Eishockey in Berlin

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Berlin gilt als die Geburtsstadt des deutschen Eishockey: Hier wurde nicht nur 1888 der Deutsche Nationale Eislauf-Verband als erster Eissportverband in Deutschland (1890 der Deutsche Eissport-Verband (DEV)) gegründet, sondern am 4. Februar 1897 auch das erste offizielle Eishockeyspiel in Deutschland auf dem Halensee durchgeführt. Der akademische Sportklub siegte nach 2 x 20 Minuten über ein Studententeam.[1]

Geschichte[Bearbeiten]

Mannschaften des ersten Eishockeyturniers in Europa
Princes Club London
Club de Patineurs Paris
Berliner Schlittschuhclub
Berliner Hockey-Club
SC Charlottenburg

Die Anfänge (bis 1908)[Bearbeiten]

Erste Erwähnungen des Berliner Eissports gab es ab dem Jahr 1865, bei dem die damaligen Vereine Berliner Schlittschuhclub, Berliner Eislauf-Verein 1886 und der Eislauf-Verein Berlin vorwiegend Kunst- und Schnelllauf betrieben. Zunächst war der Bandysport sehr populär, was sich in der Existenz zahlreicher Vereine widerspiegelte. Bereits um 1900 wurde im BSchC und weiteren Mannschaften Eishockey gespielt und die Berliner Stadtmeisterschaften ausgetragen. Pionier des Eissports und Eishockeys in Berlin war Hermann Kleeberg, der maßgeblichen Anteil an der Gründung des BSchC hatte. Nachdem am 31. August 1908 der Berliner Eispalast an der Lutherstraße in Charlottenburg eröffnet wurde, ließ sich Kleeberg vertraglich Eiszeiten für „seinen“ Verein zusichern, welche fortan in den Bereichen Eiskunstlauf und Eishockey eine Trainingsstätte besaßen. Mangels Spielgegner war es der Eishockeysparte jedoch nicht möglich, einen regelmäßigen Spielbetrieb aufrechtzuerhalten, da der Großteil der Vereine zu dieser Zeit dem Bandy folgten. Lediglich europäische Metropolen wie Paris, London oder Brüssel verfügten über die Infrastruktur einer Kunsteisfläche, die dem kanadischen Eishockey zugutekam. Kurze Zeit nach der Inbetriebnahme des Eispalastes organisierte Kleeberg ein internationales Turnier, das heute als die Geburtsstunde des Eishockeys in Deutschland gilt. Am 2. November 1908 standen sich der Berliner Schlittschuhclub und der Charlottenburger SC im Eispalast gegenüber, welches der BSchC mit 13:0 gewann.[2][3]

Die ersten Berliner Meisterschaften (1909 bis 1914)[Bearbeiten]

1909 gründete sich der so genannte „Berliner Eishockey-Bezirk“, der die ersten Berliner Meisterschaft austrug und aus dem der Berliner Schlittschuhclub zu einer der führenden Mannschaften in Europa vor Ausbruch des Ersten Weltkrieges resultierte. Während des Krieges verließen einige Spieler den Verein, einerseits auf Grund der Rekrutierung in die Armee, andererseits gingen ausländische Spieler in das politische Exil. 1913 erfuhr der Eispalast seinen finanziellen Ruin und musste geschlossen werden. Ausweichspielstätte war der Admiralspalast, der trotz Verbots – laut Anweisungen des Deutschen Eislauf-Verbandes durften im Krieg keine sportlichen Veranstaltungen stattfinden – als Trainingsstätte diente.

Das Berliner Eishockey zwischen den Weltkriegen (1918 bis 1939)[Bearbeiten]

Im Admiralspalast fand das erste Spiel nach dem Krieg am 27. Dezember 1918 statt. Der BSchC trat in dieser Partie gegen den BFC Preussen an und gewann das Spiel mit 5:1. Die Ausmaße der Eisfläche im Admiralspalast waren jedoch so klein, dass sich statt der üblichen sieben Spieler pro Mannschaft nur fünf gegenüberstehen konnten. Ab der Saison 1918/19 fanden wieder regelmäßige Partien statt und so konnte der BSchC bei den Deutschen Meisterschaften 1920 in München erneut erfolgreich vom Eis gehen.

Mit dem Erwerb des Grundstücks an der Thüringer Allee in der Nähe des Reichskanzlerplatzes wurde 1920 neben einer Tennisanlage eine Eisbahn geschaffen, die den Spielbetrieb aufrechterhielt und deutschlandweit Beachtung fand. Trotz der folgenden Inflation auf Grund der Weltwirtschaftskrise konnte der BSchC schuldenfrei gehalten werden und mit dem Umbau des Admiralspalastes gab es auch eine weitere Spielstätte. Dank der Beziehungen Hartmanns zu den europäischen Eishockeyvereinen[4] gestattete es der Deutsche Eislauf-Verband, zu diesen Zeiten namhaften Ausländern im Team des Schlittschubclubs für die Deutsche Meisterschaft aufzulaufen. Als spielerische Symbolfigur dieser Ära ging Gustav Jaenecke hervor, der mit seinen Leistungen das Berliner Publikum begeisterte.[2] Durch die zahlreichen Veranstaltungen, die der Verein austrug, wurde er zum bekanntesten Verein Deutschlands, durfte sich mit den besten Mannschaften Europas messen und wurde zu einem Aushängeschild der frühen Weimarer Republik.[2] Vielfach wurden Deutsche-, Europa- und Weltmeisterschaften im „Hohenzollern“-Sportpalast ausgetragen. Auch die sportlichen Erfolge stellten sich in den „Goldenen Zwanzigern“ in Berlin ein. Bis 1933 wurden – mit Ausnahme des Jahres 1927, als der BSchC nicht antrat – alle Deutschen Meisterschaften nach Berlin vergeben. Nach der Machtergreifung Hitlers wurden durch die Gleichschaltung Spielern jüdischer Abstammung das Auflaufen in der Mannschaft untersagt und viele ausländische Spieler verließen den Verein. Damit wurde die Mannschaft erheblich geschwächt und gewann in deren Folge bis zum Jahr 1936 keine Meisterschaften mehr.

Im Zuge des Engagements Hermann Kleebergs entstanden in Deutschland zahlreiche neue Kunsteisbahnen, die das Eishockey als Breitensport etablieren sollten. In Berlin wurde während des Bauprogramms das später zerstörte Eisstadion Friedrichshain in der Langenbeckstraße neben dem Volkspark Friedrichshain errichtet.

Eishockey im Zweiten Weltkrieg (1939 bis 1945)[Bearbeiten]

Nach dem Beginn des Krieges 1939 wurden die Eissportveranstaltungen vermehrt zu Propagandazwecken missbraucht, die dem Programm „Kraft durch Freude“ unterstanden. An der ersten Endrunde nach dem Kriegseintritt nahmen der Berliner SC und der LTTC Rot-Weiß Berlin in der Gruppe A sowie die Zehlendorfer Wespen in der Gruppe B teil. Hierbei erreichten die Wespen in der Endrunde im Sportpalast den vierten Platz, während der Berliner SC das Finale gegen Engelmann Wien 1:0 verlor. Diesen Platz konnte die Mannschaft im Folgejahr bestätigen. 1941 nahmen an den deutschen Meisterschaften neben den etablierten BSC und Rot-Weiß zusätzlich der SC Charlottenburg teil, konnte sich aber nicht für das Halbfinale qualifizieren. In diesem setzte sich der LTTC gegen die Wiener EG durch, musste sich jedoch im Finale am 15. März 1941 in Köln dem SC Riessersee geschlagen geben.

Wegen der Kriegsereignisse wurde die Meisterschaft 1942 und 1943 nur bis zum Halbfinale gespielt – das vom Verband angesetzte Finale Rot-Weiß Berlin gegen den Mannheimer ERC wurde 24 Stunden vor Beginn der Partie abgesagt. Für die Meisterschaft 1944 bildete sich die Kriegsspielgemeinschaft KSG Brandenburg Berlin/Berliner SC, welche im Finale auf den Lokalrivalen Rot-Weiß trafen und diesen am 27. Februar im Eisstadion Berlin-Friedrichshain – der bis dahin genutzte Sportpalast fiel den alliierten Bomben zum Opfer – mit 4:3 besiegten und damit letzter deutscher Meister wurde. Am 4. August 1944 gab der Nationalsozialistische Reichsbund für Leibesübungen bekannt, dass die Reichsmeisterschaften im Deutschen Sport eingestellt werden und somit in den letzten Kriegsmonaten keine Sportwettbewerbe mehr ausgetragen wurden.

Aufstellung des letzten Eishockey-Spiels im Hitler-Deutschland
LTTC Rot-Weiß Berlin Logo.svg LTTC Rot-Weiß Berlin SG SCBerlin-SCBrandenburg.svg KSG Brandenburg/Berliner Schlittschuhclub
Hoffmann – Hoffmann, Trautmann – Hintermaier, Wehling, Nowak, Schwarz, Winger, Hentschel, Judith Rohde – Schwinghammer, Dicker – Gustav Jaenecke, Freistritzer, Demmer, Rödiger, Cissewski, Hillmann, George, von Massenbach
Torfolge
4. August 1944

Nowak

Winger
Nowak
3:4
(0:2, 1:1, 2:1)
Schwinghammer
Demmer

Freistritzer


unbekannt
Eisstadion Berlin-Friedrichshain, Berlin-Friedrichshain

Eishockey in der geteilten Stadt (1945 bis 1990)[Bearbeiten]

Finale um die „Ostzonenmeisterschaft“ zwischen der SG Grün-Weiß Pankow und der SG Frankenhausen

Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges standen auf Grund der Zerstörung der Eisbahnen keine adäquate Trainings- und Spielstätte zur Verfügung. So wurden Natureisflächen neu angelegt und dort bis 1951 Gesamtberliner Meisterschaften ausgetragen, vorwiegend in der Ruine des Sportpalastes. Durch ein Dekret der Siegermächte mussten alle Sportvereine aufgelöst werden und es gab die Möglichkeit, „kommunale Sportgruppen“ zu gründen. So erfuhr der BSchC eine temporäre Namensänderung in SG Eichkamp. Dieser Verein gewann auch die erste Nachkriegsmeisterschaft in einem stadtinternen Turnier gegen die SG Tempelhof, die SG Pankow und der SG Neukölln. Nachdem 1947 der Sportpalast geschlossen wurde, wurden bis 1951 auf Ausweicheisflächen weitere Berliner Meisterschaften ausgetragen, die allesamt die SG Eichkamp gewann.

1947 nahm die SG an einem gesamtdeutschen Turnier teil und stand nach dem Rückzug des Krefelder EV und der Düsseldorfer EG im Finale gegen den SC Riessersee, welches die Mannschaft mit 1:10 gegen die Oberbayern verlor. Im Ostteil der Stadt wurde die SG Grün-Weiß Pankow Vizemeister in der „Ostzonenmeisterschaft“, weil nur die SG Frankenhausen gegen die Berliner antreten durfte.[2][5]

Berliner Eishockey im Westteil[Bearbeiten]

Nach der Wiedereröffnung des Sportpalastes am 26. Oktober 1951 trat der BSchC gegen die neu formierte Nationalmannschaft zu einem Freundschaftsspiel an. Die kommenden Jahre geriet der Verein jedoch in sportliche wie finanzielle Schieflage, so dass der LTTC Rot-Weiß Berlin drei Leistungsträger abwarb. Hinzu kamen Zerwürfnisse der Spieler mit dem Präsidium, welche in einem Nichtantreten der Mannschaft resultierte und somit die Berliner Meisterschaft 1952 der LTTC Rot-Weiß gewann. Dadurch gerieten die Charlottenburger zu einem neuen Hoffnungsträger des Berliner Eishockeys, welchem sie anfangs auch gerecht wurden. Es gelang ihr die Qualifikation zur damaligen höchsten deutschen Spielklasse, der Oberliga, und nach zwei Siegen sollte es zum entscheidenden Duell gegen die Düsseldorfer EG im heimischen Sportpalast kommen. Jedoch gab es nun bei der LTTC finanzielle Probleme mit dem Betreiber der Spielstätte und es wurde auf die Partie verzichtet. Wegen der hohen Kosten während der Heimspiele wurden in der folgenden Spielzeit vorwiegend Auswärtsspiele bestritten. Während der Saison wurde der LTTC zusätzlich die Berliner Meisterschaft am „Grünen Tisch“ zugesprochen, welches auf erhebliche Proteste stieß und vom Berliner Eislaufverband ein Entscheidungsspiel gegen den BSchC angesetzt wurde, was der LTTC schlussendlich mit 6:4 nach Verlängerung für sich entschied. Bei den Aufstiegsspielen in die Oberliga scheiterte die Mannschaft erneut und nach der Saison folgte anschließend der sportliche Rückzug.[2]

Währenddessen wurde beim BSchC am Neuanfang gearbeitet und die Mannschaft wurde mit einheimischen Spielern des TC Grunewald und des aufgelösten LTTC verstärkt. Das Duell um die inoffizielle Berliner Meisterschaft gewann die SG Dynamo Berlin aus dem Ostteil der Stadt, die mit der Werner-Seelenbinder-Halle die besseren infrastrukturellen Voraussetzungen für einen regelmäßigen Trainingsbetrieb besaßen. Auf Initiative von Hermann Kleeberg durften die West-Berliner weitere vier Spiele gegen den Ostclub bestreiten und darüber hinaus ihre Trainingsstätte nutzen. 1954 verstarb der „Gründervater“ des Berliner Eishockeys. Im gleichen Jahr wurde der BFC Preussen wiedergegründet und mit dem SC Einheit Berlin wuchs ein neuer Verein heran, der junge einheimische Spieler ausbildete. Trotz der mittlerweile drei West-Berliner Clubs und dem erneuten Gewinn der Berliner Meisterschaft des BSchC gab es keine Eisbahn, auf der ganzjährig trainiert werden konnte. Dies änderte sich auf Druck Heinz Hentschels und so wurde 1956 der Grundstein für die erste reine Eisbahn im Westen der Stadt, des Eisstadions Neukölln gelegt, in dem der BSchC fortan seine Heimspiele austrug.

Sportlich stagnierte der Verein die kommenden Jahre in der zweitklassigen Oberliga und bekam erst Ende der 1960er Jahre stadtinterne Konkurrenz. Nach dem Weggang zahlreicher Spieler stieg der BSchC 1969/70 in die Regionalliga ab und so wurde der, die ganzen Jahre im Schatten der Eichkämper spielende, BFC Preussen aus Lankwitz die Nummer Eins im Westen. Mit Heinz Lamprecht hatte der BSchC jedoch einen Präsidenten, der sich aktiv für den Fortbestand des Vereins trotz dem Abstieges einsetzte. Seine Ziele waren die Wiedererstarkung des Clubs und die Schaffung einer neuen Heimat. Mit der Fusion der Eishockeyabteilung des BFC Preussen und Hertha BSC am 13. Juli 1971 wurde die Basis für diese Ziele geschaffen. Spielstätte war das neu entstandene Eisstadion im Wedding, welches auf Grund der zunehmenden Erfolge von der Bevölkerung wieder zahlreicher besucht wurde. Am Ende der Saison 1971/72 stand der Wiederaufstieg in die Bundesliga.

Durch die Verpflichtung des Trainers Xaver Unsinn und dem Verleger Axel Springer als Mäzen in der darauf folgenden Saison war der Schlittschuh-Club attraktiv für zahlreiche Spieler geworden und mit dem DEB-Beschluss, dass Ausländer, die seit 36 Monaten in Deutschland lebten, nicht unter das Ausländerkontingent fallen, konnten die Berliner den sechsten Platz im Endklassement erreichen. Im Jahr darauf stimmte der Berliner Senat dem Bau einer Mehrzweckhalle an der Jafféstraße zu und es entstand die damals modernste Eishalle Deutschlands mit einem Fassungsvermögen von 6.000 Zuschauern. Gleich in ihrer Premierensaison erreichte der BSchC die Meisterschaft und konnte dies 1976 wiederholen. Da durch die immensen finanziellen Zuschüsse in die Eishockeyabteilung der Stammverein regelmäßig vereinsinterne Umlagen verbuchen musste, wurde die Bundesliga-Mannschaft aus dem Stammverein ausgegliedert und unter dem Namen Berliner Schlittschuh-Club Eishockey neu gegründet. Die selbständige Eishockeysektion war jedoch weiterhin durch einen Kooperationsvertrag an den Stammverein gebunden, konnte allerdings am Ende der Saison 1981/82 das finanzielle Aus nicht verhindern. Massive Geldprobleme verhinderten schließlich den Spielbetrieb in höheren Ligen und so agierte die Nachfolgemannschaft des BSchC in den Folgejahren in den Regional- und Ober- sowie Landesligen. 2007 musste schließlich der Hauptverein Konkurs anmelden.

Mit dem „Berliner Schlittschuh-Club-Preussen-Eishockey e. V.“, kurz BSC Preussen, gründete sich aus der Konkursmasse des BSchC und des BFC Preussen am 29. April 1983 ein neuer Eishockeyverein in Berlin. Damit waren die beiden Vereine geeint, die die erste Berliner Meisterschaft austrugen. Der BSC Preussen startete in der Saison 1983/84 in der 2. Bundesliga. Nach vier Spielzeiten in dieser Spielklasse stieg der Verein 1987 in die 1. Bundesliga auf, der er seitdem angehörte.

Berliner Eishockey im Ostteil[Bearbeiten]

Im Ostteil Berlins gewannen zahlreiche Vereine an Bedeutung. Die SG Grün Weiß Pankow erspielte sich in der ersten Ostdeutschen Meisterschaft 1949 einen zweiten Platz, welchen die Nachfolgemannschaft BSG Empor Berlin ein Jahr später wiederholen konnte. Ab 1951 trugen sie den Namen BSG Einheit Berliner Bär, welcher Mitte der 1950er Jahre mehrfach DDR-Jugendmeister wurde. Im Aufgebot stand damals unter anderem Joachim Ziesche.

Neben der bereits erfolgreichen SG Dynamo Berlin, vormals Sportgemeinschaft Deutsche Volkspolizei, und dem SC Einheit Berliner Bär bildete sich mit der Hochschulsportgemeinschaft Wissenschaft Humboldt-Uni Berlin Anfang der 1950er Jahre ein neuer Verein. Diese Gründung erfolgte aus einer Studenteninitiative, die sich beim Aufbau der Werner-Seelenbinder-Halle beteiligten und als Lohn ihrer Leistungen Lehrgänge auf dem Eis absolvieren durften. Daraufhin meldete der Verein für den Spielbetrieb und qualifizierten sich in ihrer ersten Saison für die zweitklassige DDR-Liga. Weil die SG Dynamo aufgelöst wurde stieg die HSG in die höchste DDR-Liga, die Oberliga auf. Dank der Erweiterung der Liga zur Saison 1953/54 hielt die Mannschaft die Klasse und verbuchte in der Spielzeit einen vierten Platz und durfte in der, nun auf vier Mannschaften reduzierten, Oberliga-Saison 1954/55 antreten. Gleichzeitig traf allerdings eine Abwanderungswelle die HSG, da viele Spieler ihr Studium beendeten oder in die neu gegründeten Sportclubs wechselten. 1956 zerfiel die Mannschaft schließlich und stellte ihren Spielbetrieb ein. Mit dem Beschluss, ab 1954 nur noch staatlich organisierte Sportclubs zu gründen, gab es in der DDR somit drei Eishockeyvereine, die den Spielbetrieb aufrechterhielten: Der SC Dynamo, deren Träger die Volkspolizei war, der SC Einheit, welcher vom Ostberliner Magistrat unterstützt wurde und der SC Motor, die von der metallverarbeitenden Industrie Finanzen erhielt. Zunächst behielt der SC Einheit seine erfolgreiche Stellung, wurde allerdings ab den 1960er Jahren vom SC Dynamo abgelöst. Die Wiedererstarkung des neugegründeten TSC wurde durch den folgeträchtigen DTSB-Beschlusses verhindert, der besagte, dass im DDR-Sport nur noch medaillenträchtige Sportarten gefördert werden durften. Alle bisher am Regelbetrieb teilnehmenden Mannschaften wurden zu Hobbymannschaften degradiert und durften nicht an einem Ligenbetrieb mitwirken. Darüber hinaus wurden jegliche finanzielle Zuwendungen gestrichen und die DDR-Oberliga auf zwei Teams reduziert, was sich bis 1990 nicht änderte. Somit spielten lediglich die SG Dynamo Weisswasser und der SC Dynamo Berlin in der „kleinsten Liga der Welt“ die DDR-Meisterschaften aus.[2][6] Alle weiteren Berliner Eishockeymannschaften wurden aufgelöst und spielten fortan nur noch in Freizeitligen, wie die BSG Monsator Berlin, Spartakus Berlin oder Akademie der Wissenschaften Berlin.

Siehe auch: Eishockey in der DDR

Eishockey im wiedervereinigten Berlin (seit 1990)[Bearbeiten]

Nach der politischen Wende nahm der Funktionär des SC Dynamo, Rüdiger Noack, Kontakt zum Deutschen Eishockey-Bund auf und erreichte eine Aufnahme des Vereins zunächst in der 2. Bundesliga Nord. Dies sollte auf einer Mitglieder-Tagung beschlossen werden, scheiterte jedoch am Veto einzelner Clubs. Vertreter der 1. Bundesliga beschlossen daraufhin einstimmig die Aufnahme der beiden Ost-Vereine, SC Dynamo Berlin und SG Dynamo Weißwasser, in die oberste Spielklasse.[7]

Damit kam es zu den ersten Pflichtduellen in der Deutschen Meisterschaften zwischen dem neu gegründeten Ost-Berliner EHC Dynamo Berlin und dem West-Berliner Berliner SC Preussen. Die Brisanz des innerstädtischen Vergleichs setzte sich über zahlreiche Partien und Namenswechseln bis zum Jahr 2002 fort.

Berliner Lokalderbys im Profi-Eishockey seit 1990[Bearbeiten]

Lokalderby zwischen den Eisbären und den Capitals, 1997

Gleich in der ersten Saison gab es Siege für beide Mannschaften, wobei der BSC Preussen mit 12:0 den Dynamos die bis heute höchste Niederlage der Vereinsgeschichte zufügte. In der Saison 1990/91 liegt auch das als „Skandalspiel“ betrachtete Spiel, bei dem auf beiden Seiten je zwei Spieler mit einer Matchstrafe nach einer Massenschlägerei das Eis verlassen mussten und das unsportliche Auftreten auf dem Eis auf die Zuschauer überging. So explodierten im Wellblechpalast Feuerwerkskörper und es kam in Anlehnung an die Massenschlägerei auf dem Eis auch zu Randalen im Stadion. In der Folge dieses Spiels kam es oftmals zu Auseinandersetzungen zwischen den Fangruppen. Außerdem wurden die Spiele über Jahre hinweg jeweils von einem großen Polizeiaufgebot überwacht.

Seit 1990 gab es in Pflichtspielen insgesamt 48 Lokalderbys, davon je 24 im Sportforum Hohenschönhausen und in der Eissporthalle an der Jafféstraße bzw. in der Saison 2001/02 in der Deutschlandhalle, in denen 18 Mal die Eisbären beziehungsweise Dynamo als Sieger vom Eis ging und 28 Mal die Preussen beziehungsweise Capitals. Zweimal trennten sich beide Teams unentschieden. Bemerkenswert an den Derbys ist auch die Leistung des damaligen Preussen-Torhüters Klaus Merk, dem es in zwei Spielen gegen die Eisbären gelang, jeweils einen Treffer zu erzielen.[8]

Berliner Lokalderbys im Profi-Eishockey seit 2005[Bearbeiten]

Empfang der beiden Deutschen Meister 2006, Eisbären (Herren) und OSC Berlin (Frauen), im Roten Rathaus

Nach dem Endgültigen Aus der Berlin Capitals verlegten sich die Berliner Stadtderbys von der 1. Bundesliga (DEL) in die viertklassige Regionalliga, wo sich seit einigen Jahren die Mannschaften von FASS Berlin und dem ECC Preussen Juniors Berlin Duelle liefern. Auf Grund der Namensverwandtschaft zu den früheren "Preussen-Teams" schaffte der ECC es, sich einen kleinen finanziellen und dadurch einen mannschaftlichen Vorteil zu erarbeiten, so dass die Derbys oft zu Gusten der Preussen ausgehen. Auch wenn es aktuell keine Ost-West Derbys gibt, sind die Derbys der Lokalrivalen oft von Polizeikräften abgesichert. Grund dafür ist die Kooperation zwischen FASS und den Berliner Eisbären. Nach der Auflösung der Herrenmannschaft der Eisbären Juniors Berlin fanden viele Spieler bei FASS Berlin Unterkunft.

Dameneishockey in Berlin[Bearbeiten]

Seit Mitte der 1970er Jahre wird in Deutschland Fraueneishockey gespielt. 1975/76 wurde der erste eigenständige Fraueneishockeyverein DEC Eishasen in Berlin auf Anregung des damaligen Trainers des Berliner Schlittschuh-Clubs und deutschen Trainer-Legende Xaver Unsinn gegründet.[9] Ihr erstes Spiel bestritten die „Eishasen“ gegen den damals einzigen Gegner, die Damen-Mannschaft des EV Füssen, und verloren diese Partie mit 3:6. Im Februar 1979 wurden die Berliner Eishasen als erster eigenständiger Damen-Eishockey-Verein im Vereinsregister eingetragen.[10] Im Laufe der Jahre wurde der Sport bei den Damen populärer und es wurde ein zweiter Berliner Verein gegründet. Aus dem OSC Berlin ging eine Damen-Eishockey-Abteilung hervor, die 1990/91 den ersten Meistertitel für eine Berliner Damen-Mannschaft erreichen konnte. Neben den nationalen Meisterschaften wurden auch stadtinterne Duelle ausgetragen, in denen die „Eishasen“ 1986 und 1987 siegreich hervorgingen und 1985 sowie 1988 die „Eisladies“ vom OSC gewannen.

Der OSC Berlin etablierte sich in der nationalen Damen-Eishockeylandschaft und spielte in den vergangenen Jahren in der Frauen-Bundesliga erfolgreich um die Deutsche Meisterschaft. Die weiblichen „Hirsche“ erreichten 1991, 2006, 2007 sowie 2009 jeweils den Meistertitel. Neben den nationalen Erfolgen bestreitet die Mannschaft auch Partien im internationalen Wettbewerb, wie unter anderem in der Elite Women's Hockey League. Spielstätte ist der Wellblechpalast in Sportforum Hohenschönhausen.

Auf Grund Spielerinnenmangels musste sich der DEC Eishasen Berlin 2007 aus der 2. Liga Nord zurückziehen und damit sind die „Eisladies“ nunmehr das einzige Damen-Eishockey-Team aus Berlin.


Berliner Vereine[Bearbeiten]

Historisch bedeutende Mannschaften[Bearbeiten]

Weitere Mannschaften, die sich höherklassig versuchten[Bearbeiten]

  • LTTC Rot-Weiß Berlin (heute Rot-Weiß Berlin)
  • Steglitzer Tennisclub Berlin
  • EHC Nord Berlin
  • Hertha BSC
  • EG Wedding Berlin
  • OSC Berlin

Aktuelle Mannschaften (Männer)[Bearbeiten]

Platzierung der Berliner Mannschaften 2011/12
Mannschaft Liga Platzierung
Eisbären Berlin DEL 1./Deutscher Meister
Eisbären Juniors Berlin DNL 2./Finale
FASS Berlin OL Ost 4. Platz
ECC Preussen Berlin OL Ost 9. Platz
ESC Berlin 2007 Regionalliga Ost 3.
FASS Berlin Junioren Regionalliga Ost 4. Platz

Derzeit spielen vier Berliner Vereine auf höherem Niveau Eishockey. Hierbei stellen die Eisbären Berlin die derzeit erfolgreichste Mannschaft mit sechs Deutschen Meisterschaften in den letzten acht Jahren. Die aus dem SC Dynamo Berlin hervorgegangene Mannschaft spielt seit Gründung der Deutschen Eishockey-Liga in der höchsten Spielklasse. Der Stammverein der Eisbären, die Eisbären Juniors Berlin spielt mit seiner Juniorenmannschaft in der Deutschen Nachwuchs-Liga. Der ECC Preussen Berlin, der als Nachfolgeverein des BSC Preussen bzw. der Berlin Capitals gilt, spielt in der drittklassigen Oberliga, in der auch der FASS Berlin spielt. Der Eissport und Schlittschuh Club 2007 Berlin, der sich als Nachfolgeverein des Berliner SC sieht, tritt in der vierklassigen Regionalliga Ost an, in der auch die 1b-Mannschaft des FASS spielt. Ab der Saison 2012/13 treten in der Regionalliga noch zusätzlich die Mannschaften des EHC Berlin "die Preussen" und die 1b des ECC Preussen Berlin an.

Landesliga Berlin[Bearbeiten]

Im Mittelpunkt der Landesliga stehen Kameradschaft und Spaß am Spiel (hier OSC Berlin)

Die Landesliga Berlin ist eine Breitensportliga, in der Hobbyeishockey unter dem Dach und nach den Regeln des Deutschen Eishockey Bundes gespielt wird. Obwohl die Liga die niedrigste organisierte Spielklasse im Berliner Eishockey ist, treffen sich hier neben Oldies, Spätberufenen und Nachwuchsspielern auch ehemalige Profispieler und spielen jährlich in einer Hin- und Rückrunde, die zusammen etwa 15 Spiele umfassen, den Berliner Landesligameister aus. Teilnehmer in der kommenden Spielzeit 2011/12 sind OSC Berlin, ASC Spandau, ERSC Berliner Bären, EC Bärlin, SC Charlottenburg, BSG Berlin-Brandenburg (früher BSG Eternit), FASS Berlin 1c und der ESC Berlin 1b.

Jeder Mannschaft steht von Oktober bis März pro Woche mindestens eine Trainingszeit zu. Viele Landesligavereine haben einen ordentlichen Trainingsbetrieb. Informationen für Interessierte gibt es durch den Ligenleiter des Berliner Eissport Verbandes. Unter der Landesliga gibt es noch zahlreiche "Wilde Ligen", in denen jedoch meist nach stark modifizierten Spielregeln und ohne Schiedgerichtsvereinbarung gespielt wird.

Aktuelle Mannschaften (Frauen)[Bearbeiten]

Weitere Mannschaften[Bearbeiten]

In verschiedenen weiteren Vereinen wird oder wurde in Berlin Eishockey gespielt: Berliner SV 92, BSG Eternit, ERSC Berliner Bären, PSV Berlin, EC Berlin. In den 1950er und 1960er Jahren spielten folgende Vereine in der DDR-Oberliga: BSG Einheit Berliner Bär (später SC Einheit Berlin), SC Motor Berlin (später TSC Oberschöneweide) sowie HSG Wissenschaft HU Berlin. Anschließend nahmen an der DDR-Bestenermittlung teil: Dynamo Fritz Lesch Berlin, ADW Berlin, Spartakus Berlin und Monsator Berlin.

Eishallen und Stadien[Bearbeiten]

Die nachfolgende Liste stellt alle Eisstadien in Berlin dar, in denen aktiv Eishockey gespielt wurde oder immer noch gespielt wird. Die Liste beinhaltet keine reinen Eisbahnen, die zum öffentlichen Eislaufen dienen.

siehe auch: Liste der Eisstadien in Deutschland

Fotografie Stadion Eröffnung Anmerkungen
Eispalast an der Martin Luther-Straße 1. September 1908 Im Eispalast wurde das erste nationale Eishockeyspiel ausgetragen, welches im Rahmen eines internationalen Turniers stattfand. Im ersten Spiel stand sich der Berliner Schlittschuhclub und der Charlottenburger SC gegenüber. Am 30. November 1913 erfuhr die Sportstätte ihren finanziellen Ruin und musste geschlossen werden.

Architekt: Walter Hentschel[11]

Bundesarchiv Bild 102-10391A, Berlin, Wahlversammlung der NSDAP im Sportpalast.jpg Sportpalast 1910 Der Sportpalast diente jahrelang als Heimspielstätte des BSchC. Er galt als vornehme Adresse, wo sich die Gesellschaft von Unternehmern traf, um Eishockey zu sehen. Nach Schäden und teilweisem Abriss auf Grund der Kriegsfolgen wurde die Eisbahn ohne Dach am 26. Oktober 1951 wiedereröffnet, musste allerdings am 13. November 1973 endgültig geschlossen werden und wurde abgerissen.
Bundesarchiv Bild 183-T00855, Berlin, 5. CDU-Jahrestagung (Parteitag), Metropoltheater.jpg Admiralspalast 1911 Der Admiralspalast an der Friedrichstraße war nach dem Ersten Weltkrieg jahrelang Trainings- und Heimspielstätte des BSchC. Da er keine Kriegszerstörung erfuhr, wurden darin auch nach Ende des Krieges diverse Eishockeyspiele ausgetragen, ehe in den 1920er Jahren eine Umnutzung des Gebäudes die Eisbahn verschwinden ließ.
Platzanlage des BSchC an der Thüringer Allee 1922 Mit der Platzanlage an der Thüringer Allee schuf sich der Berliner Schlittschuhclub eine Spiel- und Trainingsstätte, die bei der Errichtung seiner Zeit voraus war und als Vorbild eines damaligen Eissportplatzes diente.
Eisstadion Friedrichshain 1935 In diesem Eisstadion, welches in der Nähe des Volkspark Friedrichshain errichtet wurde, wurde 1944 die letzte Deutsche Meisterschaft zwischen dem LTTC Rot-Weiß Berlin und dem BSchC ausgetragen. Im letzten Kriegsjahr fiel es der Bombardierung der Alliierten zum Opfer.
Bundesarchiv Bild 183-36920-0002, Berlin, Werner-Seelenbinder-Halle.jpg Werner-Seelenbinder-Halle Mai 1950 Vor dem Zweiten Weltkrieg war diese Halle ein Fleischmarkt und wurde erst danach zu einer Sporthalle umgebaut. Sie fungierte als Heimspielstätte des TSC Berlin und war Austragungsort zahlreicher internationaler Turniere. Nach der Wende wurde sie kaum mehr genutzt und im Rahmen der Olympiabewerbung 1992 endgültig geschlossen. An diese Stelle wurde das jetzige Velodrom errichtet.
Bundesarchiv B 145 Bild-P018933, Berlin, Deutschlandhalle.jpg Deutschlandhalle 29. November 1935 Bei ihrer Eröffnung diente die Halle zunächst als Ort für Großveranstaltungen. Nach dem Kriegsende wurde sie wieder aufgebaut und auf Grund des Abrisses der Eissporthalle an der Jafféstraße zugunsten der damaligen Berlin Capitals am 15. August 2001 für den Eissport umgerüstet. Am 27. Mai 2008 beschloss der Berliner Senat, die Deutschlandhalle abzureißen und den Neubau einer Eishalle nahe der Glockenturmstraße zu errichten.[12][13]
Eisstadion Neukölln 15. Dezember 1956 Auf Grund der Initiative Heinz Hentschels wurden Anfang der 1950er Pläne für eine Ersatzeisbahn des zerstörten Eisstadion Friedrichshain entworfen. Dabei sollten zwei Eisflächen gebaut werden, die sich miteinander verbinden ließen, um ein Eisschnelllauf-Oval entstehen zu lassen. Diese Pläne wurden mangels finanzieller Probleme nicht umgesetzt. Das Eisstadion existiert heute noch und ist das einzige für den Ligen-Spielbetrieb zugelassene Stadion in Berlin, welches nicht überdacht ist.[14]
Bundesarchiv Bild 183-77954-0001, Berlin, Dynamo-Sportforum, Eisstadion.jpg Sportforum Hohenschönhausen 20. November 1960 Zur Saison 1957/58 der DDR-Oberliga wurde erstmals die Kunsteisbahn im Sportforum in Betrieb genommen und die Mannschaft des SC Dynamo Berlin verfügte damit über eine eigene Heimspiel- und Trainingsstätte.
Sportforum Wellblechpalast 01.jpg Wellblechpalast 1963 Der Wellblechpalast ist seit dem 6. Oktober 2001 offiziell der Name der Halle 1 des Kunsteisstadions im Sportforum Hohenschönhausen in Berlin, welches bis zum Ende der DEL-Saison 2007/08 die Heimat der Eisbären Berlin war. Die Mannschaften der Eisbären Juniors Berlin und einiger Hobbymannschaften spielen weiterhin in der Halle.

Betreiber des 1963 fertiggestellten Stadions ist die Stadt Berlin.

Erika Hess Eisstadion 1967 Das Erika Hess Eisstadion ist die viertgrößte Eissporthalle Berlins. Sie wurde im Jahr 1967 fertiggestellt und ist die Heimat der Berliner Eishockeyvereine FASS Berlin und ECC Preussen Juniors Berlin.
Eissporthalle Paul-Heyse-Straße 1999 Im Zuge des Baus des Velodroms ist diese 250 Personen fassende Halle errichtet wurden und beherbergt die erste Mannschaft des ESC 2007 Berlin, des OSC Berlin und auch der ECC Preussen Juniors Berlin.
Eissporthalle an der Jafféstraße 28. Oktober 1973 Das Eisstadion wurde in zehn Monaten in der unmittelbaren Nachbarschaft zur Deutschlandhalle errichtet. Mit einem Fassungsvermögen von 6.000 Zuschauern wurden dort überwiegend Eishockeyspiele ausgetragen. Nach jahrelangen Diskussionen wurde die Eissporthalle im April/Mai 2001 im Zuge der Südausbaus des Messegeländes abgerissen.
Eingang Horst-Dohm-Stadion.jpg Horst-Dohm-Eisstadion 29. November 1974 Das nach dem früheren Wilmersdorfer Bezirksbürgermeister Horst Dohm benannte Eisstadion wurde von Werner Deyle erbaut. Mit einer olympiagerechten 400-m-Eisschnelllaufbahn wurde dort 1985 das erste Eisschnelllauf-Weltcuprennen in Deutschland ausgetragen.
Lankwitz Eisbahn.jpg Eisbahn Lankwitz Ende der 1970er Ähnlich wie die Eisbahn Spandau und die Eisfläche in Berlin-Neukölln ist die Eisbahn Lankwitz eher für den Breiten- und Amateursport gedacht. Im Winter trainiert hier unter anderem das von Katarina Witt unterstützte Projekt Kick on Ice. Im Sommer wird die Fläche von der Berliner Inline- und Skaterhockey Liga (BISHL) genutzt.
O2 World Berlin-Friedrichshain.JPG O₂ World 10. September 2008 Die O2 World ist die aktuelle Heimat der Eisbären Berlin. In der Halle finden neben Eishockey und Basketball auch Konzerte und sonstige Veranstaltungen statt. Mit bis zu 17.000 Sitz- und Stehplätzen, 59 Zuschauersuiten und etwa 2.000 Parkplätzen ist die O2 World nach der Lanxess Arena in Köln die zweitgrößte Multifunktionshalle Deutschlands.
Eisbahn Spandau Die Eisbahn erhielt 2008 die Zeltüberdachung, die beim Eisstadion Oranienburg abgebaut wurde.
Flughafen Berlin-Tempelhof Hangar 3 5. Dezember 2009 Auf Grund der Schließung der Deutschlandhalle, schuf der Berliner Senat eine Übergangslösung für den ECC Preussen Juniors Berlin
Eissporthalle Charlottenburg 2. März 2012 Nach Schließung der Deutschlandhalle auf dem ehemaligen Parkplatz P9 an der Glockenturmstraße im Berliner Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf von 2009 bis 2012 errichtete Halle mit 1.000 Plätzen zum dauerhaften Eissportbetrieb, wo der ECC Preussen Berlin seine Heimspiele austrägt.[15]
Derzeit betriebene Eisstadien in Berlin


Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Hockeyweb: DEB-Historie (Teil 1), abgefragt am 3. Februar 2009
  2. a b c d e f Karas 2008: 100 Jahre Eishockey in Berlin, Faszination durch Tradition. S. 9 ff.
  3. Zurück ins Jahr 1908 - Berliner Schlittschuh-Club Historie: Zurück ins Jahr 1908 (Version vom 19. Mai 2009 im Internet Archive), Zugriff am 16. Mai 2009
  4. Horst Eckert in eishockeymuseum.de: Olympia-Bronze 1932 für das deutsche Team, Zugriff am 16. Mai 2009
  5. lotok.de: DDR-Meisterschaft – bis 1970 kein Einerlei, Zugriff am 16. Mai 2009
  6. eishockey-museum.de: DDR: Die kleinste Liga der Welt, Zugriff am 17. Mai 2009
  7. Karas 2008: 100 Jahre Eishockey in Berlin, Faszination durch Tradition. S. 368
  8. Karas 2008: 100 Jahre Eishockey in Berlin, Faszination durch Tradition. S. 374
  9. osc-berlin-eisladies: Entstehung des Fraueneishockey in Berlin und Deutschland, Zugriff am 14. Juni 2009
  10. damen-eishockey.de: Chronik des D.E.C. Eishasen Berlin e.V., Zugriff am 14. Juni 2009
  11. ÖNB-ANNO Historische Zeitungen und Zeitschreiben [1]: Allgemeine Sport-Zeitung Ausgabe S. 1169 vom 19. September 1908
  12. Brigitte Schmiemann in Welt Online: Mit der Deutschlandhalle fällt ein Stück Geschichte, Zugriff am 27. Mai 2008
  13. Christine Richter in Berliner Zeitung: ICC-Umbau kostet 182 Millionen Euro, Zugriff am 28. Mai 2008
  14. fass-berlin.de: Eisstadion Neukölln, Zugriff am 17. Mai 2009
  15. Brigitte Schmiemann in Berliner Morgenpost:Berliner Eissportler beziehen neue Halle, Zugriff am 2. September 2012

Weblinks[Bearbeiten]