Anne Hathaway

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Dieser Artikel erläutert die Schauspielerin Anne Hathaway, für die Ehefrau William Shakespeares siehe Anne Hathaway (Ehefrau Shakespeares).
Anne Hathaway bei der Verleihung der Golden Globe Awards 2013

Anne Jacqueline Hathaway [ˈhæθəweɪ] (* 12. November 1982 in Brooklyn, New York City, New York) ist eine US-amerikanische Filmschauspielerin und Oscar-Preisträgerin.

Leben

Die Tochter einer Bühnenschauspielerin und eines Richters wuchs in New Jersey auf. Nach dem Coming-Out ihres Bruders wechselte die Familie von der römisch-katholischen Kirche zur Episkopalkirche der Vereinigten Staaten, weil sie mit der Haltung zur Homosexualität nicht einverstanden war.[1] Allerdings habe sie die Episkopalkirche auch nicht sehr überzeugt und daher ist sie mittlerweile konfessionslos.[2]

Sie besuchte das Vassar College, wechselte dann zur Gallatin School of Individualized Study, einer Einrichtung der New York University.[3] Bereits während ihrer Ausbildung gewann sie mehrere Preise.

Das erste Mal stand sie für die Fernsehserie Sechs unter einem Dach vor der Kamera. Weltweite Bekanntheit erlangte sie 2001 durch den Film Plötzlich Prinzessin, in dem sie an der Seite von Julie Andrews zu sehen ist. In der Komödie stellte sie ein unscheinbares US-amerikanisches Mädchen dar, das erfährt, in Wirklichkeit eine Prinzessin eines kleinen Landes zu sein. Dem 37 Mio. US-Dollar teuren ersten Teil, der allein über 108 Mio. US-Dollar an den nordamerikanischen Kinokassen einspielte, folgte drei Jahre später die ebenso erfolgreiche Fortsetzung Plötzlich Prinzessin 2.

Im Jahr 2005 besetzte Ang Lee Anne Hathaway für sein mehrfach Oscar-prämiertes Drama Brokeback Mountain. Sie spielte dort Lureen Twist, die Frau von Jack Twist (dargestellt von Jake Gyllenhaal). 2006 folgte die Komödie Der Teufel trägt Prada, in der sie das Schauspielensemble um Meryl Streep, Emily Blunt, Simon Baker, Stanley Tucci und Adrian Grenier anführte. 2007 folgte der Film Geliebte Jane, in dem sie an der Seite von James McAvoy, Julie Walters, James Cromwell und Maggie Smith auftrat, ehe sie ein Jahr später die Kritiker mit der Hauptrolle in Jonathan Demmes Rachels Hochzeit begeisterte. Für den Part einer labilen Alkoholikerin, die nach Jahren wieder mit ihrer Familie zusammenkommt, erhielt sie unter anderem den Preis des National Board of Review und Nominierungen für den Golden Globe sowie den Oscar. Außerdem spielte sie 2007/2008 an der Seite von Steve Carell, Dwayne Johnson und Alan Arkin in dem Film Get Smart als Agentin 99 mit.

Neben einer Musical-Einlage mit dem damaligen Moderator Hugh Jackman bei der Eröffnungszeremonie der 81. Oscarverleihung moderierte sie am 27. Februar 2011 gemeinsam mit ihrem Schauspielkollegen James Franco die 83. Oscarverleihung. Mit 28 Jahren ist sie die jüngste Moderatorin in der Geschichte der Preisverleihung.[4]

Im Januar 2011 gab Warner Bros. bekannt, dass sich Anne Hathaway beim Casting für die Rolle der Selina Kyle alias Catwoman in dem Film The Dark Knight Rises durchsetzen konnte.[5] 2012 folgte der Part als Fantine in der Verfilmung des Musicals Les Miserables. Für diese Rolle nahm sie elf Kilo ab. Für ihre Darbietung gewann sie u.a. einen Oscar und einen Golden Globe, jeweils als Beste Nebendarstellerin.[6]

Anne Hathaway hatte vier Jahre lang eine Beziehung mit dem italienischen Geschäftsmann Raffaello Follieri, Mitte 2008 trennte sich das Paar. Seit Ende 2008 ist Anne Hathaway mit Adam Shulman liiert, am 29. September 2012 fand die Hochzeit des Paares statt.[7]

Filmografie

Anne Hathaway bei Schneefall, 2010

Synchronstimme

Hathaway hat trotz ihrer langen Karriere bis heute keine feste Synchronstimme, jedoch wurde die Synchronisation in etwa der Hälfte ihrer Filme von Marie Bierstedt übernohmen. Shandra Schadt ist ebenfalls häufig zu hören.[8]

Auszeichnungen

Hathaway bei der 81. Oscarverleihung
Oscars
British Academy Film Awards
Emmy-Awards
  • 2010: Beste Synchronsprecherin für The Simpsons – Once upon a Time in Springfield (Princess Penelope)[9]
Golden Globe Awards
Critics’ Choice Movie Awards
  • 2008: Beste Darstellerin[10]
  • 2013: Beste Nebendarstellerin für Les Misérables
  • 2013: Nominiert als Beste Schauspielerin in einem Actionfilm für Les Misérables
National Board of Review Awards
ShoWest Convention
  • 2008: Weiblicher Star des Jahres
Satellite Awards
Weitere Auszeichnungen
  • 2008: Austin Film Critics Association Award als beste Darstellerin[11]
  • 2008: Chicago Film Critics Association Award als beste Darstellerin[12]
  • 2008: Dallas-Fort Worth Film Critics Association Award als beste Darstellerin
  • 2008: Prism Award für die beste Performance in einem Spielfilm[13]
  • 2008: Southeastern Film Critics Association Award als beste Darstellerin[14]
  • 2009: Teen Choice AwardChoice Movie Actress Comedy für Bride Wars
  • 2009: Palm Springs International Film Festival – Desert Palm Achievement Award[15]
  • 2012: Boston Online Film Critics Association Award als Beste Nebendarstellerin in Les Misérables
  • 2012: Detroit Film Critics Society als Beste Nebendarstellerin in Les Misérables
  • 2012: Las Vegas Film Critics Society Award als Beste Nebendarstellerin in Les Misérables
  • 2012: New York Film Critics Online als Beste Nebendarstellerin in Les Misérables
  • 2012: Washington D.C. Area Film Critics Association Award als Beste Nebendarstellerin in Les Misérables
  • 2012: Austin Film Critics Association als Beste Nebendarstellerin in Les Misérables
  • 2012: Dallas-Fort Worth Film Critics Association Award als Beste Nebendarstellerin in Les Misérables
  • 2012: Florida Film Critics Circle Award als Beste Nebendarstellerin in Les Misérables
  • 2012: Indiana Film Critics Association als Beste Nebendarstellerin in Les Misérables
  • 2012: Kansas City Film Critics Circle Award als Beste Nebendarstellerin in Les Misérables
  • 2012: Los Angeles Film Critics Association Award als Beste Nebendarstellerin in Les Misérables
  • 2012: New York Film Critics Circle Award als Beste Nebendarstellerin in Les Misérables
  • 2012: Phoenix Film Critics Society Award als Beste Nebendarstellerin in Les Misérables
  • 2012: Southeastern Film Critics Association Award als Beste Nebendarstellerin in: Les Misérables
  • 2012: Toronto Film Critics Association Award als Beste Nebendarstellerin in: Les Misérables

Weblinks

 Commons: Anne Hathaway – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise

  1. Anne Hathaway left Catholicism after brother came out. 5. Februar 2010, abgerufen am 31. Januar 2011 (englisch).
  2. Anne Hathaway Quits Catholic Church
  3. Gallatin School
  4. vgl. Masters, Tim: Oscars 2011: The King’s Speech seeks crown bei bbc.co.uk, 27. Februar 2011 (aufgerufen am 27. Februar 2011)
  5. Anne Hathaway wird Catwoman: Die Prinzessin zeigt Krallen. Spiegel Online, 20. Januar 2011, abgerufen am 31. Januar 2011.
  6. Für „Les Misérables“: Anne Hathaway hungerte sich ins Delirium. auf: mopo.de, 22. November 2012
  7. "Er hat meinen Plan total ruiniert": Anne Hathaway unter der Haube. ntv, 30. September 2012, abgerufen am 3. März 2013.
  8. Anne Hathaway in der Deutschen Synchronkartei, abgerufen am 16. April 2014.
  9. Betty White lands 5th Emmy. 22. August 2010, abgerufen am 5. Mai 2011 (englisch).
  10. THE 14th CRITICS' CHOICE MOVIE AWARDS NOMINEES. BFCA, abgerufen am 31. Januar 2011 (englisch).
  11. Austin Film Critics Association: 2008 Award. Abgerufen am 31. Januar 2011 (englisch).
  12. Chicago Film Critics Awards – 2008–2010. CFCA, archiviert vom Original am 3. Januar 2009, abgerufen am 31. Januar 2011 (englisch).
  13. Dan French: Shatner, Hathaway win Prism awards. Digital Spy, 24. April 2009, abgerufen am 31. Januar 2011 (englisch).
  14. 2008 SEFCA Best Films of the Year. Abgerufen am 31. Januar 2011 (englisch).
  15. Info auf imdb.com