Albertshofen

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Albertshofen ist eine Gemeinde im unterfränkischen Landkreis Kitzingen und Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Kitzingen.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geografie

Der Ort liegt am Main und ist mit der direkten Nachbargemeinde Mainstockheim durch eine Fähre verbunden.

[Bearbeiten] Geschichte

Erstmals erwähnt wurde Albertshofen 1317 durch eine Lehensgabe Gottfrieds von Hohenlohe an Otto Fuchs und seinen Bruder Konrad.

Der Ort war früher zweigeteilt. Das kleinere Unterdorf gehörte dem Kitzinger Spital. Besitzer des größeren Oberdorfes waren die jeweiligen Schlossbesitzer von Mainsondheim, bis 1592 die Herren von Crailsheim, bis 1727 die Familie Fuchs von Dornheim und seit 1727 die Freiherren von Mauchenheim, genannt Bechtolsheim.

Das Amt des Hochstiftes Würzburg/Spital Kitzingen fiel 1803 (Reichsdeputationshauptschluss) an Bayern und musste 1805 im Frieden von Pressburg Erzherzog Ferdinand von Toskana zur Bildung des Großherzogtums Würzburg überlassen werden. Die hiesigen Besitzungen der Freiherren von Bechtolsheim wurden 1806 mediatisiert. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde.

Der Ort entwickelte sich im 19. Jahrhundert von einer Weinbaugemeinde über den Obstanbau hin zu einem bedeutenden Gemüseanbaugebiet. Vor einigen Jahren wurde der Weinbau mit 16 Hektar Albertshöfer Herrgottsweg wiederbelebt.

1996 wurde der erste Bürgerentscheid Bayerns in Albertshofen durchgeführt. Thema war der geplante Bau einer Brücke nach Mainstockheim. Dieses Bauvorhaben wurde schließlich mit einer Mehrheit von 10 Stimmen abgelehnt.

[Bearbeiten] Politik

  • Bürgermeisterin: Heidi Reitmeier SPD
  • Stellv. Bürgermeister: Roland Kundmüller Freie Wähler
  • 3. Bürgermeister: Werner Will CSU

[Bearbeiten] Wappen

Blasonierung
Durch einen schräglinken silbernen Wellenbalken geteilt von Schwarz und Rot; vorne zwei silberne Balken, hinten drei eins zu zwei gestellte silberne Kugeln

Wappengeschichte
Im Wappen der erstmals 1317 urkundlich genannten Gemeinde weisen die drei silbernen Kugeln auf den Heiligen Nikolaus hin. Sie sind seine Attribute. Die Kirche von Alberthofen ist ihm geweiht. Der Ort war im Mittelalter geteilt. Die Herrschaft über den kleineren Ortsteil übte das Kitzinger Spital aus. Der größere Teil unterstand den jeweiligen Schlossbesitzern. Ab 1727 waren dies die Freiherrn von Meuchenheim gen. Bechtoldsheim. Ihr Stammwappen sind zwei silbernen Balken in schwarzem Feld. Diese Attribute wurden in das heutige Wappen übernommen. Auf die Lage der Gemeinde am Main weist der silberne Wellenbalken hin. Die Farben Silber und Rot im Wappen sind die Farben Frankens.
Das Wappen wurde vom Innenministerium am 30. Januar 1969 verliehen.

[Bearbeiten] Sehenswürdigkeiten

Die Mainfähren zwischen Albertshofen und Mainstockheim
Die Mainfähren zwischen Albertshofen und Mainstockheim

Mit der direkten Nachbargemeinde Mainstockheim ist der Ort durch eine Mainfähre verbunden. Diese Mainüberquerung wird vor allem von Fußgängern und Radlern gerne benutzt. Sie ist jedoch auch für PKW, LKW und landwirtschaftliche Zugmaschinen zugelassen.

Der Höhepunkt im Dorfleben ist im November die weit über die Grenzen hinaus bekannte Höpper Kerm, mit dem traditionellen Wasenziehen und Göikerschlagen.

Der Ort verfügt heute mit 380 Hektar über die größte zusammenhängende Feldberegnungsanlage in Bayern. Das Wasser hierfür wird, genau wie auch die Trinkwasserversorgung, nicht von der Gemeinde selbst gefördert und bereitgestellt, sondern vom Wasserbeschaffungsverband. Diese Körperschaft des öffentlichen Rechts rechnet auch mit den Nutzern und Haushalten ab und sorgt für die konstante Wasserqualität.

Seit 1986 findet Ende August ein alljährliches Weinfest statt.

[Bearbeiten] Wirtschaft

Es gab 1998 im Bereich der Land- und Forstwirtschaft 76, im Produzierenden Gewerbe 67 und im Bereich Handel und Verkehr 85 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 74 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 822. Im verarbeitenden Gewerbe (sowie Bergbau und Gewinnung von Steinen und Erden) gab es 1 Betrieb, im Bauhauptgewerbe 6 Betriebe.

Zudem bestanden im Jahr 1999 48 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 305 ha. Davon waren 284 ha Ackerfläche.

Albertshofen ist eines der bedeutendsten Anbaugebiete Bayerns für Gemüse. Außerdem gibt es die Weinlage Hergottsweg. Die Vermarktung des Gemüses erfolgt zum großen Teil über die Gartenbau-Zentrale Main-Donau.

[Bearbeiten] Weblinks

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