DreamWorks SKG

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
(Weitergeleitet von Dreamworks)
Wechseln zu: Navigation, Suche
Dieser Artikel behandelt die DreamWorks SKG. Für Informationen über das Animationsstudio siehe den Artikel DreamWorks Animation.
Das Logo des Studios

DreamWorks SKG – auch unter den Namen DreamWorks LLC oder DreamWorks Pictures auftretend – ist ein US-amerikanisches Studio, das vornehmlich Filme produziert und vertreibt. Die Firma wurde von Steven Spielberg (Filmregisseur), Jeffrey Katzenberg (ehemaliger Leiter des Disney Animation Department) und David Geffen (Gründer von Geffen Records) im Oktober 1994 gegründet, wobei sich das Kürzel SKG aus den Anfangsbuchstaben der drei Firmengründer zusammensetzt. Die Musiksequenz des Firmenlogovorspanns in Filmen stammt vom bekannten Filmkomponisten John Williams, der für fast alle Steven-Spielberg-Filme die Musik geschrieben hat.

Geschichte[Bearbeiten]

In das Gründungskapital von DreamWorks brachten Spielberg, Katzenberg und Geffen jeweils 33 Mio. US-Dollar ein, während sich Microsoft-Mitgründer Paul Allen mit 500 Mio. Dollar beteiligte. Zusammen mit Microsoft wurde 1995 das Spieleentwicklungs-Unternehmen DreamWorks Interactive gegründet.

Der erste von DreamWorks veröffentlichte Film war Projekt: Peacemaker im Jahr 1997, das Unternehmen baute hierfür in den USA einen eigenständigen Vertrieb auf, während man für den Vertrieb außerhalb der USA mit Universal Studios ein Vertriebsabkommen abschloss, wodurch alle größeren Titel via United International Pictures (UIP) (ein Gemeinschaftsunternehmen von Metro-Goldwyn-Mayer (bis 2000), Paramount Pictures und Universal Pictures) vertrieben wurden. Im Home-Video-Segment ging man zuerst eigene Wege und gründete DreamWorks Home Video, setzte international dabei aufgrund der guten Beziehungen Spielbergs zu Universal, ebenfalls auf deren Vertriebsniederlassungen.

Der Aufbau eines eigenen großen Filmstudios im Ödland Kaliforniens misslang aufgrund des Widerstands von Umweltschutzgruppen, die gegen die Trockenlegung eines Sumpfgebietes opponierten. DreamWorks blieb dadurch ohne festes Studio und musste sich für Studiodreharbeiten jeweils bei seinen Mitbewerbern einmieten. Spielbergs Produktionsfirma Amblin Entertainment, die von jeher auf Universals Studiogelände (Universal City) eingemietet ist, wurde dadurch faktisch zum operativen Sitz von DreamWorks.

Für die Herstellung von computeranimierten Filmen schloss DreamWorks 1997 ein Koproduktions-Abkommen mit der Computeranimationsfirma Pacific Data Images (PDI) und veröffentlichte als ersten Film aus dieser Zusammenarbeit 1998 Antz. Der im selben Jahr von DreamWorks veröffentlichte Animationsfilm Der Prinz von Ägypten setzte dagegen auf klassische Animationstechnik.

Für die Koordination der Herstellung sowohl klassischer als auch computergenerierter Animationsfilme schuf DreamWorks im Jahr 2000 die Geschäftseinheit DreamWorks Animation. Die südkalifornische Niederlassung widmete sich dem klassischen Animationsfilm, die nordkalifornische Niederlassung entstand durch die 90 %-Übernahme von PDI aus welcher PDI/DreamWorks formiert wurde, die sich ausschließlich dem computeranimierten Film widmete.

Von anderen Geschäftszweigen trennte sich DreamWorks: im Jahr 2000 wurde DreamWorks Interactive an Electronic Arts verkauft. Die Musiksparte DreamWorks Records, bei der Stars wie George Michael unter Vertrag waren, wurde im Oktober 2003 an die Universal Music Group (UMG) verkauft, wo sie als DreamWorks Nashville in die UMG-Label eingereiht wurde.

Als kurzlebig erwies sich auch die Fernsehsparte DreamWorks Television, die nach einigen wenigen selbständigen Eigenproduktionen dazu überging, Fernsehserien zusammen mit einem Major zu koproduzieren, welcher in der Regel auch den Vertrieb übernimmt.

Die Filmsparte entwickelte sich schwierig, da sie zwar Kritikererfolge vorzuweisen hatte, der kommerzielle Erfolg dagegen meist nur sehr bescheiden war. Das Fehlen eines eigenen Studios und der zunehmende finanzielle Druck führten bei größeren Filmprojekten zur verstärkten Zusammenarbeit mit anderen Major-Studios und umfasste jeweils Co-Finanzierung und Co-Vertrieb. Auf diese Weise entstanden Filme zusammen mit General Electrics Universal Pictures, Viacoms Paramount Pictures, News Corporations 20th Century Fox, Time Warners Warner Bros. und Sony Pictures Entertainments Columbia Pictures – aufgrund des Bruchs von Katzenberg mit dem Disney-Konzern, blieb nur diese Zusammenarbeit kategorisch ausgeschlossen. In der Regel wurden mit jedem Partner je zwei Filme produziert, wobei DreamWorks jeweils einmal den Vertrieb in den USA und das andere Mal den Vertrieb außerhalb der USA übernahm.

Deutlich erfolgreicher war DreamWorks mit den Animationsfilmen, worauf im Jahr 2004 die Geschäftseinheit DreamWorks Animation aus dem Unternehmen herausgelöst und im Oktober in die börsennotierte Publikumsgesellschaft DreamWorks Animation SKG, Inc. umgewandelt wurde. Das Unternehmen arbeitet seither unabhängig von der ehemaligen Muttergesellschaft.

Diverse Gerüchte über den Verkauf von DreamWorks bewahrheiteten sich im Laufe des Jahres 2005, als bekannt wurde, dass sowohl NBC Universal als auch Viacom an einer Übernahme interessiert waren und mit DreamWorks verhandelten. Viacom musste kurzfristig aus den aktiven Verhandlungen aussteigen, was verschiedene Analysten zur Hypothese verleitete, dass NBC Universal das Filmgeschäft von DreamWorks übernehmen werde. Im Dezember 2005 wurde bekannt, dass die Viacom-Tochter Paramount Pictures DreamWorks übernehmen würde. Etwa die Hälfte der Übernahmekosten von 1,6 Mrd. US-Dollar trug Viacom, die andere Hälfte stammte von weiteren Investoren – übernommen wurden auch die Schulden von DreamWorks, die etwa 400 Mio. US-Dollar betrugen.[1] Mit dem Geschäft übernahm Paramount auch die etwa 60 Titel umfassende Filmbibliothek DreamWorks', verkaufte diese aber bereits drei Monate später für 900 Millionen Dollar weiter.[2] Als weitere Folge der Übernahme wurden ab 2006 alle von Dreamworks produzierten Filme von Paramount vertrieben.

Im Juni 2008 wurde bekannt, dass DreamWorks sich aus dem Vertrag mit Paramount lösen wolle. Im Juli 2008 liefen dazu Verhandlungen mit dem indischen Konglomerat Reliance ADA Group, das für DreamWorks 550 Millionen Dollar zahlen wollte. Am 5. Oktober 2008 gab Viacom offiziell bekannt, dass Reliance die zuvor von Paramount gehaltenen Anteile kaufen würde.[3] Die Dreamworks-Filme würden jedoch weiterhin von Paramount vertrieben werden.

Im August 2009 verkündete DreamWorks, ein neues Filmstudio in Los Angeles bauen zu wollen und die nötigen Kreditverhandlungen bereits abgeschlossen zu haben. Geleitet wurden diese durch J.P. Morgan Securities. Auch die Walt Disney Studios, die für den Vertrieb aller Filme ab 2011 verantwortlich zeichnet, beteiligen sich an der Finanzierung.[4]

Filme (Auswahl)[Bearbeiten]

2011
2010
2009
2008
2007
2006
2005
2004
2003
2002
2001
2000
1999
1998
1997

Quellen[Bearbeiten]

  1. Paramount's DreamWorks come true. Reuters, 12. Dezember 2005, archiviert vom Original, abgerufen am 20. Dezember 2011 (englisch).
  2. Viacom to Sell Paramount Pictures' DreamWorks Film Library For $900 Million. 17. März 2006, abgerufen am 20. Dezember 2011 (englisch).
  3. Paramount and DreamWorks Principals Finalize Separation. Reuters, abgerufen am 22. Januar 2013 (englisch).
  4. DreamWorks Studios closes first phase of funding for new studio with partner, the Reliance Anil Dhirubhai Ambani Group (DreamWorks-Pressemitteilung)

Weblinks[Bearbeiten]