Wolfsberger AC

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Wolfsberger AC
Logo
Verein
Name RZ Pellets Wolfsberger Athletiksport Club
Sitz Wolfsberg, Kärnten
Gründung 1931
Farben Schwarz und Weiß
Präsident Dietmar Riegler
Website rzpelletswac.at
Erste Mannschaft
Trainer Heimo Pfeifenberger
Stadion Lavanttal-Arena
Wörthersee Stadion, Klagenfurt
Plätze 8.100
32.000
Liga Bundesliga
2016/17 8. Platz
Heim
Auswärts

Der RZ Pellets Wolfsberger Athletiksport Club[1], kurz RZ Pellets WAC und bekannt als Wolfsberger AC oder einfach nur WAC, ist ein österreichischer Fußballverein aus der Stadt Wolfsberg in Kärnten. Der Verein hat 20 Saisons in der zweithöchsten österreichischen Spielklasse vorzuweisen. Durch eine Kooperation mit dem SK St. Andrä trat der Verein von 2007 bis 2012 unter den Namen Wolfsberger AC/St. Andrä in der Ersten Liga an und spielt nach dem Aufstieg seit der Saison 2012/13 in der Bundesliga, der höchsten Spielklasse im österreichischen Fußball.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Wolfsberger AC (meist in Kurzform als WAC bezeichnet) wurde 1931 von Adolf Ptazcowsky, Karl Weber, Hermann Maierhofer, Franz Hafner und Michael Schlacher gegründet. Nach einer Rumpfmeisterschaft im Frühjahr 1946 hatte er die Berechtigung, in der ab 8. September begonnenen ersten vollen Nachkriegs-Saison in der aus nur einer Gruppe bestehenden 1. Klasse, die praktisch für zwei Spieljahre die damalige Kärntner Landesliga darstellte, teilzunehmen, musste aber schon nach einem Jahr ohne Punktegewinn wieder absteigen. 1952, mittlerweile war die Struktur der Ligen und Klassen geändert bzw. erweitert worden (u.a. gab es ab 1949/50 die Tauernliga, die praktisch auf regionaler Ebene die zweithöchste Liga Österreichs war), gelang die Rückkehr als Titelträger der 1. Klasse B und bereits 1955 beendeten die Wolfsberger die Liga auf dem zweiten Endrang. Dieser war gleichbedeutend mit der Teilnahme an der Relegation zur Tauernliga. Dank Siegen von 4:3 und 3:2 gegen den SV St. Veit/Glan gelang der Aufstieg. Ab 1956/57 wurde die Tauernliga allerdings in einer Gruppe Nord (mit den Salzburger) und einer Gruppe Süd (mit den Kärntner) Vereinen gespielt. In der Gruppe Süd hatte der WAC in der Meisterschaft mit den „Magnesitlern“ von der WSG Radenthein 1956/57 um Rang eins gekämpft, wurde aber mit vier Punkten Abstand Zweiter. Nur ein Jahr später folgte der Abstieg in die Landesliga.

Nachdem der Wolfsberger AC lange Zeit keine bedeutende Rolle in der Landesliga gespielt hatte, kam unter Sektionsleiter Hugo Reinprecht ein neuer Aufschwung und schließlich gelang 1968 der erste Platz und damit der Aufstieg in die seit 1959/60 installierte Regionalliga Mitte, welche damals die Tauernliga abgelöst hatte und nun die regionale Gruppe der zweithöchsten österreichischen Liga darstellte. Die Schwarz-Weißen mauserten sich bald zum Stamminventar der zweiten Spielstufe und konnten - nach Ablöse der drei Regionalligen durch die neue eingleisige Nationalliga (von 1973/74 auf 1974/75) - auch hierfür als Zweiter 1973/74 die direkte Qualifikation schaffen. Der Abstieg im neunten Zweitligajahr in Serie 1976/77 konnte mit dem sofortigen Wiederaufstieg und überlegenem Gewinn der Landesliga mit nur zwei Niederlagen abgefedert werden. In den anschließenden Aufstiegsspielen setzte sich der WAC gegen den FC Union Wels und Red Star Knittelfeld durch.

In der 2. Division, wie die Nationalliga nun hieß, blieben die Wolfsberger, auch wenn sie nicht um den Aufstieg mitspielten, weitere sieben Jahre erhalten, ehe 1984/85 der zweite Abstieg erfolgte. Zweimal gelang es den Wölfen noch als Kärntner Landesmeister in die 2. Division zurückzukehren (beide Male in der Relegation gegen den steirischen Meister TSV Hartberg und den oberösterreichischen Meister SV Ried), diese erwies sich aber sowohl 1988/89 als auch 1990/91 als zu stark. 1994 wurde der Verein Gründungsmitglied der neuen Regionalliga Mitte als dritte Leistungsstufe. Der WAC fand sich in den Anfangsjahren zumeist im Aufstiegsrennen wieder, musste aber letztlich 2002 absteigen.

Die Rückkehr gelang in den darauf folgenden Spielzeiten nicht mehr. In der Saison 2003/04 musste der WAC sogar in die Unterliga absteigen, aus der man – mittlerweile bereits mit der Bezeichnung WAC/St. Andrä ausgestattet – als Zweiter der Saison 2005/06 wieder in die Landesliga aufstieg. 2007 wurde eine Kooperation mit dem Nachbarn SK St. Andrä beschlossen. Die beiden Vereine arbeiteten daraufhin eng zusammen, blieben aber formal eigenständig: „Zentrale Bereiche beider Vereine wie Administration, Verwaltung, Wirtschaft, Marketing, Gastronomie sowie der sportliche Bereich als Herzstück (Kampfmannschaften und Nachwuchszentrum) werden zentral von der ebenfalls neu geschaffenen Geschäftsstelle des WAC/St. Andrä von Wolfsberg aus geleitet.“[2] Die Spielgemeinschaft WAC/St. Andrä trat zunächst in der drittklassigen Regionalliga Mitte an, und nach dem Aufstieg 2010 in der Ersten Liga. In der Saison 2011/12 wurde der WAC eine Runde vor Schluss Meister der Ersten Liga und schaffte den Aufstieg in die Bundesliga. Gleichzeitig wurde die Kooperation mit dem SK St. Andrä beendet. Somit trat der Verein in der Bundesliga ab der damaligen Zeit als Wolfsberger AC auf, für die Jahre vor der Fusion mit St. Andrä wurde die Bezeichnung WAC alt gewählt.

In seiner ersten Bundesliga-Saison 2012/13 verpasste der WAC nur knapp den 4. Platz, der zu einer Teilnahme an der Qualifikation zur UEFA Europa League 2013/14 berechtigt hätte. Das letzte Spiel gegen Wacker Innsbruck ging nach 2:0-Führung noch mit 2:3 verloren, so dass der Aufsteiger am Ende Rang 5 belegte. Die großen sportlichen Erfolge machten auf den Erfolgstrainer aufmerksam: Nenad Bjelica war nicht zu halten und wechselte nach der Saison zum FK Austria Wien. Neuer Coach wurde der bisherige Co-Trainer Slobodan Grubor.[3] Nachdem in der Saison 2013/14 in den ersten sieben Spielen nur zwei Punkte erreicht wurden, und der WAC sich auf dem letzten Tabellenplatz befand, wurde Dietmar Kühbauer als neuer Trainer eingestellt.[4] Unter dessen sportlicher Leitung schaffte es die Mannschaft dann letztendlich doch, diese Saison mit einem sicheren siebenten Platz zu beenden.

Die Saison 2014/15 begann mit einer Überraschung, denn nach dem achten Saisonspiel übernahm der Wolfsberger AC die Spitze der Tabelle und war somit als erste Kärntner Fußballmannschaft in der Position des Tabellenführenden der Bundesliga.

Nach dem 36. Spieltag stand der WAC auf dem 5. Tabellenplatz. Mit einer Gesamtpunktezahl von 52 Zählern wurde das beste Ergebnis der Vereinsgeschichte erzielt. Durch den Cup-Sieg von Meister Red Bull Salzburg (qualifiziert für die UEFA Champions League) wurde der dritte Startplatz in der UEFA Europa League frei.

Dadurch rückte der WAC nach und startet in der 2. Qualifikationsrunde der UEFA Europa League, wo man das weißrussische Team von FK Schachzjor Salihorsk zweimal (1:0 und 2:0) besiegte und die dritte Qualifikationsrunde erreichen konnte. In dieser traf Wolfsberg auf den achtmaligen deutschen Meister Borussia Dortmund. Das Hinspiel ging in Klagenfurt 0:1 verloren, das Rückspiel in Dortmund mit 0:5. Ob diese Matches der Mannschaft zu viel Substanz gekostet hatten, lässt sich nicht nachweisen, aber in der Folge "ging sie am Stock", nach der 16. Runde, als man Tabellenletzter war, wurde Trainer Kühbauer entlassen und durch Heimo Pfeifenberger ersetzt, mit dem noch der 6. Tabellenrang erreicht wurde. Die Saison 2016/17 wurde recht lange zufriedenstellend absolviert, lange schien der WAC mit dem Abstieg nichts zu tun zu haben. Doch in der letzten Meisterschaftsphase wurden Punktezuwächse immer seltener, ehe in der vorletzten Runde mit einem 1:1 beim SKN St. Pölten aus eigener Kraft der Klassenerhalt geschafft wurde.

Das Unternehmen RZ Pellets, ein Hersteller von Holzpellets, ist der derzeitige Hauptsponsor des Vereins.

Bundesligamannschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 25. November 2015 Cheftrainer beim WAC: Heimo Pfeifenberger

Trainerteam[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stand: 19. Juli 2017[5]

Funktion Name Geburtsdatum Nationalität beim Verein
seit
letzter Verein Anmerkung
Trainer Heimo Pfeifenberger 29.12.1966 OsterreichÖsterreich 11/2015 SC Wiener Neustadt
Co-Trainer Robert Ibertsberger 20.01.1977 OsterreichÖsterreich 07/2017 AKA Ried
Co-Trainer und
Teammanager
Hannes Jochum 08.01.1977 OsterreichÖsterreich 06/2013 Wolfsberger AC II war Spieler
Torwart-Trainer Adolf Preschern 09.02.1971 OsterreichÖsterreich 01/2012 FC Welzenegg

Aktueller Kader[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stand: 19. Juli 2017[5]

Rücken-
nummer
Name Geburtsdatum Nationalität beim Verein
seit
letzter Verein
Torhüter
01 Christian Dobnik 10.07.1986 OsterreichÖsterreich 07/2010 FC Lustenau
30 René Robitsch 28.01.1990 OsterreichÖsterreich 04/2015 Wolfsberger AC II
31 Alexander Kofler 06.11.1986 OsterreichÖsterreich 07/2013 SC Austria Lustenau
35 Raphael Sallinger 08.12.1995 OsterreichÖsterreich 07/2016 1. FC Kaiserslautern II
Verteidigung
04 Stephan Palla 15.05.1989 PhilippinenPhilippinen 07/2014 SK Rapid Wien
07 Dominik Frieser 09.09.1993 OsterreichÖsterreich 07/2017 Kapfenberger SV
15 Nemanja Rnić 30.09.1984 SerbienSerbien 09/2015 vereinslos
16 Boris Hüttenbrenner 23.09.1985 OsterreichÖsterreich 01/2013 SK Austria Klagenfurt
21 Christian Klem 21.04.1991 OsterreichÖsterreich 07/2016 SK Sturm Graz
26 Michael Sollbauer 15.05.1990 OsterreichÖsterreich 07/2010 SK Austria Kärnten
27 Daniel Drescher 07.10.1989 OsterreichÖsterreich 07/2014 FC Admira Wacker Mödling
28 Thomas Zündel 24.12.1987 OsterreichÖsterreich 07/2015 SC Kalsdorf
Mittelfeld
10 Daniel Offenbacher 18.02.1992 OsterreichÖsterreich 07/2016 SK Sturm Graz
11 Joshua Steiger 06.04.2001 OsterreichÖsterreich 07/2017 AKA Wolfsberg
14 Florian Flecker 29.10.1995 OsterreichÖsterreich 07/2017 Kapfenberger SV
18 Mario Leitgeb 30.06.1988 OsterreichÖsterreich 01/2017 FC St. Gallen
20 Christoph Rabitsch 10.04.1996 OsterreichÖsterreich 11/2014 Wolfsberger AC II
24 Christopher Wernitznig 24.02.1990 OsterreichÖsterreich 07/2014 FC Wacker Innsbruck
29 Gerald Nutz 25.01.1994 OsterreichÖsterreich 07/2016 Kapfenberger SV
Angriff
08 Mihret Topčagić 21.06.1988 OsterreichÖsterreich 07/2016 SCR Altach
09 Bernd Gschweidl 08.09.1995 OsterreichÖsterreich 07/2017 SC Wiener Neustadt
12 Dever Orgill 08.03.1990 JamaikaJamaika 01/2017 IFK Mariehamn
33 Issiaka Ouédraogo 19.08.1988 Burkina FasoBurkina Faso 01/2017 Hatta Club

Transfers[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stand: 19. Juli 2017[6]

Zugänge: Abgänge:
Sommer 2017

II. Mannschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wolfsberger AC II
Name Wolfsberger AC II
Stadion Lavanttal-Arena
Plätze 8.100
Trainer Harald Tatschl
Liga Regionalliga Ost
2016/17 1. Platz (Landesliga)

Die zweite Mannschaft des Wolfsberger AC spielt in der Regionalliga Mitte, der dritthöchsten Leistungsstufe. Zweck der Mannschaft ist, den Spielern den Übergang aus dem Nachwuchsbereich in den Profibereich zu ermöglichen.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Wolfsberger AC – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Siehe den Vereinsregisterauszug unter der ZVR-Zahl 414811760, abrufbar auf zvr.bmi.gv.at, zuletzt abgerufen am 24. März 2017.
  2. Vereinswebsite (abgerufen am 16. Juli 2015).
  3. http://derstandard.at/1371169788012/Co-Trainer-Grubor-neuer-WAC-Coach
  4. http://sport.orf.at/stories/2191526/2191525/
  5. a b Wolfsberger AC: "Kaderliste" (abgerufen am 16. Juli 2016)
  6. Transfermarkt: Wolfsberger AC – Transfers 2017/18 (abgerufen am 1. Juli 2017)