Time Warner
| Time Warner Inc. | |
|---|---|
| Rechtsform | Incorporated |
| ISIN | US8873173038 |
| Gründung | 1989 |
| Sitz | New York, Vereinigte Staaten |
| Leitung | Richard D. Parsons (Chairman) Jeffrey L. Bewkes |
| Umsatz | 44,224 Mrd. US-$ (2006)[1] |
| Branche | Medien, Unterhaltung |
| Website | www.timewarner.com |
Die Time Warner Inc. ist ein internationales Medienunternehmen mit zahlreichen Geschäftsfeldern. Time Warner hat ihren Hauptsitz in New York und wurde 1989 durch die Fusion von Time Inc. und Warner Communications geschaffen. Die Aktie des Unternehmens ist unter dem Kürzel „TWX“ an der New Yorker Börse gelistet.
Zu Time Warner gehören unter anderem das Film- und Fernsehstudio Warner Bros., der Pay-TV-Sender Home Box Office (HBO), die Time Inc. Buch- und Zeitschriftenverlage sowie der Comicverlag DC, der unter anderem als Originalverlag die Superheldencomics um Superman und Batman herausbringt.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Unternehmensgeschichte
Im Jahre 1996 fusionierte Time Warner mit Ted Turners Turner Broadcasting System (TBS), einer Holding, welche unter anderem Kabelsender wie CNN und TNT, Turner Entertainment, das Filmstudio New Line Cinema und verschiedene Sportmannschaften Atlantas in den Konzern einbrachte.
Am 10. Januar 2000[2] kündigte der Internetdienstleister AOL an, Time Warner durch Aktientausch übernehmen zu wollen. Die Fusion wurde 2001 vollzogen und der neu entstandende Konzern hieß fortan AOL Time Warner. Die platzende Dotcom-Blase wurde symptomatisch für die Entwicklung des Konzerns – die anhaltende Skepsis der Börse gegenüber Unternehmen mit Dotcom-Bezug ließen den Konzern langsam ausbluten. Nach Abschreibungen und Wertberichtigungen bei AOL wies der Konzern für das Geschäftsjahr 2002 einen Verlust von 99 Milliarden US$ aus.
Um der Abwärtsspirale entgegenzuwirken, wurde 2003 AOL wieder aus dem Firmennamen gestrichen. Die gleichzeitig verordnete Rosskur schlug sich in den folgenden Monaten in den Verkäufen verschiedener Unternehmensteile nieder. Von den Verkäufen betroffen sind:
- Warner Music Group (WMG)
- eine der vier größten Plattenfirmen, verkauft an eine Investorengruppe um Edgar Bronfman jun.
- Time Warner Book Group (TWBG)
- Die Buchsparte des Unternehmens wurde 2006 für 537,5 Millionen Dollar (rund 375 Millionen Euro)[3] vom französische Mischkonzern Groupe Lagardère übernommen und in Hachette Book Group umbenannt.
- europäisches Presswerk für CDs und DVDs in Alsdorf bei Aachen, heute Cinram GmbH
- optische Datenträger/Medien, heute Teil von Cinram International
- Warner Media Services (WMS) aka Ivy Hill
- Kartonverpackungen für Medien
- Kabelsender, 50%-Anteil verkauft an Partner Viacom
- Wrestling Federation, verkauft an den Konkurrent World Wrestling Entertainment (WWE) im Jahr 2001 nachdem Time Warner seine minderprofitablen Sparten abzustoßen versuchte. Die Storyline der „Invasion“ war von Vince McMahon als Deal mit Ted Turner vereinbart gewesen.
- Basketball-Mannschaft, Hockey-Mannschaft und die Betriebsgesellschaft des gemeinsamen Stadions
[Bearbeiten] Unternehmen aus dem Hause Time Warner
Seit der Bereinigung innerhalb des Konzerns, bestehen sieben eigenständige Unternehmenszweige: Warner Bros. Entertainment, Time Inc., Home Box Office, Turner Broadcasting System, New Line Cinema, Time Warner Cable und America Online. Zum aktuellen Inventar (Stand 2005) der sieben Unternehmenszweige gehören unter anderem:
- Warner Bros., New Line Cinema – Filmstudios
- HBO, Cinemaxx, Turner Classic Movies – Fernsehkanäle spezialisiert auf Filme
- TBS Superstation, TNT, Cartoon Network – Fernsehkanäle
- CNN,HLN – 24 Stunden Nachrichtensender
- AOL (früher America Online), bestehend aus:
- CompuServe – Internet-Provider
- Mapquest – Anbieter kartographischer Dienste, u. a. auch Online-Landkarten im WWW
- Netscape – ein Web-Portal und Anbieter verschiedener Internet-Software sowie Führer des Mozilla-Projekts
- Nullsoft – Entwickler des populären Mediaplayers Winamp
- Time Warner Cable – eine Kabelnetz-Firma
- TIME Magazine – ein wöchentliches Nachrichten-Magazin
- People Magazine – ein wöchentliches Magazin über Prominente
- Sports Illustrated – ein Sport-Magazin
- Fortune, Money Magazine – Wirtschafts- und Investment-Magazine
- Atlanta Braves – eine Baseball-Mannschaft
- DC Comics – ein Comicverlag
- MAD-Magazin – ein satirisches 'Humor'-Magazin
[Bearbeiten] Weblinks
- Website des Time Warner Konzerns
- „Aus eins mach vier“, Tagesspiegel, 12. Februar 2006 „Warum eine Investorengruppe den amerikanischen Medienkonzern Time Warner zerschlagen will“
- Konzernportrait auf mediadb.eu, Institut für Medien- und Kommunikationspolitik
[Bearbeiten] Einzelreferenzen
- ↑ Geschäftsbericht 2006
- ↑ Golem.de: Offiziell: Fusion von AOL und Time Warner, abgefragt am 9. Januar 2011
- ↑ Pressemitteilung von Time Warner vom 6. Februar 2006, abgerufen am 19. Februar 2011
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