Erzbistum Stettin-Cammin

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Erzbistum Stettin-Cammin
Karte Erzbistum Stettin-Cammin
Basisdaten
Staat Polen
Kirchenprovinz Szczecin-Kamień
Diözesanbischof Sedisvakanz
Apostolischer Administrator Zbigniew Zieliński
Weihbischof Henryk Wejman
Emeritierter Diözesanbischof Andrzej Dzięga
Emeritierter Weihbischof Marian Błażej Kruszyłowicz OFMConv
Gründung 28. Juni 1972
Fläche 12.754 km²
Dekanate 37 (24.12.2008)
Pfarreien 275 (2020 / AP 2021)
Einwohner 1.014.003 (2020 / AP 2021)
Katholiken 975.450 (2020 / AP 2021)
Anteil 96,2 %
Diözesanpriester 484 (2020 / AP 2021)
Ordenspriester 174 (2020 / AP 2021)
Katholiken je Priester 1482
Ständige Diakone 4 (2020 / AP 2021)
Ordensbrüder 197 (2020 / AP 2021)
Ordensschwestern 157 (2020 / AP 2021)
Ritus Römischer Ritus
Liturgiesprache Polnisch
Kathedrale Jakobskathedrale
Website www.kuria.pl
Suffraganbistümer Bistum Koszalin-Kołobrzeg
Bistum Zielona Góra-Gorzów
Kirchenprovinz
Karte der Kirchenprovinz Szczecin-Kamień

Kirchenprovinz Szczecin-Kamień

Das Erzbistum Stettin-Cammin (lateinisch Archidioecesis Sedinensis-Caminensis, polnisch Archidiecezja szczecińsko-kamieńska) ist ein Erzbistum in Polen. Der Erzbischof von Stettin-Cammin ist gleichzeitig Metropolit der gleichnamigen Kirchenprovinz, der die Bistümer Köslin-Kolberg und Zielona Góra-Gorzów als Suffraganbistümer unterstellt sind. Bischofskirche ist die Jakobskathedrale in Stettin und als Konkathedrale der Dom zu Cammin (Kamień Pomorski).

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Jakobskathedrale in Stettin

Im Mittelalter bestand für das Stettiner Pommern das Bistum Cammin, das 1140 von Papst Innozenz II. gegründet und als exemtes Bistum direkt dem heiligen Stuhl unterstellt worden war, weil im Widerstreit das deutsche Erzbistum Magdeburg und das polnische Erzbistum Gnesen gleichermaßen die Aufsicht beanspruchten. Cammin war erst seit 1175 Bischofssitz. Ab 1544 wurden evangelische Bischöfe eingesetzt. Das Bistum erlosch 1650 infolge des zwei Jahre zuvor geschlossenen Westfälischen Friedens.

Am 28. Juni 1972 errichtete Papst Paul VI. mit der Apostolischen Konstitution Episcoporum Poloniae coetus aus Territorien des Bistums Berlin, die nach dem Zweiten Weltkrieg auf Grund des Potsdamer Abkommens von Polen verwaltet und 1950 im Görlitzer Vertrag durch die DDR, mit dem 1970 unterschriebenen und am 17. Mai 1972 ratifizierten Warschauer Vertrag auch durch die Bundesrepublik Deutschland als polnisches Staatsgebiet anerkannt wurden, die Bistümer Stettin-Cammin und Köslin-Kolberg und ordnete sie als Suffragandiözesen der Kirchenprovinz Gnesen zu.[1] Kathedralkirche wurde die Jakobskathedrale in Stettin (seit 1983 Basilica minor[2]); Konkathedrale ist der Camminer Dom in Kamień Pomorski (Cammin).

Bei der Neustrukturierung der polnischen Bistümer im Jahr 1992 (Apostolische Konstitution Totus Tuus Poloniae Populus vom 25. März) wurde Stettin-Cammin zum Erzbistum erhoben und ihm die Bistümer Koszalin-Kołobrzeg (Köslin-Kolberg) und Zielona Góra-Gorzów (Grünberg-Landsberg) unterstellt.[3]

(Erz-)Bischöfe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weihbischöfe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dekanate[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Erzbistum Stettin-Cammin ist in 36 Dekanate untergliedert:

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Entwicklung der Mitgliederzahlen

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Erzbistum Stettin-Cammin – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Paulus VI: Const. Apost. Episcoporum Poloniae coetus, AAS 64 (1972), n. 10, pp. 657seq.
  2. Ioannes Paulus II: Litt. Apost. Quam iucunda, AAS 75 (1983).
  3. Ioannes Paulus II: Const. Apost. Totus Tuus Poloniae populus, AAS 84 (1992), n. 3, S. 1099–1112.