Dietfurt an der Altmühl

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Dietfurt a.d.Altmühl
Dietfurt an der Altmühl
Deutschlandkarte, Position der Stadt Dietfurt a.d.Altmühl hervorgehoben
49.03333333333311.583333333333365Koordinaten: 49° 2′ N, 11° 35′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberpfalz
Landkreis: Neumarkt in der Oberpfalz
Höhe: 365 m ü. NHN
Fläche: 78,84 km²
Einwohner: 6028 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 76 Einwohner je km²
Postleitzahl: 92345
Vorwahl: 08464
Kfz-Kennzeichen: NM, PAR
Gemeindeschlüssel: 09 3 73 121
Stadtgliederung: 37 Stadtteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Hauptstr. 26
92345 Dietfurt a.d.Altmühl
Webpräsenz: www.dietfurt.de
Bürgermeister: Carolina Braun (SPD)
Lage der Stadt Dietfurt a.d.Altmühl im Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz
Pilsach Velburg Neumarkt in der Oberpfalz Seubersdorf in der Oberpfalz Sengenthal Pyrbaum Postbauer-Heng Parsberg Mühlhausen (Oberpfalz) Lupburg Lauterhofen Hohenfels (Oberpfalz) Freystadt Dietfurt an der Altmühl Deining Breitenbrunn (Oberpfalz) Berngau Berg bei Neumarkt in der Oberpfalz Berching Nürnberg Nürnberg Landkreis Nürnberger Land Landkreis Roth Landkreis Schwandorf Landkreis Regensburg Landkreis Amberg-Sulzbach Landkreis Kelheim Landkreis EichstättKarte
Über dieses Bild
Die kurze Werklaber von der Brücke an der Hauptstrasse aus gesehen
Die Stadtlaber fliesst an der Mauer des Franziskanerklosters entlang

Dietfurt an der Altmühl (amtlich: Dietfurt a.d.Altmühl) ist eine Stadt im Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz.

Geografie[Bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten]

Die Stadt ist ein staatlich anerkannter Erholungsort im Naturpark Altmühltal. Durch die Stadtgemarkung fließen der Donau-Nebenfluss Altmühl und deren Zuflüsse Weiße mit Zulauf Breitenbrunner Laber sowie der kurze Mühlbach, dessen stark schüttender Quellteich auf dem Gemeindegebiet liegt.

Der namengebende Hauptort liegt gegenüber einem kleinen Nordbogen der Altmühl auf dem geweiteten Nordwestufer einer Talspinne des Altmühltales an der Mündung der südwestlich laufenden Laber in die Altmühl. Aus dem Westen erreicht hier der Main-Donau-Kanal vom Tal der Sulz her durch das sogenannte Ottmaringer Tal den Fluss.

Stadtgliederung[Bearbeiten]

Dietfurt an der Altmühl hat 37 Stadtteile[2]:

Es gibt folgende Gemarkungen: Arnsdorf, Dietfurt a.d.Altmühl, Eichelhof, Eutenhofen, Griesstetten, Grögling, Gundelshofen, Hainsberg (mit Ruine Ödenburg), Hebersdorf, Mallerstetten, Muttenhofen, Mühlbach, Ottmaring, Pestenrain, Predlfing, Schweinkofen, Staadorf, Töging, Unterbürg, Vogelthal, Wildenstein und Zell.

Geschichte[Bearbeiten]

Historie[Bearbeiten]

Der 1109 erstmals urkundlich erwähnte und schon 1416 als Stadt bezeichnete Ort kam mit dem Aussterben der Grögling-Hirschberger Grafen 1305 an die Wittelsbacher. Dietfurt an der Altmühl war vor 1800 Pflegamt und gehörte zum Rentamt Straubing des Kurfürstentums Bayern. Dietfurt besaß ein Stadtgericht mit weitgehenden magistratischen Eigenrechten.

Etymologie[Bearbeiten]

Der Name „Dietfurt“ setzt sich aus den Teilen „diet“ und „furt“ zusammen. Der Wortteil „diet“ stammt von ahd. diot = Volk, Schar. Auch die Bezeichnung „deutsch“ leitet sich davon ab. Furt bezeichnet eine flache Stelle im Fluss, über die das Überqueren desselben möglich ist. Dietfurt bedeutet folglich „Furt des Volkes“.

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Am 1. Januar 1972 wurden die bis dahin selbständigen Gemeinden Eutenhofen (mit dem im Jahr 1938 eingemeindeten Predlfing), Griesstetten, Hainsberg, Mallerstetten, Mühlbach, Staadorf, Unterbürg und Wildenstein eingegliedert. Am 1. Juli 1972 kamen Ottmaring, Töging und Vogelthal aus dem aufgelösten Landkreis Beilngries hinzu.[3]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

Jahr 1970 1987 2000 2003 2006 2009 2012
Einwohner 5061 5257 6019 6142 6071 6054 5991

Politik[Bearbeiten]

Stadtrat[Bearbeiten]

Der Stadtrat der Stadt Dietfurt setzt sich zusammen aus 20 gewählten und ehrenamtlich tätigen Stadträten sowie dem Ersten Bürgermeister der Stadt. Die Kommunalwahl am 16. März 2014 lieferte folgendes Ergebnis:[4]

Dietfurter Rathaus
Partei / Liste Stimmenanteil G/V Sitze
CSU 27,24 % − 0,05 5
SPD 20,47 % + 3,30 4
Christliche-Wähler-Union 19,79 % − 4,52 4
UFW 34,2 % − 0,18 4
FW-UPW 34,2 % + 1,46 3
Gesamt 100 % 20
Wahlbeteiligung: 73,46 %

Bürgermeister[Bearbeiten]

Erste Bürgermeisterin ist Carolina Braun (SPD). Sie setzte sich in der Stichwahl am 30. März 2014 mit 67,1 % der Stimmen gegen Christian Linz (CSU-CWU) mit 32,9 % durch.

Wappen[Bearbeiten]

Blasonierung: In Rot ein silberner Schrägbalken, der mit einer roten heraldischen Rose mit goldenem Butzen belegt ist.

Das Wappen ist seit dem 14. Jahrhundert bekannt.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Stadtpfarrkirche Dietfurt
Chinesenbrunnen mit Osterschmuck
Dietfurter Chinesenfasching

Museen[Bearbeiten]

Museum im Hollerhaus, Heimatmuseum, Altmühltaler Mühlenmuseum

Bauwerke[Bearbeiten]

Siehe auch: Liste der Baudenkmäler in Dietfurt an der Altmühl

Naturdenkmäler[Bearbeiten]

Die Mühlbachquellhöhle, ein weit verzweigtes Höhlensystem, das öffentlich nicht zugänglich ist. Seit September 2006 gibt es über der Höhle einen höhlenkundlichen Weg, der Einblick rund um das Thema Höhle, Geologie, Dolinen usw. auf 15 Infotafeln bietet.

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten]

Weit bekannt ist der Dietfurter Chinesenfasching am Unsinnigen Donnerstag, dem Donnerstag vor Rosenmontag.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Wirtschaft[Bearbeiten]

Es gab 2012 im Bereich der Land- und Forstwirtschaft sechs, im produzierenden Gewerbe 1113 und im Bereich Handel, Verkehrund Gastgewerbe 299 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 303 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 2349. Im verarbeitenden Gewerbe gab es sechs Betriebe, im Bauhauptgewerbe 16 Betriebe. Im Jahr 2010 bestanden zudem 117 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von insgesamt 3674 ha. Davon waren 2810 ha Ackerfläche und 864 ha Dauergrünfläche. Im Süden Dietfurts befindet sich das Gewerbegebiet Lände Dietfurt zwischen der Staatsstraße 2230 und dem Main-Donau-Kanal.

Bildung[Bearbeiten]

Im Jahr 2013 gab es folgende Einrichtungen:

  • Zwei Kindergärten mit insgesamt 187 Kindergartenplätze und 190 Kindern
  • Zwei Volksschulen mit insgesamt 18 Lehrern und 344 Schülern (Schuljahr 2012/13)

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Ausblick auf Dietfurt vom Kreuzberg aus Richtung Süden, Mai 2008

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Dietfurt an der Altmühl – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 18. September 2014 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Bayerische Landesbibliothek Online
  3.  Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C.H.Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 557.
  4. Website Stadt Dietfurt a. d. Altmühl: Stadtratswahl 2014, Endergebnis