Nordheim am Main

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Nordheim a.Main
Nordheim am Main
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Nordheim a.Main hervorgehoben
49.859310.1858196Koordinaten: 49° 52′ N, 10° 11′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Unterfranken
Landkreis: Kitzingen
Verwaltungs-
gemeinschaft:
Volkach
Höhe: 196 m ü. NHN
Fläche: 5,3 km²
Einwohner: 992 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 187 Einwohner je km²
Postleitzahl: 97334
Vorwahl: 09381
Kfz-Kennzeichen: KT
Gemeindeschlüssel: 09 6 75 155
Gemeindegliederung: 1 Ortsteil
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Hauptstraße 15
97334 Nordheim a.Main
Webpräsenz: www.nordheim-main.de
Bürgermeister: Guido Braun (Nordheimer Liste)
Lage der Gemeinde Nordheim a.Main im Landkreis Kitzingen
Landkreis Bamberg Landkreis Schweinfurt Landkreis Würzburg Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim Wiesenbronn Segnitz Rüdenhausen Rödelsee Obernbreit Martinsheim Marktsteft Markt Einersheim Marktbreit Mainstockheim Mainbernheim Kleinlangheim Kitzingen Geiselwind Castell (Unterfranken) Buchbrunn Albertshofen Abtswind Willanzheim Wiesentheid Volkach Sulzfeld am Main Sommerach Seinsheim Schwarzach am Main Prichsenstadt Nordheim am Main Iphofen Großlangheim Dettelbach Biebelried Landkreis HaßbergeKarte
Über dieses Bild

Nordheim am Main (amtlich: Nordheim a.Main) ist eine Gemeinde im unterfränkischen Landkreis Kitzingen und Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Volkach.

Geografie[Bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten]

Nordheim am Main liegt etwa 20 km nordöstlich von Würzburg im Maintal auf der Weininsel, die durch eine natürliche Schleife des Flusses und den Mainkanal gebildet wird. Die Landschaft ist vom Weinbau geprägt.

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Die Gemeinde grenzt im Westen an Escherndorf und Köhler, im Norden an Astheim, drei Ortsteile der Stadt Volkach, im Osten an Volkach und im Süden an Sommerach und Dettelbach.

Klima[Bearbeiten]

Das Maindreieck zählt zu den wärmsten und trockensten Regionen Bayerns. Dieses Klima ist besonders günstig für den Anbau von Wein, Obst und Gemüse.

Ansicht auf Nordheim am Main von Köhler

Geschichte[Bearbeiten]

Die erste urkundliche Erwähnung Nordheims war im Jahre 918. Das Kloster Münsterschwarzach erwarb 1306 die Vogtei und Vogteirechte mit allem Zubehör und hatte bis zu seiner Auflösung 1803 die Dorfherrschaft inne. Als Teil des Hochstiftes Würzburg, das zum Fränkischen Reichskreis gehörte, wurde Nordheim 1803 zugunsten Bayerns säkularisiert, dann im Frieden von Pressburg (1805) Erzherzog Ferdinand von Toskana zur Bildung des Großherzogtums Würzburg überlassen, mit dem es 1814 endgültig zum Königreich Bayern kam. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde.

Wappen[Bearbeiten]

Blasonierung[Bearbeiten]

„Gespalten von Blau und Silber; vorne ein senkrecht stehender silberner Rost, hinten ein roter Palmzweig“.

Wappengeschichte[Bearbeiten]

Aus einem Gerichtssiegel des 18. Jahrhunderts, das den Heiligen Laurentius zeigt, wurde der ihm beigegebene Rost und der Palmzweig in das Wappen der Gemeinde übernommen. Dem Heiligen Laurentius ist die Ortskirche geweiht. Auf das Kloster Münsterschwarzach, das 1306 die Vogteirechte erwarb und die Herrschaft in der Gemeinde bis 1803 ausübte, weisen die Farben Silber und Blau aus dessen Wappen hin.
Das Wappen verlieh das bayerische Innenministerium am 4. November 1970.

Städtepartnerschaften[Bearbeiten]

  • Nordheim am Main hat eine Städtepartnerschaft mit Nordheim im Elsass.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Nordheim am Main - Mainfähre
  • Fähre an doppelter Hochseilanlage.
  • Der Zehnthof des Ortes wurde im Jahr 16. Jahrhundert errichtet und beherbergt eine ehemalige stuckierte Kapelle in seinem Inneren.
  • Mehrere Bildstöcke stehen in den Weinbergen, die den Ort umgeben. Besonders prächtig ist die Ausgestochene Marter und der sogenannte Vierzehnheiligenbildstock.
  • Eine Mariensäule bildet das Zentrum des Marktplatzes.

Baudenkmäler[Bearbeiten]

Liste der Baudenkmäler in Nordheim am Main

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Neben Wein wird in Nordheim Spargel angebaut. Nordheim ist der größte Weinbauort Frankens. Es gibt laut offizieller Angaben über 50 Weingüter; 250 Mitglieder gehören der Winzergenossenschaft an.[3] Die Früchte von Zwetschgen-, Apfel-, Mirabellen- und Kirschbäumen werden unter anderem für Schnäpse und Edelbrände verwendet. Im Ort befinden sich verschiedene Gaststätten, Häckerwirtschaften, Hotels, Ferienwohnungen und Restaurants.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten]

Landschaftsbild[Bearbeiten]

Panoramaansicht von Nordheim am Main, Blick unterhalb von Kloster Vogelsburg

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Nordheim am Main – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Beölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 18. September 2014 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. nordheim-main.de: Informationen zum kulinarischen Weinfest im Ort (Informationsstand 24. März 2011)
  3. nordheim-main.de: Informationen zum Ort (deutsch, abgerufen am 15. Februar 2011)