Altlengbach

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Altlengbach
Wappen von Altlengbach
Altlengbach (Österreich)
Altlengbach
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Niederösterreich
Politischer Bezirk: Sankt Pölten-Land
Kfz-Kennzeichen: PL
Fläche: 35,54 km²
Koordinaten: 48° 9′ N, 15° 56′ O48.15194444444415.930833333333302Koordinaten: 48° 9′ 7″ N, 15° 55′ 51″ O
Höhe: 302 m ü. A.
Einwohner: 2.762 (1. Jän. 2014)
Bevölkerungsdichte: 78 Einw. pro km²
Postleitzahl: 3033
Vorwahl: 02774
Gemeindekennziffer: 3 19 01
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Altlengbach 93
3033 Altlengbach
Website: www.altlengbach.gv.at
Politik
Bürgermeister: Wolfgang Luftensteiner (SPÖ)
Gemeinderat: (2010)
(21 Mitglieder)
12 SPÖ, 8 L.ÖVP,
1 FPÖ
Lage der Marktgemeinde Altlengbach im Bezirk Sankt Pölten-Land
Altlengbach Asperhofen Böheimkirchen Brand-Laaben Eichgraben Frankenfels Gerersdorf Hafnerbach Haunoldstein Herzogenburg Hofstetten-Grünau Inzersdorf-Getzersdorf Kapelln Karlstetten Kasten bei Böheimkirchen Kirchberg an der Pielach Kirchstetten Loich Maria-Anzbach Markersdorf-Haindorf Michelbach Neidling Neulengbach Neustift-Innermanzing Nußdorf ob der Traisen Ober-Grafendorf Obritzberg-Rust Prinzersdorf Pyhra Rabenstein an der Pielach Schwarzenbach an der Pielach Weinburg Statzendorf Stössing Traismauer St. Margarethen an der Sierning Weißenkirchen an der Perschling Wilhelmsburg (Niederösterreich) Wölbling St. Pölten NiederösterreichLage der Gemeinde Altlengbach im Bezirk Sankt Pölten-Land (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria
Die den hl. Simon und Judas Thadddäus geweihte Altlengbacher Pfarrkirche

Altlengbach ist eine Marktgemeinde mit 2762 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2014) im Bezirk Sankt Pölten-Land in Niederösterreich.

Geografie[Bearbeiten]

Altlengbach liegt im Mostviertel in Niederösterreich. Die Fläche der Marktgemeinde umfasst 35,58 Quadratkilometer. 48,94 Prozent der Fläche sind bewaldet.

Altlengbach ist Mitglied der Wienerwald Initiativ Region.

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Das Gemeindegebiet umfasst folgende 26 Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand 31. Oktober 2011[1]):

  • Altlengbach (913)
  • Audorf (47)
  • Außerfurth (118)
  • Gottleitsberg (16)
  • Großenberg (29)
  • Gschaid (44)
  • Haagen (13)
  • Hart (58)
  • Hocheichberg (70)
  • Höfer (6)
  • Innerfurth (59)
  • Kienberg (29)
  • Kleinberg (10)
  • Kogl (18)
  • Leitsberg (88)
  • Lengbachl (195)
  • Linden (47)
  • Maiß (203)
  • Manzing (11)
  • Nest (12)
  • Öd (9)
  • Ödengraben (17)
  • Pamet (6)
  • Schoderleh (61)
  • Steinhäusl (443)
  • Unterthurm (203)

Die Gemeinde besteht aus der Katastralgemeinde Altlengbach.

Geschichte[Bearbeiten]

Im Altertum war das Gebiet Teil der Provinz Noricum. Um 1150 wurde Altlengbach als Kirchweiler urkundlich erwähnt. Im österreichischen Kernland Niederösterreich liegend teilte der Ort die wechselvolle Geschichte Österreichs. Bis zur Aufhebung der Grundherrschaften 1848 war Altlengbach Sitz einer eigenen Herrschaft. Die Ortsgemeinde wurde 1850 gebildet. 1980 wurde die Ortsgemeinde Altlengbach zur Marktgemeinde erhoben.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

Nach dem Ergebnis der Volkszählung 2001 gab es 2791 Einwohner. 1991 hatte die Marktgemeinde 2670 Einwohner, 1981 2108 und im Jahr 1971 1828 Einwohner. Der Einwohnerzuwachs erklärt sich einerseits durch die rege Bautätigkeit gemeinnütziger Genossenschaften, sowie auch durch die Zureise von Städtern, die im Grünen leben wollen.

Politik[Bearbeiten]

Bürgermeister der Marktgemeinde ist Mag. Wolfgang Luftensteiner, Amtsleiter Gerhard Bachtrögler.
Im Marktgemeinderat gibt es bei insgesamt 21 Sitzen nach der Gemeinderatswahl vom 14. März 2010 folgende Mandatsverteilung:
SPÖ 12, ÖVP-Liste 8, FPÖ 1.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Altlengbach

Die Altlengbacher röm.-kath. Pfarrkirche ist eine das Ortsbild prägende „Burg-Kirchen-Anlage“. Das Langhaus ist dreischiffig und dreijochig. Der Bereich des Mittelschiffes hat einen romanischen Ursprung, die Erweiterung durch Zubau der Seitenschiffe dürften im 14. Jahrhundert erfolgt sein. Der überhöhte Chor mit einem 5/8-Schluss und gestuften Strebepfeilern stammt aus dem 13. Jahrhundert.“ [2]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Nichtlandwirtschaftliche Arbeitsstätten gab es im Jahr 2001 113, land- und forstwirtschaftliche Betriebe nach der Erhebung 1999 108. Die Zahl der Erwerbstätigen am Wohnort betrug nach der Volkszählung 2001 1329. Die Erwerbsquote lag 2001 bei 48,9 Prozent. In letzter Zeit wurden die Vorteile des Wirtschaftsstandortes Altlengbach, so etwa die optimale Anbindung an die Autobahn und die attraktiven Grundstückspreise, wieder erkannt, worauf sich überdurchschnittlich viele Betriebe in der Region angesiedelt haben.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Ehrenbürger[Bearbeiten]

  • Michael Häupl (* 1949), Bürgermeister und Landeshauptmann von Wien

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Altlengbach – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistik Austria, Registerzählung vom 31. Oktober 2011
  2. Bundesdenkmalamt (Hg.): Dehio-Handbuch. Die Kunstdenkmäler Österreichs. Niederösterreich, südlich der Donau, Teil 1, Seite 34f., Verlag Berger, Horn/Wien 2003, ISBN 3-85028-364-X