, Nachdruck 1976, ISBN 3-7991-5869-3
  • Alfons Kraus: Bad Abbach - unser historisches, kulturelles und soziales Erbe. Philipp Schmidt, 2012, ISBN 978-3-87707-839-6.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Bad Abbach – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom Juli 2016 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Expositur Dünzling. Bistum Regensburg, abgerufen am 4. September 2017.
  3. Gemeinde Bad Abbach in der Ortsdatenbank der Bayerischen Landesbibliothek Online. Bayerische Staatsbibliothek , abgerufen am 4. September 2017
  4. „Gemarkungs- und Gemeindeverzeichnis“: Bayerisches Gemarkungsverzeichnis
  5. Ulrich Brandl und Emmi Federhofer: Ton + Technik. Römische Ziegel. Theiss, Stuttgart 2010, ISBN 978-3-8062-2403-0 (Schriften des Limesmuseums Aalen. Nr. 61)
  6. a b Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C.H.Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 493.
  7. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 610 und 611.
  8. Anstalt für kommunale Datenverarbeitung in Bayern: Ergebnis zur Gemeinderatswahl am 16.03.2014 - Markt Bad Abbach. Online auf www.akdb.de. Abgerufen am 10. Oktober 2015.
  9. Anstalt für kommunale Datenverarbeitung in Bayern: Ergebnis zur Bürgermeisterwahl am 16.03.2014 - Markt Bad Abbach. Online auf www.akdb.de. Abgerufen am 10. Oktober 2015.
  10. Partnerschaftskomitee Bad Abbach - Charbonnières-les-Bains: Geschichte der Partnerschaft. Online auf www.badabbach-charbonnieres.de. Abgerufen am 10. Oktober 2013.
  11. Kleiner Ausschnitt aus dem Geschichtsbuch. Online auf www.kaiser-therme.de. Abgerufen am 3. Januar 2017.
  12. Deutsche U15/U19-Schülermannschaftsmeisterschaft vom 30.4.-2.5.10 in Gera – Bericht. Online auf www.tsv-bad-abbach.de. Abgerufen am 3. Januar 2017.
  13. DGPS / Satellitennavigation. Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes, abgerufen am 25. Dezember 2016.