Volkenschwand

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Volkenschwand
Volkenschwand
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Volkenschwand hervorgehoben
Koordinaten: 48° 36′ N, 11° 52′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Niederbayern
Landkreis: Kelheim
Verwaltungs­gemeinschaft: Mainburg
Höhe: 496 m ü. NHN
Fläche: 29,24 km2
Einwohner: 1706 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 58 Einwohner je km2
Postleitzahl: 84106
Vorwahl: 08754
Kfz-Kennzeichen: KEH, MAI, PAR, RID, ROL
Gemeindeschlüssel: 09 2 73 178
Adresse der Verbandsverwaltung: Regensburger Straße 1
84048 Mainburg
Webpräsenz: www.volkenschwand.de
Bürgermeister: Albert Morasch (CSU / Bürgerforum)
Lage der Gemeinde Volkenschwand im Landkreis Kelheim
Altmühl Altmühl Donau Main-Donau-Kanal Naab Regen (Fluss) Landkreis Eichstätt Landkreis Freising Landkreis Landshut Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz Landkreis Pfaffenhofen an der Ilm Regensburg Landkreis Regensburg Landkreis Straubing-Bogen Gemeindefreies Gebiet Hacklberg Painten Hienheimer Forst Frauenforst Neustadt an der Donau Dürnbucher Forst Abensberg Aiglsbach Attenhofen Bad Abbach Biburg (Niederbayern) Elsendorf Essing Hausen (Niederbayern) Herrngiersdorf Ihrlerstein Kelheim Kelheim Kirchdorf (Hallertau) Langquaid Mainburg Neustadt an der Donau Neustadt an der Donau Painten Painten Riedenburg Rohr in Niederbayern Saal an der Donau Siegenburg Teugn Train (Niederbayern) Volkenschwand WildenbergKarte
Über dieses Bild
Luftbild
Ortsansicht von Süden
Marienkapelle 1988

Volkenschwand ist eine Gemeinde im niederbayerischen Landkreis Kelheim und ein Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Mainburg.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Volkenschwand liegt in der Region Landshut südöstlich von Mainburg. Die Deutsche Ferienroute Alpen–Ostsee führt durch Volkenschwand, in dessen Nähe die Große Laber entspringt. Das tertiäre Hügelland prägt die Landschaft der Gemeinde.

Gemarkungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es existieren folgende Gemarkungen: Großgundertshausen, Leibersdorf, Volkenschwand.

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Nachbargemeinden in den jeweiligen Himmelsrichtungen sind:

Attenhofen Pfeffenhausen
Mainburg Nachbargemeinden Obersüßbach
Rudelzhausen Hörgertshausen

Ortsgliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde Volkenschwand ist in 32 Ortsteile eingeteilt [2]:

  • Berg
  • Böham
  • Bürg
  • Dietrichsdorf
  • Freinberg
  • Großgundertshausen
  • Großschwaiba
  • Haag
  • Hanselsberg
  • Heidersberg
  • Herbersdorf
  • Herrenau
  • Iglthal
  • Kleinschwaiba
  • Kreppen
  • Kreuzstauden
  • Leibersdorf
  • Mittersberg
  • Neuhausen
  • Niederhof
  • Obergolzaberg
  • Oberviecht
  • Öd
  • Schlott
  • Spitz
  • Spitzhub
  • Straß
  • Taubengrub
  • Thalham
  • Untergolzaberg
  • Volkenschwand
  • Wieden

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis zur Gemeindegründung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahre 930 tauchte Volkenschwand in Urkunden erstmals auf. Ein Mann namens Volcholt hat, wohl verbunden mit seiner Rodungsart des Schwendens, dem Ort den Namen gegeben.[3] Volkenschwand gehörte zum Rentamt Landshut und zum Landgericht Moosburg des Kurfürstentums Bayern. Im Jahre 1818 entstand die politische Gemeinde Volkenschwand.

Verwaltungsgemeinschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit der Gebietsreform am 1. Mai 1978 ist Volkenschwand Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Mainburg mit den Kommunen Aiglsbach, Attenhofen, Elsendorf und Volkenschwand.

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die ehemaligen Gemeinden Großgundertshausen (bis 1865 Großquantertshausen)[4] und Leibersdorf wurden am 1. Januar 1978 eingegliedert. Teile aus den Gemeinden Grafendorf (Landkreis Freising) und Martinszell (Landkreis Landshut) kamen im Zuge der Gemeindegebietsreform am 1. Mai 1978 hinzu.[5]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Bevölkerung von Volkenschwand hat sich seit der ersten Volkszählung von 1840 wie folgt entwickelt: [6]

Jahr Einwohner
(V) 1840 1006
(V) 1871 1193
(V) 1900 1357
(V) 1925 1487
(V) 1939 1508
(V) 1950 2066
Jahr Einwohner
(V) 1961 1491
(V) 1970 1450
(V) 1987 1384
1995 1471
2000 1522
2005 1623
Jahr Einwohner
2007 1625
2008 1619
2009 1650
2010 1662
2011 1682
2012 1707
Jahr Einwohner
2013 1674
2014 1677
2015 1706

(jeweils zum 31. Dezember / (V): Tag der Volkszählung)

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister ist seit Mai 1996 Albert Morasch (CSU/Bürgerforum). Der Gemeinderat besteht aus 12 Mitgliedern.

Steuereinnahmen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeindesteuereinnahmen betrugen im Jahr 2014 umgerechnet 1.230.000 €, davon betrugen die Gewerbesteuereinnahmen (netto) umgerechnet 272.000 € [6].

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Amtliche Wappenbeschreibung (Blasonierung)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Über durch eine Zickzackstufe von Silber und Rot gespaltenem Schildfuß, gespalten; vorn in Rot ein silberner Schrägbalken, der mit einem rot brennenden schwarzen Ast belegt ist, hinten in Silber ein schwebWappen Volkenschwandendes blaues Kleeblattkreuz.

Wappengeschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der silberne Schrägbalken in Rot ist das heraldische Zeichen von Hochstift und Domkapitel Regensburg und erinnert an die enge historische Verbindung des Gemeindegebiets dorthin. Der Name Volkenschwand ist ein Rodungsname; er verweist auf die Rodung durch -Abschwenden (Abbrennen); der brennende Ast ist redendes Symbol für diese Vorgänge zur Zeit der frühen Besiedlung. Weitere Figuren repräsentieren die bis 1978 selbstständigen Gemeinden Großgundertshausen und Leibersdorf. Das kleeblattkreuz steht für die Pfarrkirche Heilig Kreuz in Gundertshausen. Die Zickzackstufe im Schildfuß ist vom Wappen der Freiherren von Leibersdorf übernommen, die bis zu ihrem Aussterben im 16. Jahrhundert die gleichnamige Hofmark innehatten. Ihre Besitznachfolger waren von 1523 bis 1723 die Freiherren von Zeller, die auch das Wappen übernahmen.

Städtepartnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde Volkenschwand verbindet eine Städtepartnerschaft mit anderen Städten:

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Pfarrkirche St. Ägidius ist urkundlich belegt seit 1432.
  • Marienkapelle Volkenschwand wurde gestiftet von Georg und Maria Kolmeder und erbaut 1947/1948 von der Baufirma Katzl, Mainburg. In der Kapelle befinden sich Gedenktafeln mit den Namen der Kriegsopfer des Zweiten Weltkrieges der Gemeinde.
Kath. Pfarrkirche St. Ägidius

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft einschließlich Land- und Forstwirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gab 1998 nach der amtlichen Statistik im Bereich der Land- und Forstwirtschaft 34, im produzierenden Gewerbe 109 und im Bereich Handel und Verkehr 41 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 28 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 471. Im verarbeitenden Gewerbe gab es zehn, im Bauhauptgewerbe fünf Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 89 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 1834 ha, davon waren 1747 ha Ackerfläche und 85 ha Dauergrünfläche.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gibt folgende Einrichtungen (Stand: 2008):

  • Kindergärten: 50 Kindergartenplätze mit 49 Kindern
  • Volksschulen: eine mit vier Lehrern und 91 Schülern

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Sebastian Kirchammer (1841–1892), Bürgermeister von Volkenschwand, Reichstags- und Landtagsabgeordneter

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Volkenschwand – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom Juli 2016 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Bayerische Landesbibliothek Online: Volkenschwand
  3. Internetseite der Gemeinde Volkenschwand, Abgerufen am 05. Oktober 2016
  4. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 516.
  5. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 575.
  6. a b Bayerisches Landesamt für Statistik - Statistik kommunal 2015, Abgerufen am 05. Oktober 2016
  7. Volkenschwand.de Entstehung Partnerschaft mit Cavaso del Tomba, Abgerufen am 5. Oktober 2016