Wolfsberger AC

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RZ Pellets WAC
Logo
Voller Name Riegler & Zechmeister Pellets
Wolfsberger Athletik Club
Ort Wolfsberg, Kärnten
Gegründet 1931
Vereinsfarben Schwarz und Weiß
Stadion Lavanttal-Arena
Wörthersee Stadion (Ausweichstadion)
Plätze 7300
Präsident Dietmar Riegler
Vorstand Christian Puff
Trainer Heimo Pfeifenberger
Homepage rzpelletswac.at
Liga Bundesliga
2015/16 6. Platz
Heim
Auswärts

Der Wolfsberger Athletik Club, kurz RZ Pellets WAC, ist ein österreichischer Fußballverein aus der Stadt Wolfsberg in Kärnten. Der Verein hat 20 Saisons in der zweithöchsten österreichischen Spielklasse vorzuweisen. Durch eine Kooperation mit dem SK St. Andrä trat der Verein von 2007 bis 2012 unter den Namen Wolfsberger AC/St. Andrä in der Ersten Liga an und spielt nach dem Aufstieg seit der Saison 2012/13 in der Bundesliga, der höchsten Spielklasse im österreichischen Fußball.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Wolfsberger AC wurde 1931 von Adolf Ptazcowsky, Karl Weber, Hermann Maierhofer, Franz Hafner und Michael Schlacher gegründet. 1946 stieg er erstmals in die Kärntner Landesliga auf, musste aber ohne Punktegewinn wieder absteigen. 1952 gelang die Rückkehr und bereits 1955 beendeten die Wolfsberger die Liga auf dem zweiten Endrang. Dieser war gleichbedeutend mit der Teilnahme an der Relegation zur zweitklassigen Tauernliga, die mit 4:3 und 3:2 gegen den SV St. Veit/Glan erfolgreich abgeschlossen wurde. Nachdem der Klub hier mit den „Magnesitlern“ von der WSG Radenthein 1956/57 um den Aufstieg in die A-Liga-Qualifikation kämpfte und letztlich Zweiter wurde, folgte nur ein Jahr später der Abstieg in die Landesliga.

Nachdem der Wolfsberger AC lange Zeit keine bedeutende Rolle in der Landesliga gespielt hatte, kam unter Sektionsleiter Hugo Reinprecht ein neuer Aufschwung und schließlich gelang 1968 der erste Platz und damit der Aufstieg in die neue zweitklassige Regionalliga Mitte. Die Schwarz-Weißen mauserten sich bald zum Stamminventar der zweiten Spielstufe und konnte nach Ablöse der drei Regionalligen durch die neue eingleisige Nationalliga auch hierfür die Qualifikation schaffen. Auch der Abstieg im neunten Zweitligajahr in Serie 1976/77 konnte mit dem sofortigen Wiederaufstieg und überlegenen Gewinn der Landesliga mit nur zwei Niederlagen abgefedert werden. In den anschließenden Aufstiegsspielen setzte man sich gegen den FC Union Wels und Red Star Knittelfeld durch.

In der 2. Division, wie die Nationalliga nun hieß, blieben die Wolfsberger, auch wenn sie nicht um den Aufstieg mitspielten, weitere sieben Jahre erhalten, ehe 1984/85 der zweite Abstieg erfolgte. Zweimal gelang es den Wölfen noch als Kärntner Landesmeister in die 2. Division zurückzukehren (beide Male in der Relegation gegen den steirischen Meister TSV Hartberg und den oberösterreichischen Meister SV Ried), diese erwies sich aber sowohl 1988/89 als auch 1990/91 als zu stark. 1994 wurde der Verein Gründungsmitglied der neuen Regionalliga Mitte als dritte Leistungsstufe. Der WAC fand sich in den Anfangsjahren zumeist im Aufstiegsrennen wieder, musste aber letztlich 2002 absteigen.

Die Rückkehr gelang in den darauf folgenden Spielzeiten nicht mehr. In der Saison 2003/04 musste der WAC sogar in die Unterliga absteigen, aus der man - mittlerweile bereits mit der Bezeichnung WAC/St. Andrä ausgestattet - als Zweiter der Saison 2005/06 wieder in die Landesliga aufstieg. 2007 wurde eine Kooperation mit dem Nachbarn SK St. Andrä beschlossen. Die beiden Vereine arbeiteten daraufhin eng zusammen, blieben aber formal eigenständig: „Zentrale Bereiche beider Vereine wie Administration, Verwaltung, Wirtschaft, Marketing, Gastronomie sowie der sportliche Bereich als Herzstück (Kampfmannschaften und Nachwuchszentrum) werden zentral von der ebenfalls neu geschaffenen Geschäftsstelle des WAC/St. Andrä von Wolfsberg aus geleitet.“[1] Die Spielgemeinschaft WAC/St. Andrä trat zunächst in der drittklassigen Regionalliga Mitte an, und nach dem Aufstieg 2010 in der Ersten Liga. In der Saison 2011/12 wurde der WAC eine Runde vor Schluss Meister der Ersten Liga und schaffte den Aufstieg in die Bundesliga. Gleichzeitig wurde die Kooperation mit dem SK St. Andrä beendet. Somit tritt der Verein in der Bundesliga als Wolfsberger AC auf.

In seiner ersten Bundesliga-Saison 2012/13 verpasste der WAC nur knapp den 4. Platz, der zu einer Teilnahme an der Qualifikation zur UEFA Europa League 2013/14 berechtigt hätte. Das letzte Spiel gegen Wacker Innsbruck ging nach 2:0-Führung noch mit 2:3 verloren, so dass der Aufsteiger am Ende Rang 5 belegte. Die großen sportlichen Erfolge machten auf den Erfolgstrainer aufmerksam: Nenad Bjelica war nicht zu halten und wechselte nach der Saison zum FK Austria Wien. Neuer Coach wurde der bisherige Co-Trainer Slobodan Grubor.[2] Nachdem in der Saison 2013/14 in den ersten sieben Spielen nur zwei Punkte erreicht wurden, und der WAC sich auf dem letzten Tabellenplatz befand, wurde Dietmar Kühbauer als neuer Trainer eingestellt.[3] Unter dessen sportlicher Leitung schaffte es die Mannschaft dann letztendlich doch, diese Saison mit einem sicheren siebenten Platz zu beenden.

Die Saison 2014/15 begann mit einer Überraschung, denn nach dem achten Saisonspiel übernahm der Wolfsberger AC die Spitze der Tabelle und war somit als erste Kärntner Fußballmannschaft in der Position des Tabellenführenden der Bundesliga.

Nach dem 36. Spieltag stand der WAC auf dem 5. Tabellenplatz. Mit einer Gesamtpunktezahl von 52 Zählern wurde das beste Ergebnis der Vereinsgeschichte erzielt. Durch den Cup-Sieg von Meister Red Bull Salzburg (qualifiziert für die UEFA Champions League) wurde der dritte Startplatz in der UEFA Europa League frei.

Dadurch rückte der WAC nach und startet in der 2. Qualifikationsrunde der UEFA Europa League, wo man das weißrussische Team von FK Schachzjor Salihorsk zweimal (1:0 und 2:0) besiegte und die dritte Qualifikationsrunde erreichen konnte. In dieser traf Wolfsberg auf den achtmaligen deutschen Meister Borussia Dortmund. Das Hinspiel ging in Klagenfurt 0:1 verloren, das Rückspiel in Dortmund mit 0:5.

Das Unternehmen RZ Pellets, ein Hersteller von Holzpellets, ist der derzeitige Hauptsponsor des Vereins.

Bundesligamannschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 25. November 2015 Cheftrainer beim WAC: Heimo Pfeifenberger

Sportliche Leitung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stand: 25. November 2015[4]

Funktion Name Geburtsdatum Nationalität beim Verein
seit
letzter Verein Anmerkung
Trainer Heimo Pfeifenberger 29.12.1966 OsterreichÖsterreich 11/2015 SC Wiener Neustadt
Co-Trainer Christian Ilzer 21.10.1977 OsterreichÖsterreich 11/2015 SC Wiener Neustadt
Co-Trainer und
Teammanager
Hannes Jochum 08.01.1977 OsterreichÖsterreich 06/2013 Wolfsberger AC II war Spieler
Torwart-Trainer Adolf Preschern 09.02.1971 OsterreichÖsterreich 01/2012 FC Welzenegg

Aktueller Kader[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stand: 30. August 2016[4]

Nr. Spieler Geburtsdatum Nat. Seit Vorheriger Verein
Torhüter
01 Christian Dobnik 10.07.1986 OsterreichÖsterreich 2010 FC Lustenau
30 René Robitsch 28.01.1990 OsterreichÖsterreich 2015 Wolfsberger AC II
31 Alexander Kofler 06.11.1986 OsterreichÖsterreich 2013 SC Austria Lustenau
35 Raphael Sallinger 08.12.1995 OsterreichÖsterreich 2016 1. FC Kaiserslautern II
Verteidigung
04 Stephan Palla 15.05.1989 PhilippinenPhilippinen 2014 SK Rapid Wien
07 Dario Baldauf 27.03.1985 OsterreichÖsterreich 2010 FC Lustenau
15 Nemanja Rnić 30.09.1984 SerbienSerbien 2015 vereinslos
18 Michael Berger 01.12.1990 OsterreichÖsterreich 2014 SC Wiener Neustadt
21 Christian Klem 21.04.1991 OsterreichÖsterreich 2016 SK Sturm Graz
22 Benjamin Rosenberger 15.06.1996 OsterreichÖsterreich 2016 SK Sturm Graz (Leihe)
25 Joachim Standfest 30.05.1980 OsterreichÖsterreich 2013 Kapfenberger SV
26 Michael Sollbauer 15.05.1990 OsterreichÖsterreich 2010 SK Austria Kärnten
27 Daniel Drescher 07.10.1989 OsterreichÖsterreich 2014 FC Admira Wacker Mödling
Mittelfeld
06 Zakaria Sanogo 11.12.1996 Burkina FasoBurkina Faso 2016 FC Rahimo (Leihe)
10 Daniel Offenbacher 18.02.1992 OsterreichÖsterreich 2016 SK Sturm Graz
11 Jacobo Ynclán 04.02.1984 SpanienSpanien 2011 RSD Alcalá
16 Boris Hüttenbrenner 23.09.1985 OsterreichÖsterreich 2013 SK Austria Klagenfurt
20 Christoph Rabitsch 10.04.1996 OsterreichÖsterreich 2015 Wolfsberger AC II
23 Peter Tschernegg 23.07.1992 OsterreichÖsterreich 2014 SV Grödig
24 Christopher Wernitznig 24.02.1990 OsterreichÖsterreich 2014 FC Wacker Innsbruck
28 Thomas Zündel 24.12.1987 OsterreichÖsterreich 2015 SC Kalsdorf
29 Gerald Nutz 25.01.1994 OsterreichÖsterreich 2016 Kapfenberger SV
Angriff
08 Mihret Topčagić 21.06.1988 OsterreichÖsterreich 2016 SC Rheindorf Altach
09 Philip Hellquist 12.05.1991 SchwedenSchweden 2015 SC Wiener Neustadt
14 Philipp Prosenik 01.03.1993 OsterreichÖsterreich 2016 SK Rapid Wien (Leihe)
17 Tadej Trdina 25.11.1988 SlowenienSlowenien 2014 SV Grödig

Transfers[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stand: 5. September 2016[5]

Zugänge: Abgänge:
Sommer 2016

II. Mannschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die zweite Mannschaft des Wolfsberger AC spielt in der Regionalliga Mitte, der dritthöchsten Leistungsstufe. Zweck der Mannschaft ist, den Spielern den Übergang aus dem Nachwuchsbereich in den Profibereich zu ermöglichen.

In der Saison 2013/14 wird die Mannschaft von Carlos Chaile trainiert, Co-Trainer ist Gernot Messner, ehemals Spieler beim WAC. Beide sind seit Juni 2013 in dieser Funktion tätig.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Wolfsberger AC – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Vereinswebsite (abgerufen am 16. Juli 2015).
  2. http://derstandard.at/1371169788012/Co-Trainer-Grubor-neuer-WAC-Coach
  3. http://sport.orf.at/stories/2191526/2191525/
  4. a b Wolfsberger AC: "Kaderliste" (abgerufen am 16. Juli 2016)
  5. Transfermarkt: Wolfsberger AC – Transfers 2016/17 (abgerufen am 16. Juli 2016)