Merkur Arena (Graz)

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Merkur Arena
Liebenauer Stadion
Die Nordseite der Merkur Arena
Die Nordseite der Merkur Arena
Frühere Namen
  • Arnold Schwarzenegger Stadion (1997–2005)
  • UPC-Arena (2006–2016)
Daten
Ort Stadionplatz 1
OsterreichÖsterreich VII. Liebenau, 8041 Graz, Österreich
Koordinaten 47° 2′ 46,1″ N, 15° 27′ 16,4″ OKoordinaten: 47° 2′ 46,1″ N, 15° 27′ 16,4″ O
Eigentümer Stadt Graz
Eröffnung 9. Juli 1997
Erstes Spiel Grazer AKSK Sturm Graz 0:4
Oberfläche Naturrasen mit Rasenheizung
Kapazität 16.764 Plätze
Kapazität (internat.) 15.400 Plätze
Spielfläche 105 × 72 m
Verein(e)
Veranstaltungen
Merkur Arena mit Stadionturm
Die Merkur Arena mit Turm

Die Merkur Arena (bis 2016 UPC-Arena, traditionell Liebenauer Stadion oder Stadion Graz-Liebenau) ist ein österreichisches Fußballstadion im Grazer Stadtbezirk Liebenau und zugleich das größte seiner Art in Graz. Es ist die Heimstätte des SK Sturm Graz, der in der österreichischen Bundesliga spielt. Das Stadion ist seit April 2016 nach dem Sponsor Merkur Versicherung benannt.

Die Merkur Arena wurde in den Jahren 1994 bis 1997 als Neubau des 1951 eröffneten Bundesstadions Liebenau geplant und errichtet. Zusätzlich als Veranstaltungsort für Bundesliga- und Regionalliga-Spiele sowie Europacup-Partien nutzt der ÖFB die Arena als Spielstätte der Österreichischen Nationalmannschaft und zur Ausrichtung diverser Finalspiele (ÖFB-Cup und Supercup).

Im Juli 2011 war die Arena einer der Austragungsorte der American-Football-Weltmeisterschaft 2011 in Österreich.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Errichtung als Bundesstadion Liebenau[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vorlage:Coordinate/Wartung/Stadion

Bundesstadion Graz-Liebenau
Daten
Ort OsterreichÖsterreich Graz, Österreich
Eröffnung 9. Juni 1951
Erstes Spiel Auswahl des StFVAFC Sunderland 2:1
Kapazität 16.000 Plätze
Verein(e)

Im Jahre 1929 sollte das Sportplatzareal, auf dem das Liebenauer Stadion seit Anfang an stand und steht, erstmals ausgebaut werden. Es diente dem Verein Grazer SC Straßenbahn als Sportstätte. Später nutzte der Sportverein Wacker (Grazer Sportvereinigung) das Areal. Anschließend wurden daraus die Werksportanlagen der Firma Steyr Daimler Puch.

Nach dem Zweiten Weltkrieg verödete die Anlage jedoch massiv und im Jahr 1950 gab die Bundessportverwaltung der Republik Österreich einen Bescheid zur Errichtung eines Bundessportplatzes im Grazer Süden. Anfangs als reine Leichtathletikanlage geplant, wurde das Stadion im Rahmen des Baus zu einem Fußballstadion mit englischem Rasen erweitert. Sogar ein Hallenbad und ein Kunsteisplatz wurden nach und nach errichtet. Am 9. Juni 1951 fand die Eröffnung des Bundesstadion Liebenau statt.[1] Das Stadion diente zuerst dem Steirischen Fußballverband als Spielort seiner Landesauswahl, die am 9. Juni 1951 mit einem Freundschaftsspiel gegen den englischen Klub AFC Sunderland hier das erste Fußballspiel abhielt.[2]

Durch den Ausbau in den folgenden Jahren, darunter die Errichtung der Flutlichtanlage 1955 sowie die Deckung und der Ausbau der Tribünen 1970, wurde das Liebenauer Stadion zusehends attraktiver für die Grazer Klubs GAK und Sturm. Bislang wurden schon Spiele mit erhöhtem Besucherandrang sowie Fernsehpartien ins Bundesstadion verlegt, nun bezogen es zuerst Sturm (1974–1982) und später der GAK (1975–1986) als neue fixe Heimstätte. Auch die österreichische Nationalmannschaft konnte am 10. September 1970 (0:1 gegen Jugoslawien) erstmals nach Liebenau geholt werden und spielte hier bis heute (Stand: 21. August 2015) insgesamt 17 Mal.

Stadionturm neben der Arena

Neubau[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nachdem das Bundesstadion immer renovierungsbedürftiger wurde, entschloss man sich anstelle der Renovierung einen Neubau vorzunehmen. 1994 starteten die Verhandlungen mit dem Bund wegen einer Übernahme des Stadions durch die Stadt Graz. Diese Übernahme erfolgte im Dezember 1994 gemeinsam mit der Zustimmung des Grazer Gemeinderates bezüglich einer 20-prozentigen Mitfinanzierung zum Neubaukonzept. Im Jänner 1995 beschloss die Steirische Landesregierung einstimmig eine 30-prozentige Förderung der Neubaukosten. Man forderte ein 15.000 Zuseher fassendes Stadion, welches auch für internationale Spiele nutzbar sein musste. Eine öffentliche Ausschreibung, ein Wettbewerb zur Realisierung des Stadions startete. Ziel des Wettbewerbes war neben dem Neubau des Stadions die bestmögliche Nutzung aller umgebenden Flächen (samt Errichtung von Parkgaragen, eines Einkaufszentrums, eines Fitnesscenters sowie Büro- und Wohnflächen). Eine Investorengruppe mit den Geschäftspartnern Granit Ges.m.b.H. und der Architektengruppe Team A Graz gewann schließlich den Wettbewerb und begann das Stadion Liebenau samt Sportzentrum zu bauen.[3]

Der Spatenstich zum Bau erfolgte am 9. Jänner 1995. Ursprünglich wurde das, im Winter 1996/97 fertiggestellte, Fußballstadion nach dem aus Thal stammenden Bodybuilder und Schauspieler, sowie späteren kalifornischen Gouverneur Arnold Schwarzenegger benannt (Arnold Schwarzenegger Stadion Graz-Liebenau). Feierlich eröffnet wurde es vor 15.400 Zuschauern am 9. Juli 1997 (exakt 46 Jahre nach dem ersten Spiel im Bundesstadion) mit dem 91. Grazer Stadtderby GAK gegen Sturm Graz, welches Sturm Graz mit 4:0 für sich entscheiden konnte. Das erste Tor im neuen Stadion erzielte Roman Mählich bereits in der dritten Spielminute.

Kontroverse um den Stadionnamen; Namensänderung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jänner 2005 entbrannte erstmals eine Diskussion um eine Namensänderung des Stadions, da Schwarzenegger als Gouverneur von Kalifornien ein gestelltes Gnadengesuch des zum Tode verurteilten Stanley „Tookie“ Williams am 19. Jänner 2005 ablehnte, doch die Gespräche im Grazer Gemeinderat verliefen im Sand. Zwischenzeitig forderten Politiker sogar die Aberkennung seiner österreichischen Staatsbürgerschaft.[4][5] Bereits im Dezember 2005 wurde in Kalifornien erneut eine Hinrichtung vollzogen, abermals lehnte Schwarzenegger sämtliche Gnadengesuche ab. Wiederholt forderten Politiker, insbesondere die der Grünen und der KPÖ, die Umbenennung des Stadions.[6][7]

Dieses Mal waren die Stimmen, die eine Umbenennung bejahten, intensiver. Bevor im Grazer Gemeinderat Einigkeit erzielt werden konnte, kam Schwarzenegger einer Entscheidung zuvor: Er entzog der Stadt Graz das Recht auf die Verwendung seines Namens, insbesondere als Namensgeber des Fußballstadions.[8] Er stellte den Grazern das Ultimatum, bis Jahresende 2005 seinen Namen vom Stadion entfernen zu lassen, ebenso von sämtlichen Internetseiten und Unterlagen, die mit seinem Namen für Graz warben oder im Zusammenhang mit der steirischen Landeshauptstadt standen. In der Nacht zum 26. Dezember 2005 wurde schließlich sein Name vom Stadion entfernt, sodass nur noch Stadion Graz-Liebenau zu lesen war. Man hatte diesen nächtlichen Zeitpunkt gewählt, um der Presse keine Möglichkeit für eine entsprechende Bild-Berichterstattung zu geben, und dennoch waren einzelne Pressevertreter vor Ort.

Kurz darauf startete die Grazer Stadtregierung unter der Leitung des damaligen Grazer Finanzstadtrates Wolfgang Riedler (SPÖ) einen Aufruf an Firmen, worauf sich diese um das Namenssponsoring für das Stadion bewerben konnten. Als Gewinner stellte sich einige Zeit später das Unternehmen UPC Telekabel heraus.

Am 17. Februar 2006 wurde der restliche Teil Stadion Graz-Liebenau entfernt, und bereits einen Tag später präsentierte man den neuen Namen des Stadions: UPC-Arena.[9] Das erste Spiel im Stadion unter neuem Namen war das am selben Tag stattfindende 125. Grazer Derby zwischen dem SK Sturm und dem GAK, welches torlos endete.

Umbau[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Folgende Teile dieses Abschnitts scheinen seit 31. Dezember 2012 nicht mehr aktuell zu sein: Was wurde aus dem Umbau?.
Bitte hilf mit, die fehlenden Informationen zu recherchieren und einzufügen.

Am 10. September 2012 präsentierten die Verantwortlichen des SK Sturm Graz die Pläne für einen Umbau des Stadions, das in seinem jetzigen Zustand die Vorgaben der UEFA und des ÖFB für internationale Bewerbsspiele nicht mehr erfüllt. Neben der Adaptierung und Verbesserung der Sicherheitstechnik, der Flutlichtanlage, des Medienbereichs und der Mannschaftskabinen ist ein Ausbau des VIP-Bereichs um 750 m² geplant. Weiters soll die Kapazität des Stadions durch den Umbau der Nordkurve auf Stehplätze, welche bei internationalen Spielen zu Sitzplätzen umfunktioniert werden können, um ca. 3300 auf 18.700 Plätze erhöht werden.

In weitere Folge ist eine Überplattung des Stadionvorplatzes und der angrenzenden Ulrich-Lichtenstein-Gasse geplant, auf der eine Fanmeile mit Fan-Shop, Vereinsmuseum, Gastronomie und weiteren Freizeitmöglichkeiten geschaffen werden soll. So will man einerseits Straßenverkehr und Besucher voneinander trennen, andererseits eine spektakuläre Stadteinfahrt herstellen. Von Seiten des SK Sturm wird der Beginn der Stadionadaptierungen bereits für die Winterpause der Saison 2012/13 angestrebt.[10]

Zum Rückrundenstart der Saison 2015/16 wurden die ersten Adaptierungen fertiggestellt und eröffnet.

Umbau im Fansektor[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ende Juli 2016 wurden in den Sektoren 10-12, entspricht dem heimischen Fansektor, die Sitze abgebaut und verkauft. Diese wurden durch Wellenbrecher und Stehplätze ersetzt, wodurch das Stadion eine Kapazität von 16.764 Zuschauern erreicht. In der 6. Bundesliga-Runde gegen SC Rheindorf Altach wurden sie erstmals eingesetzt.[11]

Erneute Umbenennung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im März 2016 sicherte sich die Merkur Versicherung die Namensrechte für das Stadion, das schließlich im April 2016 den Namen Merkur Arena bekam.[12]

Zahlen, Daten, Fakten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Platzangebot[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Panoramafoto, Blick auf die Westtribüne mit VIP-Sektor, rechts die Nordtribüne mit Fansektoren
Der mit silbernen Sitzpolstern ausgestattete VIP-Sektor 18
Eine der zwei Videowände der Arena
Solaranlage auf Skatinghalle von oben gesehen, rechts die Merkur Arena

Die Merkur Arena verfügt über 15.400 vollständig überdachte Sitzplätze, aufgeteilt auf 27 Sektoren. Bei Champions-League-Spielen des SK Sturm in den Jahren 1999 bis 2001 wurden über dem Stadiongraben Zusatztribünen aufgestellt, sodass knapp 16.000 Zuschauer Platz hatten. Bei Bundesligaspielen gilt eine offizielle Kapazität von 16.764 Zuschauer.[13] Der VIP-Sektor befindet sich auf der Westtribüne im Sektor 18 (rund 500 Plätze). Zusätzlich gibt es auf der Ost-Seite einen eigenen, 60 Plätze umfassenden Behinderten- beziehungsweise Rollstuhlfahrerbereich. Das mit einer Rasenheizung ausgestattete Spielfeld hat eine Größe von 105 × 72 Metern und wird von einem knapp drei Meter tiefen Graben umgeben.[14]

Architektur und Technik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Merkur Arena wurde 1994 von der Architektengruppe Team A Graz geplant und zwischen 1995 und 1997 errichtet. Bauherr war die Stadt Graz (Hochbauamt), die Architekten waren Jörg Wallmüller, Dietrich Ecker, Herbert Missoni und Franz Cziharz. Den Part der Tragwerksplanung („Statik“) übernahmen Wolfgang Platzer, Edwin Visotschnig und Richard Greiner.

Die Grundstücksfläche, auf der die Arena samt Sportzentrum steht, ist 39.650 m² groß, die tatsächlich bebaute Fläche jedoch nur 13.725 m².[15]

Für den Bau des Stadions wurden 85.000 m² Schalung, 1.250 Tonnen Stahl sowie 14.000 m³ Beton verarbeitet. Das Stahldach der Merkur Arena ist rund 10.000 m² groß und hat ein Gewicht von 650 Tonnen. Die Baukosten betrugen umgerechnet rund 20 Millionen Euro.

Zwei Videoleinwände sowie die vier Flutlichtmasten zählen zu den Extras der Arena. 158 Flutlichtstrahler können mit 1.200 Lux das Spielfeld komplett ausleuchten.

Die komplette Rasenfläche hat eine Größe von exakt 9.085 m² (79 × 115 Meter), wobei die eigentliche Spielfläche die Maße 72 × 105 Meter hat. Im Stadion befinden sich zusätzlich neun WC-Anlagen sowie 15 Buffets auf einer Verteilerebene von 6.000 m².

Direkt neben der Merkur Arena befindet sich die Merkur Eisarena, die Heimstätte des Eishockeyvereins Graz 99ers, und eine zusätzliche Skatinghalle, auf deren Überdachung sich eine thermische Solaranlage mit Sonnenkollektoren befindet. Die dabei auf dieser 1.407 m² großen Kollektorenfläche erzeugte Energie wird direkt in das Grazer Fernwärmenetz eingespeist. Die Übergabe dieser Energie zwischen dem Solarkreis und dem Fernwärmekreis erfolgt durch eine entsprechende Station in einem Technikraum der Merkur Arena. Die Anlage gewann 2002 den Österreichischen Solarpreis und war ab Inbetriebnahme im Jahre 2002 bis 2006 das größte Solarprojekt Österreichs. Gleichzeitig stellte sie eine europaweite Premiere für solare Fernwärmeeinspeisung dar.[16]

Die Anlage bringt einen Ertrag von zirka 540 MWh pro Jahr. Verglichen mit einem Ölkessel bringt sie zusätzlich eine CO2-Einsparung von rund 250.000 kg pro Jahr.

Nutzung und Veranstaltungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mantelnutzung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

An der Ostseite des Stadions befinden sich unter der Tribüne die Spielerkabinen, die Presseräumlichkeiten, Ordner- sowie Polizeiräume. Über den Tribünen sind die Reporterkabinen und Pressesitzplätze.

Der VIP-Bereich liegt auf der Westtribüne oberhalb des VIP-Sektors (18), ist mit einem Restaurant ausgestattet und verfügt über eine Panoramaglaswand. Dadurch ist es möglich innerhalb des VIP-Bereiches das Spielgeschehen zu verfolgen. Außerdem können in den VIP-Räumlichkeiten der Arena diverse Tagungen, Firmenevents oder Kongresse abgehalten werden. Der Raum unterhalb der Westtribüne ist durch die Parkgarage genutzt.

Auf der Nordseite des Stadions befinden sich der Stadionplatz samt Stadionturm, unterhalb der Nordtribüne die Bereiche der Stadionverwaltung und des Sportamtes der Stadt Graz, das Fan-Café des SK Sturm Graz sowie ein Wettbüro. Im Stadionturm selbst sind Büros und Wohnungen beheimatet, im Erdgeschoss ist ein Fanshop des SK Sturm.

Unter der Südtribüne ist ein Fitness-Center mit einer Nutzungsfläche von rund 1.500 m². Direkt neben der Südseite steht die überdachte Skatinghalle des Eisstadions Liebenau.[17]

Fußball[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Neben der Nutzung bei Bundesliga-Spielen von Sturm Graz wird das Stadion auch vom Österreichischen Fußballbund zur Austragung von Länderspielen sowie von Cup- und Supercup-Endspielen genutzt.

Finalspiele der ÖFB-Bewerbe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Liebenauer Stadion fanden bisher zweimal das ÖFB-Cup-Finale sowie dreimal das Supercup-Finale statt.

Finalspiele des ÖFB
25. Juni 1999 Supercup-Finale SK Sturm GrazLASK Linz 4:3 i. E. (1:1, 1:1)
12. Mai 2002 ÖFB-Cup-Finale Grazer AKSK Sturm Graz 3:2 (3:0)
6. Juli 2002 Supercup-Finale SK Sturm GrazGrazer AK 0:3 (0:1)
1. Juni 2003 ÖFB-Cup-Finale FK Austria WienFC Kärnten 3:0
9. Juli 2004 Supercup-Finale Grazer AKFK Austria Wien 2:4 i. E. (1:1, 1:1)

Länderspiele[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nachstehend finden sich alle 17 Spiele der österreichischen Nationalmannschaft in Graz-Liebenau.[18][19][20][21][22][23]

Spiele der österreichischen Fußballnationalmannschaft
10. September 1970 Freundschaftsspiel Österreich – Jugoslawien 0:1 (0:1)
7. Mai 1985 WM-Qualifikation 1986 ÖsterreichZypern 4:0 (2:0)
15. Oktober 1986 EM-Qualifikation 1988 ÖsterreichAlbanien 3:0 (1:0)
11. April 1989 Freundschaftsspiel Österreich – Tschechoslowakei 1:2 (0:0)
28. April 1999 EM-Qualifikation 2000 ÖsterreichSan Marino 7:0 (3:0)
29. März 2000 Freundschaftsspiel Österreich – Schweden 1:1 (1:0)
27. März 2002 Freundschaftsspiel ÖsterreichSlowakei 2:0 (0:0)
26. März 2003 Freundschaftsspiel Österreich – Griechenland 2:2 (0:0)
25. Mai 2004 Freundschaftsspiel Österreich – Russland 0:0 (0:0)
17. August 2005 Freundschaftsspiel Österreich – Schottland 2:2 (0:2)
16. Juni 2006 Freundschaftsspiel Österreich – Ungarn 1:2 (0:2)
24. März 2007 Freundschaftsspiel Österreich – Ghana 1:1 (0:0)
27. Mai 2008 Freundschaftsspiel Österreich – Nigeria 1:1 (1:1)
30. Mai 2008 Freundschaftsspiel ÖsterreichMalta 5:1 (2:1)
11. Februar 2009 Freundschaftsspiel Österreich – Schweden 0:2 (0:0)
5. September 2009 WM-Qualifikation 2010 ÖsterreichFäröer 3:1 (2:0)
7. Juni 2011 Freundschaftsspiel ÖsterreichLettland 3:1 (0:0)

American Football[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Sommer 2011 war die Merkur Arena ein Austragungsort der American-Football-Weltmeisterschaft 2011.[24] Sturm Graz musste aufgrund von Terminkollisionen ein Spiel der UEFA Champions League-Qualifikation in der Hypo Group Arena austragen.

Konzerte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Stadion wäre auch für die Veranstaltung von Musik-Konzerten konzipiert. Jedoch war es einerseits durch den dichten Spielbetrieb sowie durch die kleine Dimensionierung des Stadions nie möglich, ein Konzert tatsächlich durchzuführen. Neben den immer größer werdenden Konzertbühnen würde das Stadion zu wenigen Besuchern Platz bieten, wodurch der finanzielle Erfolg nicht garantiert wäre. Zusätzlich wäre der Naturrasen nach einem Konzert zu stark beschädigt.[25]

Erreichbarkeit und Anschluss[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Öffentliche Verkehrsmittel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Merkur Arena ist mit der Straßenbahnlinie 4 der Holding Graz Linien erreichbar. An Spieltagen werden zusätzliche Einschubstraßenbahnen vom Jakominiplatz zum Stadion (und retour) geführt, die an der ehemaligen Endhaltestelle der Linie 4 (direkt vor dem Stadion) wenden. Der Haltestellenname lautet Stadion Liebenau.

Das Stadion Liebenau ist mit der Eisenbahn erreichbar. Es liegt nahe den S-Bahn-Haltestellen Grazer Ostbahnhof sowie Graz Liebenau-Murpark und hat eine direkt neben dem Stadion (auf Höhe der Eishalle) befindliche S-Bahn-Bedarfshaltestelle Graz Liebenau-Stadion, die bei Heimspielen des SK Sturm ab vier Stunden vor und bis zwei Stunden nach dem Spiel von allen Zügen der S3 bedient wird.[26]

Auto[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit dem Auto erreicht man das Stadion aus dem Grazer Zentrum kommend via Münzgrabenstraße (Richtung Liebenauer Hauptstraße) oder über die Conrad-von-Hötzendorf-Straße in Richtung Süden. Von der Süd Autobahn ist das Stadion über den Autobahnzubringer Graz Ost erreichbar. Die unter der Arena befindliche Stadiongarage verfügt über 480 Parkplätze und kostet an Spieltagen acht Euro. Zusätzlich gibt es an der Westseite des Stadions ebenfalls noch Parkmöglichkeiten für rund 160 Fahrzeuge (nicht überdacht).

Fankultur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Stahlgang der Merkur Arena für die Gästefans neben der Trainingshalle der Eishalle Liebenau

Der ursprüngliche Fansektor der Heimmannschaft war der Sektor 25 auf der Südtribüne. Nach einigen Jahren gelang es den Fans des SK Sturm Graz den Fansektor zu vergrößern: Der neue Fanbereich waren die Sektoren 24, 25 und 26.

Zur Saison 2008/09 wurde schließlich eine jahrelange Forderung umgesetzt: Die Fansektoren im Süden wurden in den Norden verlegt und erweitert. Nun befinden sich die Fans der Heimmannschaft in den Sektoren 9 - 13. Die Gästefans, die ursprünglich im Sektor 8 im Norden beheimatet waren, wanderten ebenfalls in den Sektor 27 in den Süden. Zusätzlich baute man einen großen Busparkplatz neben der Eishalle und einen 15 Tonnen schweren Stahlgang, durch den die Gästefans vom Busparkplatz direkt in den Sektor 27 geleitet werden. Die Fanklubs wünschten sich den Umzug, da sie den Stadionplatz, der sich samt Stadionturm auf der Nordseite des Stadions befindet, besser vor und nach dem Match nutzen wollten. Die Grazer Polizei, die Stadionverwaltung und der Gemeinderat hingegen erhofften sich dadurch Verkehrsstaus durch Straßensperren, Behinderungen der Graz AG Verkehrsbetriebe sowie Gewaltakte der Fans verhindern zu können.

Zuschauerrekord[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der bisherige Zuschauerrekord datiert vom 1. Mai 1969 beim Grazer Derby (1:1) im damaligen Bundesstadion Liebenau mit mehr als 20.000 Fans.

Datum Spiel Ergebnis Zuseher
1. Mai 1969 Grazer AKSK Sturm Graz 1:1 > 20.000

Der Sponsor[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Logo der Merkur Versicherung

→ siehe Hauptartikel Merkur Versicherung

Merkur Versicherung bekam den Vorzug gegenüber verschiedenen Firmen. Der Vertrag wurde für 10 Jahre bis 2026 abgeschlossen.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Merkur Arena – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. [1]
  2. Seite 35 (PDF; 6,5 MB)
  3. Seite 36 (PDF; 6,5 MB)
  4. Peter Pilz: Tagebuch: 21. Jänner 2005
  5. Raimund Löw: Schwarzeneggers Streit mit Graz (Memento vom 6. Oktober 2008 im Internet Archive). In: Ö3. 21. Dezember 2005 (Internet Archive)
  6. Kritik an Schwarzenegger aus alter Heimat. In: ORF. 13. Dezember 2005
  7. Neuer Name für Schwarzenegger-Stadion? In: ORF. 15. Dezember 2005
  8. Schwarzenegger schickt Ehrenring zurück. In: ORF. 19. Dezember 2005
  9. Stadion Liebenau heißt künftig „UPC Arena“. In: ORF. 18. Februar 2006
  10. Peter Klimkeit: Sturm legte Zukunftskonzept für UPC-Arena vor. In: Kleine Zeitung. 10. September 2012 (mit Konzept als PDF; 830 KB)
  11. Michael Saria: Wellenbrecher und Stehplätze für die Sturm-Fans. Kleine Zeitung, 17. August 2016, abgerufen am 1. September 2016.
  12. Stadion in Graz heißt ab sofort Merkur Arena kurier.at, am 27. April 2016, abgerufen am 27. April 2016
  13. Bundesliga.at
  14. Seite 36, Punkt 3.1.2.2 (PDF; 6,5 MB)
  15. nextroom architektur datenbank
  16. Referenzanlage der Firma Solid über die Kollektorenanlage (PDF; 126 kB)
  17. Seite 39 (PDF; 6,5 MB)
  18. Archiv des ÖFB Mai 1966 – Mai 1982 (PDF; 2,4 MB)
  19. Archiv des ÖFB Juni 1982 - September 1988 (PDF; 907 kB)
  20. Archiv des ÖFB Oktober 1988 - Februar 2000 (PDF; 2,1 MB)
  21. Archiv des ÖFB März 2000 - Oktober 2003 (PDF; 786 kB)
  22. Archiv des ÖFB März 2004 - November 2007 (PDF; 1,1 MB)
  23. Archiv des ÖFB 2008 (PDF; 221 kB)
  24. Kleinezeitung.at: Weil die Fans ein Hit sind: WM 2011 in Graz, abgerufen am 29. Mai 2010
  25. Seite 38 (PDF; 6,5 MB)
  26. http://www.politik.steiermark.at/cms/beitrag/11307842/2494255/