Diablo III

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Diablo III ist ein Action-Rollenspiel des US-amerikanischen Spieleentwicklers Blizzard Entertainment für PC und Mac. Es wurde am 15. Mai 2012 veröffentlicht. Am Erscheinungstag wurden 3,5 Millionen Exemplare verkauft, was Diablo III zu dem bis dahin erfolgreichsten Verkaufsstart eines PC-Spiels macht.[2] Mit mehr als 10 Millionen verkauften Exemplaren bis Juli 2012 wurde Diablo III außerdem zum meistverkauften PC-Spiel im ersten Halbjahr 2012.[3]

Inhaltsverzeichnis

Handlung [Bearbeiten]

Akt 1 [Bearbeiten]

Die Handlung spielt 20 Jahre nach den Vorkommnissen in Diablo II. Der Spielercharakter reist in die Stadt Neu-Tristram, um den Einschlag eines vom Himmel gefallenen Sterns zu untersuchen, der die Toten erweckt. Leah, eine Bewohnerin des Ortes, bittet ihn außerdem, ihr bei der Suche nach ihrem Onkel Deckard Cain zu helfen, der seit dem Einschlag in der Kathedrale vermisst wird. Nachdem der Held Cain in den Katakomben unter der Kathedrale gefunden hat, muss er sich dem wiederauferstandenen König Leoric stellen und findet schließlich den Einschlagskrater des Sterns. Es handelt sich jedoch nicht um einen Meteoriten, sondern um einen Menschen, der sein Gedächtnis verloren hat. Um die Erinnerung des Fremden wiederherzustellen, sucht der Held nach dessen Schwert, das bei seinem Fall zerbrach. Bei der Suche stellt sich ihm immer wieder die Hexe Magda in den Weg. Sie verletzt Cain schwer und entführt den Fremden. Cain fügt mit letzter Kraft die Teile des Schwertes zusammen und stirbt. Der Held jagt Magda, die sich in Leorics Anwesen versteckt, um seinen Tod zu rächen und den Fremden zu befreien. Im Finale des Aktes besiegt der Held den Schlächter, Magda kann jedoch entkommen. Nachdem der Fremde sein Schwert in Händen hält, kommt auch sein Gedächtnis zurück. Er ist Tyrael, der Erzengel der Gerechtigkeit, der, nachdem er den Weltstein in Diablo II zerstört hatte, mit den anderen Engeln des Himmels ob deren passiver Haltung in Streit geriet. Er entschied sich dafür sterblich zu werden, um die Menschen in ihrem Kampf zu unterstützen und eine Warnung überbringen zu können: Belial und Azmodan, die letzten der sieben Lords der Hölle bereiten eine Invasion der Welt der Menschen, Sanktuario, vor.

Akt 2 [Bearbeiten]

Der Held reist mit Leah und Tyrael nach Osten in die Wüstenstadt Caldeum, um Belial, den Herrn der Lügen, zu stoppen. Auf der Jagd nach Magda stellt sich heraus, dass die Wachen des Imperators der Stadt in Wahrheit Belials Dämonen sind und Leah gefangen genommen haben. Der Held tötet Magda und befreit Leah. Diese fand ihre totgeglaubte Mutter, Adria, bekannt aus Diablo. Sie offenbart der Gruppe, dass sie all die Jahre auf der Suche nach dem Schwarzen Seelenstein war, ein Artefakt, das vom mächtigen Horadrimmagier Kull nach dem Vorbild der ursprünglichen Seelensteine erschaffen worden war. Kull zählte sich selbst zu den Nephalem, eine Rasse, die ihren Ursprung in einer Liaison von Engeln und Dämonen haben, die des Krieges überdrüssig wurden und die Welt der Menschen als Rückzugsort erschufen. Der Schwarze Seelenstein hat die Fähigkeit, die Essenzen von mehreren Dämonen und sogar Engeln zu binden. Er war dazu gedacht, allen Menschen die Macht von Nephalem zu gewähren, um letztendlich Himmel und Hölle zu unterwerfen. Der Held holt Kull zurück ins Leben. Um den Stein zu erlangen, muss der Held Kull aber anschließend vernichten, als dieser ihn um jeden Preis für seinen ursprünglichen Plan gewinnen will. Von ihm erfährt der Held auch, dass er selbst Nephalem ist. Er kann Belial besiegen und seine Essenz in den Schwarzen Seelenstein verbannen, der nach der Zerstörung der ursprünglichen Seelensteine auch die anderen toten Lords der Hölle aufgenommen hat: Diablo, Mephisto, Baal, Andariel und Duriel.

Akt 3 [Bearbeiten]

Durch eine Vision erkennt Leah die Pläne von Azmodan, dem Herrn der Sünde. Er will seine Invasion der Menschenwelt vom Krater des Berges Arreat aus einleiten. Die Gruppe reist dorthin um ihn aufzuhalten. Nachdem der Held erfolgreich dabei geholfen hat, eine Burg zu verteidigen, kämpft er sich durch die Reihen von Azmodans Dämonen und seinen Generälen, die jeweils eine der Todsünden verkörpern. Letztendlich gelingt es ihm auch, Azmodan selbst zu vernichten und in den Seelenstein zu verbannen. Bei den anschließenden Feierlichkeiten verschwinden Adria und Leah. Es stellt sich heraus, dass der Held des ersten Teils Leahs Vater war als dieser bereits unter dem Einfluss von Diablo stand. Adria, welche heimlich die ganze Zeit für Diablo gearbeitet hat, benutzt Leah als Gefäß für Diablo. Mit der Macht aller sieben Übel aus dem Seelenstein in sich vereint, beginnt er sofort mit einer Invasion des Himmels um den Krieg ein für alle mal zu beenden.

Akt 4 [Bearbeiten]

Der Held und Tyrael folgen Diablo in den Himmel. Dieser hat dort bereits eine Schneise von Tod, Zerstörung und Verderbnis hinterlassen. Der Held kämpft sich, zum Widerwillen des Erzengels Imperius, durch die Reihen der Dämonen zu Diablo, der auf dem Weg zum Silbernen Turm ist, um die gesamte Schöpfung in eine Hölle zu verwandeln. Gerade noch rechtzeitig kann er ihn daran hindern und ihn vernichten. Tyrael nimmt seinen Platz im Himmel wieder ein, jetzt allerdings als Erzengel der Weisheit.

Speziallevel [Bearbeiten]

Im Spiel existiert ein Speziallevel, der nicht Teil der eigentlichen Handlung ist. Dabei handelt es sich um das Easteregg Grafschaft Launebach. Nachdem der Spieler spezielle Items gesammelt und eingesetzt hat, kann er in einen Bereich gelangen, in dem sehr viele böse Einhörner, Blumen und Teddybären vorkommen.

Spielprinzip [Bearbeiten]

Das Spiel beginnt mit der Charaktererstellung durch den Spieler. Insgesamt verfügt Diablo III über fünf spielbare Charakterklassen (Barbar, Hexendoktor, Zauberer, Mönch, Dämonenjäger). Anders als in den Vorgängern gibt es zu jeder Klasse einen weiblichen und einen männlichen Avatar. Das Talentsystem wurde stark überarbeitet und der Spieler erhält nach Stufenaufstiegen automatisch neue aktive Talente (Skills) oder passive Fähigkeiten. Die Charakterklassen sind daher nur bedingt vergleichbar mit den Vorgängern. Des Weiteren können die aktiven Talente nunmehr durch ebenfalls mit Stufenaufstiegen automatisch freigeschalteten Runen verknüpft werden, wodurch die jeweilige Fähigkeit unterschiedliche Boni erhält. Es kann immer nur eine (oder keine) der derzeit pro aktivem Talent verfügbaren fünf Runen verknüpft werden. Die Skills können jederzeit geändert werden (jedoch unterliegt jede Änderung einer kurzen Abklingzeit). Der Spieler steuert seine Spielfigur aus der Vogelperspektive. Im Unterschied zu den beiden Vorgängern wird die Grafik in 3D dargestellt. Diablo III behält dabei die wesentlichen Merkmale der Bedienoberfläche seiner Vorgängertitel bei.

Das Spiel ist hauptsächlich auf gemeinsames Spiel ausgelegt, wofür eine neue Version des Battle.net dient, die bereits für StarCraft II eingeführt worden ist. Die Gruppengröße ist hierbei auf vier Spieler begrenzt. Der Einspielermodus ist lediglich eine Begrenzung auf einen Spieler welcher die Möglichkeit hat das laufende Spiel dauerhaft für andere Spieler zugänglich zu machen. Dies beinhaltet auch, dass ein Spieler im Mehrspieler-Modus dazu in der Lage ist, das Spiel alleine zu bestehen. Das Spiel passt sich jeweils der Anzahl der Mitspieler in der Gruppe an, wodurch die Gegner stärker werden.[4] Im Battle.net 2 soll die Sicherheit gegen Betrüger deutlich verbessert werden.

Neu eingeführt wurden sogenannte Heilkugeln, wie man sie sonst eher aus Jump-’n’-Run-Spielen kennt. Zusätzlich werden wie im ersten Teil zu den Quests der Haupthandlung auch zufällig generierte Nebenquests erzeugt, während im Zweiten immer die gleichen Quests zu lösen waren. Weiterhin führt der Tod eines Charakters in Diablo III nicht mehr zu Erfahrungsverlust. Stattdessen verlieren die Ausrüstungsgegenstände 10 % ihrer Haltbarkeit und kosten daher Gold für die Reparatur. Wie im Vorgänger kann der Spieler Begleiter anheuern, die ihn im Einzelspieler-Modus unterstützen. Dafür stehen ihm, nach Vollendung der entsprechenden Quests, ein Templer, ein Schuft oder eine Verzauberin zur Verfügung, solange nur ein Spieler zugegen ist.[5][6]

Ebenfalls aus dem Vorgänger bekannt, bietet Diablo III einen Hardcore-Modus, sobald ein Charakter im normalen Modus auf Level 10 gesteigert wurde. Hardcore-Charaktere können nach dem Tod nicht wiederbelebt werden und ihre Ausrüstung ist (im Gegensatz zum Vorgänger) verloren. Außerdem gibt es für den Hardcore-Modus ein separates Auktionshaus und Hardcore-Charaktere können nur untereinander in Gruppen spielen. Neu ist in diesem Spielmodus, dass verstorbene Charaktere in eine persönliche Ruhmeshalle für gefallene Helden aufgenommen werden können.

Der Spieler kann im Verlauf der ersten beiden Akte zwei Handwerker – einen Waffenschmied und einen Juwelier – freispielen, die anschließend weiter ausgebildet werden können. Genau wie die persönliche Schatztruhe teilen sich ab der erstmaligen Freischaltung alle Charaktere des Spielers denselben Schmied und Juwelier, die für neue Charaktere damit auch von Anfang an zur Verfügung stehen. Eine Trennung gibt es lediglich zwischen dem normalen Spielmodus und dem Hardcore-Modus. Für den Zugriff auf die Handwerker im Hardcore-Modus müssen diese ein weiteres Mal freigespielt werden.

Entwicklung [Bearbeiten]

Am 28. Juni 2008 kündigte Blizzard Entertainment auf dem World Wide Invitational in Paris den dritten Teil der Serie an.[7] Im September 2011 starte Blizzard einen geschlossenen Betatest. Am 23. April wurde sie schließlich allen interessierten Spielern zugänglich gemacht.[8] Am 15. Mai 2012 wurde das Spiel weltweit für Windows-PC und Mac OS veröffentlicht. Diablo III kam in Deutschland ungeschnitten mit einer USK-Einstufung ab 16 Jahren auf den Markt.[9] Blizzard ist derzeit daran interessiert, das Spiel auch auf Konsolen zu veröffentlichen. Ein Team um den Lead Designer für Konsolen Josh Mosqueira lotet aktuell die Möglichkeiten aus.[10]

Diablo III nutzt eine selbstentwickelte 3D-Grafikengine, für Umgebungseffekte sorgt die Physik-Engine der irischen Firma Havok.[11] Der Spieler kann somit herumstehende Gegenstände und natürliche Gegebenheiten in noch realistischerer Weise bewegen, demolieren und nutzen. [12]

Ein ursprünglich angekündigter neuer Player-versus-Player-Modus (PvP) wurde kurz vor Veröffentlichung des Spiels aus dem Spiel genommen,[13][14]. wurde jedoch mit Version 1.0.7.14633 am 12. Februar 2013 (Amerika) bzw. 13. Februar 2013 (Europa) nachgeliefert. Im Laufe der weiteren Entwicklung des neuen PvP-Modus und der firmeninternen Präsentation haben die Entwickler festgestellt, dass dieser Modus ihren Ansprüchen an ein qualitativ hochwertiges Blizzard-Erlebnis derzeit (Dezember 2012) nicht gerecht wird.[15]

Etwa einen Monat vor der Veröffentlichung von Diablo III gab Blizzard einige Veränderungen am Echtgeld-Auktionshaus von Diablo III bekannt, in dem Spieler sich Items des Spiels entweder mit der Spielwährung Gold oder echtem Geld kaufen können: So wurde eine Obergrenze für das verfügbare Guthaben auf einem Battle.net-Konto von maximal 250 Euro festgelegt und pro Tag können Transaktionen nur bis zu einem Wert von 1.500 Euro durchgeführt werden. Wollen Spieler ihr Konto mit mehr als 100 Euro aufladen, sind sie außerdem zum Einsatz eines Authenticators gezwungen, der entweder als separates Gerät oder als Smartphone-App erhältlich ist.[16]

Das Echtgeld-Auktionshaus wurde schließlich am 12. Juni 2012 eröffnet, in Amerika etwas später, dem 15. Juni. Das Echtgeld-Auktionshaus existiert dagegen nicht in der Version für Südkorea, da ein solches in Konflikt mit südkoreanischen Anti-Glückspielgesetzen gestanden hätte.[17]

Verkaufsversionen [Bearbeiten]

Neben der Standard-Edition des Spiels wurde eine mit weiteren Inhalten ausgestattete Collector's Edition veröffentlicht, deren Inhalte Blizzard auf der hauseigenen Spielemesse Blizzcon 2011 bekanntgab. Neben der Vollversion des Spiels Diablo III enthielt sie einen 4-GB-USB-Stick im Seelensteindesign, auf dem sich die Vollversion des Vorgängers Diablo II und dessen Erweiterung Diablo II - Lord of Destruction befand. Weiterhin enthalten waren eine Skulptur in Form des Schädels von Diablo, spezielle Inhalte für Diablo III und andere Blizzard-Spiele (Ästhetische Artefakte für Diablo III, ein Haustier für World of Warcraft, Porträts für Starcraft II und Battle.net), eine Blu-ray und DVD „Ein Blick hinter die Kulissen“, ein Bildband über Diablo III und eine CD mit dem Spielesoundtrack.[18][9]

Synchronisation [Bearbeiten]

Rolle Englischer Sprecher Deutscher Sprecher
Barbar (weiblich) Athena Karkanis Nicole Engeln
Barbar (männlich) Dorian Harewood Thomas Fritsch
Dämonenjäger (weiblich) Anna Graves Petra Barthel
Dämonenjäger (männlich) Robin Atkin-Downes Thomas Nero Wolff
Hexendoktor (weiblich) Erica Luttrell Arianne Borbach
Hexendoktor (männlich) Carl Lumbly Udo Schenk
Mönch (weiblich) Rajia Baroudi Claudia Urbschat-Mingues
Mönch (männlich) Jamieson Price Jan Spitzer
Zauberer (weiblich) Grey DeLisle Arlett Drexler
Zauberer (männlich) Crispin Freeman Marius Clarén
Adria Lani Minella Regine Vergeen
Deckard Cain Michael Gough Sven Dahlem
Leah Jennifer Hale Kristina von Weltzien
Tyrael Jonathan Adams Tom Vogt
Verzauberin Sumalee Montano Dina Kürten
Schuft Troy Baker Martin Schäfer
Templer Dominic Keating Richard von Weyden
Schmied Haedrig Eamon Simon Templeman Stefan Müller-Ruppert
Juwelier James Hong Frank Ciazynski
Abd al-Hazir Brian George Bernd Vollbrecht
Asheara Courenay Taylor Liane Rudolph
Auriel Cree Summer Dagmar Dempe
Azmodan David Sobolov Peter Wenke
Belial Jim Ward Helmut Winkelmann
Hauptmann Haile Liyod Sherr Jacques Breuer
Hauptmann Rumford Greg Ellis Tobias Kluckert
Hakan Sofia Pirri Julien Wolff
Imperius Rick D. Wasserman Jürgen Kluckert
Ithereal James Horan Oliver Krietsch
Leoric Joe J. Thomas Thomas Friebe
Maghda Susanne Blakeslee Sonngard Dressler
Cydaea Claudia Black Sabina Godec
Zoltun Kull Steve Blum Bernd Rumpf
Tashun der Bergmann - Stefan Staudinger
Bruder Malachi der Heiler - Friedrich G. Beckhaus
Bürgermeister Holus - Bodo Wolf
Bron der Wirt - Raimund Krone
Lachdanan - Christoph Jablonka
Nigel Cutthroat Dominic Keating -
Diablo J.B. Blanc -
Gillian Glynnis Talken Campbell -

Rezeption [Bearbeiten]

Rezensionen [Bearbeiten]

Diablo III erhielt überwiegend gute Kritiken.[19] Die Süddeutsche Zeitung bewertete das taktische System der Charakterentwicklung als wesentlich komplexer als noch im Vorgänger.[20] Der Spiegel bezeichnete das Spiel als „bunt, laut und ziemlich simpel, aber trotzdem gelungen“.[21] Kritisch kommentiert wurde der als DRM-Maßnahme eingeführte Online-Zwang auch für den Einzelspieler-Modus.[22][1] Der Onlinezwang in Kombination mit den Server-Verfügbarkeitsproblemen (Error 37) kurz nach der Veröffentlichung wurde als Hauptgrund für die schlechten Nutzer-Bewertungen bei Metacritic von 3.7 von 10 Punkten (Stand 15. Mai) angeführt.[23] Dass Diablo III zum Vorreiter einer Akzeptanz von Onlinezwang auch für weitere Spieleveröffentlichungen werden könnte wurde als weitreichendere potentielle Auswirkung kritisiert.[24] Auch war der geplante PvP-Modus und das umstrittene Echtgeld-Auktionshaus zur Veröffentlichung nicht verfügbar, Blizzard versprach jedoch beides zeitnah über Patches nachzureichen. Das Echtgeld-Auktionshaus wurde dann am 12. Juni 2012 für die meisten Regionen verfügbar.

Wertungsspiegel:

  • Gamestar: 89 % (Erst Abwertung von 90 % auf 85 %[25] und mit Patch 1.0.5 wieder hoch auf 89 %[26])

Kommerzieller Erfolg [Bearbeiten]

Das Spiel wurde laut eigenen Angaben des Publishers Activision-Blizzard am ersten Verkaufstag 3,5 Millionen mal verkauft, was es zum bis dato erfolgreichsten Verkaufsstart eines PC-Spiels machte. Hinzu kamen 1,2 Millionen Spieler, die über den Erwerb eines Jahresabonnements für Blizzards MMORPG World of Warcraft als Prämie eine kostenlose Vollversion des Spiels erhalten hatten. Noch in der ersten Verkaufswoche stieg die Zahl der Spieler auf 6,3 Millionen.[35][2] Innerhalb der nächsten zwei Monate jedoch reduzierte sich die Zahl der aktiven Spieler bereits wieder um etwa ⅔, wie Analysen des Chatclient-Herstellers Xfire und des koreanischen Forschungsinstituts Gametrics nahelegten.[36][37]

Abmahnung durch deutsche Verbraucherschützer [Bearbeiten]

Mitte Juni 2012 mahnten deutsche Verbraucherschützer von der Verbraucherzentrale Bundesverband e.V. (vzbv) den Hersteller Blizzard wegen Diablo III ab. Sie bemängelten, dass auf der Packung Informationen über die erforderliche, permanente Internetverbindung sowie das zum Spielen notwendige, mehrmalige Einloggen auf Battle.net fehlten. Weiterhin sei Käufern des Spiels aufgrund von technischen Problemen wie dem Fehler 37 der Zugang zum Produkt versperrt gewesen, weil der Anbieter seiner Verpflichtung nicht nachgekommen sei, genügend Serverkapazitäten bereitzustellen. Die vzbv forderte Blizzard zur Unterzeichnung einer Unterlassungserklärung und einer entsprechenden Anpassung der Angaben auf der Spieleverpackung auf.[38][39]

Kritik am Echtgeldauktionshaus [Bearbeiten]

Das Mitte Juni 2012 eröffnete Echtgeldauktionshaus für Diablo III gibt Spielern die Möglichkeit, ihre im Spiel gesammelten Gegenstände gegen Bezahlung anzubieten oder selbst Gegenstände zu ersteigern. Kritik dafür gab es bereits nach Bekanntgabe dieser Pläne im Vorfeld der Veröffentlichung, insbesondere da Blizzard in Bezug auf das eigene MMORPG World of Warcraft noch umfassend gegen kommerzielle Angebote und Anbieter von Spielgegenständen oder Spielwährung vorgegangen war. Mit dem Echtgeldauktionshaus habe die Firma diese kommerzielle Nutzung nun selbst möglich gemacht und verdiene durch die fällige Provision auch noch daran.[40] Unter anderem wurden Stimmen laut, die solche Ideen als schädlich für die Spieleentwicklung ansehen, da sie andere Anbieter dazu veranlassen können, diesem Beispiel zu folgen. So würde teils das Gleichgewicht gefährdet, vor allem bei den Spielen, die einen PvP-Modus beinhalten, wie er auch für Diablo III angekündigt wurde. Somit wären im Spiel mit dem Einsatz von echtem Geld auch gegenüber Mitspielern deutliche Vorteile erreichbar.[41][42] Blizzard reagierte auf diese Kritik mit einem Verweis auf das Matchmaking-System, das Spielern immer gleich starke Gegner zuweisen soll. Eine Verbesserung der Ausrüstung bewirke also nur, dass auch die zugeteilten Gegner stärker werden.[43]

Weblinks [Bearbeiten]

Einzelnachweise [Bearbeiten]

  1. a b Artikel zum Onlinezwang in Diablo 3 bei GameStar. Abgerufen am 16. August 2011.
  2. a b Andre Linken: Diablo 3 - Stellt neuen PC-Verkaufsrekord auf. In: Gamestar. IDG. 23. Mai 2012. Abgerufen am 21. Juli 2012.
  3. IGN DE - Mehr als 10 Millionen Lootsüchtige bei Diablo III. Abgerufen am 3. August 2012.
  4. Diablo III Hotfixes - Juni. Blizzard Entertainment, 11. Juni 2012, abgerufen am 12. Juni 2012.
  5. Interview mit Jay Wilson. indiablo.de, 23. August 2008, abgerufen am 5. April 2012.
  6. Interview mit Jay Wilson. http://diablogamer.com, 23. August 2008, abgerufen am 4. April 2012.
  7. Computerspiel Diablo III angekündigt. Heise online, abgerufen am 25. August 2009.
  8. Offener Diablo III-Betatest am Wochenende. Blizzard, 20. April 2012, abgerufen am 20. April 2012.
  9. a b Pressmitteilung „DIABLO® III AM 15. MAI“ auf eu.blizzard.com
  10. „Interview mit Josh Mosqueira – Gamescom 2011“ bei ingame.de
  11. Der Diablo 3 Community Manager im offiziellen Battle.net Forum zur Physik Engine (Post #45). Abgerufen am 17. Januar 2011.
  12. Interview mit Jay Wilson. diablogamer.com, 24. August 2008, abgerufen am 25. August 2009.
  13. Diablo 3 Fakten & Infos. diablogamer.com, abgerufen am 25. August 2009.
  14. Blogeintrag „Diablo III PvP Update“ am 9. März 2012 um 23:00 UTC
  15. battle.net. Abgerufen am 12. Februar 2013.
  16. IGN DE - Neue Regeln für das Echtgeld-Auktionshaus in Diablo III. Abgerufen am 16. April 2012.
  17. Nick Winter: Blizzard Drops Auction House for Korean Diablo III, GameSpy.com. 14. Januar 2012. 
  18. Inhalte der Collector's Edition. (Nicht mehr online verfügbar.) diablo3-blog.net, 27. Oktober 2011, ehemals im Original, abgerufen am 27. Oktober 2011. (Seite nicht mehr abrufbar; Suche im Webarchiv) [1] [2] Vorlage:Toter Link/diablo3-blog.net
  19. http://www.metacritic.com/game/pc/diablo-iii, 19. Mai 2012
  20. Matthias Huber: PC-Rollenspiel "Diablo 3" im Test: Glücksspiel mit dem Teufel. In: Süddeutsche Zeitung. Süddeutscher Verlag. 19. Mai 2012. Abgerufen am 20. Mai 2012.
  21. Nina Weber: "Diablo III" im Test: Das Schwert ist willig, die Maus ist schwach. In: Der Spiegel. SPIEGEL-Verlag Rudolf Augstein. 23. Mai 2012. Abgerufen am 29. Mai 2012.
  22. Erik Kain: 'Diablo III' Fans Should Stay Angry About Always-Online DRM (englisch) Forbes. 17. Mai 2012. Abgerufen am 19. Mai 2012.
  23. Daniel Nye Griffiths: The Web Responds (Unhappily) To Diablo III's Server Issues (englisch) Forbes. 15. Mai 2012. Abgerufen am 19. Mai 2012.
  24. Nathan Grayson: Opinion: Why The Problem With Diablo Isn’t Diablo (englisch) Rock, Paper, Shotgun. 17. Mai 2012. Abgerufen am 20. Mai 2012: „Crucial data, the auction house, and – of course – single-player aren’t just tethered to a connection; they’re tied intrinsically to it. [...] Diablo probably won’t be the big problem here. It’s the next wave of “always connected” games that we need to worry about – the one’s that attempt to follow its lead. So stay angry. Keep demanding an offline option, if nothing else.
  25. Michael Graf: Diablo 3 im Test: Das Spielspaß-Inferno. In: Gamestar. IDG. 18. Mai 2012. Abgerufen am 18. November 2012: „Auf dem höchsten Schwierigkeitsgrad »Inferno« mutiert Diablo 3 zu einem völlig anderen Spiel. Das wirkt sich auch auf unsere Wertung aus. Wir haben Diablo 3 erneut im Test.
  26. Michael Graf: Diablo 3 im Test: Aus der Asche. In: Gamestar. IDG. 18. Mai 2012. Abgerufen am 18. November 2012: „Von der Motivationsperle zum Frustgaranten – beim Sprung in den Inferno-Schwierigkeitsgrad von Diablo 3 blieb der Spielspaß für viele auf der Strecke. Wir prüfen, ob Blizzard mit den jüngsten Patches (1.0.5) die Probleme in den Griff bekommen hat.
  27. The-Khoa Nguyen: Diablo 3 Test: Die PC Games-Wertung steht fest - Diablo 2 endgültig abgelöst. In: PC Games. Computec Media. 20. Mai 2012. Abgerufen am 20. Mai 2012.
  28. Mathias Oertel: Test: Diablo III. In: 4Players. freenet AG. 15. Mai 2012. Abgerufen am 24. Mai 2012.
  29. Frank Erik Walter: Diablo 3 - Test. In: EuroGamer.de. EuroGamer Network. 18. Mai 2012. Abgerufen am 20. Mai 2012.
  30. Diablo III review (englisch) In: EDGE. Future Publishing. 18. Mai 2012. Abgerufen am 20. Mai 2012.
  31. Carolyn Petit: Diablo III Review (englisch) In: GameSpot. CBS Interactive. 22. Mai 2012. Abgerufen am 29. Mai 2012.
  32. Anthony Gallegos: Diablo III Review (englisch) In: IGN. News Corp. 14. Mai 2012. Abgerufen am 29. Mai 2012.
  33. Nedzad Hurabasic: Diablo 3 Test. In: Gamona. Webguidez Entertainment GmbH. 22. Mai 2012. Abgerufen am 15. Juni 2012.
  34. Jörg Langer: Diablo 3 - Test. In: GamersGlobal. Publishing Office Langer. 18. Mai 2012. Abgerufen am 1. Juli 2012.
  35. Jeff Cork: Diablo III Breaks PC Sales Records (englisch) Game Informer. 23. Mai 2012. Abgerufen am 21. Juli 2012: „According to Activision Blizzard, the action-RPG has broken day-one PC sales records, selling more than 3.5 million copies of the game in 24 hours. And that's just the beginning. When you include players who got the game as part of the World of Warcraft annual pass, that number jumps to 4.7 million players worldwide on the game's first day. Diablo III has sold more than 6.3 million copies in its first week.
  36. William Usher: Diablo 3's Player Count Dives By 65% According To Gametrics (englisch) In: Gaming Blend. Cinema Blend. 10. Juli 2012. Abgerufen am 21. Juli 2012: „Simply put, both Gametrics and Xfire are both reporting close to a 65% drop-off rate of the player base from Diablo III.
  37. Erik Kain: Is Diablo III Losing Its Player Base? A Conversation With The CEOs Of Xfire And DFC Intelligence (englisch) Forbes Magazine. 12. Juli 2012. Abgerufen am 21. Juli 2012: „Xfire is working with research firm DFC Intelligence to better understand the products that PC gamers interact with. So what’s going on with Diablo III?
  38. Diablo 3: Verbraucherschützer mahnen Blizzard ab. In: netzwelt. 15. Juni 2012, abgerufen am 18. Juni 2012.
  39. Clemens Gäfgen: Diablo 3: Verbraucherzentrale mahnt Blizzard wegen mangelnden Informationen zu Internetzwang und Fehler 37 ab. In: PC Games Hardware. Computec Media. 14. Mai 2012. Abgerufen am 18. Juni 2012.
  40. Das dunkle Geschäft mit virtuellem Gold. Stern: Das dunkle Geschäft... Abgerufen am 25. Juni 2012.
  41. Das Echtgeld Auktionshaus wird alles verändern. Gamona.de. Abgerufen am 25. Juni 2012.
  42. Kaufbare Erfolgserlebnisse. Legeekystuff.com: Das Problem mit Diablo 3. Abgerufen am 25. Juni 2012.
  43. Echtgeld-Auktionshaus soll PvP in Diablo 3 nicht beeinflussen. inDiablo.de. Abgerufen am 25. Juni 2012.