Betty Cuthbert

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Betty Cuthbert Leichtathletik
Betty Cuthbert, c. 1950s, by Ted Hood.jpg
Voller Name Elizabeth Alyse Cuthbert
Nation AustralienAustralien Australien
Geburtstag 20. April 1938
Geburtsort Sydney
Größe 169 cm
Gewicht 57 kg
Karriere
Disziplin Sprint
Bestleistung 11,4 s (100 m)
23,2 s (200 m)
52,01 s (400 m)
Status zurückgetreten
Medaillenspiegel
Olympische Spiele 4 × Gold 0 × Silber 0 × Bronze
Commonwealth Games 1 × Gold 2 × Silber 0 × Bronze
Olympische Ringe Olympische Spiele
Gold Melbourne 1956 100 m
Gold Melbourne 1956 200 m
Gold Melbourne 1956 4×100 m
Gold Tokyo 1964 400 m
Logo der Commonwealth Games Federation Commonwealth Games
Silber Cardiff 1958 220 yards
Silber Cardiff 1958 4×110 yards
Gold Perth 1962 4×110 yards
 

Betty Cuthbert (eigentlich Elizabeth Alyse Cuthbert; * 20. April 1938 in Sydney, Australien) ist eine ehemalige australische Leichtathletin, die 1956 und 1964 insgesamt viermal Olympiasiegerin wurde. Sie ist nach der Zahl der Goldmedaillen eine der sechs erfolgreichsten Leichtathletinnen aller Zeiten (Stand: 2012).

Karriere[Bearbeiten]

Cuthbert begann erst in der High School mit dem Sprinttraining und lief im Frühjahr 1956 in 23,2 s Weltrekord im 200-Meter-Lauf. Dies machte sie zur Favoritin bei den Olympischen Spielen in Melbourne im gleichen Jahr. Zunächst startete sie in Melbourne jedoch im 100-Meter-Lauf, bei dem ihre Landsfrau und erfahrene Olympionikin Shirley Strickland de la Hunty als Weltrekordhalterin die eindeutige Favoritin war. Es kam einer Sensation gleich, als Strickland bereits in den Vorläufen ausschied. Cuthbert gewann schließlich das Finale und ihre erste Goldmedaille. Mit diesem überraschenden Erfolg im Rücken war die Goldmedaille über 200 Meter leicht zu gewinnen. Ihre dritte Goldmedaille gewann sie mit der australischen 4-mal-100-Meter-Staffel.

Bei den Olympischen Spielen 1960 in Rom wurde ihre Spezialdisziplinen 100 und 200 Meter von der US-Amerikanerin Wilma Rudolph dominiert. Cuthbert schied bei 100 Meter bereits in den Vorläufen aus, trat über 200 Meter nicht mehr an und beendete vorläufig ihre Karriere.

Bei den British Empire and Commonwealth Games 1962 in Perth kam sie zurück auf die internationale Leichtathletikbühne - diesmal über 400 Meter. Dieser Wechsel zahlte sich aus, und Betty Cuthbert gewann über 400 Meter ihre vierte olympische Goldmedaille bei den Olympischen Spielen 1964 in Tokio.

1979 wurde bei ihr Multiple Sklerose diagnostiziert. Auf einen Rollstuhl angewiesen, gehörte sie zu den Trägern der Olympischen Fackel bei der Eröffnungszeremonie der Olympischen Spiele 2000 in Sydney. 2012 wurde Cuthbert in die IAAF Hall of Fame aufgenommen.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Betty Cuthbert – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien