Dietfurt an der Altmühl
| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Bayern | |
| Regierungsbezirk: | Oberpfalz | |
| Landkreis: | Neumarkt in der Oberpfalz | |
| Höhe: | 365 m ü. NN | |
| Fläche: | 78,84 km² | |
| Einwohner: |
6022 (31. Dez. 2011)[1] |
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| Bevölkerungsdichte: | 76 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 92345 | |
| Vorwahl: | 08464 | |
| Kfz-Kennzeichen: | NM | |
| Gemeindeschlüssel: | 09 3 73 121 | |
| Stadtgliederung: | 37 Stadtteile | |
| Adresse der Stadtverwaltung: |
Hauptstr. 26 92345 Dietfurt a.d.Altmühl |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Franz Stephan (CSU) | |
| Lage der Stadt Dietfurt a.d.Altmühl im Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz | ||
Dietfurt an der Altmühl (amtlich: Dietfurt a.d.Altmühl) ist eine Stadt im Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz.
Inhaltsverzeichnis |
Geografie [Bearbeiten]
Geografische Lage [Bearbeiten]
Die Stadt ist ein staatlich anerkannter Erholungsort im Naturpark Altmühltal. Durch die Stadtgemarkung fließen der Donau-Nebenfluss Altmühl und deren Zuflüsse Weiße mit Zulauf Breitenbrunner Laber sowie der kurze Mühlbach, dessen stark schüttender Quellteich auf dem Gemeindegebiet liegt.
Der namengebende Hauptort liegt gegenüber einem kleinen Nordbogen der Altmühl auf dem geweiteten Nordwestufer einer Talspinne des Altmühltales an der Mündung der südwestlich laufenden Laber in die Altmühl. Aus dem Westen erreicht hier der Main-Donau-Kanal vom Tal der Sulz her durch das sogenannte Ottmaringer Tal den Fluss.
Stadtgliederung [Bearbeiten]
Die politische Gemeinde Dietfurt an der Altmühl hat 37 amtlich benannte Ortsteile[2]:
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Es gibt folgende Gemarkungen: Arnsdorf, Dietfurt a.d.Altmühl, Eichelhof, Eutenhofen, Griesstetten, Grögling, Gundelshofen, Hainsberg (mit Ruine Ödenburg), Hebersdorf, Mallerstetten, Muttenhofen, Mühlbach, Ottmaring, Pestenrain, Predlfing, Schweinkofen, Staadorf, Töging, Unterbürg, Vogelthal, Wildenstein und Zell.
Geschichte [Bearbeiten]
Der 1109 erstmals urkundlich erwähnte und schon 1416 als Stadt bezeichnete Ort kam mit dem Aussterben der Grögling-Hirschberger Grafen 1305 an die Wittelsbacher. Dietfurt an der Altmühl war vor 1800 Pflegamt und gehörte zum Rentamt Straubing des Kurfürstentums Bayern. Dietfurt besaß ein Stadtgericht mit weitgehenden magistratischen Eigenrechten.
Etymologie [Bearbeiten]
Der Name „Dietfurt“ setzt sich aus den Teilen „diet“ und „furt“ zusammen. Der Wortteil „diet“ stammt von ahd. diot = Volk, Schar. Auch die Bezeichnung „deutsch“ leitet sich davon ab. Furt bezeichnet eine flache Stelle im Fluss, über den das Überqueren desselben möglich ist. Dietfurt bedeutet folglich „Furt des Volkes“.
Eingemeindungen [Bearbeiten]
Am 1. Januar 1972 wurden die bis dahin selbständigen Gemeinden Eutenhofen (mit dem im Jahr 1938 eingemeindeten Predlfing), Griesstetten, Hainsberg, Mallerstetten, Mühlbach, Staadorf, Unterbürg und Wildenstein eingegliedert. Am 1. Juli 1972 kamen Ottmaring, Töging und Vogelthal aus dem aufgelösten Landkreis Beilngries hinzu.[3]
Einwohnerentwicklung [Bearbeiten]
- 1970: 5061
- 1987: 5257
- 2000: 6019
- 2011: 6022
Politik [Bearbeiten]
Bürgermeister ist Franz Stephan (CSU/Christliche-Wähler-Union). Er wurde im Jahr 2002 Nachfolger von Alois Hengl (CSU).
Die Gemeindesteuereinnahmen betrugen im Jahr 1999 umgerechnet 2.530.000 Euro, davon betrugen die Gewerbesteuereinnahmen (netto) umgerechnet 529.000 Euro.
Stadtrat [Bearbeiten]
Der Stadtrat besteht aus 20 Mitgliedern.
(Stand: Kommunalwahl am 2. März 2008)
Wappen [Bearbeiten]
Blasonierung: In Rot ein silberner Schrägbalken, der mit einer roten heraldischen Rose mit goldenem Butzen belegt ist.
Das Wappen ist seit dem 14. Jahrhundert bekannt.
Kultur und Sehenswürdigkeiten [Bearbeiten]
Museen [Bearbeiten]
Museum im Hollerhaus, Heimatmuseum, Altmühltalermühlenmuseum
Bauwerke [Bearbeiten]
- Rathaus aus dem Jahr 1479
- Franziskanerkloster, erbaut 1660, mit einem Werk von Sebastian Mutzl in der Antoniuskapelle (1870 Antonius von Padua-Fresken)
- Barocke Wallfahrtskirche zu den Drei Elenden Heiligen in Griesstetten
- Stadtpfarrkirche St. Ägidius (gotischer Ursprung, gebaut 1733/34 unter Giovanni Domenico Barbieri, unter Gabriel de Gabrieli im 18. Jahrhundert erweitert und barockisiert, mächtiger Hochaltar, 60 Meter hoher Turm)
Siehe auch: Liste der Baudenkmäler in Dietfurt an der Altmühl
Die Glocken der Stadtpfarrkirche St. Ägidius [Bearbeiten]
Die Glockenstube der Stadtpfarrkirche beherbergt ein siebenstimmiges Geläut, wovon vier Glocken im Jahr 1989 neu gegossen wurden. Davor waren sechs Gussstahlglocken aus den Jahren 1947/48 vorhanden (Tonfolge: es1–f1–g1–b1–c2–es2). Die größte dieser Glocken kann man an der Südseite der Kirche besichtigen, eine weitere (Schlagton c2) läutet im nahe gelegenen Schweinkofen zusammen mit einer alten Bronzeglocke, zwei andere wurden einer Gemeinde in Rumänien zur Verfügung gestellt und nochmals zwei weitere sind im Privatbesitz.
1989/90 wurden die Gussstahlglocken durch neue Bronzeglocken ersetzt und die beiden aus dem Krieg zurückgekehrten Bronzeglocken in das neue Geläute integriert. Die große Ägidiusglocke ist die tontiefste Bronzeglocke der Diözese Eichstätt nach der Dreifaltigkeitsglocke im Eichstätter Dom (Schlagton a0, Gewicht 5.300 kg).
Zur tabellarischen Beschreibung des heutigen Geläutes:
| Nr. | Name | Nominal | Gewicht (kg) |
Durchmesser (mm) |
Gussjahr | Gießer, Gussort |
| 1 | Ägidiusglocke | h0 −9 | 3280 | 1667 | 1989 | Karlsruher Glocken- und Kunstgießerei |
| 2 | Marienglocke | cis1 −9 | 2220 | 1480 | 1989 | Karlsruher Glocken- und Kunstgießerei |
| 3 | Friedensglocke | e1 −12 | 1510 | 1288 | 1989 | Karlsruher Glocken- und Kunstgießerei |
| 4 | Schwedenglocke | fis1 −6 | 1100 | 1180 | 1619 | Dionys Frei, München |
| 5 | Paternosterglocke | a1 −2 | 370 | 860 | 1748 | Joseph Neumaier, Stadtamhof |
| 6 | Sebastiansglocke | h1 −9 | 426 | 849 | 1989 | Karlsruher Glocken- und Kunstgießerei |
| 7 | Sterbeglocke (Franz Xaver) | ca. g2 | 65 | 525 | 1725 | Martin Neumaier, Stadtamhof |
Naturdenkmäler [Bearbeiten]
Die Mühlbachquellhöhle, ein weit verzweigtes Höhlensystem, das öffentlich nicht zugänglich ist. Seit September 2006 gibt es über der Höhle einen höhlenkundlichen Weg, der Einblick rund um das Thema Höhle, Geologie, Dolinen usw. auf 15 Infotafeln bietet.
Regelmäßige Veranstaltungen [Bearbeiten]
Unsinniger Donnerstag, Dietfurter Chinesenfasching am Donnerstag vor Rosenmontag.
Wirtschaft und Infrastruktur [Bearbeiten]
Wirtschaft sowie Land- und Forstwirtschaft [Bearbeiten]
Es gab 1998 im Bereich der Land- und Forstwirtschaft sechs, im produzierenden Gewerbe 1003 und im Bereich Handel und Verkehr 211 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 308 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 2014. Im verarbeitenden Gewerbe gab es vier Betriebe, im Bauhauptgewerbe 13 Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 208 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 3986 ha. Davon waren 3011 ha Ackerfläche und 971 ha Dauergrünfläche.
Bildung [Bearbeiten]
Es gibt folgende Einrichtungen (Stand: 1999):
- Kindergärten: 150 Kindergartenplätze mit 198 Kindern
- Volksschulen: 1 mit 29 Lehrern und 566 Schülern
Persönlichkeiten [Bearbeiten]
- Balthasar Werner (bürgerlich: Georg Werner, 1887–1943), Franziskanerbruder, wuchs in Dietfurt auf
- Benedikt Werner, von 1786–1803 bedeutender Abt des Benediktinerklosters Weltenburg
- Petrus von Hötzl (1836–1902), Seelsorger im Franziskanerkloster Dietfurt
Weblinks [Bearbeiten]
- Dietfurt an der Altmühl: Wappengeschichte vom HdBG
- Homepage der Stadt Dietfurt
- Virtueller Rundgang durch Dietfurt a. d. Altmühl (private Homepage)
- Internetauftritt der Pfarrei St. Ägidius in Dietfurt
- Dietfurt an der Altmühl: Amtliche Statistik des LStDV
Einzelnachweise [Bearbeiten]
- ↑ Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung – Fortschreibung des Bevölkerungsstandes, Quartale (hier viertes Quartal, Stichtag zum Quartalsende) (Hilfe dazu)
- ↑ http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/orte/ortssuche_action.html?anzeige=voll&modus=automat&tempus=+20111103/202533&attr=OBJ&val=950
- ↑ Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C.H.Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 557.
Dietfurt a.d.Altmühl | Ambergerhof | Arnsdorf | Blauhof | Eichelhof | Einsiedel | Eutenhofen | Griesstetten | Grögling | Gundelshofen | Haahof | Haas | Hainsberg | Hallenhausen | Hebersdorf | Mallerstetten | Martlhof | Mitteldorf | Mühlbach | Mühlthal | Muttenhofen | Oberbürg | Ottmaring | Parleithen | Pestenrain | Predlfing | Sankt Bartlmä | Schweinkofen | Staadorf | Stetterhof | Töging | Unterbürg | Vogelthal | Voglmühle | Wildenstein | Wimpasing | Zell
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