Bötzingen

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Bötzingen
Bötzingen
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Bötzingen hervorgehoben
48.0769444444447.7255555555556192Koordinaten: 48° 5′ N, 7° 44′ O
Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Freiburg
Landkreis: Breisgau-Hochschwarzwald
Höhe: 192 m ü. NHN
Fläche: 12,99 km²
Einwohner: 5337 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 411 Einwohner je km²
Postleitzahl: 79268
Vorwahl: 07663
Kfz-Kennzeichen: FR
Gemeindeschlüssel: 08 3 15 013
Gemeindegliederung: 2 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Hauptstraße 11
79268 Bötzingen
Webpräsenz: www.boetzingen.de
Bürgermeister: Dieter Schneckenburger
Lage der Gemeinde Bötzingen im Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald
Frankreich Landkreis Waldshut Landkreis Lörrach Freiburg im Breisgau Landkreis Emmendingen Schwarzwald-Baar-Kreis Landkreis Rottweil Au (Breisgau) Auggen Bad Krozingen Badenweiler Ballrechten-Dottingen Bötzingen Bollschweil Breisach am Rhein Breitnau Buchenbach Buggingen Ebringen Ehrenkirchen Eichstetten am Kaiserstuhl Eisenbach (Hochschwarzwald) Eschbach (Markgräflerland) Feldberg (Schwarzwald) Friedenweiler Glottertal Gottenheim Gundelfingen (Breisgau) Hartheim Heitersheim Heitersheim Heuweiler Hinterzarten Horben Ihringen Kirchzarten Lenzkirch Löffingen March (Breisgau) Merdingen Merzhausen Müllheim (Baden) Müllheim (Baden) Münstertal/Schwarzwald Neuenburg am Rhein Neuenburg am Rhein Oberried (Breisgau) Pfaffenweiler St. Peter (Hochschwarzwald) St. Märgen Schallstadt Schluchsee (Gemeinde) Sölden (Schwarzwald) Staufen im Breisgau Stegen Sulzburg Titisee-Neustadt Umkirch Vogtsburg im Kaiserstuhl Wittnau (Breisgau)Karte
Über dieses Bild
Luftbild von Bötzingen

Bötzingen (Alemannisch Betzige) ist eine Gemeinde im Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald in Baden-Württemberg.

Geographie[Bearbeiten]

Geographische Lage[Bearbeiten]

Bötzingen liegt an der südöstlichen Seite des Kaiserstuhles etwa 15 km westlich von Freiburg im Breisgau. Nachbargemeinden Bötzingens sind von Norden im Uhrzeigersinn Eichstetten am Kaiserstuhl, March, Gottenheim, Ihringen, Vogtsburg im Kaiserstuhl (alle Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald).

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Zur Gemeinde gehören das Dorf Bötzingen und der Ort Oberschaffhausen sowie die abgegangenen Burgen Kranzenau und Seelenberg.[2]

Geschichte[Bearbeiten]

Urkundlich wurde Bötzingen erstmals 769 als Bezzo in einer Urkunde des Klosters Lorsch im Zusammenhang mit dem Weinbau erwähnt.

Oberschaffhausen trat erstmals im 12. Jahrhundert in Erscheinung, als Papst Eugen III. dem Kloster St. Ulrich im Schwarzwald im Jahre 1143 seine Besitzungen bestätigte.[3]

1838 vereinigten sich die selbstständigen Orte Bötzingen und Oberschaffhausen zur Gemeinde Bötzingen.[4]


siehe auch Burg Kranzenau, Burg Oberschaffhausen

Eingemeindungen[Bearbeiten]

  • 1838: Oberschaffhausen

Politik[Bearbeiten]

Die Gemeinde gehört zur Verwaltungsgemeinschaft Kaiserstuhl-Tuniberg mit Sitz in Bötzingen.

Gemeinderat[Bearbeiten]

Die Kommunalwahl vom 7. Juni 2009 führte zu folgendem Ergebnis:

FWG 31,5 % + 8,6 5 Sitze + 2
CDU 24,4 % + 2,9 3 Sitze ± 0
FWV 24,7 % + 3,7 3 Sitze ± 0
SPD 19,4 % + 1,3 3 Sitze ± 0

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Albanskapelle im Ortsteil Oberschaffhausen
Evangelische Kirche

Bauwerke[Bearbeiten]

Für ihre mittelalterlichen Fresken berühmt ist die „Pestkapelle“ St. Alban im Ortsteil Oberschaffhausen. Auch die katholische Pfarrkirche St. Laurentius im Ortsteil Bötzingen stammt aus dem Mittelalter. Eine evangelische Kirche wurde 1583 im Ortsteil Bötzingen erbaut. Die gegenwärtige Kirche an derselben Stelle stammt aus dem Jahr 1848.

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten]

  • Bötzinger Dorf- und Weinfest (2-jährlich am 2. Septemberwochenende, nächstes 2014)

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Die Gemeinde nutzt etwa 305 Hektar Fläche zum Weinanbau.

Verkehr[Bearbeiten]

Bötzingen liegt in der Nähe der Bundesautobahn 5 (Karlsruhe - Basel). Ebenfalls ist eine gute S-Bahn-Anbindung an die Kaiserstuhlbahn vorhanden, die an Werktagen im Halbstunden-Takt die beiden Haltestationen anfährt (Bötzingen und Bötzingen Mühle). Mit ihr ist in ca. 15 Minuten das Stadtzentrum von Freiburg zu erreichen. Die Bahn wird bis 2018 im Rahmen der Kooperationsvereinbarung zwischen der Regio-Verbund GmbH (RVG) und der Nahverkehrsgesellschaft Baden-Württemberg (NVBW) vom 11. März 2009 elektrifiziert werden.[5]

Ansässige Unternehmen[Bearbeiten]

Zufahrt zur Samvardhana Motherson Peguform

Größter Arbeitgeber Bötzingens ist mit rund 1.350 Arbeitsplätzen die überregional bekannte Kunststofffabrik Samvardhana Motherson Peguform (SMP Deutschland GmbH), die unter anderem Kunststoffteile für die Automobilindustrie produziert.

Größter Hersteller und Lieferant von Naturfango im deutschsprachigen Raum ist das Mineralstoffwerk Hauri, das auch die Schweiz, Österreich, Italien und Luxemburg beliefert.

Literatur[Bearbeiten]

  • Bürgermeisteramt Bötzingen (Hrsg.): Bötzingen – Oberschaffhausen. 150 Jahre vereint. 1838 – 1988, March-Buchheim 1988.
  • Festschrift zur 1200-Jahrfeier der Gemeinde Bötzingen a. K. vom 11. - 20. Juli 1969, Bötzingen 1969.
  • Kurt Heinzmann: Ortsfamilienbuch Bötzingen mit Oberschaffhausen. Evangelische Gemeinde 1700 – 1910, Bötzingen 2009.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland mit Bevölkerung am 31. Dezember 2013 (XLS-Datei; 4,0 MB) (Fortgeschriebene amtliche Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Das Land Baden-Württemberg. Amtliche Beschreibung nach Kreisen und Gemeinden. Band IV: Regierungsbezirk Freiburg Kohlhammer, Stuttgart 1978, ISBN 3-17-007174-2. S. 103–104
  3. Angaben zur Ortsgeschichte auf der Internetpräsenz der Gemeinde Bötzingen
  4. Angaben zur Ortsgeschichte auf der Internetpräsenz der Gemeinde Bötzingen
  5. "Das große Geld für den Nahverker": Beitrag in der Badischen Zeitung vom 10. Mai 2011.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Bötzingen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien