Șibot

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Șibot
Unterbrodsdorf
Alkenyér
Wappen fehlt
Hilfe zu Wappen
Șibot (Rumänien)
Paris plan pointer b jms.svg
Basisdaten
Staat: Rumänien
Historische Region: Siebenbürgen
Kreis: Alba
Koordinaten: 45° 56′ N, 23° 20′ O45.93527777777823.333888888889250Koordinaten: 45° 56′ 7″ N, 23° 20′ 2″ O
Zeitzone: OEZ (UTC+2)
Höhe: 250 m
Fläche: 41,72 km²
Einwohner: 2.236 (20. Oktober 2011[1])
Bevölkerungsdichte: 54 Einwohner je km²
Postleitzahl: 517750
Telefonvorwahl: (+40) 02 58
Kfz-Kennzeichen: AB
Struktur und Verwaltung (Stand: 2012)
Gemeindeart: Gemeinde
Gliederung: Șibot, Băcăinți, Balomiru de Câmp, Sărăcsău
Bürgermeister: Ilie Tomuș (PD-L)
Postanschrift: Str. Principală, nr. 153
loc. Șibot, jud.Alba, RO–517750
Webpräsenz:

Șibot (veraltet Jibot; deutsch Unterbrodsdorf, ungarisch Alkenyér oder Zsibót)[2] ist eine Gemeinde im Kreis Alba in Siebenbürgen, Rumänien.

Geographische Lage[Bearbeiten]

Lage von Șibot im Kreis Alba

Die Gemeinde Șibot liegt im Unterwald auf der linken Seite des Mureș im Südwesten des Kreises Alba. An der Europastraße 68 und der Bahnstrecke Arad–Alba Iulia liegt der Ort etwa 14 Kilometer nordöstlich von Orăștie (Broos, Kreis Hunedoara); die Kreishauptstadt Alba Julia liegt ca. 25 Kilometer nordöstlich von Șibot entfernt. Die eingemeindeten Dörfer Sărăcsău (Flendorf) und Băcăinți (Bocksdorf) sind durch eine Fähre mit der Gemeinde verbunden.

Um den Ort befindet sich das fruchtbare „Brodfeld“, wo am 13. Oktober 1479 die Türken eine verheerende Niederlage gegen ein siebenbürgisches Heer erlitten.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Geschichte der Besiedlung der Region reicht bis in die Jungsteinzeit zurück. Auf dem Gebiet der Gemeinde wurden 1950 in dem eingemeindeten Dorf Sărăcsău – auf einem von den Einheimischen La Stănini genannten Areal – nach Angaben von O. Floca Funde gemacht, welche auf Behausungen der Jungsteinzeit und der Römerzeit deuten.[3]

Der Ort Șibot wurde erstmals 1281 unter der ungarischen Bezeichnung Kenér, 1733 unter Sibeth, 1839 unter Also Kenyer und Zsibot erwähnt.[4] Als Freie Gemeinde auf dem Königsboden gelegen, gehörte der Ort zum Brooser Stuhl.

Die Hauptbeschäftigung der Bevölkerung sind die Landwirtschaft, die Viehzucht und die Arbeit in einem Kiestagebau am anliegenden Fluss Mureș.

Bevölkerung[Bearbeiten]

Die Bevölkerung der Gemeinde entwickelte sich wie folgt:

Volkszählung Ethnische Zusammensetzung
Jahr Bevölkerung Rumänen Ungarn Deutsche andere
1850 3.399 3.306 9 9 75
1900 3.236 3.027 107 33 69
1966 3.113 3.091 9 3 10
2002 2.480 2.437 9 1 33

Die höchste Einwohnerzahl der heutigen Gemeinde – und gleichzeitig die der Rumänen – wurde 1850 ermittelt. Die höchste Bevölkerungszahl der Deutschen (58) wurde 1890, der Ungarn (140) 1910 und die der Roma (78) 1956 registriert. Darüber hinaus bezeichneten sich 1900, 1956, 1966, 1977 und 1992 je einer als Serbe und 1910 einer als Slowake.[5]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

  • Die rumänisch-orthodoxe Kirche Adormirea Maicii Domnului, im 19. Jahrhundert errichtet, steht unter Denkmalschutz.[6]
  • Die Büste des Ban Pál Kinizsi (1929 am Bahnhof von Șibot errichtet) und eine Kreuzwegkapelle (1899 im Zentrum des Ortes, neben dem Rathaus errichtet) stehen unter Denkmalschutz.[6]
  • Die Ruinen der Biserica de piatră („Stein Kirche“) aus dem 13. Jahrhundert – eine ehemalige reformierte Kirche – im eingemeindeten Dorf Băcăinți, steht unter Denkmalschutz.[6]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Șibot – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Volkszählung 2011 in Rumänien (MS Excel; 1,3 MB)
  2. Wörterbuch der Ortschaften in Siebenbürgen
  3. Institute Of Archaeology − Sărăcsău, abgerufen am 10. Juni 2010 (rumänisch)
  4. http://www.sate-comune.ro/descriere_comuna.php?comuna=Sibot (Version vom 13. April 2010 im Internet Archive)Vorlage:Webarchiv/Wartung/Linktext_fehlt Șibot bei web.archive.org
  5. Volkszählung, letzte Aktualisierung 30. Oktober 2008, S. 171 (ungarisch; PDF; 1,2 MB)
  6. a b c Liste historischer Denkmäler des rumänischen Kulturministeriums, 2010 aktualisiert. (PDF; 7,10 MB)