Chris Slade

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Chris Slade 2012

Chris Slade, bürgerlicher Name Christopher Rees, (* 30. Oktober 1946 in Pontypridd, Wales, Vereinigtes Königreich) ist ein britischer Rock-Schlagzeuger. Bekannt wurde er durch sein Wirken in Bands wie Manfred Mann’s Earth Band, AC/DC und Asia.

Werdegang[Bearbeiten]

1963 begann seine Karriere mit dem befreundeten Waliser Tom Jones. Er spielte Schlagzeug in dessen Band „The Squires“. Nebenbei spielte er ab 1965 mit der Count Basie Band und Ted Heath. 1969 stieg er bei The Squires aus und spielte bei Toomorrow, wo Olivia Newton-John als Sängerin agierte. 1971 nahm er Alben mit Tony Hazzard und Tom Paxton auf und wurde Ende 1970 Gründungsmitglied der Manfred Mann’s Earth Band[1](MMEB), deren erstes, gleichnamiges Album aber erst 1972 erschien.[2] Er blieb acht Jahre bei der Band und nahm mit ihr acht Alben auf.[3]

Slade verließ 1978 die MMEB, als Manfred Mann die Band auflöste.[4] Zusammen mit dem Bassisten Colin Pattenden, der die MMEB bereits früher verlassen hatte, gründete er mit den Musikern Chris West, Dave Fishel und Peter Cox die kurzlebige Band Terra Nova[5], die 1980 ihr einziges, selbstbetiteltes Album[6][3] herausbrachte.

1979 nahm er jeweils ein Album mit Frankie Miller und mit Kai Olsson auf, bevor er 1979 Uriah Heep beitrat[5], wo er sogleich am Album Conquest mitwirkte[3]. Danach spielte er in den Bands von Gary Numan, Mick Ralph und David Gilmour.[7] Ende 1984 schloss er sich mit Jimmy Page, Paul Rodgers und Tony Franklin zu The Firm zusammen, womit sie jedoch nicht den erwarteten Erfolg hatten[7]. 1989 ging er mit Gary Moore auf Tournee[8], wo ihn Malcolm Young, Rhythmusgitarrist von AC/DC, spielen sah. Eigentlich wollte Slade mit dem ehemaligen Aerosmith-Gitarristen Rick Dufay eine Band gründen, doch er nahm Anfang 1990 die Anfrage von AC/DC an, deren Schlagzeuger zu werden. Slade verließ 1995 AC/DC wieder, da der ehemalige Schlagzeuger Phil Rudd dort wieder einstieg und man ihm aber von Seiten der Band keine Entscheidung über seine eigene Zukunft gab.[9] Stattdessen spielte er ab 1999 bis 2005 bei der Progressive-Rock-Band Asia mit[8].

Danach schloss sich ein Engagement bei der britischen Band Damage Control an[8]. Weitere Bandmitglieder dieser Band waren Jonathan „Spike“ Gray (Gesang, The Quireboys), Pete Way (Bass, UFO) und Robin George (Gitarre, Gesang). Daneben tourt er auch mit der Michael Schenker Group.[10]

Neuere eigene Projekte sind The Monsters Of Classic Rock[11] und Chris Slade Steel Circle[12].

Zeit bei AC/DC[Bearbeiten]

Slades Debüt-Album mit AC/DC war The Razors Edge; auf der gleichnamigen Welttournee war er bei AC/DC auch zum ersten Mal live zu sehen (2. November 1990 - Worcester, USA / Centrum). Er wirkte auch auf ihrer Live-DVD Live at Donington mit. Slade hinterließ bleibenden Eindruck bei der Band. Angus Young sagte später über Slades musikalische Fähigkeiten: „Slade was the best musician in AC/DC.“ (Slade war der beste Musiker bei AC/DC.)[8]. Dennoch ersetzte ihn Phil Rudd im Jahr 1995[9].

Diskografie[Bearbeiten]

Manfred Mann’s Earth Band[Bearbeiten]

Mit Terra Nova[Bearbeiten]

  • 1978: Terra Nova

Mit Uriah Heep[Bearbeiten]

  • 1980: Conquest

Mit The Firm[Bearbeiten]

  • 1985: The Firm
  • 1986: Mean Business

Mit AC/DC[Bearbeiten]

Mit Asia[Bearbeiten]

  • 2000: Aura
  • 2004: Silent Nation

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Greg Russo (1995). Mannerisms (1st ed.) Crossfire Publications, ISBN 0-9648157-1-0, S. 79
  2. http://www.manfredmann.co.uk/music/mmebnew.html
  3. a b c http://www.chrisslade.net/Discography.html
  4. Greg Russo (1995). Mannerisms (1st ed.) Crossfire Publications, ISBN 0-9648157-1-0, S. 112
  5. a b Greg Russo (1995). Mannerisms (1st ed.) Crossfire Publications, ISBN 0-9648157-1-0, S. 212
  6. http://www.discogs.com/Terra-Nova-Terra-Nova/release/1182540
  7. a b Greg Russo (1995). Mannerisms (1st ed.) Crossfire Publications, ISBN 0-9648157-1-0, S. 213
  8. a b c d http://www.chrisslade.net/NonFlashPages/NonBio.html
  9. a b Murray Englehart, Arnaud Durieux: AC/DC: Maximum Rock'n' Roll. Wilhelm Heyne Verlag, München, 2007, S. 430, ISBN 978-3-453-12115-7
  10. http://www.michaelschenkerhimself.com/home.php
  11. http://www.monstersofclassicrock.com/
  12. http://www.chrisslade.net/Homepage.html