Naturpark Altmühltal
Der Naturpark Altmühltal ist ein Naturpark in Bayern, dessen Ausdehnung fast deckungsgleich mit der naturräumlichen Haupteinheit Südliche Frankenalb ist. Er reicht nördlich der Donau von Nördlingen im Westen bis kurz vor Regensburg im Osten und wird vom namensgebenden Altmühltal in eine nördliche und eine südliche Hälfte unterteilt.[1]
Der Naturpark wurde am 25. Juli 1969 in Pappenheim vom Verein „Naturpark Altmühltal (Südliche Frankenalb)“ ins Leben gerufen. Nach den Naturparks Schwarzwald Mitte/Nord und Südschwarzwald - ist er mit einer Fläche von 3000 Quadratkilometern der drittgrößte Naturpark Deutschlands.
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Orte[Bearbeiten]
- Beilngries
- Berching
- Dietfurt
- Eichstätt
- Essing
- Greding
- Gunzenhausen
- Kelheim
- Marxheim
- Monheim (Schwaben)
- Mörnsheim
- Neuburg an der Donau
- Pappenheim
- Riedenburg
- Thalmässing
- Titting
- Treuchtlingen
- Weißenburg
- Wemding
Regionen[Bearbeiten]
Über das Gebiet des Naturparks erstrecken sich Teile der Regierungsbezirke Mittelfrankens, Oberbayerns, Niederbayerns, Schwabens und der Oberpfalz. Der Landkreis Eichstätt gehört komplett zum Naturparkgebiet, darüber hinaus noch Teile der Landkreise Weißenburg-Gunzenhausen, Donau-Ries, Neumarkt, Roth, Kelheim und Neuburg-Schrobenhausen
Landschaft[Bearbeiten]
Das Gebiet verteilt sich über folgende Landkreise: Eichstätt, Donau-Ries, Kelheim, Neuburg-Schrobenhausen, Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz, Roth und Weißenburg-Gunzenhausen und damit auf fünf der sieben bayerischen Regierungsbezirke. Als Zentralort des Naturparks Altmühltal gilt Eichstätt.
Der Naturpark ist geprägt von den Mittelgebirgslandschaften der Südlichen Frankenalb. Typische Landschaftsmerkmale sind Trockenrasen, Wacholderheide, Feuchtwiesen und Steinbrüche. Etwa die Hälfte der Naturparkfläche ist bewaldet. Die Altmühl fließt von West nach Ost durch den Naturpark. Der Bau des 1992 eröffneten Main-Donau-Kanals durch das Altmühltal war politisch umstritten. Es wurde versucht, entlang der geschwungenen Linienführung natürliche Uferzonen zu schaffen und Feuchtbiotope wieder entstehen zu lassen. Das einstige Flussbett der Altmühl wurde zu Altwassern umfunktioniert, so dass die Landschaft um den Kanal heute auf den ersten Blick wie ein Naturidyll wirkt. Trotzdem war der Bau des Kanals ein schwerwiegender ökologischer Eingriff.
Freizeit[Bearbeiten]
Freizeitmöglichkeiten sind Schifffahrten am Main-Donau-Kanal, Bootwandern, Radfahren, Wandern, Klettern, Segelfliegen sowie die Beschäftigung mit den fossilen Schätzen aus den Jura-Steinbrüchen und die Besichtigung keltischer Besiedlungsspuren und alter römischer Zeugnisse. Nahegelegene Ausflugsziele sind z. B. der benachbarte Geopark Ries oder das Fränkische Seenland.
Aktivitäten[Bearbeiten]
Wandern[Bearbeiten]
- Altmühltal-Panoramaweg: Seit dem Jahr 2005 führt der Altmühltal-Panoramaweg von Gunzenhausen nach Kelheim. Auf der 200 km langen Strecke wandert man unter anderem durch die Städte/Ortschaften Treuchtlingen, Pappenheim, Eichstätt, Kipfenberg, Beilngries und Riedenburg. Seit 2006 ist diese beliebteste Wanderroute im Naturpark Altmühltal als "Qualitätsweg Wanderbares Deutschland" ausgezeichnet.
- Jakobsweg von Nürnberg nach Eichstätt (97 km): Von Nürnberg über Thalmässing nach Eichstätt. Ca. 35 km des Weges führen durch den Naturpark Altmühltal.
- Der ostbayerische Jakobsweg (155 km) Von Eschlkam bis nach Donauwörth. Dabei führt diese Wanderroute von Kelheim bis Donauwörth durch den Naturpark Altmühltal.
- Jurasteig (230 km): Dieser Wanderweg ist ein Rundweg durch den Oberpfälzer Jura. 70 km davon verlaufen durch den Naturpark Altmühltal.
- Limesweg (150,7): Er führt entlang des Limes von Wilburgstetten bis Eining, einem Ortsteil von Neustadt an der Donau, nördlich von Bad Gögging. Dabei wandert man entlang von Wacholderheiden oder Buchenwäldern, freigelegten römischen Thermen, rekonstruierten Wachttürmen und Limeskastellen.
Radfahren[Bearbeiten]
- Altmühltal-Radweg (166 km): Relativ flache Strecke entlang der Altmühl
- Deutscher Limes-Radweg (818 km): Von Bad Hönningen nach Regensburg. Dabei verlaufen 115 km durch den Naturpark Altmühltal zwischen Theilenhofen und Kelheim entlang des Limes.
Klettern[Bearbeiten]
Im Frankenjura finden sich für jeden Klettertyp geeignete Routen
- Dollnstein: Burgstein mit über 30 Routen
- Konstein/Aicha: Dohlenfels (59 Touren/35 Meter), Turm Madonna (16 Routen/25 Meter); Kinderkletterfelsen „Asterix und Obelix“
- Hochseilgärten: Naturerlebnis- und Waldhochseilgarten am Beilngrieser Hirschberg, Hochseilpark Pappenheim, Hochseilgarten Sausthal
Fossilien[Bearbeiten]
Im Naturpark Altmühltal gibt es zahlreiche Steinbrüche, in denen Plattenkalk abgebaut wird. Diese Plattenkalke sind aus den Lagunen des Jurameers entstanden und so sind hier auch zahlreiche Versteinerungen zu finden. Besuchersteinbrüche bieten die Möglichkeit, selbst auf Entdeckungsreise zu gehen.
Einzelnachweise[Bearbeiten]
- ↑ Kartendienste des Bundesamtes für Naturschutz (Hinweise)
- Kartendienst Landschaften zeigt Grenzen einzelner Teillandschaften und macht Landschaftssteckbriefe mit Flächenangaben (82xxx=Südliche Frankenalb) anklickbar (JavaScript erforderlich, sehr eingeschränkte Browser-Kompatibilität)
- Kartendienst Schutzgebiete zeigt Berghöhen bis herab zu TK 25;
Naturschutzgebiete, FFH-Gebiete, Naturparks (je mit Flächenangabe), Haupteinheiten sowie kommunale Grenzen sind einblendbar (Flash erforderlich)
Literatur[Bearbeiten]
- Das Tal der Uraltmühl, 144 Seiten, Tümmels, Nürnberg.(ISBN 3-921590-98-1)
- Das Urdonautal der Altmühl, 132 Seiten, Tümmels, Nürnberg.(ISBN 3-921590-88-4)
Siehe auch[Bearbeiten]
Weblinks[Bearbeiten]
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