Ciuruleasa

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Ciuruleasa
Csurulyásza
Ciuruleasa führt kein Wappen
Ciuruleasa (Rumänien)
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Basisdaten
Staat: Rumänien
Historische Region: Siebenbürgen
Kreis: Alba
Koordinaten: 46° 15′ N, 23° 2′ O46.25472222222223.033611111111615Koordinaten: 46° 15′ 17″ N, 23° 2′ 1″ O
Zeitzone: OEZ (UTC+2)
Höhe: 615 m
Fläche: 55,85 km²
Einwohner: 1.197 (20. Oktober 2011[1])
Bevölkerungsdichte: 21 Einwohner je km²
Postleitzahl: RO–517250
Telefonvorwahl: (+40) 02 58
Kfz-Kennzeichen: AB
Struktur und Verwaltung (Stand: 2012)
Gemeindeart: Gemeinde
Gliederung: Ciuruleasa, Bidigești, Bodrești, Boglești, Buninginea, Ghedulești, Mătișești, Morărești, Vulcan
Bürgermeister: Radu Marcel Tuhuț (USL)
Postanschrift: Str. Principală, nr. 1
loc. Ciuruleasa, jud. Alba, RO–517250
Webpräsenz:

Ciuruleasa (ungarisch Csurulyásza) ist eine Gemeinde im Kreis Alba in Siebenbürgen, Rumänien.

Geographische Lage[Bearbeiten]

Lage von Ciuruleasa im Kreis Alba

Ciuruleasa mit den acht eingemeindeten Ortschaften liegt im Tal des Flüsschens Cernița im Apuseni-Gebirge, im südwestlichen Teil des historischen Motzenlandes. Die südöstliche Hälfte der Gemeinde liegt im Siebenbürgischen Erzgebirge (Munții Metaliferi) und die nordwestliche in den südlichen Tälern des Bihor-Gebirges. An der Nationalstraße (Drum național) DN 74 (AbrudBrad) gelegen, sind es bis zur nächsten Stadt Abrud 6 Kilometer; die Kreishauptstadt Alba Iulia liegt 71 Kilometer südöstlich von Ciuruleasa entfernt. In der von Wiesen und Bergen geprägten Landschaft werden von den 5585 Hektar Gesamtfläche 1335 Hektar landwirtschaftlich genützt. 4085 Hektar sind Wälder, 117 Hektar unproduktive Flächen und der Rest wird den Höfen, Gebäuden, Gewässern und Straßen zugeordnet.

Geschichte[Bearbeiten]

Durch die nahe gelegene, seit der Antike bekannte Bergbauregion um die heutige Stadt Abrud, gibt es für Ciuruleasa bisher keine eigenständige historische Forschung. Die Region wurde 1201 vom ungarischen König Emmerich an einen ungarischen Adligen namens Gyula gegeben; 1276 kam sie zum katholischen Bistum in Weißenburg.

Der heutige Ortsteil Buninginea wird 1589 erstmals urkundlich erwähnt. 1727 erhoben sich die Bewohner des Cernița-Tales und besetzten das Rathaus von Abrud. 1784 hielte die Aufständischen um Horea (Vasile Ursu Nicola), Cloșca (Ion Oargă) und Crișan (Marcu Giurgiu) hier Lager, bevor sie Abrud angriffen. Während der Rumänischen Revolution von 1848 kam es hier zu Kämpfen zwischen den Truppen Avram Iancus und Einheiten des ungarischen Revolutionsheeres.

Ciuruleasa ist erst 1850 unter Csiurul Karcza und 1854 unter Csuruliasa nachgewiesen. Bis 1950 wurde Ciuruleasa von Abrud-Sat (Abruden) – heute ein Dorf der Kleinstadt Abrud – verwaltet und ist seitdem eine Gemeinde.[2]

Bevölkerung[Bearbeiten]

Bei der Volkszählung von 1850 wurden auf dem Gebiet der heutigen Gemeinde 1.838 Einwohner registriert, fast ausschließlich Rumänen. Davon lebten in Ciuruleasa 1.103 und in der eingemeindeten Ortschaft Buninginea 735 (davon 3 Roma). 1941 erreichte die Bevölkerungszahl den höchsten Stand von insgesamt 2.685. 1956 wohnten in der Gemeinde 2.332 Personen; in Ciuruleasa selbst waren es 614, in Bidigești 113, in Bodrești 117, in Boglești 309, in Buninginea (ung. Buninzsina) 593, in Ghedulești 166, in Mătișești 152, in Morărești 119 und in Vulcan 149. Nach 1956 fiel die Anzahl der Bewohner stetig. Bei der Volkszählung von 2002 wurden 1368 Personen (ausschließlich Rumänen) registriert.[3]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Volkszählung 2011 in Rumänien (MS Excel; 1,3 MB)
  2. http://www.ciuruleasa.ro/ (Version vom 15. April 2009 im Internet Archive)Vorlage:Webarchiv/Wartung/Linktext_fehlt Geschichte Ciuruleasas, auf der Seite der Gemeinde, abgerufen am 9. Januar 2010
  3. Volkszählung, letzte Aktualisierung 30. Oktober 2008, S. 76 (ungarisch; PDF-Datei; 1,1 MB)
  4. Die Kirche in Ciuruleasa bei biserici.org abgerufen am 6. November 2012 (rumänisch)
  5. Beschreibung der orthodoxen Kirche
  6. http://www.ciuruleasa.ro/Romana/Istoric/Poze/Iancu.htm (Version vom 21. März 2007 im Internet Archive)Vorlage:Webarchiv/Wartung/Linktext_fehlt Denkmal Avram Iancus in Ciruleasa

Weblinks und Quellen[Bearbeiten]