U-Bahn-Linie 1 (Hamburg)

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Linie U1Hamburg U1.svg
Strecke der U-Bahn-Linie 1 (Hamburg)
Streckenverlauf der Linie U1 mit Darstellung der Tunnelstrecken
Streckenlänge: 55,383 km
Spurweite: 1435 mm (Normalspur)
Stromsystem: seitliche, von unten bestrichene
Stromschiene 750 V =
Höchstgeschwindigkeit: 80 km/h
Zweigleisigkeit: Norderstedt Mitte – Ohlstedt
Volksdorf – Buchenkamp
   
A2 von Henstedt-Ulzburg
BSicon udENDEa.svgBSicon dSTR.svgBSicon udENDEa.svg
3,820
BSicon udBHF-L.svgBSicon dKBHF-Me.svgBSicon udBHF-R.svg
3,668 Norderstedt Mitte (NO) AHVV Logo AKN.svg
BSicon utSTRa.svgBSicon utSTRa.svg
3,637
BSicon utBS2l.svgBSicon utBS2r.svg
BSicon utSTRe.svg 3,310
BSicon uHST.svg 2,255 Richtweg (RW)
BSicon utSTRa.svg 1,630
BSicon utBHF.svg 0,966 Garstedt (GA)
BSicon utSTRe.svg 0,785
BSicon uSTR.svg
   
0,000
0,000
Tarpenbek
Landesgrenze Schleswig-Holstein–Hamburg
BSicon uSTR.svg
BSicon uBHF.svg 0,580 Ochsenzoll (OZ)
BSicon ueABZgl.svg
Gbf Ochsenzoll (ehem Gleislager)
BSicon uHST.svg 1,555 Kiwittsmoor (KM)
BSicon uWBRÜCKE2.svg 2,373 Bornbach
BSicon uHST.svg 3,297 Langenhorn Nord (LN)
BSicon utSTRa.svg 4,393
BSicon utSTRe.svg 4,512
BSicon uHST.svg 4,604 Langenhorn Markt (LM)
BSicon uBHF.svg 5,687 Fuhlsbüttel Nord (FL)
BSicon uHST.svg 6,796 Fuhlsbüttel (FU)
BSicon uWBRÜCKE.svg 7,195 Alsterlauf
BSicon uHST.svg 7,368 Klein Borstel (KB)
BSicon uABZgl.svg 8,215 Gleislager Ohlsdorf (Anschluss Eisenbahn)
BSicon uBHF.svg 8,308 Ohlsdorf (OH) SS-Bahn-Logo.svg
BSicon uHST.svg 9,745 Sengelmannstraße (SE)
BSicon uHST.svg 10,570 Alsterdorf (AL)
   
11,229 Güterumgehungsbahn
BSicon uBHF.svg 11,900 Lattenkamp (LA)
BSicon uHST.svg 12,465 Hudtwalckerstraße (HU)
BSicon uWBRÜCKE1.svg 12,682 Leinpfadkanal
BSicon uWBRÜCKE.svg 12,790 Alsterlauf
BSicon udSTR+l.svgBSicon udKRZo.svgBSicon udABZq+l.svg
Ringlinie von Barmbek (U3)
BSicon udBHF-L.svgBSicon udBHF-M.svgBSicon udBHF-R.svg
13,312 Kellinghusenstraße (KE) U3Hamburg U3.svg
BSicon udABZqr.svgBSicon udKRZu.svgBSicon udSTRr.svg
Ringlinie nach Schlump (U3)
BSicon uWBRÜCKE.svg 13,860 Isebekkanal
BSicon utSTRa.svg 13,915
BSicon utHST.svg 14,246 Klosterstern (KR)
BSicon utHST.svg 15,260 Hallerstraße (HR)
BSicon utBHF.svg 16,860 Stephansplatz (SN) (FFernverkehr RRegionalbahn Signet HVV.svg SS-Bahn-Logo.svg Dammtor)
BSicon utSTR.svg
   
17,660 Jungfernstieg (JG) SS-Bahn-Logo.svg U2Hamburg U2.svg U4Hamburg U4.svg
(U3Hamburg U3.svg Rathaus)
BSicon utSTR.svg
BSicon utHST.svg 18,425 Meßberg (MB)
BSicon utHST.svg 18,920 Steinstraße (ST)
BSicon utSTR.svg
BSicon utSTR.svg
   
19,368 Hauptbahnhof Süd (HB) U3Hamburg U3.svg

(FFernverkehr RRegionalbahn Signet HVV.svg SS-Bahn-Logo.svg Hamburg Hauptbahnhof)
(U2Hamburg U2.svg U4Hamburg U4.svg Hauptbahnhof Nord)

BSicon utSTR.svg
BSicon utSTR.svg
BSicon utABZgr.svg nach Berliner Tor (Betriebsgleis)
BSicon utHST.svg 20,258 Lohmühlenstraße (LS)
BSicon utBHF.svg 20,919 Lübecker Straße (LU) U3Hamburg U3.svg
BSicon utBHF.svg 21,737 Wartenau (WA)
BSicon utHST.svg 22,535 Ritterstraße (RI)
BSicon utHST.svg 23,346 Wandsbeker Chaussee (WR) SS-Bahn-Logo.svg
BSicon utBHF.svg 23,942 Wandsbek Markt (WM)
BSicon utHST.svg 25,214 Straßburger Straße (SR)
BSicon utHST.svg 25,752 Alter Teichweg (AT)
BSicon utSTRe.svg 26,068
BSicon uWBRÜCKE1.svg 26,237 Osterbek
BSicon uWBRÜCKE1.svg 26,565 Osterbek
BSicon uABZg+l.svg Walddörferbahn von Barmbek (U3)
BSicon uBHF.svg
26,859
3,247
Wandsbek-Gartenstadt (WK) U3Hamburg U3.svg
BSicon uWBRÜCKE2.svg 5,035 Hopfengraben
BSicon uHST.svg 5,277 Trabrennbahn (TR)
BSicon uBHF.svg 6,700 Farmsen (FA)
BSicon uABZgl.svg 7,800 zum Bbf und Versuchsgleis
BSicon ueHST.svg 8,146 Oldenfelde (geplant)
BSicon uBHF.svg 9,341 Berne (BE)
BSicon uWBRÜCKE2.svg 9,455 Deepenhorngraben
BSicon uABZgl.svg 9,650 zum Versuchsgleis
BSicon uHST.svg 10,994 Meiendorfer Weg (ME)
BSicon uBHF.svg 12,500 Volksdorf (VF)
BSicon uBS2+l.svgBSicon uBS2+r.svg
0,000 12,600
BSicon uSTR.svgBSicon uWBRÜCKE2.svg
13,060 Gussau
BSicon uSTR.svgBSicon uHST.svg
14,107 Buckhorn (BN)
BSicon uSTR.svgBSicon uSTR+GRZq.svg
15,417 Landesgrenze Hamburg–Schleswig-Holstein
BSicon uSTR.svgBSicon uHST.svg
15,709 Hoisbüttel (HT)
BSicon uSTR.svgBSicon uWBRÜCKE1.svg
15,999 Lottbek / Landesgrenze SH–Hamburg
BSicon uSTR.svgBSicon uWBRÜCKE2.svg
16,380 Bollengraben
BSicon uSTR.svgBSicon uWBRÜCKE1.svg
16,830 Bredenbek
BSicon uSTR.svgBSicon uBHF.svg
17,718 Ohlstedt (OT)
BSicon uSTR.svgBSicon uENDEe.svg
18,128 Kehranlage
BSicon uSTR.svgBSicon .svg
BSicon uBHF.svgBSicon .svg
1,638 00,000 Buchenkamp (BP)
BSicon uSTR.svgBSicon .svg
1,840 00,000 ab hier eingleisig
BSicon uWBRÜCKE1.svgBSicon .svg
2,338 00,000 Moorbek / Landesgrenze SH–Hamburg
BSicon uWBRÜCKE1.svgBSicon .svg
3,967 00,000 Bredenbek
BSicon uBHF.svgBSicon .svg
4,490 00,000 Ahrensburg West (AW)  Ausweiche
BSicon umKRZu.svgBSicon .svg
4,755 00,000 Bahnstrecke Lübeck–Hamburg
BSicon uHST.svgBSicon .svg
6,042 00,000 Ahrensburg Ost (AO)
BSicon uWBRÜCKE2.svgBSicon .svg
6,163 00,000 Hopfenbach
BSicon uBHF.svgBSicon .svg
7,535 00,000 Schmalenbeck (SK)  Ausweiche
BSicon uHST.svgBSicon .svg
9,145 00,000 Kiekut (KI)
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9,736 00,000 Mühlenbach
BSicon uBHF.svgBSicon .svg
10,385 00,000 Großhansdorf (GH)  Ausweiche
BSicon uENDExe.svgBSicon .svg
10,920 00,000 Kehranlage
BSicon uexKBHFe.svgBSicon .svg
11,715 00,000 Beimoor (nicht in Betrieb genommen)

Die Linie U1 der Hamburger U-Bahn hat 46 Stationen und befährt insgesamt 55,383 Kilometer Strecken, von denen 13,444 Kilometer im Tunnel verlaufen. Sie verbindet Norderstedt über die Hamburger Innenstadt mit Volksdorf. Dort verzweigen sich die Strecken Richtung Ohlstedt und Richtung Großhansdorf. Die durchschnittliche planmäßige Fahrzeit von Norderstedt Mitte beträgt 76 Minuten nach Ohlstedt bzw. 84 Minuten nach Großhansdorf. Die U1 ist somit die längste U-Bahnlinie Deutschlands.

Der Betrieb wird von der Hamburger Hochbahn AG durchgeführt, auf dem Abschnitt Norderstedt Mitte – Garstedt im Auftrag der Verkehrsgesellschaft Norderstedt (VGN), einem Tochterunternehmen der Stadtwerke Norderstedt. Eingesetzt werden U-Bahn-Fahrzeuge der Baureihe DT4, von denen einige der VGN gehören, sowie vereinzelt auch Züge der Baureihe DT3 und DT5.

Verlauf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die U1 verläuft meist oberirdisch.
Ungenutzte Endhaltestelle „Beimoor“ in Großhansdorf

Von ihrem Ausgangsbahnhof in der Stadt Norderstedt verläuft die Linie U1 durch die Hamburger Stadtteile Langenhorn, Fuhlsbüttel, Ohlsdorf, Alsterdorf, Winterhude, Eppendorf, Harvestehude, Rotherbaum, Neustadt, Altstadt, St. Georg, Hohenfelde, Eilbek, Wandsbek, Dulsberg, erneut Wandsbek, Farmsen-Berne und Volksdorf. Danach gabelt sich die Linie: Der westliche Ast führt über die Gemeinde Ammersbek nach Ohlstedt. Der östliche Ast erreicht nach Durchqueren der Stadt Ahrensburg die Gemeinde Großhansdorf.[1] Entlang der Strecke liegen viele öffentliche Einrichtungen wie Ämter, Gerichte und Krankenhäuser, Sehenswürdigkeiten sowie Wahrzeichen.

Die U1 verläuft außerhalb der Innenstadt weitgehend oberirdisch, jedoch vollständig kreuzungsfrei auf einer unabhängigen Trasse meist im Einschnitt oder auf einem Damm. Der östliche Ast nach Großhansdorf ist zwischen der Haltestelle Buchenkamp und der Endhaltestelle Großhansdorf auf einer Länge von 8,545 km eingleisig. Ausweichen befinden sich an den Haltestellen Ahrensburg West, Schmalenbeck und Großhansdorf. Hinter den Kehranlagen der heutigen Endhaltestelle Großhandorf verläuft der Bahndamm noch 800 m weiter nördlich bis zur fertiggestellten, aber (wegen fehlender Bebauung) nie eröffneten Endhaltestelle Beimoor. Die Gleisanlagen wurden bereits nach dem Ersten Weltkrieg, das Gebäude nach dem Zweiten Weltkrieg wieder demontiert.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

U-Bahn Bau am Wandsbeker-Markt in offener Bauweise (1961)

Bereits vor Einführung der U1 wurden Teile der Strecke genutzt: Historisch gesehen bildet die U1 die Verbindung der Walddörferbahn (1918; Barmbek−Großhansdorf) mit der Langenhorner Bahn (1918; Ochsenzoll–Ohlsdorf) über die KellJung-Linie (1931; Kellinghusenstraße−Jungfernstieg).[2]

Als erster Streckenabschnitt der heutigen U1 wurde 1914 Ohlsdorf–Kellinghusenstraße erbaut, der als Abzweig von der damaligen Ringlinie betrieben wurde; Als letzter Abschnitt erhielt 1996 auf der Trasse der Alsternordbahn Garstedt−Norderstedt Mitte U-Bahn-Betrieb. Für eine Liste aller Streckenbauabschnitte mit Eröffnungsdatum siehe →Eröffnungsdaten der Streckenabschnitte.

Automatisierter Betrieb[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Hamburger Hochbahn erprobte auf Streckenabschnitten der U1 als erstes Unternehmen im Bundesgebiet den automatisierten Fahrbetrieb (Projekt PUSH = Prozessrechnergesteuertes U-Bahn-Automatisierungs-System Hamburg). Ziel waren Kosteneinsparungen und eine Verbesserung der Qualität. Nach Versuchen mit einem DT2-Fahrzeug in den 1960er und DT3-Einheiten in den 1970er Jahren fuhren vom 31. Oktober 1982 bis 8. Januar 1985 auf der 10,385 km langen Strecke zwischen den Stationen Volksdorf und Großhansdorf sechs auf LZB-Betrieb umgebaute DT3-Einheiten mit Fahrgästen im Pendelbetrieb. Danach wurde der automatisierte Betrieb in Hamburg wieder eingestellt. Die Hochbahn plant keine Wiedereinführung. Bei anderen Bahnen – wie der Docklands Light Railway in London oder der U-Bahn Nürnberg – werden führerlose Züge inzwischen im regulären Fahrgastbetrieb eingesetzt.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die U1 bietet Haltestellen an vielen Sehenswürdigkeiten und Touristenattraktionen in Hamburg. So führt die Linie unter anderem am Ohlsdorfer Friedhof vorbei. Auch Theater, Kirchen, Museen und Parks sind zu besichtigen. So hält die U1 zum Beispiel am Deutschen Schauspielhaus, bei St. Katharinen und am Museum für Kunst und Gewerbe. Über die Station Stephansplatz gelangt der Fahrgast in den Park Planten un Blomen sowie zum Congress Center Hamburg (CCH).

Wichtige Stationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jungfernstieg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eingang zum U- & S-Bahnhof Jungfernstieg

Der Bahnhof Jungfernstieg stellt einen wichtigen Knoten- und Umsteigepunkt im ÖPNV der Stadt dar. Durch die 1958 eingerichtete, unterirdische Verbindung mit dem U-Bahnhof Rathaus südlich der Mönckebergstraße sind dort alle U-Bahn-Linien sowie zwei wichtige S-Bahn-Linien erreichbar. Am 25. März 1931 wurde der erste Bahnsteig des heute vier Ebenen umfassenden Bahnhofs eröffnet. Damals wurde er nur von der KellJung-Linie bedient, die heute Bestandteil der U1 ist. Zudem liegt er mitten im Zentrum der Hamburger Innenstadt, der Alsteranleger mit den Alsterschiffen ist hier ebenfalls direkt erreichbar.

Hauptbahnhof[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel: Hamburg Hauptbahnhof
Luftaufnahme vom Hauptbahnhof aus Richtung Süden, im Hintergrund die Außenalster

Der am 9. Dezember 1906 eröffnete Hamburger Hauptbahnhof ist heute der meist frequentierte Personenbahnhof Deutschlands. Mit acht Fernbahngleisen ist der Bahnhof vergleichsweise klein.

Der Hauptbahnhof ist für die Anbindung der U-Bahn an den Regional- und Fernverkehr bedeutend. Alle vier U-Bahn-Linien bedienen den Hauptbahnhof – entweder an der Station Hauptbahnhof Nord (U2 und U4) oder Hauptbahnhof Süd (U1 und U3). Es bestehen Umsteigemöglichkeiten zu allen S-Bahn-Linien, im Gegensatz zum Jungfernstieg auch zu den über die Verbindungsbahn via Dammtor verkehrenden, sowie zu nationalen wie internationalen Fernzügen.

Auch der Hauptbahnhof ist zentral gelegen. Er befindet sich direkt in der Innenstadt und bietet damit auch den „Shopping-Touristen“ eine Möglichkeit, ihr Ziel schnell zu erreichen.

Wandsbek Markt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel: U-Bahnhof Wandsbek Markt
Der von Jürgen Elingius und Gottfried Schramm entworfene Bahnhof galt bei seiner Eröffnung 1962 als modernste Umsteigeanlage zwischen U-Bahn und Bus in Europa und wurde Vorbild für die U-Bahnhöfe Burgstraße (1967 eröffnet) und Billstedt (1969 eröffnet). Der über dem U-Bahnhof liegende Busbahnhof von Heinz Graaf war für stündlich 60 Busse und täglich 30.000 Fahrgäste ausgelegt, insbesondere als zentraler Anlaufpunkt der Buslinien aus den östlichen Stadtteilen Jenfeld, Tonndorf und Rahlstedt sowie aus dem Umland. Bis heute wuchs die Zahl auf bis zu 110 Busse pro Stunde und 50.000 Fahrgäste, was ihn zum größten Nahverkehrs-Busbahnhof Deutschlands machte. Der U-Bahnhof wird täglich von 40.000 Menschen genutzt und gehört damit zu den am stärksten frequentierten U-Bahnhöfen in Hamburg.

Betriebsbahnhof und Abstellanlagen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zwischen den Stationen Farmsen und Berne befinden sich die ausgedehnten Anlagen des Betriebsbahnhofs Farmsen, zu dem auch eine Abstellanlage gehört. Zwischen dem Betriebsbahnhof, der sich zwischen den beiden Streckengleisen befindet, und der Station Berne liegt nordwestlich der Streckengleise das Betriebs- und Versuchsgleis der Hamburger U-Bahn. Hier finden die Einstell- und Abnahmefahrten statt. Hier fanden auch die Versuche des automatisierten Fahrbetriebes in den 1970er und '80er Jahren statt.

An dem anderen Streckenast der U1 gibt es eine weitere große Abstellanlage östlich der früheren Endstation Ochsenzoll, westlich davon befinden sich noch drei weitere Abstellgleise.

Kleinere Abstellanlagen bzw. Kehrgleise gibt es in Norderstedt Mitte (2 südlich), Garstedt (1 nördlich), Fuhlsbüttel Nord (1 nördlich, bis Anfang der 1980er Jahre 2), Ohlsdorf (2 nördlich), Kellinghusenstraße (2 südlich), Stephansplatz (1 nördlich), Wartenau (1 östlich), Wandsbek Markt (2 nordöstlich hintereinander), Wandsbek-Gartenstadt (2 östlich), Farmsen (1 westlich), Volksdorf (3 südlich, 2 nördlich), Ohlstedt (5 nördlich) und Großhansdorf (2 nördlich).

Streckenzentralen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Verkehr auf der Linie U1 wird aus zwei Streckenzentralen gesteuert. Die Streckenzentrale Ochsenzoll ist für die Strecke zwischen Norderstedt Mitte und Stephansplatz verantwortlich. Dazu werden auch die Stellwerke Kellinghusenstraße und Ohlsdorf von Ochsenzoll aus ferngesteuert. Der Ostabschnitt ab Jungfernstieg wird vom Stellwerk Farmsen aus gesteuert.

Fahrplan[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Linie Haupt­verkehrs­zeit Mo-Fr Neben­verkehrs­zeit Mo-Fr Haupt­verkehrs­zeit Sa Neben­verkehrs­zeit Sa Sonn- und Feiertag Schwach­verkehrs­zeit ab 23 Uhr Sa+So bis 7 Uhr Nacht Fr/Sa und Sa/So sowie in den Nächten vor gesetzlichen Feiertagen
Norderstedt Mitte – Ohlsdorf 05 min 010 min 010 min 010 min 010 min 020 min 020 min
Ohlsdorf – Wandsbek Markt 05 min 05 min 05 min 010 min 010 min 020 min 020 min
Wandsbek Markt – Farmsen 05 min 05 min 010 min 010 min 010 min 020 min 020 min
Farmsen – Volksdorf 05 min 010 min 010 min 010 min 010 min 020 min 020 min
Volksdorf – Ohlstedt 010 min 020 min 020 min 020 min 020 min 020 min 040 min
Volksdorf – Großhansdorf 010 min 020 min 020 min 020 min 020 min 020 min 0kein Betrieb

Bemerkungen

Einige Fahrten beginnen/enden in den Hauptverkehrszeiten (Mo–Sa) über Ohlsdorf hinaus von/bis Fuhlsbüttel Nord/Ochsenzoll. Von Montag bis Freitag fahren die U1 von Ohlsdorf bis Farmsen in der Nebensverkehrszeit im Fünfminutentakt bis ca. 21:30 Uhr. Dann herrscht bis 23:00 Uhr ein Zehnminutentakt von Norderstedt Mitte bis Volksdorf. In den Schwachverkehrszeiten müssen alle Fahrgäste, die von Norderstedt Mitte nach Ohlstedt fahren wollen, in Volksdorf umsteigen.

Eröffnungsdaten der Streckenabschnitte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einige Bahnhöfe bzw. Haltestellen wurden der Strecke erst nachträglich hinzugefügt, für die jeweiligen Eröffnungsdaten der Stationen siehe Liste der Hamburger U-Bahnhöfe.

  • 1. Dezember 1914: Kellinghusenstraße − Ohlsdorf
  • 6. September 1920: Wandsbek-Gartenstadt – Volksdorf (Walddörferbahn)
  • 1. Juli 1921: Ohlsdorf − Ochsenzoll (Langenhorner Bahn)
  • 5. November 1921: Volksdorf − Großhansdorf (damals: Groß Hansdorf) (Walddörferbahn)
  • 1. Februar 1925: Volksdorf − Ohlstedt (Walddörferbahn)
  • 2. Juni 1929: Kellinghusenstraße − Stephansplatz (KellJung-Linie)
  • 25. März 1931: Stephansplatz − Jungfernstieg
  • 22. Februar 1960: Jungfernstieg − Meßberg
  • 2. Oktober 1960: Meßberg − Hauptbahnhof Süd (damals: Hauptbahnhof)
  • 2. Juli 1961: Hauptbahnhof Süd (damals: Hauptbahnhof) − Lübecker Straße
  • 1. Oktober 1961: Lübecker Straße − Wartenau
  • 28. Oktober 1962: Wartenau − Wandsbek Markt
  • 3. März 1963: Wandsbek Markt − Straßburger Straße
  • 4. August 1963: Straßburger Straße − Wandsbek-Gartenstadt
  • 1. Juni 1969: Ochsenzoll − Garstedt
  • 28. September 1996: Garstedt − Norderstedt Mitte

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Fahrplan mit Haltestellenliste (hvv.de)
  2. Die Strecken auf hochbahnbuch.de

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: U-Bahn-Linie U1 (Hamburg) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien